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	<title>Krimi/Thriller &#8211; Neyashas Allerlei</title>
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	<description>Vom Lesen, Schreiben und von kreativen Dingen</description>
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		<title>[Kurzrezensionen] Krimis und Thriller</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2026 17:11:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimi/Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[In letzter Zeit hatte ich wieder nicht die beste Lesekonzentration, was dazu geführt hat, dass ich einige Krimis und Thriller gelesen habe. Spannungsromane funktionieren für mich oft am besten, wenn in meinem Kopf Unruhe herrscht. Lenz Koppelstätter &#8211; Das Schimmern am Berg Nachdem mir der vorige Grauner-Krimi sehr gut gefallen hat, hat mich der 10.&#8230;]]></description>
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<p>In letzter Zeit hatte ich wieder nicht die beste Lesekonzentration, was dazu geführt hat, dass ich einige Krimis und Thriller gelesen habe. Spannungsromane funktionieren für mich oft am besten, wenn in meinem Kopf Unruhe herrscht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lenz Koppelstätter &#8211; Das Schimmern am Berg</h2>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p>Nachdem mir <a href="https://neyasha.at/2025/12/19/kurzrezensionen-meine-krimis-2025/">der vorige Grauner-Krimi sehr gut gefallen hat</a>, hat mich der 10. Band aus der Reihe nun eher enttäuscht. Dabei ist der Schauplatz sehr interessant: Es geht um einen Leichenfund im Marmorsteinbruch von Laas. Grauner muss dieses Mal mit Staatsanwalt Belli ermitteln, da Saltapepe und Tappeiner zusammen in den USA im Urlaub sind. Das Gespann Grauner und Belli fand ich dabei ganz amüsant, zumal Belli noch ein bisschen Charakterentwicklung bekommt. Grauner tritt hingegen seit etlichen Bänden auf der Stelle und seine Liebe zu seinen Kühen und zur Musik von Mahler werden mittlerweile schon ermüdend oft betont. </p>



<p>Der Fall selbst hat einige spannende Aspekte zu bieten, stellt allerdings auf eine etwas plumpe Art und Weise Verknüpfungen nach New York her, wo Saltapepe und Tappeiner nun zu ermitteln beginnen. Dabei entwickelt sich ein gefährliches Gangsterspiel, das ich aber auch eher mühsam fand. Wenn eine Krimireihe permanent ihre Ermittler in Lebensgefahr bringen muss, um die Spannung zu halten, ist das für mich kein gutes Zeichen. Meiner Meinung nach leider einer der schwächsten Bände der Reihe.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Ulf Kvensler &#8211; Der Ausflug</h2>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p>Diesen Thriller des schwedischen Schriftstellers Ulf Kvensler habe ich beim letzten gemeinsamen Lesetag mit meiner Nichte in einem Zug ausgelesen. Die Anwältin Anna, ihr Verlobter Henrik und ihre beste Freundin Milena planen schon seit längerem eine mehrtägige Wandertour. Erst im letzten Moment stößt noch Jakob zur Gruppe und überredet alle zu einer Änderung der Route. Statt auf den gut ausgebauten Kungsleden geht es nun in den einsamen Nationalpark Sarek. Hier stoßen nicht nur ein paar aus der Gruppe an ihre körperlichen Grenzen, sondern es kommt auch zu Unstimmigkeiten zwischen den Freunden.</p>



<p>Der Roman beginnt damit, dass Anna verletzt und unterkühlt gefunden wird. Die Ereignisse werden nun aus der Ich-Perspektive von Anna rückblickend erzählt; immer wieder unterbrochen durch ihre Zeugenvernehmung im Krankenhaus. Das baut natürlich viel Spannung auf, da man sich die ganze Zeit fragt, was genau zu so einem Ausgang geführt hat und was mit den anderen passiert ist.</p>



<p>Ich fand besonders die Beschreibung der Wanderung und des Sarek faszinierend und auch beklemmend. Die geschilderten Situationen konnte ich mir einerseits gut vorstellen, andererseits gab es aber auch einige Entscheidungen, die ich nicht so gut nachvollziehen konnte. Trotzdem ein sehr fesselnder Thriller mit einem etwas kontroversen Ende, das mir persönlich aber gut gefallen hat.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Christoffer Carlsson &#8211; Unter dem Sturm</h2>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="700" height="1064" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2026/03/unterdemsturm-700x1064.jpg" alt="" class="wp-image-13390" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2026/03/unterdemsturm-700x1064.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2026/03/unterdemsturm-197x300.jpg 197w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2026/03/unterdemsturm-768x1167.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2026/03/unterdemsturm-800x1216.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2026/03/unterdemsturm.jpg 987w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p>Und noch einmal Schweden: In dem kleinen Ort Marbäck wird 1994 die junge Lovisa ermordet und das Haus anschließend niedergebrannt. Mit ihrem Freund Edvard ist schnell ein Schuldiger gefunden, und obwohl einige Fragen offen bleiben, kommt es zur Verurteilung. Für Edvards siebenjährigen Neffen Isak bricht daraufhin eine Welt zusammen und er und seine Familie werden von nun an mit Misstrauen beäugt. Jahre später werden die Erinnerungen an den Fall wieder wachgerüttelt und in dem Polizisten Vidar wachsen Zweifel, ob damals die Ermittlungen mit der notwendigen Sorgfältigkeit durchgeführt wurden.</p>



<p>&#8222;Unter dem Sturm&#8220; ist kein klassischer Krimi, sondern eher ein Sozialdrama und eine Charakterstudie. Es geht weniger um die Ermittlungen als um die Auswirkungen auf die Menschen in Marbäck, die auch Jahre später noch spürbar sind. Vor allem Isak tut sich schwer damit die Ereignisse zur verarbeiten und er fragt sich, ob auch in ihm etwas Böses steckt.</p>



<p>Krimis, in denen ein alter Fall noch einmal aufgerollt wird, mag ich immer sehr gern und so hat mir auch dieser Roman gut gefallen. Carlsson beleuchtet sehr eindringlich die Strukturen in einem kleinen Dorf und welche Auswirkungen vorgefasste Meinungen haben können. Leider fand ich die Handlung oft sehr sprunghaft und hatte daher mitunter Schwierigkeiten in neue Szenen oder Kapitel hineinzufinden. Ein interessanter Roman, dessen Umsetzung mich aber nicht ganz überzeugt hat.</p>
</div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Peter Grandl &#8211; Reset. Die Wahrheit stirbt zuerst</h2>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="700" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2026/03/reset-700x700.jpg" alt="" class="wp-image-13395" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2026/03/reset-700x700.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2026/03/reset-300x300.jpg 300w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2026/03/reset-150x150.jpg 150w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2026/03/reset-768x768.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2026/03/reset-800x800.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2026/03/reset-70x70.jpg 70w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2026/03/reset.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p>Der dramatische Ausgangspunkt in diesem Zukunftsthriller sind seltsame Vorgänge um ein entführtes Flugzeug. Von da an häufen sich gefakete Anrufe und Videobotschaften und schnell wird klar, dass hochentwickelte Deepfakes und KI-Manipulationen dahinter stecken. Bald wird klar, dass jegliche digitale Kommunikation gefälscht sein könnte und ein internationales Team arbeitet verzweifelt daran die Verursacher des Chaos ausfindig zu machen.</p>



<p>&#8222;Reset&#8220; ist ein düsteres Gedankenspiel über unsere digitale Welt, das erschreckend realistisch wirkt. Zwar baut der Autor kräftig Science Fiction mit ein, aber das Grundszenario rund um KI, Fake News und digitale Abhängigkeit ist hochaktuell und regt zum Nachdenken an. Sehr spannend fand ich auch die Überlegungen, wie überhaupt noch Kommunikation und die Verbreitung von Nachrichten ohne digitale Kanäle möglich sein können.</p>



<p>Leider fand ich aber das Ausgangsszenario gelungener als die tatsächliche Umsetzung des Romans. Es werden anfangs viel zu viele Figuren und Perspektiven eingeführt, was verwirrend ist. Noch dazu packt Peter Grandl zu viel persönliches Drama mit hinein, was am Ende in einem völlig absurden Showdown gipfelt. Die ganzen Liebes- und Familiengeschichten und deren Zusammenhänge mit dem Hauptplot wirken fehlplatziert und sehr konstruiert. Wenn ich den Roman nicht als Hörbuch beim Puzzeln gehört hätte, hätte ich ihn vermutlich abgebrochen.</p>
</div>
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		<title>[Kurzrezensionen] Meine Krimis 2025</title>
		<link>https://neyasha.at/2025/12/19/kurzrezensionen-meine-krimis-2025/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Dec 2025 21:58:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimi/Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Da ich es nicht mehr schaffen werde, zu allen meinen Büchern in diesem Jahr ausführliche Rezensionen zu schreiben, möchte ich in diesem Beitrag meine kurze Meinung zu einigen Krimis/Thrillern zusammenfassen. Lenz Koppelstätter &#8211; Das Flüstern im Eis Zu den in Südtirol spielenden Krimis von Lenz Koppelstätter rund um Kommissar Grauner greife ich immer wieder gern,&#8230;]]></description>
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<p>Da ich es nicht mehr schaffen werde, zu allen meinen Büchern in diesem Jahr ausführliche Rezensionen zu schreiben, möchte ich in diesem Beitrag meine kurze Meinung zu einigen Krimis/Thrillern zusammenfassen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lenz Koppelstätter &#8211; Das Flüstern im Eis</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="1064" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/fluesternimeis-1-700x1064.jpg" alt="" class="wp-image-13232" style="width:205px;height:auto" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/fluesternimeis-1-700x1064.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/fluesternimeis-1-197x300.jpg 197w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/fluesternimeis-1-768x1167.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/fluesternimeis-1-800x1216.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/fluesternimeis-1.jpg 987w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure></div>


<p>Zu den in Südtirol spielenden Krimis von Lenz Koppelstätter rund um Kommissar Grauner greife ich immer wieder gern, auch wenn die Reihe für mich zuletzt etwas nachgelassen hat. Im 9. Band &#8222;Das Flüstern im Eis&#8220; geht es nun hoch hinauf in die Berge &#8211; an die Nordwand des Ortlers, wo eine italienische und eine iranische Eiskletterin gegeneinander antreten, um einen neuen Rekord aufzustellen. Natürlich dauert es nicht lange, bis rund um das Geschehen die erste Leiche auftaucht. </p>



<p>Ich glaube, das ist bisher einer meiner liebsten Grauner-Krimis. Ich mag den Schauplatz und dass Saltapepe hier wieder mal etwas mehr zu tun bekommt. Sehr schön ist auch, wie rund um die beiden Extrembergsteigerinnen ein Bezug zum aktuellen Zeitgeschehen mit eingeflochten wird. Der Fall selbst ist zwar eher geradlinig und ich hatte die Zusammenhänge schneller durchschaut als die Ermittler, aber das hat mich hier nicht gestört. Die Spannung blieb trotzdem erhalten und am Ende war es eine runde Auflösung. So kann es nach einigen etwas schwächeren Bänden nun gern weitergehen!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Carl Nixon &#8211; Kerbholz</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="500" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/kerbholz.jpg" alt="" class="wp-image-13233" style="width:200px;height:auto" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/kerbholz.jpg 300w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/kerbholz-180x300.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure></div>


<p>Die britische Familie Chamberlain macht an der dünnbesiedelten Westküste Neuseelands Urlaub . Dabei kommt das Auto von der Straße ab und stürzt in einen Fluss. Die Eltern sterben, aber die drei Kinder überleben und werden von zwei Outlaws gerettet, die ihre ganz eigenen Pläne mit den Kindern haben. Jahre später ist ihre Tante noch immer auf der Suche nach ihnen.</p>



<p>Bei diesem Roman handelt es sich eher nur im weiteren Sinne um einen Thriller. Er hat mich zwar von vorne bis hinten gefesselt und baut eine sehr beklemmende Stimmung auf, ist aber ein eher stilles Buch, das sich vor allem auf das Innenleben der Figuren konzentriert. Ich fand es sehr gut beschrieben, wie die Kinder mit dem Unfall und dann mit den weiteren Ereignissen umgehen. Sie merken bald, dass die vermeintliche Rettung keine ist und sie den Erwachsenen ganz und gar ausgeliefert sind. Dadurch, dass der zweite Handlungsstrang rund um ihre Tante Suzanne einige Jahre nach dem Unfall einsetzt, wird manches bereits vorweggenommen, was aber der Spannung keinen Abbruch tut. Ganz im Gegenteil: Ich wollte unbedingt wissen, wie wir zu diesem Punkt kommen. Nur das Ende fand ich dann ein wenig enttäuschend und in einem Punkt auch nicht ganz nachvollziehbar. Trotzdem eine sehr empfehlenswerte Lektüre!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kjell Ola Dahl &#8211; Rein wie der Tod</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="351" height="522" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/reinwiedertod.jpg" alt="" class="wp-image-13234" style="width:194px;height:auto" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/reinwiedertod.jpg 351w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/reinwiedertod-202x300.jpg 202w" sizes="auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px" /></figure></div>


<p>Als ich 2022 den Olavsweg gewandert bin, habe ich in einer Pilgerherberge auf dem Dovrefjell den Schriftsteller Kjell Ola Dahl kennengernt, der dort mit seinem englischen Übersetzer einen Teil des Weges gewandert ist. Deshalb kam mir einer seiner Krimi als passende Lektüre vor, als ich dieses Jahr wieder auf dem Olavsweg unterwegs war. Allerdings gab es nicht so viele seiner Krimis als E-Book in der Bücherei und so habe ich den 7. Band seiner Reihe um Kommissar Frank Frølich erwischt. </p>



<p>Nun kann man Krimis ja auch oft in beliebiger Reihenfolge lesen, aber ich hatte hier doch das Gefühl, dass mir viele Informationen zu den Hauptfiguren fehlten. Das Privatleben der Ermittler und Ermittlerinnen nahm einigen Raum ein und ich fühlte mich ein bisschen auf verlorenem Posten. Das mag mit ein Grund dafür sein, weshalb ich in den Krimi nicht so recht hineinfinden wollte. Der Fall selbst konnte mich aber leider auch nicht wirklich packen. Frølich beobachtet zu Beginn eine Frau, wie sie bei einem Dealer Kokain kauft und findet bald darauf ihre Leiche. Die Umstände rund um den Tod sind eigenartig und erinnern an einen Fall an der Westküste, der bereits viele Jahre zurückliegt. Mir kamen die Ermittlungen etwas konfus vor und ich verlor manchmal ein wenig den Überblick. Ein paarmal habe ich überlegt abzubrechen, den Krimi aber doch zu Ende gelesen. Vielleicht probiere ich es noch mal mit dem ersten Band rund um die Ermittler Frølich und Gunnarstranda oder ich lese einen der Einzelkrimis. Dieser hier war aber leider eine Enttäuschung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wolf Haas &#8211; Müll</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="1130" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/muell-700x1130.jpg" alt="" class="wp-image-13235" style="width:221px;height:auto" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/muell-700x1130.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/muell-186x300.jpg 186w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/muell-768x1239.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/muell-952x1536.jpg 952w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/muell-1269x2048.jpg 1269w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/muell-800x1291.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/muell.jpg 1352w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure></div>


<p>Simon Brenner, ehemaliger Polizist und Privatdetektiv, zieht auch als Müllmann noch immer die Vebrechen an. Auf einem der Wiener Mistplätze finden er und seine Kollegen eine zerstückelte Leiche. Und bald steckt Brenner mittendrin in dem Fall, als sich einer der Ermittler als sein Ex-Kollege herausstellt.</p>



<p>Die Brenner-Krimis von Wolf Haas waren vor mehr als 20 Jahren eine meiner liebsten literarischen Entdeckungen. Besonders angetan hatte es mir der humorvolle und markante Schreibstil von Wolf Haas. Trotzdem kam es mir bei den letzten Romanen so vor als hätte sich das Format allmählich abgenutzt. Und dieser Eindruck setzte sich für mich bei &#8222;Müll&#8220; leider fort, vor allem mit dem Konzept, dass Brenner mal wieder in einem ganz anderen Beruf ist und dabei auch mal wieder Chaos im Privatleben hat. Trotzdem hatte ich mit dem Krimi durchaus meinen Spaß. Den Mordfall verliert man bei Wolf Haas mit den witzigen Exkursen mitunter auch mal ein wenig aus den Augen, aber dieser hier ist spannend und schlägt einige interessante Haken. Das Ende kam mir etwas überhastet vor, aber ansonsten ein solider Brenner-Krimi, der aber meiner Meinung nach trotzdem nicht mehr ganz mit Highlights wie &#8222;Silentium&#8220; und &#8222;Komm süßer Tod&#8220; mithalten kann.</p>



<p></p>
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		<title>Megan Miranda &#8211; Der Pfad</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Oct 2025 08:27:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimi/Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Penguin Seit zehn Jahren arbeitet Abby als Rezeptionistin in einem Hotel in Cutter&#8217;s Pass, das an einem Zubringer zum Appalachian Trail liegt und daher bei Wanderern sehr beliebt ist. Traurige Bekanntheit erlangte der Ort allerdings vielmehr durch das Verschwinden der sogenannten &#8222;vier Burschenschaftler&#8220; vor 25 Jahren. Und sie sind nicht die einzigen Menschen,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="1109" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/derpfad-700x1109.jpg" alt="" class="wp-image-13035" style="width:202px;height:auto" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/derpfad-700x1109.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/derpfad-189x300.jpg 189w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/derpfad-768x1216.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/derpfad-800x1267.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/derpfad.jpg 947w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure></div>


<p><em>erschienen bei <a href="https://www.penguin.de/buecher/megan-miranda-der-pfad/paperback/9783328109082">Penguin</a></em></p>



<p>Seit zehn Jahren arbeitet Abby als Rezeptionistin in einem Hotel in Cutter&#8217;s Pass, das an einem Zubringer zum Appalachian Trail liegt und daher bei Wanderern sehr beliebt ist. Traurige Bekanntheit erlangte der Ort allerdings vielmehr durch das Verschwinden der sogenannten &#8222;vier Burschenschaftler&#8220; vor 25 Jahren. Und sie sind nicht die einzigen Menschen, die hier spurlos verschwanden; zuletzt kehrte ein Journalist nicht mehr aus der Wildnis zurück. Nun versucht dessen Bruder Trey West herauszufinden, was damals geschah. Umso mehr Fragen er stellt, umso mehr zweifelt auch Abby daran, ob sich die Verschwundenen wirklich nur in den Bergen verirrt haben &#8211; oder ob die Gefahr nicht in Cutter&#8217;s Pass selbst lauert.</p>



<p>Dieses Buch war ein Zufallsfund in der Bücherei, der sich für mich sehr gelohnt hat. Der Roman wird aus der Ich-Perspektive von Abby erzählt, einer jungen Frau Ende 20, die als Rezeptionistin im &#8222;Passage Inn&#8220; arbeitet. Sie lebt zwar schon seit zehn Jahren in Cutter&#8217;s Pass, fühlt sich aber noch immer ein bisschen als Außenseiterin. Die meisten in dem kleinen Ort sind Alteingesessene, die hier geboren wurden und die untereinander zusammenhalten. Das Verschwinden von vier Männern vor 25 Jahren machte Cutter&#8217;s Pass bekannt und brachte ihm einen nicht unerheblichen Teil an Katastrophentourismus ein, aber seit in den darauffolgenden Jahren noch weitere drei Menschen verschwanden, sind Fragen bei den Bewohnern ziemlich unbeliebt geworden. Abby, die selbst erst nach den ersten Vermisstenfällen hierher kam, zeigt sich hingegen Trey West gegenüber aufgeschlossener und muss sich bald eingestehen, dass sie wohl nicht ganze Wahrheit kennt. Gemeinsam versuchen sie der Sache auf den Grund zu gehen und stoßen dabei immer wieder auf hartnäckiges Schweigen.</p>



<p>Ich bin mir nicht sicher, ob &#8222;Thriller&#8220; wirklich die passende Genrezuordnung für diesen Roman ist. Die Erzählweise ist sehr ruhig und zunächst geht es vor allem darum, den Ort mit seinen Menschen kennenzulernen. Megan Miranda baut dabei eine schöne Atmosphäre auf, die einerseits düster ist, zugleich aber auch irgendwie behaglich ist. Das Passage Inn liegt recht einsam ein Stück abseits des Ortes und hat immer wieder mit Problemen mit den Telefonleitungen und der Internetverbindung zu kämpfen. Dadurch entsteht das Gefühl einer lauernden Gefahr, aber auf der anderen Seite konnte ich mir auch richtig gut vorstellen, wie es sich die Gäste hier heimelig machen, auf Wanderungen gehen und abends gemütlich in der Lobby ein Buch lesen. Ich denke, dass dieses zwiespältige Gefühl auch dadurch hervorgerufen wird, dass Abby zwar einige beängstigende Situationen erlebt, zugleich aber auch spürbar am Hotel hängt und es als ihr Zuhause betrachtet. Im Laufe des Romans wird das Gefühl einer Bedrohung stärker, als Abby immer öfter Lügen aufdeckt und bald nicht mehr weiß, wem sie vertrauen kann. Trotzdem bleibt die Spannung die ganze Zeit eher unterschwellig und es gibt kaum jemals richtige &#8222;Action&#8220;.</p>



<p>Ich kann also sehr gut nachvollziehen, weshalb die Meinungen zu dem Buch recht durchwachsen sind und viele es als etwas langweilig empfinden. Bei mir hat die ruhige Erzählweise und die düstere, aber nicht zu unheimliche Stimmung hingegen genau meinen Nerv getroffen. Ich lese zwar gerne Thriller, finde sie aber oft zu blutig oder gruselig.</p>



<p>Die Auflösung schließlich fand ich solide. Es gab ein paar Überraschungen, aber keine allzu unerwarteten Wendungen und das meiste fügt sich stimmig ineinander. Gleichzeitig sollte man über manche Details vielleicht nicht zu genau nachdenken, da nicht alles hundertprozentig Sinn ergibt.</p>



<p>Ich habe mich auch ein wenig daran gestört, dass mehrere Vermisstenfälle an einem Ort so vergleichsweise gelassen hingenommen werden, allerdings ist das in den USA möglicherweise schon denkbar. Der Journalist Jon Billman schätzt in seinem Buch “The Cold Vanish”, dass derzeit etwa 1600 Menschen vermisst werden, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten in amerikanischen National Parks verschwunden sind. Und es gibt etliche Fälle von Wanderern, die sich bei einem vermeintlich kleinem Abstecher von einem vielbegangenen Trail tagelang verirrt haben. Da in dem Roman viele Wege rund um das Passage Inn als ziemlich anspruchsvoll beschrieben werden und die Vermissten großteils schlecht ausgerüstet und unerfahren waren, ist das also vielleicht nicht ganz so unglaubwürdig.</p>



<p>Alles in allem ein schöner Roman, den ich vielleicht als &#8222;cosy thriller&#8220; bezeichnen würde. Wer auf rasante und actionreiche Spannung hofft, wird hiermit vermutlich nicht glücklich werden, aber mir gefiel &#8222;Der Pfad&#8220; bis auf ein paar Kleinigkeiten sehr gut. Und er hat mir Lust darauf gemacht von Megan Miranda noch mehr zu lesen.</p>
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		<title>Liz Moore &#8211; The God of the Woods</title>
		<link>https://neyasha.at/2025/09/28/liz-moore-the-god-of-the-woods/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2025 10:13:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimi/Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Penguin Random Houseungekürztes Hörbuch; gelesen von Saskia Maarleveld Im August 1975 verschwindet die 13jährige Barbara Van Laar aus dem Ferienlager &#8222;Camp Emerson&#8220; in den Adirondack Mountains. Das Camp gehört ihrer wohlhabenden Familie, die auch das umliegende Land besitzen. Barbaras Verschwinden weckt Erinnerungen an einen anderen Vermisstenfall im Jahr 1961. Damals verschwand ihr Bruder&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="450" height="450" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/godofthewoods-1.jpg" alt="" class="wp-image-12985" style="width:266px;height:auto" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/godofthewoods-1.jpg 450w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/godofthewoods-1-300x300.jpg 300w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/godofthewoods-1-150x150.jpg 150w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/godofthewoods-1-70x70.jpg 70w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></figure></div>


<p><em>erschienen bei <a href="https://www.penguinrandomhouse.com/books/676637/the-god-of-the-woods-by-liz-moore/">Penguin Random House</a></em><br><em>ungekürztes Hörbuch; gelesen von Saskia Maarleveld</em></p>



<p>Im August 1975 verschwindet die 13jährige Barbara Van Laar aus dem Ferienlager &#8222;Camp Emerson&#8220; in den Adirondack Mountains. Das Camp gehört ihrer wohlhabenden Familie, die auch das umliegende Land besitzen. Barbaras Verschwinden weckt Erinnerungen an einen anderen Vermisstenfall im Jahr 1961. Damals verschwand ihr Bruder Bear und wurde nie gefunden. Noch dazu ist ein aus dem Gefängnis geflohener Mörder in der Gegend unterwegs und schon 1961 gingen Gerüchte um, dass er etwas mit Bears Verschwinden zu tun hatte.</p>



<p>&#8222;The God of the Woods&#8220; ist teils ein Krimi, teils aber auch ein Gesellschafts-/Familiendrama. Die Handlung wechselt zwischen den Jahren 1961 und 1975 und springt viel zwischen den Zeiten und Perspektiven. Das fand ich anfangs ein bisschen verwirrend (beim Hörbuch wohl noch mehr), aber bald konnte ich die verschiedenen Personen auseinandersortieren und fand mich gut in das Buch ein. Die Ereignisse werden aus vielen Perspektiven beleuchtet, die alle nur einen kleinen Teil der Wahrheit enthüllen. Dadurch gibt es viele Verdachtsmomente und falsche Fährten und die einzelnen Fäden werden nur allmählich zu einem Ganzen zusammengeführt. Das fand ich sehr spannend, zumal ich fast alle Perspektiven sehr interessant zu lesen fand. </p>



<p>Liz Moore lässt sich zunächst viel Zeit, um die Figuren und ihre Beziehungen zueinander vorzustellen. Wir lernen Barbara kennen, die gegen ihre Eltern rebelliert, ihre Mutter Alice Van Laar kennen, die in einer unglücklichen Ehe gefangen ist, die resolute TJ, die das Camp leitet und eine ganze Reihe von weiteren Personen. Eher spät wird die junge Ermittlerin Judyta Luptack eingeführt, eine der ersten Frauen bei der Polizei in der Region. Mit ihr konzentriert sich die Handlung nun mehr auf den Kriminalfall und die Ermittlungen, auch wenn der Roman weiterhin sehr charakterzentriert bleibt. Judyta war eine meiner liebsten Perspektiven &#8211; sie ist sehr auf den Fall fokussiert und darauf sich unter ihren männlichen Kollegen zu beweisen, kämpft daneben aber auch damit sich von ihrer Familie abzunabeln. Mit ihr konnte ich mich wohl von allen am besten identifizieren und ich fand es schön ihre Entwicklung mitzuverfolgen.</p>



<p>Liz Moore spricht neben dem Thema um weibliche Selbstbestimmung, das viele der Perspektiven auf unterschiedlichste Weise durchzieht, auch Machtmissbrauch und Privilegien sowie soziale Ungerechtigkeit an. Und auch, wenn der Roman in den 60er und 70er Jahren angesiedelt ist und vieles natürlich auch in dieser Zeit verhaftet ist, sind diese Themen doch noch immer aktuell und lassen sich auch (leider) auf die Gegenwart übertragen.</p>



<p>Sehr schön fand ich auch die atmosphärische Beschreibung der Adirondacks, auch wenn ich mir von einem Buch mit diesem Titel fast noch etwas mehr Wildnis und düster-mysteriöse Wälder erwartet hätte.</p>



<p>Die Auflösung schließlich ist in einigen Aspekten überraschend und prinzipiell auch in sich stimmig, hat mich aber trotzdem nicht ganz zufriedengestellt. Anette hat dazu <a href="https://nettebuecherkiste.wordpress.com/2025/09/05/liz-moore-the-god-of-the-woods-kurzbesprechung-und-spoilerischer-kurzrant/">in ihrer Rezension</a> mehr geschrieben. Wer also nicht vor Spoilern zurückschreckt, kann bei ihr nachlesen, was die problematischen Aspekte der Auflösung sind. Ich kann ihr da in allem nur zustimmen.</p>



<p>Fazit: Insgesamt ein sehr fesselndes Buch, das relevante Themen anspricht und mit den Geheimnissen, die nach und nach aufgedeckt werden, sehr gut die Spannung hält, obwohl es mehr character- als plot-driven ist. Nur das Ende fand ich nicht ganz so gelungen.<br></p>
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		<title>Wolf Harlander &#8211; Partikel</title>
		<link>https://neyasha.at/2025/05/29/wolf-harlander-partikel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 May 2025 11:40:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimi/Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Printfassung erschienen bei rowohlt, Hörbuch im Argon-Verlagungekürzt; gelesen von Uve Teschner Nach einem Frachtschiffunglück häufen sich tonnenweise Plastikpartikel an den Küsten im Mittelmeerraum und führen zu einer Debatte über Mikroplastik und seine gesundheitlichen Folgen. Die Journalistin Melissa recherchiert zu dieser Problematik und stößt dabei auf die Firma Cyaclean, die das Plastikproblem zu lösen verspricht. Aber&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="700" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/05/partikel-700x700.jpg" alt="" class="wp-image-12915" style="width:230px;height:auto" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/05/partikel-700x700.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/05/partikel-300x300.jpg 300w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/05/partikel-150x150.jpg 150w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/05/partikel-768x768.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/05/partikel-70x70.jpg 70w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/05/partikel.jpg 788w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure></div>


<p><em>Printfassung erschienen bei <a href="https://www.rowohlt.de/buch/wolf-harlander-partikel-9783499011351">rowohlt</a>, Hörbuch im <a href="https://www.argon-verlag.de/hoerbuch/wolf-harlander-partikel-9783732473465">Argon-Verlag</a><br>ungekürzt; gelesen von Uve Teschner</em></p>



<p>Nach einem Frachtschiffunglück häufen sich tonnenweise Plastikpartikel an den Küsten im Mittelmeerraum und führen zu einer Debatte über Mikroplastik und seine gesundheitlichen Folgen. Die Journalistin Melissa recherchiert zu dieser Problematik und stößt dabei auf die Firma Cyaclean, die das Plastikproblem zu lösen verspricht. Aber dann wird für Melissa das Thema persönlicher, als sie ursprünglich gedacht hätte: Ihre Nichte hat ein bösartiges Karzinom in der Leber, möglicherweise ausgelöst durch Mikroplastik im Blut.</p>



<p>Mit Partikel legt Wolf Harlander einen Ökothriller vor, der sich eines hochaktuellen Themas annimmt: der globalen Plastikvermüllung und ihren kaum abzuschätzenden Folgen für Mensch und Umwelt. Mir war teilweise nicht ganz klar, wieviel an dem Roman Tatsache und wieviel Dystopie ist, aber vermutlich ist er realer als uns lieb ist. </p>



<p>Die Verbindung aus ökologischer Katastrophe und journalistischer Spurensuche fand ich sehr fesselnd. Vor allem Melissas Perspektive als Reporterin bietet einen interessanten Zugang zur Thematik. Ich fand es sehr schön, wie ihre Recherchen mit einem eher kleinen, kuriosen Ereignis beginnen und dann immer größere Kreise ziehen. Neben ihr sind zwei BND-Ermittler damit beschäftigt das Frachtschiffunglück zu untersuchen und stellen dabei ebenfalls fest, dass es hier größere Zusammenhänge gibt, als sie anfangs vermutet hätten. Denn mit Mikroplastik bzw. mit der Entsorgungsproblematik lassen sich Millionen verdienen.</p>



<p>Leider wirkt die Krankheitsgeschichte um Melissas kleine Nichte Zoe stellenweise überzeichnet. Anfangs hat mir diese persönliche Verknüpfung gut gefallen, aber als sich die Ereignisse überschlagen, verliert Zoes Geschichte durch die inszenierte Dramatik an Wirkung. Wenn Harlander hier nicht so viel &#8222;Action&#8220; mit eingebaut hätte, hätte dieser Erzählstrang für mich deutlich besser funktioniert. So wird die Glaubwürdigkeit manchmal doch arg strapaziert; zumal die Motive und Handlungen der &#8222;Bösen&#8220; für mich teilweise keinen Sinn ergeben haben.</p>



<p>Dennoch war &#8222;Partikel&#8220; für mich ein lesenswerter Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch wachrüttelt. Harlander zeigt eindrucksvoll, wie nahe die ökologische Katastrophe bereits an unsere Lebensrealität gerückt ist – und wie dringlich es ist, sich damit auseinanderzusetzen. Ein spannender Thriller mit sehr aktueller Thematik, der nur manchmal etwas übers Ziel hinausschießt.</p>



<p></p>
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		<title>Anthony McCarten &#8211; Going Zero</title>
		<link>https://neyasha.at/2025/04/01/anthony-mccarten-going-zero/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Apr 2025 14:46:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimi/Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Diogenes ungekürzt gelesen von Johann von Bülow Die Bibliothekarin Kaitlyn Day nimmt zusammen mit neun anderen Personen am Betatest von &#8222;Fusion&#8220;, einem Projekt des Social-Media-Moguls Cy Baxter und der CIA teil. Wer es schafft für 30 Tage unauffindbar zu bleiben, erhält als Belohnung 3 Millionen Dollar. Ein lukratives Ziel, doch Baxters Überwachungsmethoden zu&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="803" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/04/goingzero-1.jpg" alt="" class="wp-image-12889" style="width:302px;height:auto" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/04/goingzero-1.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/04/goingzero-1-300x300.jpg 300w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/04/goingzero-1-700x703.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/04/goingzero-1-150x150.jpg 150w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/04/goingzero-1-768x771.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/04/goingzero-1-70x70.jpg 70w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p><em>erschienen bei <a href="https://www.diogenes.ch/leser/titel/anthony-mccarten/going-zero-gesprochen-von-johann-von-buelow-9783257694642.htmlarten/going-zero-9783257071924.html">Diogenes</a></em></p>



<p><em>ungekürzt gelesen von Johann von Bülow</em></p>



<p>Die Bibliothekarin Kaitlyn Day nimmt zusammen mit neun anderen Personen am Betatest von &#8222;Fusion&#8220;, einem Projekt des Social-Media-Moguls Cy Baxter und der CIA teil. Wer es schafft für 30 Tage unauffindbar zu bleiben, erhält als Belohnung 3 Millionen Dollar. Ein lukratives Ziel, doch Baxters Überwachungsmethoden zu entkommen, stellt sich für alle als schwieriger heraus als gedacht. Und für Kaitlyn geht es um mehr als nur Geld.</p>



<p> Wie gläsern sind wir bereits? Spätestens seit Edward Snowdens Enthüllungen wurde ein Ausmaß an Überwachung unter dem Deckmantel der Sicherheit bekannt, wie man es kaum für möglich gehalten hätte. Der neuseeländische Autor Anthony McCarten setzt dem noch eins drauf und entwirft mit &#8222;Worldshare&#8220; ein Unternehmen von dystopischen Ausmaßen. Kopf des ganzen ist Cy Baxter, ein Nerd und Außenseiter, der einen beispiellosen Aufstieg hingelegt hat. Mit dem Projekt &#8222;Going Zero&#8220; möchte er die CIA von seinem Überwachungsdienst Fusion überzeugen. Alles natürlich im Dienste der nationalen Sicherheit &#8211; Fusion soll der Prävention von Verbrechen und dem Aufspüren von Kriminellen dienen. Zehn Personen (Zero 1 bis Zero 10) versuchen bei dem Projekt für einen Monat unterzutauchen, ohne dabei von Worldshare aufgespürt zu werden. Dabei bedienen sie sich unterschiedlichster Strategien, aber es wird schnell klar, wie schwer es ist sich der digitalen Überwachung zu entziehen. Selbst wer auf alle digitalen Geräte verzichtet, kann noch immer über Bekannte, Verwandte oder Überwachsungskameras aufgespürt werden. Denn Worldshare und sein vielköpfiges Team können vom typischen Gehmuster eines Menschen bis hin zu Einkaufsvorlieben alles analysieren und die kleinste Unachtsamkeit führt dazu, dass ein weiterer Zero auffliegt. Ich fand es spannend zu lesen, wie die einzelnen Testpersonen versuchen unter dem Radar zu bleiben und welche kleinen Fehler sie dann teilweise doch verraten. </p>



<p>Da unter den Zeros auch IT-Profis sind, die es verstehen ihre Spuren zu verwischen, kann Cy Baxter es kaum fassen, dass ausgerechnet eine junge Bibliothekarin sich als die härteste Nuss herausstellt. Aber Kaitlyn treibt eine Mission an, die erst spät in der Handlung klar wird. Bis dahin kommt es zu einigen interessanten Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte, auch wenn sich für mich zu Beginn schon einige Irritationen ergeben haben. Zu dem Zeitpunkt hielt ich sie noch für Schlampigkeitsfehler, ehe mir klar wurde, dass damit bereits frühe Spuren gelegt wurden.</p>



<p>Neben dem Plot bleiben die Figuren ein bisschen auf der Strecke und erhalten nicht sehr viel Tiefe, was aber durchaus genretypisch ist. Cy Baxter ist ohne Zweifel an Elon Musk und Mark Zuckerberg angelehnt und mag beim Entstehen des Romans noch als Überzeichnung gedacht gewesen sein, wurde mittlerweile aber von der Realität eingeholt. Jegliche Zweifel, ob Baxters Einfluss zu groß ist oder er sich zuviel erlauben kann, können wohl mit Musks Regierungsbeteiligung ad acta gelegt werden. Gerade das macht das im Buch dargestellte Gefahrenpotential des gläsernen Menschen umso erschreckender. McCarten spricht die zentralen Themen rund um Überwachung und Privatsphäre sehr kritisch an und malt dabei auch ein ziemlich pessimistisches Bild einer möglicherweise schon nicht mehr so fernen Zukunft.</p>



<p>&#8222;Going Zero&#8220; ist ein rasanter Thriller mit einem hochaktuellen Thema, der sich schnell liest und dabei auch zum Nachdenken anregt. McCarten gibt ein paar Hoffnungsschimmer mit auf den Weg, aber am Ende blieb bei mir doch ein recht unbehagliches Gefühl zurück.</p>
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		<title>[Kurzrezensionen] Drei solide Krimis mit Schwächen</title>
		<link>https://neyasha.at/2024/07/17/kurzrezensionen-krimis/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jul 2024 18:06:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimi/Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[John Bude &#8211; Mord in Cornwall Unter dem Pseudonym John Bude verfasste der Brite Ernest Carpenter Elmore in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehr als 30 Kriminalromane. Bei Klett-Cotta wurden in den letzten Jahren einige davon auf Deutsch neu aufgelegt; den Anfang machte &#8222;Mord in Cornwall&#8220;: In einem Fischerdorf an der Küste von Cornwall&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">John Bude &#8211; Mord in Cornwall</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/mordincornwall.jpeg" alt="" class="wp-image-12596" width="203" height="335" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/mordincornwall.jpeg 600w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/mordincornwall-182x300.jpeg 182w" sizes="auto, (max-width: 203px) 100vw, 203px" /></figure></div>


<p>Unter dem Pseudonym John Bude verfasste der Brite Ernest Carpenter Elmore in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehr als 30 Kriminalromane. Bei Klett-Cotta wurden in den letzten Jahren einige davon auf Deutsch neu aufgelegt; den Anfang machte &#8222;Mord in Cornwall&#8220;: In einem Fischerdorf an der Küste von Cornwall wird in einer stürmischen Nacht Richter Julius Tregarthan ermordet in seinem Haus aufgefunden. Daraufhin machen sich Reverend Dodd und Polizeiinspektor Bigswell gemeinsam an die Aufklärung des Verbrechens.</p>



<p>Ein schöner <em>cosy crime</em> aus dem britischen &#8222;Goldenen Zeitalter&#8220; der Kriminalliteratur. Es werden viele Fragen aufgeworfen und bei genauerer Betrachtung scheinen immer mehr Beteiligte ein Motiv für den Mord zu haben. Das Erzähltempo ist gemütlich, aber man muss trotzdem aufmerksam bleiben, um keinen von den Hinweisen zu verpassen, zumal die Ermittlungen zeitweise etwas ziellos wirken. Sehr gut hat mir die weitgehend wertschätzende Zusammenarbeit zwischen dem Hobbydetektiv Reverend Dodd, der wertvolles Wissen zu den Verdächtigen mit einbringt, und dem Inspektor gefallen. Die Auflösung kam am Ende etwas überraschend und ist für alle, die beim Lesen mitraten wollen, fast unmöglich zu erraten, aber ich fand sie in sich stimmig. Alles in allem trotz einiger Schwächen ein unterhaltsamer Krimi. </p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Lenz Koppelstätter &#8211; Bei den Tannen</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/beidentannen.jpg" alt="" class="wp-image-12597" width="203" height="309" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/beidentannen.jpg 520w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/beidentannen-197x300.jpg 197w" sizes="auto, (max-width: 203px) 100vw, 203px" /></figure></div>


<p>Die Serie um den Südtiroler Commissario Grauner weist für mich ständige Höhen und Tiefen auf. Einige der Bände konnten mich nur wenig überzeugen, aber da ich in den letzten Jahren ein paarmal in Südtirol war und es für mich schon fast eine Tradition ist ein Buch von Lenz Koppelstätter zu lesen, wenn ich dort bin, setze ich die Serie doch immer wieder fort. Nach dem eher schwachen Vorgängerband gefiel mir &#8222;Bei den Tannen&#8220; nun auch wieder besser. Diesmal geht es ins Sarntal, wo in einem Restaurant eine berühmte Gourmetkritikerin vergiftet wird. Im Zuge seiner Ermittlungen stößt Grauner nicht nur auf eine Wand aus Aberglauben, sondern auch auf eine traurige Familiengeschichte.</p>



<p>Die Landschaft ist hier wieder einmal sehr stimmungsvoll beschrieben und könnte fast als heimliche Protagonistin bezeichnet werden. Schön fand ich auch, dass das Team rund um Grauner nach den tragischen Ereignissen des vorigen Bandes nun allmählich wieder zu sich findet. Der Kriminalfall selbst ist allerdings etwas konfus und nachdem sich das eigentliche Mordmotiv aufgrund eines Hinweises schon sehr früh andeutet, kommt die tatsächliche Auflösung dann etwas plötzlich und ist einigermaßen unspektakulär. Ein solider Band in der Reihe, die aber insgesamt etwas an Schwung verloren hat.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Hannah Häffner &#8211; Nordsee-Nacht</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/nordseenacht-700x1048.jpg" alt="" class="wp-image-12598" width="195" height="292" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/nordseenacht-700x1048.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/nordseenacht-200x300.jpg 200w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/nordseenacht-768x1149.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/nordseenacht-1026x1536.jpg 1026w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/nordseenacht-1368x2048.jpg 1368w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/nordseenacht-800x1197.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/nordseenacht.jpg 1476w" sizes="auto, (max-width: 195px) 100vw, 195px" /></figure></div>


<p>Dieser Krimi und die Autorin waren für mich ein völliger Zufallsfund. Ich bin darauf aufmerksam geworden, als ich eine ganze Reihe von Büchern <a href="https://neyasha.at/2024/06/16/lesesonntag-mit-konstanze-im-juni-2024/">im Lesehotel angelesen habe</a>. Bei diesem habe ich mich festgelesen und es nach der Abreise in der Bücherei ausgeborgt.</p>



<p>In den 80er Jahren verschwindet die kleine Friederike spurlos von einem Ferienlager im Küstenort Hulthave. Kommissar Wedeland ermittelt vergeblich und muss den Fall schließlich zu den Akten legen. Als 25 Jahre später am Strand eine Frau mit Gedächtnisverlust gefunden wird, kommen schnell Gerüchte auf, es handle sich bei ihr um Friederike. Der inzwischen pensionierte Wedeland und die Betreuerin Sascha, die sich die Schuld an dem Verschwinden des Mädchens gibt, kehren daraufhin nach Hulthave zurück, um endlich den Fall abschließen zu können.</p>



<p>Obwohl ich gern über &#8222;cold cases&#8220; lese, hat für mich in diesem Krimi der Beginn im Jahr 1987 deutlich besser funktioniert als der 2. Teil, in dem der Fall nochmal aufgenommen wird. Der Zeitsprung ist insofern interessant, weil er einen Blick darauf wirft, wie das Leben der Personen, die in den Fall Friederike verwickelt waren, von den Geschehnissen damals beeinflusst wurde. Allerdings entsteht rückblickend der Eindruck, dass die damaligen Ermittlungen viel zu früh aufgegeben wurden und so hinterlässt die späte Aufklärung einen schalen Nachgeschmack. Auch in der Gegenwart bleiben die beteiligten Personen lange Zeit zu passiv, was dazu führt, dass sich am Ende die Ereignisse überschlagen und die Auflösung sehr überhastet wirkt. Obwohl die wichtigsten Fragen geklärt werden, hatte ich doch das Gefühl, dass zu vieles in der Schwebe bleibt.</p>
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		<title>Line Holm und Stine Bolther &#8211; Gefrorenes Herz</title>
		<link>https://neyasha.at/2024/07/03/line-holm-und-stine-bolther-gefrorenes-herz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jul 2024 21:24:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimi/Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Heyne Als in Kopenhagen der Generalsekretär des Roten Kreuzes ermordet aufgefunden wird, tappt das Ermittlerteam Mikael Dirk und Frederik Dahlin bei der Aufklärung des Verbrechens im Dunkeln &#8211; bis die Historikerin Maria Just, die für das Polizeimuseum eine Ausstellung zum Thema ungelöste Mordfälle vorbereitet, eine Verbindung zu einem lange zurückliegenden Doppelmord entdeckt. Gemeinsam&#8230;]]></description>
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<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/gefrorenesherz-700x1069.jpg" alt="" class="wp-image-12589" width="169" height="258" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/gefrorenesherz-700x1069.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/gefrorenesherz-196x300.jpg 196w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/gefrorenesherz-768x1173.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/gefrorenesherz.jpg 797w" sizes="auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px" /></figure></div>


<p><a href="https://www.penguin.de/Paperback/Gefrorenes-Herz/Line-Holm/Heyne/e591784.rhd"><em>erschienen bei Heyne</em></a></p>



<p>Als in Kopenhagen der Generalsekretär des Roten Kreuzes ermordet aufgefunden wird, tappt das Ermittlerteam Mikael Dirk und Frederik Dahlin bei der Aufklärung des Verbrechens im Dunkeln &#8211; bis die Historikerin Maria Just, die für das Polizeimuseum eine Ausstellung zum Thema ungelöste Mordfälle vorbereitet, eine Verbindung zu einem lange zurückliegenden Doppelmord entdeckt. Gemeinsam stoßen die drei auf ein dunkles Kapitel der dänischen Geschichte.</p>



<p>Auf &#8222;Gefrorenes Herz&#8220; bin ich aufmerksam geworden, da ich &#8222;cold cases&#8220; mag und die Einbindung des Polizeimuseums spannend klang. Tatsächlich fand ich auch den Handlungsstrang um Maria Just und ihre Recherchen am interessantesten. Bis die Wege von ihr und den beiden Ermittlern sich kreuzen und sie ihre Erkenntnise austauschen können, dauert es allerdings lange und so tappen die drei für eine Weile ziemlich im Dunkeln. Das führt bei Mikael und Dirk dazu, dass sich gewisse Längen einschleichen, zumal deren jeweiligen persönlichen Probleme für meinen Geschmack auch zu viel Raum einnehmen. Mikael Dirk, der ältere der beiden, der Neuem gegenüber nur wenig aufgeschlossen ist, kämpft damit, dass seine Ehe gescheitert ist und er keinen Kontakt mehr zu seinem Sohn hat. Frederik Dahlin ist unkonventioneller, begeistert sich für neue Technologien und scheint alles etwas zu leicht zu nehmen. Auch bei ihm kriselt es aber in der Beziehung und er führt kein so sorgloses Leben, wie es den Anschein hat. </p>



<p>Seit einiger Zeit bekommen die persönlichen Probleme von Ermittlern und Ermittlerinnen sehr viel Raum in Krimis und so war es auch hier. Ob man das mag, ist natürlich Geschmacksache &#8211; ich persönlich bin davon meistens kein großer Fan. Viel interessanter fand ich es, wie die beiden sehr unterschiedlichen Kriminalbeamten, die für diesen Fall erstmals miteinander arbeiten, sich allmählich zusammenraufen. Als schließlich Maria Just mit ihnen Kontakt aufnimmt, entsteht eine spannende Dynamik zwischen den dreien. Ich würde die Wege dieses Dreiergespanns gern noch weiter verfolgen und so könnte ich mir vorstellen, dass ich auch zum Folgeband &#8222;Brennender Zorn&#8220; greifen werde.</p>



<p>Was den Kriminalfall betrifft, so entwickelt sich dieser in eine interessante Richtung und bringt auch einige Gesellschaftskritik mit hinein. Leider wurde es zum Ende hin etwas zuviel (effektheischende) Action und das Motiv konnte mich auch nicht ganz überzeugen. Mord war für mich nicht ganz der logische Weg, auch wenn ich die Auflösung als gesamtes stimmig fand.</p>



<p>Fazit: Ein Serienauftakt mit originellen Ideen und einem gut konstruierten Kriminalfall, der für mich aber auch einige Schwächen aufwies. Kein Highlight, aber solide Unterhaltung.</p>
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		<title>[Kurzrezensionen] Dunkle Dörfer, schwedische Schären und sommerliche Strände</title>
		<link>https://neyasha.at/2023/10/22/kurzrezensionen-dunkle-doerfer-schwedische-schaeren-und-sommerliche-straende/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Oct 2023 09:09:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi/Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Normalerweise fasse ich bei meinen Kurzrezensionen ganz gern Bücher zusammen, die thematisch oder vom Genre her zusammenpassen. Da mir das dieses Mal gar nicht gelingt (die Bücher, die bei mir noch auf eine Rezension warten, sind eine sehr bunte Mischung), gibt es als gemeinsamen Bogen wenigstens Alliterationen im Beitragstitel. 😉 Lenz Koppelstätter &#8211; Das dunkle&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Normalerweise fasse ich bei meinen Kurzrezensionen ganz gern Bücher zusammen, die thematisch oder vom Genre her zusammenpassen. Da mir das dieses Mal gar nicht gelingt (die Bücher, die bei mir noch auf eine Rezension warten, sind eine sehr bunte Mischung), gibt es als gemeinsamen Bogen wenigstens Alliterationen im Beitragstitel. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<h2 class="wp-block-heading">Lenz Koppelstätter &#8211; Das dunkle Dorf</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/10/dunkledorf-700x1064.jpg" alt="" class="wp-image-12228" width="158" height="240" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/10/dunkledorf-700x1064.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/10/dunkledorf-197x300.jpg 197w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/10/dunkledorf-768x1168.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/10/dunkledorf-1010x1536.jpg 1010w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/10/dunkledorf-1347x2048.jpg 1347w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/10/dunkledorf-800x1216.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/10/dunkledorf.jpg 1476w" sizes="auto, (max-width: 158px) 100vw, 158px" /></figure></div>


<p>Im sechsten Fall für Commissario Grauner geht es in das winterliche Grödental, wo in einem Hotel ein Toter gefunden wird. Als wäre das nicht schon genug, ist auch noch Grauners Tochter Sara verschwunden und Ispettore Saltapepe wird von seiner Vergangenheit eingeholt.</p>



<p>Obwohl ich kein großer Fan von Krimis mit Mafiathematik bin, habe ich darauf gewartet, dass diese in einem von Koppelstätters Krimis aufgegriffen wird. Schließlich wurde Ispettore Saltapepe zu Beginn der Krimireihe aufgrund von Konflikten mit der Mafia von Neapel nach Bozen versetzt. Ich fand es sehr spannend und beklemmend, als für Saltapepe klar wird, dass er auch in Bozen nicht länger sicher ist. Trotzdem hat &#8222;Das dunkle Dorf&#8220; für mich nicht recht funktioniert. Ich fand es schade (und auch irritierend), dass gerade in diesem Band, der so viel mit Saltapepes Vergangenheit zu tun hat, der Ispettore nur ganz selten die Perspektive bekommt. Zudem hat mich das starke Einbeziehen von Grauners Familie etwas genervt. Für mich hätte es gereicht, wenn in dem Fall <em>einer</em> der beiden Ermittler persönlich involviert ist. So war es mir etwas zu viel des Guten. Beim nächsten Fall hoffen ich wieder auf einen klassischen Krimi &#8211; und auf mehr von Grauners Assistentin Silvia Tappeiner, die mir immer sympathischer wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kristina Hauff &#8211; In blaukalter Tiefe</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/10/blaukalt.jpg" alt="" class="wp-image-12229" width="156" height="255" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/10/blaukalt.jpg 278w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/10/blaukalt-184x300.jpg 184w" sizes="auto, (max-width: 156px) 100vw, 156px" /></figure></div>


<p>Jahrelang waren Caroline und Andreas so von ihrer Karriere vereinnahmt, dass ihre Ehe dabei auf der Strecke blieb. Nun soll ein Segeltörn in die schwedischen Schären ihre Beziehung wieder vertiefen. Als Andreas kurzentschlossen seinen jungen Anwaltskollegen Daniel und dessen Freundin Tanja mit einlädt, kommt es schnell zu Spannungen, die durch den undurchschaubaren Skipper Eric noch verschärft werden. Als das Segelboot in einen Sturm gerät, eskaliert die Situation.</p>



<p>&#8222;In blaukalter Tiefe&#8220; ist ein psychologischer Thriller und ein Kammerspiel. Fünf sehr unterschiedliche Persönlichkeiten auf einem Segelboot &#8211; da brodelt es nicht nur unter der Oberfläche. Bald kommt es zu gefährlichen Machtspielen: zwischen Caroline und Andreas, die die anderen in ihre Beziehungsprobleme mit hineinziehen, aber auch zwischen Andreas und Daniel, der auf eine Beförderung hofft und sich die Frage stellen muss, wie weit er für seine Karriere gehen würde. Mir hat der Roman sehr gut gefallen; die Atmosphäre auf dem engen Segelboot und die komplexen Beziehungen zwischen den Figuren werden anschaulich beschrieben. Ich hätte mir eine etwas subtilere Figurenzeichnung gewünscht, da sie stellenweise klischeehaft ausfallen, aber das hat die Lektüre nur wenig beeinträchtigt. Am Ende gibt es noch einige interessante Wendungen, die zu einem stimmigen Abschluss führen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Alexander Oetker &#8211; Sonntags am Strand</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/10/sonntagsamstrand.jpg" alt="" class="wp-image-12230" width="172" height="281" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/10/sonntagsamstrand.jpg 612w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/10/sonntagsamstrand-184x300.jpg 184w" sizes="auto, (max-width: 172px) 100vw, 172px" /></figure></div>


<p>Es ist Ferragosto, der 15. August, und am Strandabschnitt von Enzo tummeln sich zahlreiche Stammgäste: ein junges Ehepaar, dessen Vorstellungen von einem gelungenen Sonntag stark auseinandergehen, ein schon älteres Ehepaar, das sich nicht mehr viel zu sagen hat, deren Teenagersohn, ein wortkarger Fischer und die alte Dame Signora Ada. </p>



<p>In diesem Roman entsteht eine Momentaufnahme ihres Lebens, da sie sich jeweils gerade an einem Wendepunkt befinden. Zusammengehalten wird das alles durch den Strandkiosk von Enzo, der schon seit Jahrzehnten seine Gäste mit Liegen, Sonnenschirmen, Getränken und Essen versorgt. &#8222;Sonntags am Strand&#8220; ist ein Wohlfühlroman, in dem auch eine gewisse Melancholie mitschwingt. Ich hatte damit eine schöne Lesezeit, hätte ihn aber noch besser gefunden, wenn ein paar der Geschichten auch einfach offen geblieben wären. So kamen mir manche Entwicklungen etwas überhastet und stark vereinfacht vor &#8211; was schade ist, da Alexander Oetker zunächst durchaus komplexe Probleme und Lebensgeschichten schildert. Möglicherweise wollte der Autor hier etwas zu viel auf zu wenigen Seiten (gerade einmal 150) unterbringen. Trotzdem eine leichtfüßig erzählte Sommergeschichte, die mir viel Freude gemacht hat.</p>



<p></p>
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		<title>Isabella Archan &#8211; Die Mördermitzi und der Sensenmann</title>
		<link>https://neyasha.at/2023/04/29/isabella-archan-die-moerdermitzi-und-der-sensenmann/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Apr 2023 10:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimi/Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Mitzi Schlager scheint Verbrechen magisch anzuziehen. Auf diese Weise hat sie vor ein paar Jahren auch die Kriminalbeamtin Agnes Kirschnagel kennengelernt, die inzwischen ihre engste Freundin ist. Als in Kufstein die sterblichen Überreste einer lange verschollenen Ausreißerin entdeckt werden, finden sich Zusammenhänge zu einem anderen Fall. Schnell befürchten die beiden Freundinnen, dass es sich um&#8230;]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="840" data-id="11306" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/02/20230104_204553-1-700x840.jpg" alt="" class="wp-image-11306" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/02/20230104_204553-1-700x840.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/02/20230104_204553-1-250x300.jpg 250w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/02/20230104_204553-1-768x921.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/02/20230104_204553-1-1280x1536.jpg 1280w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/02/20230104_204553-1-1707x2048.jpg 1707w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/02/20230104_204553-1-800x960.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="909" data-id="11307" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/02/20230104_204943-1-700x909.jpg" alt="" class="wp-image-11307" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/02/20230104_204943-1-700x909.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/02/20230104_204943-1-231x300.jpg 231w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/02/20230104_204943-1-768x997.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/02/20230104_204943-1-1183x1536.jpg 1183w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/02/20230104_204943-1-1577x2048.jpg 1577w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/02/20230104_204943-1-800x1039.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/02/20230104_204943-1-scaled.jpg 1971w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure>
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<p>Mitzi Schlager scheint Verbrechen magisch anzuziehen. Auf diese Weise hat sie vor ein paar Jahren auch die Kriminalbeamtin Agnes Kirschnagel kennengelernt, die inzwischen ihre engste Freundin ist. Als in Kufstein die sterblichen Überreste einer lange verschollenen Ausreißerin entdeckt werden, finden sich Zusammenhänge zu einem anderen Fall. Schnell befürchten die beiden Freundinnen, dass es sich um einen Serienmörder handelt. </p>



<p>Dieses Buch habe ich bei meinem <a href="https://neyasha.at/2023/01/15/streifzuege-jaenner-in-innsbruck/">Urlaub in Innsbruck</a> als Blind Date gekauft, da die Beschreibung mich angesprochen hat. Als ich es ausgepackt habe, war ich erst einmal wenig begeistert, da ich zu einem Buch mit diesem Titel wohl nie gegriffen hätte &#8211; und noch dazu handelt es sich um den vierten Teil einer Krimireihe. Umso mehr hat sich dieser Zufallsfund gelohnt, da ich das Buch sehr gern mochte und ich mir gut vorstellen kann auch die Vorgängertitel zu lesen. Ich hatte nie das Gefühl, als würden mir die vorigen Bände zum Verständnis dieses Krimis fehlen, aber es gibt doch genug Hinweise auf die Vergangenheit, die mich neugierig gemacht haben.</p>



<p>Das besondere an diesem Buch sind vor allem die beiden Protagonistinnen: Agnes wurde von ihrem Vorgesetzten wegen ihrer fortgeschrittenen Schwangerschaft zu Schreibtischarbeit verdonnert, was sie überhaupt nicht erfreut, sie aber nicht davon abhält sich mit Feuereifer auf die Ermittlungen zu stürzen. Eine schwangere, aber äußerst kompetente Ermittlerin &#8211; das fand ich mal erfrischend anders, zumal Agnes mir sehr sympathisch war. Mit Mitzi tat ich mir ein wenig schwerer, da ich sie für ihr Alter (Anfang 30) als seltsam altmodisch und naiv sowohl in Ausdrucksweise als auch Verhalten empfand. Aber angesichts ihrer Vergangenheit ist das wiederum passend: Als Kind hat Mitzi durch eine eigene unbedachte Handlung ihre Eltern verloren, was ihr den grausamen Spottnamen &#8222;Mördermitzi&#8220; einbrachte. Sie wuchs daraufhin bei ihren Großeltern auf und kämpft als Erwachsene sichtlich noch immer mit den Ereignissen.</p>



<p>Die Freundschaft zwischen den beiden ungleichen Frauen kommt in dem Krimi schön heraus, und die Art und Weise, wie Mitzi in den Fall involviert wird, fand ich auch passend. Der Kriminalfall selbst ist spannend und auch nicht zu überzogen. Bei Serienmorden in einem Regionalkrimi war ich zunächst etwas skeptisch, aber die Fälle wirken so, als könnten sie sich tatsächlich so in Österreich ereignet haben.</p>



<p>Es gab nur zwei Sachen, die mich ein wenig gestört haben: Die Figuren kommen aus unterschiedlichen Bundesländern, verwenden aber alle dieselben sehr generisch wirkenden Dialektwörter. Es kommt mir ein bisschen so vor, als hätte der Verlag auf diese Weise versucht, einerseits den österreichischen Regionalcharakter hervorzustreichen, es aber andererseits noch verdaulich für ein deutsches Publikum zu halten. Für mich klang es ziemlich gekünstelt und eher &#8222;Pseudo-Österreichisch&#8220;, aber vielleicht ist es das, was von einem Regionalkrimi erwartet wird.</p>



<p>Das andere ist, dass mir der Mörder einige Kapitel vor der Auflösung klar wurde, die Autorin aber auf sehr angestrengte Weise darum bemüht ist ihn bis zuletzt geheimzuhalten. Das führt dann am Ende zu einem krampfhaften Vermeiden von Namen oder allem, was irgendwie die Identität verraten könnte. Ich weiß nicht, ob mich das auch genervt hätte, wenn für mich der Täter nicht schon sonnenklar gewesen wäre &#8211; so empfand ich das aber als etwas anstrengend.</p>



<p>Obwohl ich diesen beiden Kritikpunkten nun sehr viel Platz gewidmet habe, haben sie mir nicht das Lesevergnügen genommen. Angesichts der Tatsache, dass ich von wenigen Ausnahmen abgesehen noch nicht einmal gern Regionalkrimis lese, hat es mich wirklich überrascht, wieviel Freude ich an diesem Buch hatte. Insofern war das ein sehr erfolgreiches Blind Date!</p>
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