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	<title>Historisch &#8211; Neyashas Allerlei</title>
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	<description>Vom Lesen, Schreiben und von kreativen Dingen</description>
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		<title>[Kurzrezensionen] Drei historische Romane</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Feb 2024 10:31:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Eugen Ruge &#8211; Pompeji oder Die fünf Reden des Jowna erschienen bei dtv Es beginnt mit einem Vogelschutzverein und einem griechischen Bergbauspezialisten, der einen baldigen Vulkanausbruch vorhersagt. In diesem Umkreis hält der aus armen Verhältnissen stammende Jowna eine kurze Rede, die der Beginn einer steilen Karriere ist. Bald ist er nicht nur damit beschäftigt, 20&#8230;]]></description>
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<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Eugen Ruge &#8211; Pompeji oder Die fünf Reden des Jowna</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/02/pompejijowna.jpg" alt="" class="wp-image-12463" width="180" height="293" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/02/pompejijowna.jpg 500w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/02/pompejijowna-184x300.jpg 184w" sizes="(max-width: 180px) 100vw, 180px" /></figure></div>


<p><em>erschienen bei <a href="https://www.dtv.de/buch/pompeji-oder-die-fuenf-reden-des-jowna-28332">dtv</a></em></p>



<p>Es beginnt mit einem Vogelschutzverein und einem griechischen Bergbauspezialisten, der einen baldigen Vulkanausbruch vorhersagt. In diesem Umkreis hält der aus armen Verhältnissen stammende Jowna eine kurze Rede, die der Beginn einer steilen Karriere ist. Bald ist er nicht nur damit beschäftigt, 20 Meilen von Pompeji entfernt (und in sicherer Entfernung vom Vulkan) ein neues Gemeinwesen zu gründen, sondern wird auch von den Reichen und Mächtigen der Stadt eingeladen, um sie in ihren politischen Angelegenheiten zu unterstützen.</p>



<p>&#8222;Pompeji&#8220; ist weniger ein historischer Roman als eine Gegenwartssatire. Das ist manchmal ziemlich witzig und treffend, manchmal aber auch mühsam. Ruge arbeitet sich an der aktuellen Politik, an Verschwörungstheorien, Bauspekulationen und Korruption ab, bis von einer tatsächlichen Handlung kaum mehr etwas zu erkennen ist. Dadurch wirkte der Roman für mich vor allem in der zweiten Hälfte ziellos und überfrachtet; viele Anspielungen konnte ich zudem als Österreicherin nicht zuordnen. Auch die Figuren kamen mir nur wie Mittel zum Zweck vor, nicht wie vielschichtig ausgestaltete Charaktere. Es gibt zwar einige starke und atmosphärische Szenen, aber letztendlich verliert sich der Roman zu sehr in den Botschaften, die der Autor anbringen wollte. </p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Francesca Melandri &#8211; Eva schläft</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/02/evaschlaeft.jpg" alt="" class="wp-image-12464" width="181" height="287" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/02/evaschlaeft.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/02/evaschlaeft-189x300.jpg 189w" sizes="(max-width: 181px) 100vw, 181px" /></figure></div>


<p><em>erschienen bei <a href="https://www.wagenbach.de/buecher/titel/1171-eva-schlaeft.html">Wagenbach</a></em></p>



<p>Als Eva erfährt, dass ihr Stiefvater, zu dem sie lange keinen Kontakt mehr hatte, im Sterben liegt, tritt sie eine Zugreise nach Süditalien an. Parallel dazu findet eine Reise in die Vergangenheit statt, in der anhand von Evas Familiengeschichte auch die wechselhafte Geschichte Südtirols von 1919 bis 1992 erzählt wird.</p>



<p>Auf eine gewisse Weise sind auch in diesem Roman die Figuren eher Mittel zum Zweck, um die Geschichte von Südtirol nach dem Ersten Weltkrieg zu erzählen, als die Region 1919 im Vertrag von Saint-Germain Italien zugesprochen wurde. Evas Familie findet sich mitten in den Konflikten der folgenden Jahrzehnte: die gewaltsame Assimilierungspolitik durch die Faschisten, die Umsiedlungen in der Zeit des Zweiten Weltkriegs, der teils gewaltsame Widerstand der Südtiroler und die Bemühungen des Politikers Silvius Magnago um eine friedliche Lösung bis hin zur Autonomie 1972. Francesca Melandri findet dabei eine ganz gute Balance, um dennoch eigenständige Figuren zu entwickeln, auch wenn gerade die Ich-Erzählerin Eva etwas blass bleibt. Zwischendurch hat der Roman einige Längen, aber im Allgemeinen fand ich ihn interessant zu lesen. Er kann zwar meiner Meinung nach nicht ganz mit <a href="https://neyasha.at/2021/05/09/marco-balzano-ich-bleibe-hier/">&#8222;Ich bleibe hier&#8220;</a> von Marco Balzano mithalten, aber es war spannend in &#8222;Eva schläft&#8220; auch die neuere Geschichte Südtirols ab 1960 mitzuerleben.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Abraham Verghese &#8211; Die Träumenden von Madras</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/02/traeumendenvonmadras-700x1171.jpg" alt="" class="wp-image-12465" width="180" height="301" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/02/traeumendenvonmadras-700x1171.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/02/traeumendenvonmadras-179x300.jpg 179w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/02/traeumendenvonmadras-768x1285.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/02/traeumendenvonmadras-918x1536.jpg 918w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/02/traeumendenvonmadras-1224x2048.jpg 1224w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/02/traeumendenvonmadras-800x1338.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/02/traeumendenvonmadras.jpg 1291w" sizes="(max-width: 180px) 100vw, 180px" /></figure></div>


<p><em>erschienen bei <a href="https://www.suhrkamp.de/buch/abraham-verghese-die-traeumenden-von-madras-t-9783458643937">Suhrkamp</a></em></p>



<p>Kerala um 1900: Die erst 12jährige Mariamma wird mit einem älteren Mann verheiratet und muss sich in ihr neues Leben einfinden. Als ihr Stiefsohn bei einem Unfall ertrinkt, erfährt sie von dem rätselhaften &#8222;Zustand&#8220;, der in der Familie seit Generationen zu einer unerklärlichen Angst vor dem Wasser und zahlreichen Todesfällen durch Ertrinken führt. Dieses Rätsel beschäftigt Mariamma, die zur Matriarchin &#8222;Big Ammachi&#8220; heranwächst, für Jahrzehnte, bis ihre Enkeltochter ein Medizinstudium beginnt, um die Frage endlich zu lösen.</p>



<p>&#8222;Die Träumenden von Madras&#8220; (ein typisch nichtssagender Titel der deutschen Übersetzung; im Original heißt er treffend &#8222;The Covenant of Water&#8220;) ist eine umfangreiche Familiensaga, die der Arzt Abraham Verghese wortgewaltig auf knapp 900 Seiten erzählt. Ich mag solche generationenumspannenden Geschichten, bei denen allerdings mitunter die Gefahr von gewissen Längen besteht. Und leider ist das auch eine Schwäche dieses Romans, der meiner Meinung nach sehr stark beginnt, im Mittelteil aber etwas zäh wird (auch aufgrund der teils sehr detailliert beschriebenen medizinischen Behandlungen). Bei der Stange hielt mich der atmosphärisch gezeichnete Hintergrund: die indische Kastengesellschaft, die Thomaschristen in Kerala, die Geschichte der indischen Unabhängigkeit von Großbritannien. Die Figuren haben mich nicht alle gleichermaßen begeistert; einige habe ich sofort in mein Herz geschlossen, während ich andere etwas übertrieben dargestellt fand. Trotzdem habe ich den Roman als gesamtes sehr gern gelesen und hatte auch bis zum Ende Interesse am Schicksal der Familie. Kein Jahreshighlight, aber eine sehr lohnenswerte Lektüre.</p>
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		<title>[Kurzrezensionen] Drei sommerliche Wohlfühlbücher</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2021 07:28:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Huntley Fitzpatrick &#8211; My Life Next Door Seit Jahren lebt Samantha, genannt Sam, neben den Garretts, einer Familie mit 7 Kindern. Trotzdem kennt sie ihre Nachbarn kaum, denn Sams Mutter, eine ehrgeizige Politikerin, hat ihren beiden Töchtern den Umgang mit der chaotischen Großfamilie verboten. Doch dann kommt Sam mit Jase Garrett ins Gespräch und ehe&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Huntley Fitzpatrick &#8211; My Life Next Door</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8558 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/07/mylife-196x300.jpg" alt="" width="131" height="201" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/07/mylife-196x300.jpg 196w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/07/mylife.jpg 326w" sizes="auto, (max-width: 131px) 100vw, 131px" /></p>
<p>Seit Jahren lebt Samantha, genannt Sam, neben den Garretts, einer Familie mit 7 Kindern. Trotzdem kennt sie ihre Nachbarn kaum, denn Sams Mutter, eine ehrgeizige Politikerin, hat ihren beiden Töchtern den Umgang mit der chaotischen Großfamilie verboten. Doch dann kommt Sam mit Jase Garrett ins Gespräch und ehe sie sich versieht ist sie mittendrin bei der Familie nebenan.</p>
<p>&#8222;My Life Next Door&#8220; ist ein wunderbar lockerer, humorvoller Jugendroman. Wie vermutlich unschwer zu erraten entwickelt sich bald eine Liebesgeschichte zwischen Sam und Jase, aber auch die anderen Garretts und Sams eigene Familie spielt eine große Rolle. Alle Figuren sind schön ausgestaltet &#8211; von den warmherzigen Garretts hin zu Sams selbstverliebter Mutter, die zugegebenermaßen zielmich anstrengend ist. Sam selbst ist sehr sympathisch und ihre Beziehung zu Jase erfreulich unkompliziert. Zwar gibt es dann noch noch eine gehörige Portion Drama, aber letztendlich gehen die beiden reifer damit um als so manches erwachsenes Liebespaar in Romanen. Ein richtiges Sommerbuch und genau das richtige, wenn man eine gemütliche Lektüre für zwischendurch sucht.<span id="productTitle" class="a-size-extra-large"></span></p>
<h3>René Freund &#8211; Ans Meer</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8611 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/07/ansmeer-184x300.jpg" alt="" width="122" height="199" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/07/ansmeer-184x300.jpg 184w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/07/ansmeer.jpg 306w" sizes="auto, (max-width: 122px) 100vw, 122px" /></p>
<p>Als Linienbusfahrer auf dem Land führt Anton ein eher langweiliges Leben und seine Tage sind vorhersehbar. Schüler, die beim Einsteigen nicht grüßen, gehören da schon zu den aufregendsten Dingen. Aber an diesem Tag steigt die krebskranke Carla in den Bus ein und möchte ein letztes Mal das Meer sehen. Und ehe er sich versieht, ist Anton mit einer kleinen Gruppe Passagiere unterwegs nach Italien.</p>
<p>Ich habe seit dem letzten Jahr ein paar Bücher von René Freund gelesen, die mich zwar nicht alle gleichermaßen begeistert haben, aber die ich doch alle sehr gern gelesen habe. Auch mit &#8222;Ans Meer&#8220; hatte ich meine Freude. Es ist eine absurde, aber sehr herzerwärmende Geschichte, in der es einerseits um einen etwas anderen Roadtrip ans Meer, andererseits aber auch um die Liebesgeschichte zwischen Anton und seiner Nachbarin Doris geht. Mit der Reise bricht Anton aus seiner altgewohnten Routine aus und wächst über sich selbst hinaus. Ein sehr nettes, oft auch witziges Sommerbuch, das mir nur ein bisschen zu kitschig bzw. simpel war. Es lässt sich trotzdem sehr schön zwischendurch lesen und hat jede Menge Wohlfühlpotenzial.</p>
<h3>Anna Moretti &#8211; Effi liest. Eine romantische Komödie</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-8615 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/07/effiliest-194x300.jpg" alt="" width="130" height="201" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/07/effiliest-194x300.jpg 194w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/07/effiliest.jpg 322w" sizes="auto, (max-width: 130px) 100vw, 130px" /></p>
<p>Berlin 1894: Bei einem Ausflug entdeckt die achtzehnjährige Effi ein Buch über die Psychologie der Gefühle, aber noch ehe sie es lesen kann, wird ihre Lehrerin darauf aufmerksam und Effi fliegt sie aus ihrem vornehmen Pensionat. Während ihr Vater und ihre Tante sich darauf konzentrieren Effi in die Gesellschaft einzuführen, lässt ihr das Buch keine Ruhe. Weshalb ist es so skandalös oder gar gesundheitsschädigend, wie man ihr gegenüber behauptet hat? Effi hofft, dass der junge Arzt Max von Waldau ihr Auskunft geben kann.</p>
<p>&#8222;Effi liest&#8220; ist ein humorvoller historischer Roman über eine selbstbewusste Frau, die sich gegen ihre vorgezeichnete Rolle in der Gesellschaft auflehnt. Soweit klingt das sehr altbekannt, aber Anna Moretti bringt einen frischen Wind in diesen generischen Plot, indem sie die damaligen Theorien von Sigmund Freud zur Sexualität und weiblichen Hysterie mit in die Handlung einflicht. Die Autorin baut auch eine Operation von Freud und dem Berliner Arzt Wilhelm Fließ mit ein, die tatsächlich so stattgefunden hat (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emma_Eckstein">hier nachzulesen</a>). Max von Waldau, der Love Interest, vertraut seinem Mentor Wilhelm Fließ am Anfang gänzlich und stellt daher Fehldiagnosen in Bezug auf Effi, die einem heutzutage völlig absurd vorkommen. Der Liebe zwischen Effi und Max steht also so einiges im Weg und bis zum Happy End ist es ein holpriger Weg.</p>
<p>Ein sehr unterhaltsamer Roman mit einem interessanten (wenn auch erschreckenden) historischen Kern.</p>
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		<title>Diane Setterfield &#8211; Was der Fluss erzählt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jan 2021 16:37:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Random House Audio ungekürzte Lesung, gelesen von Simone Kabst Während einer stürmischen Winternacht Ende des 19. Jahrhunderts sitzen im &#8222;Swan&#8220; die Bewohner von Radcot zusammen und vertreiben einander die Zeit mit Geschichten, als ein Mann mit einem leblosen Kind im Arm hereinstolpert, das er aus der Themse gerettet hat. Die örtliche Krankenschwester Rita&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-7801 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/01/flusserzählt-1-300x300.jpg" alt="" width="200" height="200" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/01/flusserzählt-1-300x300.jpg 300w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/01/flusserzählt-1-150x150.jpg 150w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/01/flusserzählt-1-70x70.jpg 70w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/01/flusserzählt-1.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /> <em>erschienen bei <a href="https://www.randomhouse.de/Hoerbuch-Download/Was-der-Fluss-erzaehlt/Diane-Setterfield/Random-House-Audio/e580140.rhd">Random House Audio</a></em><br />
<em>ungekürzte Lesung, gelesen von Simone Kabst</em></p>
<p>Während einer stürmischen Winternacht Ende des 19. Jahrhunderts sitzen im &#8222;Swan&#8220; die Bewohner von Radcot zusammen und vertreiben einander die Zeit mit Geschichten, als ein Mann mit einem leblosen Kind im Arm hereinstolpert, das er aus der Themse gerettet hat. Die örtliche Krankenschwester Rita hält das Kind für tot, aber als sie später noch einmal nach ihm sieht, atmet es wieder. Wunder oder Zauberei oder war das Kind nie tot? Und woher kommt das seltsame Mädchen? Handelt es sich gar um einen Flussgeist?</p>
<p>&#8222;Was der Fluss erzählt&#8220; ist eine ganz wundervolle düster-märchenhafte Geschichte, die selbst wie ein Fluss dahinmäandert. Und wie Nebenarme in die Themse münden auch in die Geschichte zahlreiche Nebenhandlungen, werden damit verflochten, werfen neue Fragen auf und führen Menschen zusammen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ich hatte unglaublich viel Freude mit diesem Roman und seinem ruhigen, fast legendenhaften Erzählton.</p>
<p>Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist das Mädchen, das der Fotograf Henry Daunt aus dem Fluss gezogen hat. Nach seiner rätselhaften Rückkehr ins Leben entstehen die unterschiedlichsten Spekulationen um das Mädchen, manche denken gar an die Legende vom Fährmann Quietly. Aber die Krankenschwester Rita hält nichts von diesem Aberglauben und beginnt mit Daunt der Sache auf den Grund zu gehen. Und dann wird die Sache noch komplizierter als gleich mehrere Menschen in dem Kind ihre vermisste Tochter bzw. Schwester zu erkennen glauben. So werden rund um das Mädchen viele Figuren, Nebenplots und Rätsel eingeführt und zunächst ist nicht klar, wie alles zusammenhängt, aber nach und nach fügen sich die einzelnen Teile ineinander. Es dauerte bis zum Ende, bis mir alle Zusammenhänge klar wurden, und bis dahin gab es einige Überraschungen und unerwartete Wendungen.</p>
<p>Neben dem wunderschönen, etwas altmodischen Erzählstil und der fesselnden Handlung wissen auch die Figuren zu überzeugen. Diane Setterfield gestaltet nicht nur die Haupt-, sondern auch die Nebenfiguren sorgfältig aus, füllt sie mit Leben und beschreibt sie so liebevoll, dass ich sie schnell ins Herz schloss. Nun ja, nicht alle, denn ein paar haben wahrlich dunkle Abgründe zu bieten, so wie auch die Geschichte selbst mitunter ganz schön düster ist.</p>
<p>Trotzdem hatte ich bei diesem Hörbuch, das sehr stimmungsvoll von Simone Kabst gelesen wird, ein wenig das Gefühl, als würde mich die Geschichte wie eine warme Decke umhüllen. Sie ist ganz anders als Diane Setterfields <a href="https://neyasha.at/2011/02/15/diane-setterfield-die-dreizehnte/">&#8222;Die dreizehnte Geschichte&#8220;</a>, hat mich aber ebenso begeistert. Nicht nur eines meiner Lesehighlights 2020, sondern eines meiner liebsten Bücher der letzten Jahre.</p>
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		<title>Emma Donoghue &#8211; The Wonder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2020 19:17:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Picador Mitte des 19. Jahrhunderts wird die englische Krankenschwester Elizabeth Wright, genannt Lib, in ein irisches Dorf gerufen, um ein angebliches Wunder zu untersuchen. Die katholische Familie O&#8217;Donnell behauptet, dass deren elfährige Tochter Anna seit Monaten nichts gegessen hat. Nun sollen auf Geheiß einer Kommission Lib und eine irische Nonne das Mädchen für&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7450 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2020/10/wonder-199x300.jpg" alt="" width="159" height="240" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2020/10/wonder-199x300.jpg 199w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2020/10/wonder.jpg 331w" sizes="auto, (max-width: 159px) 100vw, 159px" /><em> erschienen bei <a href="https://www.panmacmillan.com/authors/emma-donoghue/the-wonder/9781509818402">Picador</a></em></p>
<p>Mitte des 19. Jahrhunderts wird die englische Krankenschwester Elizabeth Wright, genannt Lib, in ein irisches Dorf gerufen, um ein angebliches Wunder zu untersuchen. Die katholische Familie O&#8217;Donnell behauptet, dass deren elfährige Tochter Anna seit Monaten nichts gegessen hat. Nun sollen auf Geheiß einer Kommission Lib und eine irische Nonne das Mädchen für zwei Wochen beobachten, um herauszufinden, was es damit auf sich hat. Lib, die zunächst davon ausgeht, dass sie hier schnell einen schlichten Betrug aufklären wird, ist angesichts des Falles ratlos &#8211; und besorgt um das Mädchen, dessen Gesundheitszustand sich auf einmal zu verschlechtern scheint.</p>
<p>&#8222;The Wonder&#8220; ist ein fesselnder historischer Roman, zu dem Emma Donoghue von sogenannten &#8222;fasting girls&#8220; der viktorianischen Zeit inspiriert wurde. Die Autorin behandelt in dem Buch nicht nur religiösen Eifer und Aberglauben, sondern auch eine tragische Familiengeschichte und die Konflikte zwischen Iren und Engländern. Lib ist als skeptische, aufgeklärte Krankenschwester eine gute Identifikationsfigur, ohne dass sie zu modern für das Setting wirken würde.</p>
<p>Am Anfang hat der Roman ein paar Längen, wenn detailliert beschrieben wird, wie Lib Anna untersucht und beobachtet, aber für den späteren Verlauf ergeben diese Szenen durchaus Sinn. Und es dauert auch nicht lange, bis die zunächst sehr stille, unterschwellige Spannung zunimmt. Während ich mich zuerst noch gefragt habe, was es mit Anna auf sich hat und was hinter ihrem Hungern steckt, habe ich mit der Zeit mehr und mehr begonnen um sie zu bangen. Es ist schockierend zu lesen, wie sie sich in einen religiösen Eifer hineinsteigert, was von ihrer Umgebung noch unterstützt wird, obwohl es ihr sichtlich schadet. Und irgendwann kam auch das ganz entsetzliche Gefühl dazu, dass ich als Leserin quasi mit dabei zuschaute, wie hier ein Kind langsam verhungert. Ich spürte bald eine ähnliche Beklemmung und Ohnmacht wie Lib, die irgendwann nicht mehr die Rolle der distanzierten Beobachterin aufrechterhalten kann.</p>
<p>Wie all die Zusammenhänge sind, was hinter Annas Hungern steckt und wie sie monatelang so überleben konnte, fand ich überzeugend aufgelöst. Dass auch eine kleine Liebesgeschichte mit ins Spiel kommt, hätte ich nicht unbedingt gebraucht, aber für das Ende der Geschichte ist sie tatsächlich nicht ganz unbedeutend, insofern habe ich mich auch nicht sehr daran gestört.</p>
<p>Fazit: Ein sehr beklemmender Roman, der zwar langsam beginnt, aber schnell an Fahrt aufnimmt und dann auch ungemein fesselt. Die darin angesprochenen Themen sind ziemlich heftig, man sollte sich also von dem beschaulich wirkenden Cover nicht täuschen lassen. Das Buch ist mitunter recht harter Tobak und hat mich stellenweise auch sehr verstört. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir, aber man sollte wissen, worauf man sich da einlässt.</p>
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		<title>Lars Mytting &#8211; Die Glocke im See</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jan 2020 19:07:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Suhrkamp/Insel &#160; Norwegen, 1880: Einst waren die Heknes die reichste Familie in dem abgelegenen Dorf Butangen und stifteten der Kirche zwei kostbare Glocken, die &#8222;Schwesterglocken&#8220;. Doch mittlerweile ist die Familie verarmt und die Tochter Astrid verdingt sich als Dienstmädchen im Pfarrhaus. Dem neuen, engagierten Pfarrer Kai Schweigaard sind die abergläubischen Bräuche der Menschen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6485 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2020/01/glockeimsee-180x300.jpg" alt="" width="150" height="250" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2020/01/glockeimsee-180x300.jpg 180w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2020/01/glockeimsee.jpg 299w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></p>
<p><em>erschienen bei <a href="https://www.suhrkamp.de/buecher/die_glocke_im_see-lars_mytting_17763.html">Suhrkamp/Insel</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Norwegen, 1880: Einst waren die Heknes die reichste Familie in dem abgelegenen Dorf Butangen und stifteten der Kirche zwei kostbare Glocken, die &#8222;Schwesterglocken&#8220;. Doch mittlerweile ist die Familie verarmt und die Tochter Astrid verdingt sich als Dienstmädchen im Pfarrhaus.<br />
Dem neuen, engagierten Pfarrer Kai Schweigaard sind die abergläubischen Bräuche der Menschen ebenso ein Dorn im Auge wie die uralte Stabkirche mit ihren heidnischen Schnitzereien. Ihm schwebt ein moderner Neubau vor und so geht er mit Dresden einen Handel ein: Die Stabkirche samt den Schwesterglocken wird nach Deutschland verkauft, um dort wieder aufgebaut zu werden. Zu dem Zweck reist der Architekturstudent Gerhard Schönauer nach Norwegen, um den Abtransport zu überwachen.<br />
Astrid, die nicht ihr Leben lang in dem dunklen Tal und einem Leben voller Mühsal gefangen sein will, sieht in beiden Männern die Chance auf einen Neustart. Zugleich ist ihr das Unterfangen der beiden ein Dorn im Auge. Denn die Schwesterglocken haben angeblich übernatürliche Kräfte und läuten von selbst, wenn in Butangen ein Unglück bevorsteht.</p>
<p>Die Kirche von Butangen ist zwar fiktiv, aber Lars Mytting wurde zu ihrer Geschichte von wahren Begebenheiten inspiriert: Tatsächlich wurden vom 17. bis zum 19. Jahrhundert viele mittelalterliche Stabkirchen in Norwegen abgerissen. Die Stabkirche von Vang wurde daher 1841 vom preußischen König Friedrich Wilhelm&nbsp;IV. erworben und in Brückenberg aufgestellt.</p>
<p>Es ist wundervoll, wie Mytting die Kirche mit ihren Glocken und das dunkle, abgelegene Tal aus verschiedenen Blickwinkeln beschreibt. Wir lernen Butangen sowohl von innen durch Astrid als auch von außen durch Kai und Gerhard kennen und zusammen vermitteln diese Perspektiven einen sehr guten Eindruck vom harten, kargen Leben in einem norwegischen Dorf Ende des 19. Jahrhunderts. Aberglaube, alte Bräuche und ein Nachhall von nordischen Mythen spielen eine große Rolle im Leben der Menschen, deren ständige Begleiter Hunger, Krankheit und Tod sind. Die beiden Neuankömmlinge Kai und Gerhard haben oft Probleme, diese Mentalität nachzuvollziehen und so sind Konflikte vorprogrammiert. Astrid, die selbst ihr ganzes Leben in Butangen verbracht hat, zugleich aber wissbegierig und offen für Neues ist, wird einerseits zum Bindeglied zwischen den beiden Welten, andererseits aber auch zur Außenseiterin.</p>
<p>Ich fand es sehr faszinierend, wie der Autor die Beziehungen zwischen den drei Hauptfiguren und auch den Dorfbewohnern entfaltet. Er zeichnet seine Figuren sehr differenziert, gesteht ihnen Schwächen und Fehler zu und weckt Verständnis für ihre verschiedenen Ansichten und Meinungen. Dennoch wirken sie nicht wie moderne Menschen, die in ein historisches Setting gesetzt wurden, sondern sind ganz in ihrer Zeit und Vorstellungswelt verankert. Da das bei historischen Romanen nicht immer der Fall ist, habe ich mich umso mehr gefreut, dass Lars Mytting das so überzeugt umgesetzt hat. Auch der Schreibstil hat dazu beigetragen, dass ich ganz und gar in den Roman eintauchen konnte. Die Sprache hat etwas altertümliches an sich, wirkt manchmal ebenso karg und spröde wie die Landschaft und Menschen von Butangen, manchmal aber auch sehr poetisch.</p>
<p>Alleine schon das Setting, die Figuren und die Sprache hätten mich gefesselt, aber &#8222;Die Glocke im See&#8220; ist auch auf der Plotebene ein sehr spannender Roman. Es gibt eine ganze Reihe von Wendungen und Entwicklungen in der Handlung, die ich so nicht erwartet hätte &#8211; und viele davon sind nicht unbedingt erfreulich. Dementsprechend ist auch das Ende sehr bittersüß und lässt außerdem ein paar Fragen offen. Es handelt sich hier nämlich um den Auftakt zu einer Familiensaga, die letztendlich bis in die Gegenwart reichen soll. Dennoch kann man den Roman durchaus für sich alleine lesen und die Handlung ist auch in sich abgeschlossen.</p>
<p>Für mich war das einer der besten historischen Romane, die ich in den letzten Jahren gelesen habe und ich freue mich daher schon sehr auf den nächsten Band.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Diana Gabaldon &#8211; Das Meer der Lügen</title>
		<link>https://neyasha.at/2019/02/07/diana-gabaldon-das-meer-der-luegen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Feb 2019 21:44:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi/Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Blanvalet &#160; London, Mitte des 18. Jahrhunderts: Lord John Grey, der gerade aus Schottland zurückgekehrt ist, hat den Verdacht, dass Joseph Trevelyan, der Verlobte seiner Cousine, an Syphilis erkrankt ist. Bei dem Versuch mehr herauszufinden, stellt sich heraus, dass Trevelyan scheinbar ein Doppelleben führt. Zur gleichen Zeit wird John beauftragt, den Mord an&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-5714 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/02/meerderlügen-166x300.jpg" alt="" width="137" height="248" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/02/meerderlügen-166x300.jpg 166w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/02/meerderlügen.jpg 233w" sizes="auto, (max-width: 137px) 100vw, 137px" /><em>erschienen bei </em><a href="https://www.randomhouse.de/Verlag/Blanvalet/1000.rhd"><em>Blanvalet</em></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="cr-widget-FocalReviews" data-hook="cr-widget-FocalReviews"><span class="a-size-base review-text" data-hook="review-body">London, Mitte des 18. Jahrhunderts: Lord John Grey, der gerade aus Schottland zurückgekehrt ist, hat den Verdacht, </span></span>dass Joseph Trevelyan, der Verlobte seiner Cousine, an Syphilis erkrankt ist. Bei dem Versuch mehr herauszufinden, stellt sich heraus, dass Trevelyan scheinbar ein Doppelleben führt. Zur gleichen Zeit wird John beauftragt, den Mord an Sergeant O&#8217;Connell aufzudecken &#8211; ein brisantes Unterfangen, da der Sergeant im Besitz geheimer Dokumente war. Als beide Fälle John in das Etablissement Lavender House führen, beginnt er nach und nach die Fäden zu entwirren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zugegeben, ich bin kein Fan der Outlander-Serie von Diana Gabaldon und bin auch nie über Band zwei hinausgekommen. Mir wurden aber mehrmals die Lord John-Krimis ans Herz gelegt und tatsächlich hat mir der erste der bislang drei Romane (daneben gibt es noch ein paar Kurzgeschichten) sehr gut gefallen.</p>
<p>&#8222;Das Meer der Lügen&#8220; ist ein sehr schöner historischer Krimi mit einem äußerst soliden Fall, der genug falsche Fährten und Möglichkeiten zum Miträtseln bietet, dabei aber doch recht geradlinig bleibt. Die Entwicklungen und Wendungen fand ich sehr spannend und die Frage, was hinter allem steckt, hat mich so gefesselt, dass ich den Roman fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Dabei werden auch die beiden Rätsel klug ineinander verwoben.</p>
<p>Die Autorin schafft es außerdem sehr gut, den historischen Hintergrund zum Leben zu erwecken. Ich fand die Beschreibungen von London wunderbar atmosphärisch und die Interaktionen zwischen den Figuren wirkten nicht zu modern, wie es manchmal bei historischen Romanen der Fall ist.</p>
<p>Was den Roman aber in erster Linie ausmacht ist die Figur von Lord John Grey, den ich ungemein sympathisch finde. Er ist ein richtiger Anpack-Charakter, der ohne großes Jammern tut, was er tun muss, auch wenn es sich um unangenehme Gespräche oder Situationen handelt. Seine Homosexualität spielt eine relativ große Rolle und führt auch zu einigen inneren Konflikten, wobei John nicht mit seiner Sexualität an sich hadert. Angesichts seiner Stellung beim Militär und da er seine Familie nicht in einen Skandal verwickeln möchte, ist er aber sehr darauf bedacht, sie geheimzuhalten. Ich finde, dass Gabaldon seine Angst vor Entdeckung und die Schwierigkeiten, mit denen er deshalb zu kämpfen hat, sehr anschaulich und glaubhaft schildert<span class="cr-widget-FocalReviews" data-hook="cr-widget-FocalReviews"><span class="a-size-base review-text" data-hook="review-body">.</span></span></p>
<p>Schließlich findet die Autorin auch eine gute Balance, wenn es um die Ermittlungsfähigkeiten und detektivischen Fähigkeiten von John geht. Er ist intelligent und stellt rasch Zusammenhänge her, hat aber keine Sherlock- oder Poirot-artigen Tendenzen und trifft auch die eine oder andere falsche Entscheidung. Das macht ihn als Ermittler sehr glaubwürdig und man kann seinen Überlegungen und Entdeckungen gut folgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fazit: Ein rundum gelungener historischer Krimi mit einer sehr sympathischen Hauptfigur. Ich freue mich schon auf den zweiten Band!</p>
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		<title>Eowyn Ivey &#8211; Das Leuchten am Rand der Welt</title>
		<link>https://neyasha.at/2018/03/13/eowyn-ivey-das-leuchten-am-rand-der-we/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Mar 2018 18:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Kindler (rowohlt) &#160; Zu Beginn des Jahres 1885 bricht Lieutenant Colonel Allen Forrester mit zwei weiteren Männern nach Alaska auf, um dort den Wolverine River zu erforschen. Von seiner Reise und dem Leben seiner Frau Sophie, die währenddessen in der Garnison von Vancouver auf ihn wartet, erzählen Briefe, Tagebücher, Bilder und weitere Dokumente,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;" href="https://2.bp.blogspot.com/-RZKZjgafOvU/WolUlmN3LwI/AAAAAAAAGUo/D2nt2WO08xYrriOcAsQZ-zaVtiUE7_wMwCPcBGAYYCw/s1600/leuchten1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2018/03/leuchten1.jpg" data-original-height="500" data-original-width="353" width="140" height="200" border="0"></a></div>
<p><i>erschienen bei <a href="https://www.rowohlt.de/hardcover/das-leuchten-am-rand-der-welt.html">Kindler (rowohlt)</a></i></p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="text-align: justify;">Zu Beginn des Jahres 1885 bricht Lieutenant Colonel Allen Forrester mit zwei weiteren Männern nach Alaska auf, um dort den Wolverine River zu erforschen. Von seiner Reise und dem Leben seiner Frau Sophie, die währenddessen in der Garnison von Vancouver auf ihn wartet, erzählen Briefe, Tagebücher, Bilder und weitere Dokumente, die der entfernte Nachfahre Walter Forrester dem historischen Museum in Alpine zur Verfügung stellt.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">&#8222;Das Leuchten am Rand der Welt&#8220; ist ein wunderschönes Buch, das einen dank seines Aufbaus mitunter vergessen lässt, dass es eine fiktive Expedition beschreibt und man nicht etwa einen Tatsachenbericht vor sich hat. Mit dem vielfältigen (Bild)Material ist es eine echte Augenweide und ein Buch, das man auch gern immer wieder zur Hand nimmt.</div>
<p>&nbsp;</p>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" href="https://4.bp.blogspot.com/-WasdhKvdMrM/WolUusgudgI/AAAAAAAAGUw/7n7SCqtwV-A32EBKwXwfIiQVkloqq_o1QCPcBGAYYCw/s1600/leuchten3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2018/03/leuchten3.jpg" data-original-height="527" data-original-width="600" width="320" height="281" border="0"></a></div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Die Geschichte der Expedition wird auf drei verschiedenen Ebenen geschildert: Im Mittelpunkt stehen die Aufzeichnungen von Allen Forrester, die von der schwierigen und entbehrungsreichen Reise berichten. Dieser Teil hat etwas von einem klassischen Abenteuerroman, der zudem auch manchmal die Grenzen der Realität überschreitet. Die drei Männer erleben<br />
schaurige und rätselhafte Dinge, die sie sich mit ihrer Vernunft nicht erklären können. Dabei stützt die Autorin sich auf tatsächliche Berichte aus jener Zeit, von denen sie auch kurze Ausschnitte in ihr Buch mit einflicht. Genauso wie bei jenen Berichten bleibt es auch bei den Aufzeichnungen von Allen Forrester offen, ob es sich nun wirklich um übernatürliche Begegnungen handelt oder um Einbildungen der Männer, die vom Hunger und der harten Reise gezeichnet sind.</div>
<div style="text-align: justify;">Währenddessen bleibt Sophie allein in der Garnison Vancouver zurück und erlebt dabei eine innere Reise, die vielleicht weniger abenteuerlich, aber nicht minder spannend ist. Sophie ist eine wissbegierige Vogelkundlerin, die in der Abwesenheit ihres Mannes die Fotografie für sich entdeckt. Ihre Charakterentwicklung hat mir sehr gut gefallen und ihre Begeisterung für Vögel und ihr neues Hobby sind richtig durch die Seiten zu spüren.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Schließlich gibt es als dritte Ebene noch jene der Gegenwart, in denen sich Walter Forrester und Josh, der Kurator des Museums, in Briefen über die Dokumente austauschen. Obwohl diese aufkeimende Brieffreundschaft nur einen kleinen Teil in dem Roman einnimmt, habe ich doch auch darüber sehr gern gelesen und die beiden Männer bald ins Herz geschlossen.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">&#8222;Das Leuchten am Rand der Welt&#8220; ist ein ruhig erzählter, aber dennoch fesselnder Abenteuerroman, der daneben auch die Geschichte einer ungewöhnlichen Frau und einer großen Liebe erzählt. Obwohl Allen und Sophie die ganze Zeit voneinander getrennt sind, bekommt man viele Einblicke in ihre Beziehung und man begreift schnell, wie ähnlich sie einander in vielen Dingen sind und wie tief daher auch ihr Verständnis füreinander ist.&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Ein ganz tolles und sehr atmosphärisches Buch über eine Expedition in unerforschte Gebiete, das bereits jetzt ein Jahreshighlight für mich ist.&nbsp;&nbsp;</p>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" href="https://4.bp.blogspot.com/-mz1oOlgOavs/WolUtQR7DLI/AAAAAAAAGUs/cQWvtyrRm7Q8CP2fbYvrm3ZyfQkJqJZ6QCPcBGAYYCw/s1600/leuchten2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2018/03/leuchten2.jpg" data-original-height="455" data-original-width="600" width="400" height="302" border="0"></a></div>
</div>
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		<title>Sabrina Janesch &#8211; Die goldene Stadt</title>
		<link>https://neyasha.at/2017/09/24/sabrina-janesch-die-goldene-stad/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Sep 2017 12:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei rowohlt &#160; Seit seiner Kindheit träumt Rudolph August Berns, Sohn eines Weinhändlers, davon El Dorado zu finden &#8211; die sagenumwobene goldene Stadt der Inka. Nach einer turbulenten Jugendzeit bricht er tatsächlich nach Peru auf, verdingt sich dort zuerst in der Armee, dann als Ingenieur bei der Eisenbahn und baut schließlich mit seinem amerikanischen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;" href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2017/09/janesch.jpg"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2017/09/janesch.jpg" data-original-height="200" data-original-width="163" border="0"></a></div>
<p>erschienen bei <a href="https://www.rowohlt.de/hardcover/die-goldene-stadt.html" target="_blank" rel="noopener">rowohlt</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="text-align: justify;">Seit seiner Kindheit träumt Rudolph August Berns, Sohn eines Weinhändlers, davon El Dorado zu finden &#8211; die sagenumwobene goldene Stadt der Inka. Nach einer turbulenten Jugendzeit bricht er tatsächlich nach Peru auf, verdingt sich dort zuerst in der Armee, dann als Ingenieur bei der Eisenbahn und baut schließlich mit seinem amerikanischen Freund Harry Singer eine Sägemühle in der Cordillera Vilcabamba. Aber der Traum von El Dorado will ihn nicht loslassen.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Lange dachte man, der Archäologe Hiram Bingham hätte 1911 als Erster Machu Picchu wiederentdeckt. Erst vor einigen Jahren wurde bekannt, dass offensichtlich ein Deutscher namens August Berns bereits in den 60er oder 70er Jahren des 19. Jahrhunderts die legendäre Stadt der Inka gefunden hatte. Die Schriftstellerin Sabrina Janesch begann daraufhin zu recherchieren und konstruierte aus zahlreichen Dokumenten, die sie sowohl in Deutschland als auch Peru fand, die mögliche Lebensgeschichte diesese Mannes.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Tatsächlich ist &#8222;Die goldene Stadt&#8220; wie eine Biografie aufgebaut: Der Roman folgt August Berns von seiner Geburt 1842 bis ins Jahr 1887, als sich seine Spuren verlieren (und im Epilog sogar darüber hinaus). Er beschreibt auch, wie sich aus der anfänglichen Leidenschaft für die Kultur der Inka eine Besessenheit entwickelte, die Berns schließlich sogar zum Trickbetrüger machte. Denn er hat kein archäologisches Interesse an der vergessenen Stadt; es geht ihm um die Entdeckung der Goldstadt El Dorado. So träumt er von ungeahnten Schätzen und vergoldeten Häusern &#8211; und hört auch nach der Entdeckung von Machu Picchu nicht auf, nach dem vermuteten Gold zu suchen.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Der Roman ist sehr fesselnd zu lesen, auch wenn es auf den etwa letzten 100 Seiten einen leichten Spannungsabfall gibt. Das ist auch etwa der Punkt, an dem in einem &#8222;klassischen&#8220; historischen Roman der Spannungsbogen zum Ende kommen würde: mit der Entdeckung der gesuchten Stadt. Aber &#8222;Die goldene Stadt&#8220; geht eben über diesen Punkt hinaus &#8211; einerseits aufgrund des biografischen Charakters, andererseits aber auch, weil sich natürlich die Frage stellt, weshalb August Berns nicht als Entdecker von Machu Picchu bekannt wurde.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Mir hat der Roman trotz der kleinen Längen zum Ende hin sehr gut gefallen. Mich hat einerseits fasziniert, wo es August Berns überall hin verschlug (zwischenzeitlich sogar nach Amerika und zu den Anfängen des Panamakanalbaus) und andererseits, wie überzeugend Sabrina Janesch seine Persönlichkeit und seine Charakterentwicklung schildert.</div>
<div style="text-align: justify;">&#8222;Die goldene Stadt&#8220; reiht sich vom Genre her irgendwo zwischen historischem Roman, Abenteuerroman und Biografie ein und ich kann das Buch allen empfehlen, die gern über Entdecker lesen oder sich bei historischen Romanen lieber abseits der üblichen Pfade bewegen.</div>
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			</item>
		<item>
		<title>[Kurzrezensionen] Von einer silbernen Königin, Alaska und einem Zwergenschatz</title>
		<link>https://neyasha.at/2017/03/02/kurzrezensionen-von-einer-silbernen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Mar 2017 21:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Katharina Seck &#8211; Die silberne Königin Die Stadt Silberglanz ist seit Jahrzehnten in einem ewigen Winter gefangen. Als Emma in der Chocolaterie von Madame Weltfremd zu arbeiten beginnt, hört sie dort das Märchen von der silbernen Königin, in dem die Lösung, wie der ewige Winterfluch zu brechen ist, verborgen zu sein scheint. Mich hat &#8222;Die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Katharina Seck &#8211; Die silberne Königin</b></p>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;" href="https://1.bp.blogspot.com/--M-JOQ_KPtg/WLc6ixZmuXI/AAAAAAAAFj8/9Pyxl4rAo1YbbeQgb6W0jangMHHRCjqlgCLcB/s1600/silberne.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2017/03/silberne.jpg" width="165" height="200" border="0"></a></div>
<div style="text-align: justify;">Die Stadt Silberglanz ist seit Jahrzehnten in einem ewigen Winter gefangen. Als Emma in der Chocolaterie von Madame Weltfremd zu arbeiten beginnt, hört sie dort das Märchen von der silbernen Königin, in dem die Lösung, wie der ewige Winterfluch zu brechen ist, verborgen zu sein scheint.</div>
<div style="text-align: justify;">Mich hat &#8222;Die silberne Königin&#8220; nach dem Lesen sehr zwiespältig zurückgelassen. Einerseits hat es mir gut gefallen, wie Märchen mit der Wirklichkeit verwoben werden, aber andererseits hat der Roman für mich sehr viele Fragen aufgeworfen. Das Problem ist, dass er versucht, das Leben im ewigen Winter realistisch zu schildern. Hier ergeben sich für mich aber zahlreiche logische Probleme, über die ich gar nicht erst nachgedacht hätte, wenn der Roman bei der Hintergrundwelt von Vornherein auf einer märchenhaften Ebene geblieben wäre.</div>
<div style="text-align: justify;">Vom Plot her hat mir der Roman dennoch gut gefallen, auch wenn ich mit der Liebesgeschichte, die darin vor allem im letzten Drittel eine sehr große Rolle spielt, nicht viel anfangen konnte.</div>
<div style="text-align: justify;">Fazit: Eine schöne, märchenhafte Geschichte, die zu langen Winterabenden passt &#8211; solange man sich nicht an einer etwas problematischen Liebesgeschichte stört und man nicht die Logik der Hintergrundwelt hinterfragt.</div>
<p><b>John Green &#8211; Looking for Alaska</b></p>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;" href="https://4.bp.blogspot.com/-suQZclIqhXc/WLc96WX6AkI/AAAAAAAAFkE/oopifrbHX_kuGi74lpRgmHAStpiVFqNPACLcB/s1600/alaska.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2017/03/alaska.jpg" width="161" height="200" border="0"></a></div>
<div style="text-align: justify;">Als der sechzehnjährige Miles auf ein Internat wechselt, lernt er dort die faszinierende und undurchschaubare Alaska kennen &#8211; und verliebt sich in sie.</div>
<div style="text-align: justify;">Mein Problem mit &#8222;Looking for Alaska&#8220; war im Wesentlichen, dass ich vorher bereits <a href="https://neyasha.at/2011/10/24/john-green-paper-towns/">Paper Towns</a> gelesen hatte und die beiden Romane einander vor allem in der Personenkonstellation sehr ähneln. Es gibt einen Außenseiter als Ich-Erzähler, zwei recht skurrile Freunde und das unerreichbare Mädchen, das allen den Kopf verdreht.</div>
<div style="text-align: justify;">Wegen dieser Ähnlichkeiten, aber auch weil ich die Geschichte an sich eher uninteressant fand, konnte ich mit der ersten Hälfte des Romans nicht sehr viel anfangen. Dann kommt es zu einem Ereignis, das zwar recht vorhersehbar ist, aber doch den Erzählton zum besseren wendet.</div>
<div style="text-align: justify;">Trotzdem hat mich &#8222;Looking for Alaska&#8220; nicht überzeugt. Ein locker zu lesendes Buch mit ernsten Tönen, das es meiner Meinung nach mit dem Mythos, das es rund um Alaska kreiiert, deutlich übertreibt.</div>
<p><b>Martin Schemm &#8211; Der Goldschatz der Elbberge</b></p>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;" href="https://2.bp.blogspot.com/-OHedBjl8X8U/WLibkSI2ifI/AAAAAAAAFkU/AV0nuA0NfGkv69DPd0ami-ZNSegVCBQSwCLcB/s1600/elbberge.jpg"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2017/03/elbberge.jpg" width="165" border="0"></a></div>
<div style="text-align: justify;">Im Jahr 1065 macht sich eine Gruppe von Männern auf Geheiß des Erzbischofs Adalbert in die Tiefen des Sollonberges auf, um dort einen sagenumwobenen Schatz zu suchen. Doch damit lösen sie einen alten Fluch aus.</div>
<div style="text-align: justify;">&#8222;Der Goldschatz der Elbberge&#8220; ist ein historischer Roman mit phantastischen Elementen, der ein interessantes Setting zu bieten hat und sich in mancher Hinsicht wohltuend vom Einheitsbrei der Mittelalterromane abhebt. Allerdings hätte ihm meiner Ansicht nach ein kräftiges Kürzen gut getan. Die Geschichte liest sich mitunter etwas langatmig und ertrinkt zudem immer wieder im Infodump. Der Stil des Autors ist manchmal etwas holprig und die Figuren erhalten nicht besonders viel Charaktertiefe.</div>
<div style="text-align: justify;">Der Roman hat sehr interessante Ansätze zu bieten, aber alles in allem hat mich das Buch dennoch enttäuscht. Es kam wohl doch nicht von ungefähr, dass es so lange auf meinem SuB vor sich hinvegetiert ist.</div>
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		<title>Kate Quinn &#8211; The Lion and the Rose</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Apr 2015 13:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Genre: Historischer Roman Seiten: 465 Verlag: Berkley Books ASIN: B00DGZKYAW Meine Bewertung: 5 von 5 Sternchen Während die Borgias nach mehr Macht und Einfluss streben, drohen die Menschen um sie herum in dem Gewirr von politischen Hochzeiten, Geheimnissen und Gewalt unterzugehen. Giulia Farnese muss erkennen, wie ihr Einfluss auf den Papst mehr und mehr schwindet und&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;" href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2015/04/lion.jpg"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2015/04/lion.jpg" border="0" /></a></div>
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<div style="text-align: justify;">Genre: Historischer Roman<br />
Seiten: 465<br />
Verlag: Berkley Books<br />
ASIN: B00DGZKYAW<br />
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternchen</div>
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<div style="text-align: justify;">
Während die Borgias nach mehr Macht und Einfluss streben, drohen die Menschen um sie herum in dem Gewirr von politischen Hochzeiten, Geheimnissen und Gewalt unterzugehen. Giulia Farnese muss erkennen, wie ihr Einfluss auf den Papst mehr und mehr schwindet und ihr die Menschen, die sie einst lieben gelernt hat, mit einemmal fremd werden. Carmelina, die selbst einige Geheimnisse mit sich herumträgt, erregt die Aufmerksamkeit der falschen Leute und Leonello schließlich begibt sich mit seiner Suche nach einem Mörder auf gefährliche Wege.</div>
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<div style="text-align: justify;">&#8222;The Lion and the Rose&#8220; schließt fast nahtlos da an, wo <a href="https://neyasha.at/2015/04/23/kate-quinn-serpent-and-pear/">The Serpent and the Pearl</a> aufgehört hat. Es wird aber schnell klar, dass die Zeiten, in denen Giulia sich mit ihren Zofen im Garten gesonnt und Carmelinas Leckereien genascht hat, vorbei sind. War die Nähe zu den Borgias bislang noch eine Art Sicherheit, kommt nun die eigentliche Gefahr aus der Familie selbst.</div>
<div style="text-align: justify;">Diese bedrohliche Situation vermittelt Kate Quinn so eindrucksvoll, dass ich beim Lesen selbst ein Gefühl der Angst und Hilflosigkeit verspürte. Teilweise wollte ich kaum weiterlesen, aus Angst, dass alles noch schlimmer wird und gleichzeitig habe ich jede freie Minute zum Lesen genutzt, weil ich so gefesselt war.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Schon der 1. Band beinhaltete einige grausame Szenen, aber hier wird es nun deutlich schlimmer und man sollte wirklich nicht zu zimperlich beim Lesen sein. Obwohl es manchmal ziemlich gewalttätig zugeht, hat man aber nie das Gefühl, dass die Autorin diese Szenen nur zum Selbstzweck eingebaut hat oder die Skandale rund um die Borgias als Anlass genutzt hat, genüßlich blutrünstige Taten auszuschmücken. Ganz im Gegenteil: Die Szenen wirken nie überzogen, sondern sehr realistisch (was sie vielleicht umso schlimmer macht) und man hat auch das Gefühl, dass Quinn sich sehr darum bemüht, bei allen Gerüchten um die Borgias das herauszufiltern, was der wahre Kern sein könnte. Das ist natürlich auch immer Interpretationssache, aber für mich hat sich Quinns Roman sehr glaubhaft gelesen. Wer allerdings wilde Orgien, Inzest oder ähnliches erwartet, wird hier vielleicht eher enttäuscht werden.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Dennoch kommt kein Zweifel daran auf, wie gefährlich es ist, sich gegen die Borgias zu stellen. Das muss Giulia erfahren, die sich mehr und mehr gegen Rodrigo behauptet und das müssen auch Carmelina und Leonello erfahren, die sich einen gefährlichen Feind schaffen.</div>
<div style="text-align: justify;">Sie alle drei machen in diesem 2. Band eine große Entwicklung durch, am stärksten wohl Giulia, die zu immer mehr Selbstbewusstsein findet und auch ein wenig die Stimme der Vernunft darstellt. Bei Leonello führt die Entwicklung über weite Teile dagegen eher bergab und er gerät zu sehr in den Dunstkreis von Cesare Borgia, der vor nichts zurückschreckt, wenn es um die Sicherheit seiner Familie geht. Das wird auch Carmelina schmerzhaft klar, die von ihrer Vergangenheit eingeholt wird.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Aber nicht nur die drei Hauptfiguren entwickeln sich weiter, sondern auch die Borgias, die sich gewissermaßen alle in einer Abwärtsspirale befinden. Ihnen steigt mehr und mehr die Macht zu Kopf und es ist schmerzhaft zu lesen, wie sich etwa Lucrezia zu ihrem Nachteil verändert (wobei ich oft auch einfach Mitleid mit ihr hatte) und wie blind Rodrigo ist, wenn es um die Fehler seiner Kinder geht, obwohl er sonst ein durchaus intelligenter und fähiger Mann ist.</div>
<div style="text-align: justify;">Obwohl in &#8222;The Lion and the Rose&#8220; die vermeintliche Idylle des 1. Bandes nun in Scherben fällt, ist bei weitem nicht alles negativ. Es gibt stets Hoffnungsschimmer, es gibt Liebe von unerwarteter Seite und es gibt auch Veränderungen zum Guten.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Mich hat dieser Roman gefesselt wie schon länger kein Buch mehr. Es gibt eine rasante und spannende Handlung und interessante Figuren, mit denen Kate Quinn auch sehr mutig umgeht &#8211; einerseits, indem sie sie nicht schont und andererseits auch, indem sie nicht davor zurückschreckt, sie auch moralisch zweifelhaft handeln zu lassen. Da sie mir alle sehr ans Herz gewachsen sind, habe ich um sie und mit ihnen gebangt, mich mit ihnen gefreut und inständig gehofft, dass die Sache für alle ein gutes Ende nimmt.</div>
<div style="text-align: justify;">Mir hat auch schon der 1. Band gut gefallen, aber den 2. habe ich noch als eine deutliche Steigerung empfunden. Ein wirklich toller Roman, der mich emotional mitgerissen und mir einige sehr spannende Lesestunden beschert hat.</div>
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