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	<title>Familiensaga &#8211; Neyashas Allerlei</title>
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	<description>Vom Lesen, Schreiben und von kreativen Dingen</description>
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		<title>Nino Haratischwili &#8211; Das achte Leben (Für Brilka)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Dec 2021 13:18:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familiensaga]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Hörbuch Hamburg &#8222;Das achte Leben&#8220; erzählt die Geschichte der georgischen Familie Jaschi über vier Generationen. Sie setzt zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein mit Stasia, der Tochter eines wohlhabenden Schokoladenfabrikanten, die von einem Leben als Tänzerin träumt, stattdessen aber eine Ehe mit dem Weißgardisten Simon Jaschi eingeht. Ihr Ende findet sie etwa hundert&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><img decoding="async" class=" wp-image-9450 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/12/achtesleben-300x300.jpg" alt="" width="197" height="197" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/12/achtesleben-300x300.jpg 300w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/12/achtesleben-150x150.jpg 150w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/12/achtesleben-70x70.jpg 70w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/12/achtesleben.jpg 500w" sizes="(max-width: 197px) 100vw, 197px" />erschienen bei <a href="https://www.hoerbuch-hamburg.de/das-achte-leben-fuer-brilka/978-3-8449-2040-6">Hörbuch Hamburg</a></em></p>
<p>&#8222;Das achte Leben&#8220; erzählt die Geschichte der georgischen Familie Jaschi über vier Generationen. Sie setzt zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein mit Stasia, der Tochter eines wohlhabenden Schokoladenfabrikanten, die von einem Leben als Tänzerin träumt, stattdessen aber eine Ehe mit dem Weißgardisten Simon Jaschi eingeht. Ihr Ende findet sie etwa hundert Jahre später, als Stasias Urenkelin Niza versucht die Familiengeschichte zusammenzutragen, um sie ihrer Nichte Brilka mit auf den Weg zu geben.</p>
<p>Über 1200 Seiten hat der Roman, über 40 Stunden dauert die ungekürzte Hörbuchfassung, gelesen von Julia Nachtmann. Eine beeindruckende Familiensaga also, die vorrangig aus der Sicht der Frauen erzählt wird, alles vor dem Hintergrund von Aufstieg und Fall des Kommunismus. Da jede Generation auch auf irgendeine Art und Weise mit der Politik verbunden ist, gehen persönliche Schicksalsgeschichten und die Sowjet-Geschichte Hand in Hand. So nimmt sich etwa der Geheimdienstchefs Lawrenti Beria, im Roman als &#8222;kleiner Großer Mann&#8220; bezeichnet, Stasias schöne Schwester Christine zur Geliebten &#8211; was diese teuer zu stehen kommt.</p>
<p>Den größten Raum nimmt die Geschichte der zweiten Generation ein: Stasias Kinder Kostja und Kitty waren für mich so etwas wie das Herzstück des Romans; sie verdeutlichen außerdem, wie sich politische Gräben mitten durch eine Familie ziehen können. Während Kostja systemtreu bis zur Selbstaufgabe ist, verliebt Kitty sich in den falschen Mann und gilt als Verräterin, was sie teuer zu stehen kommt. Ihr späteres Leben verbringt sie im Exil in London, wo sie zwar als Sängerin Erfolg hat, aber die Vergangenheit doch nie abschütteln kann. Und auch ihre Familie ist nach diesen Ereignissen für immer zerrissen, was sich auch in den nächsten Generationen widerspiegelt, die über weite Strecken von der Rebellion an Kostja (und somit auch dem sowjetischen System) geprägt sind.</p>
<p>Diese Mischung aus persönlichen Geschichten und tatsächlichen geschichtlichen Hintergründen hat mir sehr gut gefallen, auch weil ich auf diese Weise sehr viel über die georgische Geschichte gelernt habe. Mir sind die Figuren alle sehr ans Herz gewachsen, wobei ich die ersten Generationen rund um Stasia und Kitty ein wenig interessanter fand als die späteren. Das mag aber auch daran liegen, dass man die &#8222;älteren&#8220; Figuren natürlich länger begleitet. Das ist ja auch einer der schönsten Aspekte an solch epischen Familiensagas, dass man viele Figuren für die Dauer ihres gesamten Lebens begleitet.</p>
<p>Mit der Familie Jaschi werden zahlreiche weitere Figuren verflochten, die Autorin jongliert hier also ein beeindruckend großes Personal und es ist nicht immer ganz einfach sich alle Namen zu merken. Die Verflechtungen nehmen stellenweise fast seifenoperartige Züge an, wobei mir diese Überdramatisierung ganz gut gefallen hat &#8211; sie passt zu dem Roman, der sehr viel mit dem Thema Schicksal spielt. Unterstrichen wird das noch von dem magischen Realismus, der &#8222;Das achte Leben&#8220; immer wieder durchdringt. So hat Stasias Vater ein Geheimrezept für eine heiße Schokolade, die zu besonderen Gelegenheiten zubereitet wird, bei häufigerem Genuss aber angeblich Unglück bringt. Tatsächlich häufen sich nach dem Genuss der Schokolade tragische Ereignisse, aber ob es nun am Getränk lag oder Zufall war, bleibt ebenso offen wie die Frage, ob Stasia wirklich mit Toten sprechen kann oder sich das nur einbildet.</p>
<p>Ein gewaltiger, bewegender und häufig trauriger Roman, in dem man auch noch einiges über die Geschichte von Georgien lernt. Für mich hatte er im letzten Teil ein paar Längen &#8211; und dennoch hätte ich die Familie Jaschi gerne noch weiter begleitet. Daher kann ich euch nur empfehlen, euch nicht von dem Umfang dieses Buches abschrecken zu lassen, die Lektüre lohnt sich!</p>
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		<title>Michael Christie &#8211; Greenwood</title>
		<link>https://neyasha.at/2020/10/12/michael-christie-greenwood/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2020 18:01:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familiensaga]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Penguin Random House Im Jahr 2038 gibt es nur noch wenige Wälder; einer davon befindet sich auf einer privaten Insel vor der kanadischen Küste. Hier arbeitet Jacinda Greenwood, genannt Jake, als Tourguide für reiche Touristen. Ihre ganze Familiengeschichte scheint untrennbar mit Bäumen verbunden zu sein: von ihrem Vater Liam, der als Zimmermann arbeitete,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class=" wp-image-7364 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2020/10/greenwood-198x300.jpg" alt="" width="132" height="200" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2020/10/greenwood-198x300.jpg 198w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2020/10/greenwood.jpg 228w" sizes="(max-width: 132px) 100vw, 132px" /> <em>erschienen bei <a href="https://www.penguinrandomhouse.com/books/588402/greenwood-by-michael-christie/">Penguin Random House</a></em></p>
<p>Im Jahr 2038 gibt es nur noch wenige Wälder; einer davon befindet sich auf einer privaten Insel vor der kanadischen Küste. Hier arbeitet Jacinda Greenwood, genannt Jake, als Tourguide für reiche Touristen. Ihre ganze Familiengeschichte scheint untrennbar mit Bäumen verbunden zu sein: von ihrem Vater Liam, der als Zimmermann arbeitete, ihrer Großmutter Willow, die als Umweltaktivistin gegen das Abholzen der Wälder protestierte bis hin zur ersten Generation der Greenwoods, zwei Holzhändlern.</p>
<p>Michael Christie erzählt mit diesem Roman eine Familiensaga, die 1908 beginnt und bis 2038 in eine erschreckend düstere Zukunft reicht. Dabei dient diese Zukunft wie eine Klammer: Der Roman beginnt 2038, springt zurück in die Jahre 2008, 1974, 1934 und 1908 und bewegt sich dann wieder in der Zeit vorwärts bis 2038. Die einzelnen Zeitebenen und Handlungsstränge werden auf eine faszinierende Weise ineinander verwoben und nach und nach ergibt sich das ganze Bild dieser komplexen und teilweise sehr traurigen Familiengeschichte.</p>
<p>Dieses Buch war gewissermaßen ein Zufallsfund, aber ich bin wirklich froh, dass ich darauf gestoßen bin, denn es hat mich sehr begeistert. Das lag nicht nur an der komplexen Struktur, den vielen kleineren und größeren Rätsel, auf die man im Laufe des Buches eine Antwort bekommt, sondern auch an den vielschichtigen Figuren. Ich möchte gar nicht zu viel von ihnen und der Handlung schreiben, weil das meiner Ansicht nach schon zuviel verraten würde. Dass man in der Zukunft beginnt und kaum etwas über Jakes Familiengeschichte kennt, bis diese sich nach und nach entfaltet, macht einen wesentlichen Reiz dieses Buches aus.</p>
<p>Interessant sind auch die sehr aktuellen Themen Umweltschutz und Klimawandel, die aber &#8211; außer in den Kapiteln, die 2038 spielen &#8211; eher im Hintergrund bleiben. Im Mittelpunkt stehen wirklich ganz die Figuren, ihr Leben, ihre Gedanken, ihre Beziehungsgeflechte. Daher ist &#8222;Greenwood&#8220; auch ein eher ruhiger Roman, der sich sehr auf die innere Entwicklung der Figuren konzentriert, auch wenn das nicht bedeutet, dass es rundherum keine Handlung geben würde.</p>
<p>Mein einziger Kritikpunkt ist, dass mir das Ende ein wenig überhastet vorkam. Dafür, dass der Autor vorher allen Figuren und Handlungssträngen so viel Raum gibt, fand ich es schade, dass im letzten Kapitel vieles nur noch angedeutet wird. Dementsprechend hat mich das Ende auch ein wenig unbefriedigt zurückgelassen.</p>
<p>Trotzdem ein Buch, das für mich zu den Höhepunkten dieses Jahres gehört und das ich allen, die gerne Generationenromane lesen, nur wärmstens empfehlen kann.</p>
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		<title>John Steinbeck &#8211; Jenseits von Eden</title>
		<link>https://neyasha.at/2014/08/01/john-steinbeck-jenseits-von-eden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2014 16:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familiensaga]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturnobelpreis]]></category>
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					<description><![CDATA[Genre: Familiensaga, Klassiker Seiten: 683 Verlag: Buchgemeinschaft Donauland ISBN: 978-3423108102 (der aktuellen Taschenbuchausgabe; in meiner Ausgabe von 1953 ist keine zu finden) Meine Bewertung: 5 von 5 Sternchen Ein Jahr mit Nobelpreisträgern Kalifornien im ausgehenden 19. Jahrhundert: Adam Trask zieht nach Konflikten mit seinem Bruder Charles und einigen ereignisreichen Jahren auf eine Farm im Salinas&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;">
<a href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2014/08/eden.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" border="0" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2014/08/eden.jpg" /></a></div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">
Genre: Familiensaga, Klassiker<br />
Seiten: 683</div>
<div style="text-align: justify;">
Verlag: Buchgemeinschaft Donauland<br />
ISBN: 978-3423108102 (der aktuellen Taschenbuchausgabe; in meiner Ausgabe von 1953 ist keine zu finden) <br />
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternchen</p>
<p><a href="https://neyasha.at/2013/10/17/ein-jahr-mit-nobelpreistragern-uberblick/">Ein Jahr mit Nobelpreisträgern</a> </div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">
Kalifornien im ausgehenden 19. Jahrhundert: Adam Trask zieht nach Konflikten mit seinem Bruder Charles und einigen ereignisreichen Jahren auf eine Farm im Salinas Valley. Zusammen mit seiner Frau Cathy und unterstützt von dem chinesischen Diener Lee möchte er sich hier sein eigenes kleines Paradies erschaffen. Immer wieder kreuzt sich sein Leben mit dem des irischen Farmers Samuel Hamilton, der mit seinen zahlreichen Kindern ein karges Stück Land bewirtschaftet.</div>
<div style="text-align: justify;">
Über mehrere Jahrzehnte hinweg verfolgt John Steinbeck die wechselhafte Geschichte dieser beiden Familien.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">
Jahrelang habe ich diesen Roman im Bücherregal meiner Mutter ignoriert, da ich damit immer nur einen Film mit James Dean in Verbindung gebracht habe, bei dem mich die paar Ausschnitte, die ich davon kannte, nicht überzeugt haben. Als ich nun im Zuge meiner Nobelpreis-Challenge zu dem Buch gegriffen habe, war ich also skeptisch, aber schon in den ersten Kapiteln konnte Steinbeck mich überzeugen.</div>
<div style="text-align: justify;">
Es handelt sich bei &#8222;Jenseits von Eden&#8220; um eine groß angelegte Familiensaga, die angelehnt an die Geschichte von Kain und Abel die wechselhafte Beziehung zwischen zwei Brüdern in gleich zwei Generationen (zuerst Adam und Charles, dann Adams Söhne Aron und Caleb) schildert. Das und die Frage, wie weit die Entscheidung eines Menschen für das &#8222;Gute&#8220; oder das &#8222;Böse&#8220; vorherbestimmt ist, sind die zentralen Themen des Romans.</div>
<div style="text-align: justify;">
Abgesehen von diesem philosphischen Leitthema, das in mehreren Gesprächen des Romans diskutiert wird, geht es aber vor allem um großartige Einzelschicksale, die mehr oder weniger stark verknüpft werden.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">
Dabei schafft Steinbeck das Kunststück, jede einzelne Figur in diesem umfangreichen Werk interessant und glaubhaft darzustellen. Sei es nun die faszinierend-furchteinflößende Cathy, der weise Lee, der etwas weltfremde Adam oder Caleb, der im ewigen Kampf mit sich selbst liegt &#8211; ich habe mit allen mitgefiebert und hätte gern noch mehr Zeit mit ihnen verbracht. Nicht zu vergessen Samuel Hamilton, der eine der klügsten, freundlichsten und wunderbarsten Figuren ist, der ich jemals in einem Roman begegnen durfte.</div>
<div style="text-align: justify;">
Mir ist das Schicksal jedes einzelnen unglaublich zu Herzen gegangen, ich habe mit all den unterschiedlichen Menschen von Salinas mitgelitten und mitgebangt und mich über die schönen Momente gefreut. Diese sind zwar nicht so zahlreich &#8211; die Grundtendenz des Romans ist eher melancholisch -, aber dennoch ist &#8222;Jenseits von Eden&#8220; keineswegs trostlos, sondern auch dank Lee voller Hoffnung und Warmherzigkeit.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">
Gestört hat mich an &#8222;Jenseits von Eden&#8220; nur, dass es zu kurz ist, denn die Familie Hamilton verschwindet zum Ende hin quasi ins Nichts und dabei hätte ich doch so gern erfahren, wie es den übrigen Familienmitgliedern ergangen und was aus ihrer Farm geworden ist. Allgemein ist die Verknüpfung zwischen den beiden Familien recht locker und von der Freundschaft zwischen Samuel, Lee und Adam einmal abgesehen, gibt es auch sehr wenig Berührungspunkte. Vermutlich ist das mit ein Grund, weshalb die Hamiltons irgendwann keine Rolle mehr spielen.<br />
Es handelt sich bei ihnen übrigens um John Steinbecks eigene Familie mütterlicherseits &#8211; wie weit es sich hier tatsächlich um autobiografische Elemente und wie weit um dichterische Freiheit handelt, ist mir allerdings nicht bekannt.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">
Abschließend bleibt mir nur zur sagen, dass &#8222;Jenseits von Eden&#8220; eines der wundervollsten Bücher ist, das ich jemals gelesen habe. Es ist vollgepackt mit vielschichtigen Figuren, die sich weiterentwickeln und stets neue Facetten offenbaren, mit klugen Gesprächen, die einen selbst zum Nachdenken anregen und hat zudem auch noch eine spannende Handlung zu bieten. Auch sprachlich ist es sehr schön zu lesen, wobei die Übersetzung von Harry Kahn stellenweise etwas antiquiert klingt. </div>
<div style="text-align: justify;">
Ich kann den Roman allen, die keine Scheu vor generationenüberspannenden Familiensagas haben, nur wärmstens ans Herz legen!</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">
<i><br /></i></div>
<div style="text-align: justify;">
<i>Was übrigens den berühmten Film betrifft, so glaube ich nicht, dass ich ihn mir noch anschauen werde. Er setzt erst mit der zweiten Hälfte des Romans ein und hat ausgerechnet meine Lieblinge Lee und Samuel gestrichen. Abgesehen davon macht auch alles einen etwas verkitschten und überdramatisierten Eindruck. Lieber werde ich es mit der Miniserie von 1981 versuchen &#8211; irgendwann, wenn der Roman in meinem Kopf nicht mehr so präsent ist, denn derzeit könnte für mich keine Verfilmung der Welt mit dem Buch mithalten.</i></div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Michael Raleigh &#8211; Im Haus der Flynns</title>
		<link>https://neyasha.at/2012/11/06/michael-raleigh-im-haus-der-flynns/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Nov 2012 21:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familiensaga]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Genre: Belletristik, Familienroman Seiten: 400 Verlag: Hoffmann und Campe ISBN: 978-3455060126 Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen Themen-Challenge (Kindheit)&#160; Als ein Autounfall den 7jährigen Danny zum Waisen macht, kommt er in das Haus seiner Großeltern. Da seine Eltern beide aus großen Familien kamen, nehmen sich nun also Tanten, Onkel, Großonkel und Großeltern seiner an. Gemeinsam&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;">
<a href="http://www.acarneya.at/blog/flynns.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" border="0" src="http://www.acarneya.at/blog/flynns.jpg" /></a></div>
<p>
Genre: Belletristik, Familienroman<br />
Seiten: 400<br />
Verlag: Hoffmann und Campe<br />
ISBN: 978-3455060126<br />
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen </p>
<p><i><a href="https://neyasha.at/2011/12/14/meine-leseliste-zur-themen-challenge/">Themen-Challenge</a> (Kindheit)&nbsp;</i></p>
<p></p>
<div style="text-align: justify;">
Als ein Autounfall den 7jährigen Danny zum Waisen macht, kommt er in das Haus seiner Großeltern. Da seine Eltern beide aus großen Familien kamen, nehmen sich nun also Tanten, Onkel, Großonkel und Großeltern seiner an. Gemeinsam mit Danny erlebt man also den Alltag in der Familie der Flynns mit und begleitet ihn ein Stück weit in seiner Kindheit.</p>
<p>Michael Raleigh zeichnet in diesem Roman das lebhafte Bild einer irischen Großfamilie, die aus allerlei liebenswerten und auch skurrilen Mitgliedern besteht. Inmitten all dieser Menschen erlebt Danny, für den sein ganzes Leben auf den Kopf gestellt wurde, ein Gefühlschaos, das man sehr gut nachvollziehen kann. Er hat mit der Angst zu kämpfen, ihm könnten auf einmal alle, die er liebt, so plötzlich genommen werden wie seine Eltern, und in dieser Angst fühlt er sich trotz all der Menschen, die ihn umgeben, oft einsam. Seine Großeltern, Onkel und Tanten wiederum haben neben ihrer Trauer damit zu kämpfen, dass sie es nicht immer schaffen, Danny ein Gefühl der Geborgenheit zu vermitteln.<br />
Der Roman schlägt also durchaus ernste und auch traurige Töne an, hat aber auch sehr witzige Szenen zu bieten und wirkt trotz allem nie trostlos oder düster. Vielmehr zieht sich ein eher heiterer Grundton durch das Buch, der auch in den traurigen Szenen nie ganz verloren geht.</p>
<p>Es sind vor allem die Figuren, die &#8222;Im Haus der Flynns&#8220; so lesenswert machen. Danny ist ein gewitzter, manchmal aber auch so begriffstutziger Junge, dass man oft über ihn schmunzeln muss. Und auch all die anderen Figuren sind so lebhaft gezeichnet, dass ich manchmal das Gefühl hatte, sie persönlich zu kennen.<br />
Mein besonderer Liebling war Tom, der von Danny vergötterte Onkel, dessen Charme auch ich mich nicht entziehen konnte. Gleichzeitig habe ich um ihn gebangt, weil ich oft das Gefühl hatte &#8222;das nimmt kein gutes Ende mit ihm&#8220; &#8211; eine Befürchtung, die ich auch bei Dannys Cousin hegte.<br />
Obwohl es in dem Roman eher um die kleinen Alltagssituationen geht, musste ich also doch oft mit den Figuren mitfiebern. Das hat mich auch an den Roman gefesselt, dessen Handlung sonst eher gemächlich dahinplätschert.<br />
Das ist durchaus nicht negativ gemeint, da ich die stillen Töne und all die alltäglichen Kleinigkeiten sehr mochte. Ab und zu gab es dann aber doch Szenen, die gewisse Längen aufwiesen.</p>
<p>&#8222;Im Haus der Flynns&#8220; ist ein ganz wunderbarer, warmherziger Roman, der ein schönes Bild von der Kindheit in einer irischen Großfamilie im Chicago der 50er Jahre zeichnet. Große Ereignisse hat er nicht zu bieten, aber dennoch kommt nur ganz selten Langeweile auf.<br />
Ich habe auf alle Fälle meine Zeit inmitten der Flynns genossen und hätte gern noch mehr Zeit mit ihnen verbracht.</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Julie Peters &#8211; Im Land des Feuerfalken</title>
		<link>https://neyasha.at/2012/05/09/julie-peters-im-land-des-feuerfalken/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 May 2012 18:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familiensaga]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Genre: Familiensaga/Neuseeland-Roman Seiten: 496 Verlag: Wunderlich ISBN: 978-3805250245 Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternchen Neuseeland zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Die irische Auswandererfamilie O&#8217;Brien, deren erste Zeit in Neuseeland mein in Das Lied der Sonnenfänger&#160; verfolgen konnte, hat sich entzweit. Während Josie bei ihrer Mutter Siobhan in einer einsamen Hütte zu einem Wildfang heranwächst, verläuft&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;">
<a href="http://www.acarneya.at/blog/feuerfalke.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" border="0" src="http://www.acarneya.at/blog/feuerfalke.jpg" /></a></div>
<p>Genre: Familiensaga/Neuseeland-Roman<br />
Seiten: 496<br />
Verlag: Wunderlich<br />
ISBN: 978-3805250245<br />
Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternchen</p>
<div style="text-align: justify;">
Neuseeland zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Die irische Auswandererfamilie O&#8217;Brien, deren erste Zeit in Neuseeland mein in <a href="https://neyasha.at/2011/03/08/julie-peters-das-lied-der-sonnenfanger/">Das Lied der Sonnenfänger&nbsp; </a>verfolgen konnte, hat sich entzweit. Während Josie bei ihrer Mutter Siobhan in einer einsamen Hütte zu einem Wildfang heranwächst, verläuft das Leben ihrer Schwester in Kilkenny in geregelten Bahnen. Doch Sarahs Vorstellungen ihrer Zukunft werden völlig auf den Kopf gestellt, als der 1. Weltkrieg ausbricht und auch Männer der O&#8217;Brien-Familie nach Europa aufbrechen. Bis Josie und Sarah ihre Wurzeln und ihr Glück finden, haben sie vor sich einen Weg voller Hindernisse.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">
Der 2. Band von Julie Peters&#8216; Neuseelandsaga begann für mich ein wenig holprig. Das liegt wohl vor allem daran, dass die Hintergründe auch für Einsteiger, die den 1. Band nicht gelesen haben, deutlich gemacht werden müssen. Allerdings hat dadurch der ganze Anfang für mich recht gekünstelt gewirkt. Was es mit Siobhans Affäre und dem Vater der beiden Schwestern auf sich hat, ist ja nicht nur in der Familie, sondern auch rundherum gut bekannt, daher fand ich es nicht ganz glaubwürdig, dass die beiden Mädchen so lange gar nicht wirklich etwas über ihre Herkunft wissen. Und dass sie zum Teil noch nicht mal viel darüber wissen wollen und kaum Fragen stellen, hat mich noch mehr irritiert. Wenn ich mir vorstelle, wie neugierig Kinder sind und wie sehr sie einen stets mit Fragen löchern &#8211; und Josie stellt sich wirklich erst als Jugendliche die Frage, weshalb sie mit ihrer Mutter einsam in einer Hütte fernab vom Rest der Familie aufwächst?</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">
Mit dem Ausbruch des 1. Weltkriegs nimmt der Roman aber deutlich an Fahrt auf und auch sonst sind die Stolpersteine des Anfangs bald überwunden.</div>
<div style="text-align: justify;">
Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und lassen sich nicht simpel in gut oder böse einteilen, auch wenn man das von manchen zunächst noch denken könnte. Aber alle haben ihre Stärken und Schwächen und wachsen einem schnell ans Herz. Perfekte Menschen sucht man hier wie schon im 1. Band vergeblich, und manche der Figuren konnten mich immer wieder überraschen.</div>
<div style="text-align: justify;">
Auch die Handlung entwickelte sich stellenweise ganz anders als ich erwartet hätte, was mich beim Lesen sehr gefreut hat. Man wird schließlich gern von einem Buch überrascht.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
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Als schließlich zum Ende hin allmählich die Scherben gekittet und Wunden geschlossen wurden, musste ich das eine oder andere Mal tatsächlich mit den Tränen kämpfen. Ich fand es einfach schön, wie bei manchen Figuren allmählich eine Heilung eintritt und andere endlich ihren Weg finden. Das Ende an sich kam dann ein wenig plötzlich, aber es passt gut und schließt den Roman schön ab.&nbsp;</div>
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Ich hätte mir noch ein kleines Bisschen mehr Maori und Neuseeland an sich gewünscht, aber ansonsten hat mir der Roman nach kleinen Startschwierigkeiten gut gefallen. Ein schönes Buch zum Eintauchen und Hinwegträumen. Schade nur, dass der Titel erneut keinen wirklichen Bezug zur Handlung hat. &nbsp; </div>
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		<title>Judith Lennox &#8211; Before the Storm</title>
		<link>https://neyasha.at/2011/05/22/judith-lennox-before-stor/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2011 18:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familiensaga]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Genre: Familiensaga/Historischer Roman Seiten: 608 Verlag: Headline ISBN: 9780755331345 Meine Bewertung: 3 von 5 Sternchen English-Challenge&#160; (Mai) Historien-Challenge (Die Welt von 1900-1945) Im Jahr 1909 verliebt sich der reiche und erfolgsverwöhnte Richard Finborough in Isabel, eine Frau aus armen Verhältnissen. So beginnt die Geschichte der Familie Finborough, die den Zeitraum einer Generation umspannt. Mit Richard&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a href="http://www.acarneya.at/blog/storm.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" border="0" src="http://www.acarneya.at/blog/storm.jpg" /></a></div>
<p>Genre: Familiensaga/Historischer Roman<br />
Seiten: 608<br />
Verlag: Headline<br />
ISBN: 9780755331345<br />
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternchen</p>
<p><i><a href="https://neyasha.at/2011/01/05/im-in-english-challenge/">English-Challenge</a>&nbsp; (Mai)</i><br />
<i><a href="https://neyasha.at/2010/09/19/der-geschichte-auf-der-spur-meine/">Historien-Challenge</a> (Die Welt von 1900-1945)</i><br />
<i><br />
</i></p>
<p>Im Jahr 1909 verliebt sich der reiche und erfolgsverwöhnte Richard Finborough in Isabel, eine Frau aus armen Verhältnissen. So beginnt die Geschichte der Familie Finborough, die den Zeitraum einer Generation umspannt. Mit Richard erlebt man die Schrecken des 1. Weltkriegs, zusammen mit seinen Kindern und seiner Pflegetochter Ruby durchstreift man das London der Zwischenkriegszeit, bis es schließlich erneut zum Krieg kommt &#8230;</p>
<p>Ich mag normalerweise die Romane von Judith Lennox sehr. Sie klingen in den Beschreibungen oft recht kitschig, aber die Autorin versteht es, realistische und lebendige Figuren zu erschaffen und sie in ein sehr detailliert beschriebens Umfeld zu setzen.<br />
Mit diesem Roman allerdings hatte ich meine Probleme.<br />
Über weite Teile fehlt mir so etwas wie ein roter Faden &#8211; die Handlung zerfasert ein wenig, es werden die Schicksale von zu vielen Figuren beschrieben: Neben Richard und Isabel, deren Ehe nicht immer glücklich ist, beobachtet man ihre drei Kinder sowie Ruby beim Erwachsenwerden und Bewältigen ihres Lebens. Nun ziehen aber alle diese Personen einen wahren Rattenschwanz von kleinen Einzelhandlungen mit sich: das mysteriöse Verschwinden von Rubys Vater, die unglückliche Liebe der Tochter Sarah mitsamt allen möglichen Verwicklungen, die Vergangenheit von Isabel, das Leben von Richards Söhnen. Dazu bekommen auch noch weitere Figuren aus dem Umfeld dieser Hauptpersonen die Perspektive und eine eigene Geschichte &#8211; und neben all diesen Einzelschicksalen spielt schließlich auch der historische Hintergrund eine große Rolle.</p>
<p>Das alles ist ein wenig zuviel und hat auch zur Folge, dass die meisten dieser Handlungsstränge oftmals zu hastig abgehandelt werden müssen. Der große Zeitraum, den der Roman umspannt, zwingt bereits zu manchen Sprüngen und geraffter Erzählweise &#8211; und die Konzentration auf so viele Personen verschärft dieses Problem.<br />
Bei einigen Handlungssträngen findet man keine Zusammenhänge und fragt sich, ob sie überhaupt noch jemals zu einem Ende geführt werden. Zur Beruhigung: Doch, letztendlich werden sie tatsächlich alle aufgelöst. Allerdings klafft bei manchen eine solche Lücke zwischen dem Einführen des Problems und seine Auflösung, dass ich das Thema zwischenzeitlich aus den Augen (und ein wenig auch das Interesse daran) verloren habe. </p>
<p>Dabei ist der Roman keineswegs schlecht. Judith Lennox schildert die Verhältnisse jener Zeit sehr anschaulich und erschafft auch wieder gewohnt lebensnahe, interessante Figuren. Angesichts ihrer Vielzahl hat man bei den meisten von ihnen aber kaum die Möglichkeit, sie wirklich kennenzulernen. </p>
<p>Einschränkend muss ich dazu sagen, dass ich auf Englisch etwas langsamer lese als auf Deutsch und so mit diesem recht dicken Buch doch eine ganze Weile beschäftigt war. Das hat sicher auch zu meinem Eindruck einer &#8222;zerfaserten&#8220; Handlung beigetragen. Allerdings ist für mich der Spannungsbogen stellenweise so sehr abgesackt, dass ich kaum das Bedürfnis hatte schnell weiterzulesen.</p>
<p>Insgesamt habe ich das Lesen dennoch genossen. Im Vergleich zu anderen Romanen von Lennox hat dieser mich aber nicht so sehr begeistert.<br />
Mehr als 3 von 5 Sternchen sind da für mich nicht drinnen.</p>
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		<title>Julie Peters &#8211; Das Lied der Sonnenfänger</title>
		<link>https://neyasha.at/2011/03/08/julie-peters-das-lied-der-sonnenfanger/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Mar 2011 20:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familiensaga]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Genre: Familiensaga/Neuseeland-Roman Seiten: 528 Verlag: Wunderlich ISBN: 9783805208963 Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen Historien-Challenge (Kolonialisierung) Neuseeland gegen Ende des 19. Jahrhunderts: Die irische Familie O&#8217;Brien versucht, sich hier ein neues Leben als Schafzüchter aufzubauen. Doch fern ihrer Heimat haben sie alle mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen: Der älteste Sohn Walter und seine Frau&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a href="https://lh5.googleusercontent.com/-bLtvzqD-Mbs/TXaUO-dHaII/AAAAAAAAAFg/nl3Y8h2d43I/s1600/sonnenfaenger.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" border="0" src="https://lh5.googleusercontent.com/-bLtvzqD-Mbs/TXaUO-dHaII/AAAAAAAAAFg/nl3Y8h2d43I/s1600/sonnenfaenger.jpg" /></a></div>
<p>
Genre: Familiensaga/Neuseeland-Roman<br />
Seiten: 528<br />
Verlag: Wunderlich<br />
ISBN: 9783805208963<br />
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen</p>
<p><i><a href="https://neyasha.at/2010/09/19/der-geschichte-auf-der-spur-meine/">Historien-Challenge</a> (Kolonialisierung)</i></p>
<p>Neuseeland gegen Ende des 19. Jahrhunderts: Die irische Familie O&#8217;Brien versucht, sich hier ein neues Leben als Schafzüchter aufzubauen. Doch fern ihrer Heimat haben sie alle mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen: Der älteste Sohn Walter und seine Frau Siobhan führen nur scheinbar eine gute Ehe, den jüngeren Sohn Finn treibt die Abenteuerlust weit von seiner Familie weg und die Tochter Emily geht eine Verbindung ein, die ihr kein Glück bringt. Und auch das Wollgeschäft läuft nicht so gut wie erhofft &#8230;<br />
&nbsp; <br />
Mit diesem Buch bin ich gewissermaßen ein bisschen zu meiner Jugend zurückgekehrt. Mit etwa 15/16 Jahren habe ich nämlich begeistert Familiensagas verschlungen, die meist in Australien angesiedelt waren. In den letzten Jahren habe ich kaum mehr etwas aus diesem Genre gelesen, aber es hat Spaß gemacht, wieder einmal dahin zurückzukehren.<br />
Und mit &#8222;Das Lied der Sonnenfänger&#8220; habe ich einen wirklich lesenswerten Roman erwischt. Der Schreibstil ist angenehm, und die Figuren sind liebevoll gezeichnet. Vor allem die ängstliche Siobhan durchlebt eine große Entwicklung und erwies sich als viel sympathischer und energischer als ich anfangs gedacht hätte. Sie ist eine der lebendigsten Figuren des Romans &#8211; fernab von Klischees und immer glaubwürdig. Auch mit Emily und deren Freund Aaron hat Julie Peters zwei wunderbare Charaktere erschaffen, die alles andere als perfekt sind.<br />
Leider habe ich mir mit einigen anderen Figuren etwas schwerer getan. Vor allem Walters Motivationen konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen und er wurde als Charakter für mich nicht ganz greifbar. Auch der Maori Amiri blieb leider ein wenig blass &#8211; dabei hätte ich gerrn mehr über ihn erfahren.<br />
Es ist aber erfreulich, dass Julie Peters weitgehend auf schwarz-weiß-Malerei und Klischees verzichtet. So wird man von manchen Figuren oft (positiv) überrascht.</p>
<p>Man kann in den Roman schnell eintauchen, und er verfügt über keine wirklichen Längen. Dennoch konnte er mich stellenweise nicht völlig fesseln. Das liegt wohl an den längeren Zeiträumen, die zwischendurch immer wieder vergehen. So eine Struktur ist natürlich bei Familiensagas durchaus üblich, aber ich habe da oft ein Problem, mich nach Zeitsprüngen wieder in die Situation einzufinden und die Entwicklung der Figuren gänzlich nachvollziehen zu können.<br />
Das war allerdings nur an wenigen Stellen der Fall &#8211; sonst hat mir der Roman von der Handlung her sehr gut gefallen. Manches kann man erahnen, aber trotzdem wurde ich immer wieder von unvorhersehbaren Wendungen überrascht.</p>
<p>Trotz kleiner Schönheitsfehler ist &#8222;Das Lied der Sonnenfänger&#8220; ein empfehlenswerter Roman, der wunderbar die Schwierigkeiten einer Familie, die in der Fremde ein ganz neues Leben beginnen möchte, einfängt. Auch das Umfeld wird sehr anschaulich beschrieben, und der zeitliche Hintergrund scheint gut recherchiert zu sein. Ich kenne mich nicht so gut mit dieser Epoche in Neuseeland aus, aber man hat nicht das Gefühl, dass moderne Menschen von heute einfach in eine andere Zeit gesteckt wurden.</p>
<p>Wegen der kleinen Schwächen gibt es 4 Sternchen und eine Leseempfehlung für diesen Roman, der gerade das richtige für verregnete Wochenenden ist.</p>
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