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	<title>Entwicklungsroman &#8211; Neyashas Allerlei</title>
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	<description>Vom Lesen, Schreiben und von kreativen Dingen</description>
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		<title>Delia Owens &#8211; Der Gesang der Flusskrebse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Nov 2019 12:51:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entwicklungsroman]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[#WirLesenFrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Hörbuch Hamburg (die ungekürzte Lesung gibt es nur über Audible!) ungekürzte Lesung von Luise Helm 1952 verlässt Kyas Mutter ihre Familie, weil sie das Leben mit dem gewalttätigen Ehemann nicht mehr aushält. Daraufhin verlassen nach und nach auch die Geschwister das kleine Haus im Marschland, bis nur noch die siebenjährige Kya zurückbleibt. Da&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><img decoding="async" class=" wp-image-6278 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/11/flusskrebse.jpg" alt="" width="179" height="179" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/11/flusskrebse.jpg 250w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/11/flusskrebse-150x150.jpg 150w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/11/flusskrebse-70x70.jpg 70w" sizes="(max-width: 179px) 100vw, 179px" />erschienen bei <a href="https://www.hoerbuch-hamburg.de/hoerbuecher/owens-der-gesang-der-flusskrebse-4981/">Hörbuch Hamburg</a> (die ungekürzte Lesung gibt es nur über Audible!)</em><br />
<em>ungekürzte Lesung von Luise Helm</em></p>
<p>1952 verlässt Kyas Mutter ihre Familie, weil sie das Leben mit dem gewalttätigen Ehemann nicht mehr aushält. Daraufhin verlassen nach und nach auch die Geschwister das kleine Haus im Marschland, bis nur noch die siebenjährige Kya zurückbleibt. Da ihr Vater seinen Kummer in Alkohol ertränkt, muss Kya schnell lernen für sich selbst zu sorgen. Zuflucht und Halt bieten ihr die Vögel, die rund um sie in den Salzwiesen, Buchten und Schilfgürteln leben. Allmählich baut sie sich hier ihr ganz eigenes Leben auf, bis 1969 ein Mann tot im Sumpf gefunden wird &#8211; und die Spuren zu Kya führen.</p>
<p>&#8222;Der Gesang der Flusskrebse&#8220; wurde von Rezensenten und Lesern begeistert aufgenommen und klang nach einer interessanten Mischung aus Coming-of-Age-Geschichte, Krimi und Gesellschaftsroman. Auch mir hat der Debütroman der Zoologin Delia Owens zu Beginn sehr gut gefallen. Sie beschreibt sehr eindringlich, was es für die kleine Kya bedeutet auf sich alleine gestellt zu sein und wie sie lernt ihren Alltag zu meistern. Die Armut, in der die Familie lebt, wird ebenso greifbar wie Kyas schlechten Erfahrungen in der örtlichen Schule. Als das &#8222;Marschmädchen&#8220; wird sie misstrauisch beäugt, verspottet und von manchen wie Ungeziefer betrachtet. Es ist nicht verwunderlich, dass Kya bald die Stadt und deren Bewohner meidet und die Marsch zu ihrem Anker und ihrer Zuflucht wird. Delia Owens beschreibt das Marschland von North Dakota und seine Tierwelt so bildreich, dass diese Landschaft fast zu einem eigenen Protagonisten wird.</p>
<p>Die Nebenfiguren wie etwa ein schwarzes Ehepaar, das ihr hilft, sowie Tate, ein Freund ihres Bruders, bleiben da vergleichsweise blass und wirken mitunter auch etwas klischeehaft. Da ich Kya als Figur so interessant fand und ihre Entwicklung faszinierend zu lesen fand, hat mich das aber zunächst nicht gestört. Und es hat mir anfangs auch sehr gut gefallen, wie Kya erwachsen wird und auf ihre ganz eigene Weise ihr Leben zu meistern lernt.</p>
<p>Dann aber wurde der Roman immer überzogener und unrealistischer. Kya wächst nicht nur zu einer Art &#8222;wilden Schönheit&#8220; heran, der die Männer verfallen, sondern sie lernt mit Tates Hilfe auch in Windeseile lesen, schreiben und ist bald imstande, wissenschaftliche Texte zu verstehen. Nicht nur das &#8211; sie, die nur einen einzigen Tag in der Schule war und von Tates &#8222;Unterricht&#8220; abgesehen keinerlei Bildung genossen hat, beginnt Fachbücher über die Flora und Fauna der Marsch zu verfassen. Diese bringt sie nicht nur erfolgreich bei einem Verlag unter, sondern natürlich verkaufen diese sich auch toll und sie erhält ein stattliches Honorar. An diesem Punkt hat mich der Roman schon ziemlich genervt, aber noch schlimmer fand ich dann die Kriminalgeschichte, die sich parallel dazu entwickelt. Ich will jetzt keine Details dazu verraten, aber auf jeden Fall entwickelt sich das Buch zu einem Gerichtsdrama, das kein Klischee auslässt. Die völlig unnötigen Wendungen, die einem am Ende in einem Epilog noch schnell hingeschmissen werden, haben mich dann nur noch den Kopf schütteln lassen.</p>
<p>Ich konnte schon öfter mit hochgejubelten Büchern nichts anfangen, aber dass mir ein Roman zu Beginn gut gefallen hat, während ich am Ende nur noch das Bedürfnis hatte, möglichst alle potenziellen Leser davor zu warnen, ist mir bisher erst selten passiert. Delia Owens kann wirklich schön schreiben und auch die Lesung von Luise Helm ist sehr angenehm, aber das ändert nichts daran, dass mich dieser Roman zutiefst enttäuscht hat. Es ist noch nicht mal so sehr die unrealistische Handlung das Problem &#8211; das Problem ist vor allem, dass Aufmachung, Vermarktung und auch die erste Hälfte des Romans etwas ganz anderes verkaufen als jenes kitschtriefende Machwerk, das man zum Ende hin bekommt.</p>
<p>Und das wirklich traurige ist, dass ich das Buch aufgrund der wundervollen Beschreibungen und des lesenwerten Anfangs sehr gern weiter empfehlen würde, aber so wie es sich im weiteren Verlauf entwickelt, kann ich persönlich nur von der Lektüre abraten bzw. sollte man zumindest wissen, worauf man sich einlässt.</p>
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		<title>[Kurzrezensionen] Von Gabeln, Charley und Kim Novak</title>
		<link>https://neyasha.at/2018/06/16/kurzrezensionen-von-gabeln-charley-und-kim-novak/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jun 2018 20:46:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entwicklungsroman]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[Bee Wilson &#8211; Am Beispiel der Gabel erschienen bei Suhrkamp/Insel Die britische Autorin Bee Wilson beleuchtet in diesem Buch die Geschichte der Koch- und Esswerkzeuge, von Gabeln über Pfannen bis hin zu Kühlschränken. Es handelt sich dabei um ein sehr unterhaltsames Buch, in dem man allerlei Wissenswertes und mitunter auch Kurioses oder Witziges erfährt. Mitunter&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Bee Wilson &#8211; Am Beispiel der Gabel</h3>
<p><img decoding="async" class="wp-image-5085 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2018/06/gabel-189x300.jpg" alt="" width="150" height="238" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2018/06/gabel-189x300.jpg 189w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2018/06/gabel.jpg 315w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><em>erschienen bei <a href="https://www.suhrkamp.de/buecher/am_beispiel_der_gabel-bee_wilson_17619.html">Suhrkamp/Insel</a></em></p>
<p>Die britische Autorin Bee Wilson beleuchtet in diesem Buch die Geschichte der Koch- und Esswerkzeuge, von Gabeln über Pfannen bis hin zu Kühlschränken. Es handelt sich dabei um ein sehr unterhaltsames Buch, in dem man allerlei Wissenswertes und mitunter auch Kurioses oder Witziges erfährt. Mitunter fand ich das Buch vom Aufbau her ein wenig konfus &#8211; es kam immer wieder zu Wiederholungen und teilweise machte die Autorin Sprünge, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte. Das und die Tatsache, dass die Konzentration doch sehr stark auf dem britischen Raum liegt, fand ich ein wenig schade. Abgesehen davon hat mir das Buch aber gut gefallen und ich habe darin auch so einiges gelernt, wovon ich vorher noch nie gehört hatte, z.B. dass der bei Menschen übliche Überbiss möglicherweise mit dem Aufkommen von Gabeln zusammenhängt.</p>
<p>Eine amüsante und großteils kurzweilige Abhandlung über Utensilien, die wir tagtäglich verwenden und deren Geschichte wir doch oft kaum kennen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>John Steinbeck &#8211; Die Reise mit Charley. Auf der Suche nach Amerika</h3>
<p><img decoding="async" class=" wp-image-5086 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2018/06/charley.jpg" alt="" width="150" height="237"> <em>erschienen bei <a href="https://www.dtv.de/buch/john-steinbeck-die-reise-mit-charley-13565/">dtv</a></em></p>
<p>Im Herbst 1960 begab sich der Schriftsteller John Steinbeck mit seinem Pudel Charley in einem umgebauten Pickup-Camper namens &#8222;Rosinante&#8220; auf eine Reise durch die Vereinigten Staaten.</p>
<p>In diesem Reisebericht, der stellenweise aber wohl auch fiktional ausgeschmückt sein dürfte, beschreibt Steinbeck die elf Wochen seiner Reise. Diese führte ihn durch Neuengland in den Norden nach Maine und dann an der kanadischen Grenze entlang nach Seattle, von wo er dann die pazifische Küste entlang nach Süden fuhr und schließlich durch die Südstaaten den Kreis schloss. Seine Erzählung beginnt gemächlich, mit kleinen Etappen im Norden, bis seine Etappen allmählich immer länger und sein Erzähltempo auch schneller wird. New Orleans schließlich wurde er Zeuge einer Demonstration weißer Frauen gegen schwarze Schulkinder (die Hintergründe lassen sich <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/New_Orleans_school_desegregation_crisis">hier</a> nachlesen), die ihn so erschütterte, dass er danach die Reise nicht wie geplant fortführte, sondern auf dem kürzesten Weg nach Hause zurückfuhr.</p>
<p>Es ist sehr interessant, von Steinbecks Erlebnissen und seinem Blick auf die USA zu lesen; besonders spannend fand ich seine Begegnung mit seiner alten Heimat Salinas und Monterey, wo er nur schwer mit den Veränderungen umgehen konnte, die es dort in den letzten Jahren gab. Interessant fand ich auch seine oft vergeblichen Versuche, mehr über die (politischen) Ansichten der Menschen, denen er unterwegs begegnete, zu erfahren. Ein lesenswertes, aber eher knappes Porträt der USA, in dem Steinbeck viele Streckenteile überspringt &#8211; ich hätte gern mehr erfahren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Håkan Nesser &#8211; Kim Novak badete nie im See von Genezareth</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-5091 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2018/06/kimnovak-190x300.jpg" alt="" width="151" height="238" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2018/06/kimnovak-190x300.jpg 190w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2018/06/kimnovak.jpg 219w" sizes="auto, (max-width: 151px) 100vw, 151px" /> <em>erschienen bei <a href="https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Kim-Novak-badete-nie-im-See-von-Genezareth/Hakan-Nesser/btb-Taschenbuch/e42437.rhd">btb</a></em></p>
<p>Schweden in den 60er Jahren. Der 14jährige Erik, dessen Mutter im Sterben liegt, und sein Freund Edmund verbringen gemeinsam mit Eriks älterem Bruder den Sommer in einem kleinen Ferienhaus, genannt &#8222;Genezareth&#8220;. Die beiden Jungs schwärmen von der jungen Aushilfslehrerin Ewa, die wie Kim Novak aussieht &#8211; und einen ungeahnten Aufruhr in ihren Sommer bringt.</p>
<p>Håkan Nesser, der vor allem für seine Krimireihe rund um Kommissar Van Veeteren bekannt ist, beschwört in diesem Roman das nostalgische Bild eines Sommers herauf. Trotz der Schwierigkeiten, mit denen die beiden Jungs zu kämpfen haben, stellt sich eine gewisse Idylle voll ewiger Sommertage ein. Ein Krimielement schleicht sich dann doch ein, aber es steht nicht im Mittelpunkt und ich würde den Roman auch eher als einen Entwicklungsroman bezeichnen.</p>
<p>Obwohl ich &#8222;Kim Novak badete nie im See von Genezareth&#8220; gern gelesen habe, konnte mich das Buch doch nicht ganz überzeugen. Ich habe die Hauptfigur recht farblos gefunden und mochte das Ende nicht (das ich persönlich in der Verfilmung dann besser fand). Trotzdem ein sehr passendes Buch für laue Sommerabende.</p>
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		<title>[Kurzrezensionen] Von einer Perle, einer Seereise und rätselhaften Eulen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Nov 2017 21:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entwicklungsroman]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[John Steinbeck &#8211; Die Perle Diese Novelle, die auf einer mexikanischen Sage basiert, erzählt von dem armen Fischer Keno, der nahe der Stadt La Paz wohnt. Als er eines Tages in einer Auster eine riesige Perle findet, beginnt er Pläne für sich, seine Frau und seinen kleinen Sohn zu schmieden. Aber der vermeintliche Segen entpuppt&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>John Steinbeck &#8211; Die Perle</b></p>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;" href="https://4.bp.blogspot.com/-8LXoEvdJnww/WgTGbFP5afI/AAAAAAAAGJg/aYSDgittEeM4Rq9sStNFbmpLQwqZQpH4gCLcBGAs/s1600/perle.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2017/11/perle.jpg" data-original-height="200" data-original-width="272" width="200" height="147" border="0"></a></div>
<div style="text-align: justify;">Diese Novelle, die auf einer mexikanischen Sage basiert, erzählt von dem armen Fischer Keno, der nahe der Stadt La Paz wohnt. Als er eines Tages in einer Auster eine riesige Perle findet, beginnt er Pläne für sich, seine Frau und seinen kleinen Sohn zu schmieden. Aber der vermeintliche Segen entpuppt sich eher als Fluch.</div>
<div style="text-align: justify;">Steinbeck schreibt hier von den Schattenseiten des Reichtums, vor allem aber von einer unüberbrückbaren gesellschaftlichen Kluft. Keno, der von einem besseren Leben träumt, hat keine Chance, diese Kluft zu überbrücken und ist mit der Perle der Willkür der Mächtigen umso mehr ausgeliefert.Ich habe in den letzten Jahren einige Bücher von Steinbeck gelesen, die ich alle sehr mochte und auch dann, wenn sie eher traurig waren, nicht trostlos fand. &#8222;Die Perle&#8220; fand ich zwar sehr fesselnd und auch eindringlich zu lesen, gleichzeitig aber zu düster. Die Erzählung geht sehr unter die Haut, hat mich aber beim Lesen so aufgewühlt, dass ich am Ende richtiggehend niedergeschlagen war.</p>
</div>
<div style="text-align: justify;">Ein sehr guter Kurzroman, der mir allerdings ein wenig zu bedrückend war.</div>
<p><b>Michael Ondaatje &#8211; Katzentisch</b></p>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;" href="https://3.bp.blogspot.com/-0aKqELT9Anw/WgYbRG4UklI/AAAAAAAAGJw/F6gzsdG8Vao4MH8c_QDZfejBM6qKhdr3QCLcBGAs/s1600/katzentisch.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2017/11/katzentisch.jpg" data-original-height="200" data-original-width="128" width="128" height="200" border="0"></a></div>
<div style="text-align: justify;">In den 1950er Jahren ist der elfjährige Michael auf einem Schiff von Colombo unterwegs nach England, wohin seine Mutter schon ein paar Jahre zuvor ausgewandert ist. Dort unternimmt er mit zwei Jungen in seinem Alter allerlei Unsinn und erkundet mit ihnen das Schiff. Neben den dreien lernt man eine Reihe eher armer Mitreisender kennen, die zusammen mit Michael am sogenannten &#8222;Katzentisch&#8220; sitzen.</div>
<div style="text-align: justify;">Michael schildert rückblickend die Ereignisse der Fahrt &#8211; all die Liebeleien, Diebstähle und seltsamen Verstrickungen, die er zusammen mit seinen Freunden beobachtet. Jahre später kommt er mit einigen Reisegefährten wieder in Kontakt und wird sich dabei auch wieder bewusst, wie groß der Einfluss dieser kaum einmonatigen Reise auf sein Leben war.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">&#8222;Katzentisch&#8220;, das <a href="http://einestadteinbuch.at/">Gratisbuch der Stadt Wien 2017</a>, hat eine episodenhafte Erzählweise, da es eine Vielzahl von kleinen Geschichten vereint. Ich habe den Roman sehr unterhaltsam gefunden, mitunter aber etwas zerfasert. Er ist zwar gut konstruiert und vereint eine ganze Reihe von originellen Figuren, wirkt aber durch die vielen Einzelepisoden und die vielen Themen, die er darin anspricht, ein wenig überfrachtet.</div>
<p><b>Alan Garner &#8211; The Owl Service</b></p>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;" href="https://4.bp.blogspot.com/-Db0vydod5fA/WgYfc1fx7RI/AAAAAAAAGJ8/7ca_0dSuru4QNjYTG1J-lyFSv8owqvkvACLcBGAs/s1600/owlservice.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2017/11/owlservice.jpg" data-original-height="250" data-original-width="201" width="160" height="200" border="0"></a></div>
<div style="text-align: justify;">Alison entdeckt auf dem Dachboden ihres walisischen Sommerhauses ein Porzellanservice mit einem Blumenmuster, in dem sie Eulen zu sehen meint. Als sie das Muster aus Papier ausschneidet und zu Eulen zusammensetzt, entfesselt sie einen alten Fluch. Zusammen mit ihrem Stiefbruder Roger und Gwyn, dem Sohn der Köchin, wird ihr Leben auf seltsame Weise mit der alten walisischen Sage rund um Blodeuwedd verknüpft.Alan Garner entfaltet in diesem Jugendbuch, das 1967 publiziert wurde, eine rätselhafte, mystische Geschichte, in der keltische Mythen mit der Gegenwart verknüpft werden. Als Leserin wird man recht ahnungslos in den Roman hineingestoßen und begreift erst nach und nach, was alles zu bedeuten hat. Das erweckt ein Gefühl von fremder und unheimlicher Magie, führt aber auch dazu, dass man beim Lesen manches Mal im Dunkeln tappt. Ich musste mich sehr konzentrieren, um der Geschichte folgen zu können. Die Atmosphäre ist nicht nur geheimnisvoll, sondern auch auf eine ganz eigene Art und Weise gruselig.</p>
</div>
<div style="text-align: justify;">Eine faszinierende Lektüre, die ich aber teils auch als verstörend und nur schwer verständlich empfunden habe.</div>
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		<title>Pamela Moore &#8211; Cocktails</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2017 12:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entwicklungsroman]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Piper &#160; Pamela Moore war erst achtzehn Jahre alt, als sie den Coming-of-Age-Roman &#8222;Cocktails&#8220; schrieb und dieser daraufhin in den USA ein Kultbuch der Jugendlichen in den 50er Jahren wurde. Ihre nachfolgenden Romane blieben allerdings erfolglos und mit nur sechsundzwanzig Jahren beging die Autorin Selbstmord.&#160; Hierzulande geriet sie daraufhin in Vergessenheit, bis Piper&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;" href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2017/10/cocktails.jpg"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2017/10/cocktails.jpg" data-original-height="200" data-original-width="155" border="0"></a></div>
<p><i>erschienen bei <a href="https://www.piper.de/buecher/cocktails-isbn-978-3-492-05692-2" target="_blank" rel="noopener">Piper </a></i></p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="text-align: justify;">Pamela Moore war erst achtzehn Jahre alt, als sie den Coming-of-Age-Roman &#8222;Cocktails&#8220; schrieb und dieser daraufhin in den USA ein Kultbuch der Jugendlichen in den 50er Jahren wurde. Ihre nachfolgenden Romane blieben allerdings erfolglos und mit nur sechsundzwanzig Jahren beging die Autorin Selbstmord.&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Hierzulande geriet sie daraufhin in Vergessenheit, bis Piper das Buch in neuer Übersetzung von Tanja Handels herausbrachte.&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">
Der Roman erzählt von der fünfzehnjährigen Courtney, die ein Internat an der Ostküste besucht, während ihre Mutter in Hollywood damit beschäftigt ist, sich eine Schauspielkarriere aufzubauen. Als Courtney nach Problemen in der Schule das Internet verlässt und zu ihrer Mutter zieht, wird sie mit hineingezogen in eine Welt voller Parties und Alkohol.</div>
<div style="text-align: justify;">Courtney, die schon im Internat zu Depressionen neigte, verliert in dieser Scheinwelt ganz den Halt. Sie will einerseits Kind sein und leidet darunter, dass ihre Mutter keine wirkliche Verantwortung übernehmen will; andererseits versucht sie Teil der Erwachsenenwelt zu sein und stürzt sich nicht nur in das Partyleben voller Cocktails, sondern lässt sich auch auf eine Affäre mit einem Schauspieler ein.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Courtney<br />
zieht schließlich mit ihrer Mutter nach New York, wo alles in<br />
geregelteren Bahnen verlaufen soll und wo sie stattdessen mit ihrer<br />
früheren Freundin Janet ins New Yorker Nachtleben eintaucht. Sie ist einerseits beeindruckt von der vermeintlichen Weltgewandtheit von Janets älteren Freunden und empfindet andererseits an der Langeweile und Sinnlosigkeit angesichts der gleichförmigen Parties und Alkoholexzesse. Erneut also fühlt sie sich zerrissen und weiß nicht, wie sie ihren Platz im Leben finden soll.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Dieses Zerrissensein beschreibt Pamela Moore sehr eindringlich und wenn man sich die Biografie der Autorin genauer ansieht, liegt die Vermutung nahe, dass der Roman auch starke autobiografische Züge aufweist.</div>
<div style="text-align: justify;">Den Schreibstil habe ich nicht als kindlich empfunden, aber die Art und Weise, wie die Autorin Courtneys Gefühle und Gedanken beschreibt, wirkt so unmittelbar und ungefiltert, dass hier doch das jugendliche Alter durchschimmert. Auf der einen Seite stehen die Unbekümmertheit und kindliche Denkweise von Courtney, auf der anderen Seite Weltschmerz, Melancholie und die Ängste eines heranwachsenden Mädchens.</div>
<div style="text-align: justify;">Courtneys Entwicklungsgeschichte selbst ist durch die Schilderung all dieser Gefühle und Probleme gewissermaßen zeitlos, obwohl der Roman klar in seiner Epoche verankert ist.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Ich fand den Roman interessant zu lesen und als Debüt einer Achtzehnjährigen auf jeden Fall beeindruckend, auch wenn ich mit Courtneys Lebensstil (all die Parties und der Alkohol) nicht viel anfangen konnte. Eine lohnenswerte Coming-of-Age-Geschichte, bei der ich mir allerdings nicht sicher bin, ob sie auch heutzutage noch Jugendliche ansprechen würde.</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Charles Dickens &#8211; Große Erwartungen</title>
		<link>https://neyasha.at/2013/10/29/charles-dickens-groe-erwartungen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Oct 2013 16:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entwicklungsroman]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Genre: Klassiker, Entwicklungsroman Seiten: 612 Verlag: insel taschenbuch ISBN: 9783458352389 Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen &#8222;Bücher, die man gelesen haben muss&#8220;-Challenge &#160; &#8222;Große Erwartungen&#8220; hat mich durch meine Jugend begleitet &#8211; nicht der Roman allerdings, sondern die moderne Filmadaption von Alfonso Cuarón aus dem Jahr 1998, die ich damals einige Male gesehen habe und&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;" href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2013/10/erwartungen.jpg"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2013/10/erwartungen.jpg" border="0"></a></div>
<p>Genre: Klassiker, Entwicklungsroman<br />
Seiten: 612<br />
Verlag: insel taschenbuch<br />
ISBN: 9783458352389<br />
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen</p>
<p><a href="https://neyasha.at/2013/01/04/bucher-die-man-gelesen-haben-muss-meine/">&#8222;Bücher, die man gelesen haben muss&#8220;-Challenge</a></p>
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<div style="text-align: justify;">&#8222;Große Erwartungen&#8220; hat mich durch meine Jugend begleitet &#8211; nicht der Roman allerdings, sondern die moderne Filmadaption von Alfonso Cuarón aus dem Jahr 1998, die ich damals einige Male gesehen habe und deren beeindruckende Bilder etwa von dem verfallenen Haus Miss Havishams sich mir stark eingeprägt haben. Somit waren mir die Grundzüge der Handlung bereits bekannt:</div>
<div style="text-align: justify;">Der Waisenjunge Pip wächst bei seiner Schwester und deren Mann auf und ist trotz der ärmlichen Verhältnisse im Großen und Ganzen mit seinem Leben zufrieden. Dann aber bestellt ihn die wunderliche Miss Havisham zu sich, offensichtlich als Spielgefährten für ihre Ziehtochter Estella. Pip ist von dem arroganten und schönen Mädchen fasziniert und wünscht sich fortan nur noch eins: ein reicher, vornehmer Mann zu werden, um gut genug für sie zu sein. Als ein unbekannter Wohltäter ihm in London ein Leben als Gentleman ermöglicht, scheinen sich Pips große Erwartungen zu erfüllen.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Mit Pip hat Charles Dickens einen Helden geschaffen, der voller Fehler und Eitelkeiten ist und gerade deshalb sehr viel Entwicklungspotenzial bietet. Obwohl er sich oft überheblich und rücksichtslos verhält, war er mir doch über weite Strecken des Romans sympathisch. Das liegt vor allem an den reflektierenden Kommentaren von Pip über sein falsches Verhalten. Es ist schwer, ihm sein Verhalten übelzunehmen, wenn er sich ohnehin selbst bereits Vorwürfe deshalb macht.</div>
<div style="text-align: justify;">Pip ist also mit seinen Schwächen, aber auch mit seiner charakterlichen Entwicklung eine rundum gelungene Hauptfigur.</div>
<div style="text-align: justify;">Die Nebenfiguren hingegen schwanken zwischen realistisch dargestellten Charakteren und den Dickens-typischen Extremen, die oft recht lächerlich wirken. Das ist zum Lesen ganz amüsant, stellenweise aber doch nervig. Großartig fand ich dagegen den exzentrischen Mr. Wemmick und Pips Freund Herbert, zumal auch die Freundschaft zwischen ihnen wunderbar geschildert wird. Ungemein sympathisch ist auch Joe, Pips Schwager, der zwar ein herzensguter Mensch ist, sich aber in feiner Gesellschaft so ungeschickt verhält, dass Pip sich für sein einst geliebtes Vorbild schämt.</div>
<div style="text-align: justify;">Sowohl die Figuren als auch die Schauplätze (angefangen von den unwirtlichen Marschen bis hin zu Wemmicks kleiner &#8222;Burg&#8220;) werden so anschaulich geschildert, dass sie alle vor meinem inneren Auge Gestalt angenommen haben.</div>
<div style="text-align: justify;">Einzig Pips Liebe zu Estella fand ich im Roman vor allem zu<br />
Beginn nicht sehr nachvollziehbar, da Estella zunächst wirklich keinen<br />
Anlass dafür liefert, sie zu mögen. Sie ist stolz, arrogant, unhöflich und vermittelt noch nicht einmal den Eindruck, dass eine besondere Faszination von ihr ausgeht. Das ist etwas, das ich in der Verfilmung tatsächlich bei weitem besser umgesetzt fand.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Der Plot in &#8222;Große Erwartungen&#8220; besteht aus einer Vielzahl von Fäden, die alle meisterhaft ineinander verknüpft werden. Da ich die Handlung an sich ja bereits kannte, haben mich die Plotwendungen leider nicht mehr überrascht, die einem wohl sonst schon auch mal den Mund offenstehen lassen.</div>
<div style="text-align: justify;">Ein paar kleine Längen gibt es allerdings &#8211; vor allem am Anfang und in der Mitte des Romans. Die Handlung plätschert einfach stellenweise zu sehr vor sich hin und scheint auch manchmal nicht sehr zielgerichtet (auch wenn die meisten vermeintlich überflüssigen Szenen letztendlich doch eine wichtige Rolle spielen).</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Insgesamt fand ich den Roman aber gut zu lesen und auch auf der emotionalen Ebene fesselnd. Pip und die anderen sind mir zum Ende hin doch so sehr ans Herz gewachsen, dass es mir schwerfiel, mich von ihnen zu verabschieden.</div>
<p>&nbsp;</p>
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