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	<title>Schelmenroman &#8211; Neyashas Allerlei</title>
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	<description>Vom Lesen, Schreiben und von kreativen Dingen</description>
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		<title>Jonas Jonasson &#8211; Die Analphabetin, die rechnen konnte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jun 2014 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Schelmenroman]]></category>
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					<description><![CDATA[Genre: Schelmenroman Seiten: 448 Verlag: carl&#8217;s books ISBN: 978-3570585122 Meine Bewertung: 2,5 von 5 Sternchen Nombeko, die in Südafrika in ärmlichsten Verhältnissen aufwächst, kann zwar nicht schreiben, hat aber ein Gespür für Zahlen wie keine Zweite. Der Zufall (und mehr als nur eine skurrile Wendung) will es, dass sie als Putzfrau bei einem Atomwaffentechniker landet.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;" href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2014/06/analphabetin.jpg"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2014/06/analphabetin.jpg" border="0" /></a></div>
<p>Genre: Schelmenroman<br />
Seiten: 448<br />
Verlag: carl&#8217;s books<br />
ISBN: 978-3570585122<br />
Meine Bewertung: 2,5 von 5 Sternchen</p>
<div style="text-align: justify;">Nombeko, die in Südafrika in ärmlichsten Verhältnissen aufwächst, kann zwar nicht schreiben, hat aber ein Gespür für Zahlen wie keine Zweite. Der Zufall (und mehr als nur eine skurrile Wendung) will es, dass sie als Putzfrau bei einem Atomwaffentechniker landet. Auf der anderen Seite der Welt, in Schweden, wachsen zwei Jungen heran, von denen der eine offiziell nicht existiert und der andere als einziges Ziel hat, die Monarchie zu stürzen.</div>
<div style="text-align: justify;">Als sich die Lebenswege der drei kreuzen, wird die Sache erst so richtig kompliziert &#8230;</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Vor zwei Jahren hat mich <a href="https://neyasha.at/2012/01/31/jonas-jonasson-der-hundertjahrige-der/">Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand</a> völlig begeistert und ich wünschte, ich könnte dasselbe auch von Jonassons zweitem Roman sagen. Leider kann aber der Nachfolger nicht einmal annähernd mit seinem Erstling mithalten.</div>
<div style="text-align: justify;">Das liegt zum Teil daran, dass das Konzept nun nicht mehr neu ist: Wieder lässt Jonasson mehrere Menschen durch Zufall in aberwitzige Abenteuer und über die eine oder andere bekannte Persönlichkeit stolpern. Vielleicht hätte mir die Analphabetin also besser gefallen, wenn ich sie zuerst gelesen hätte.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Aber es ist nicht alleine das Gefühl, das alles bereits schon einmal gelesen zu haben, das mir das Vergnügen an dem Roman ein wenig geraubt hat. Die Analphabetin ist schlichtweg über weite Strecken zäh zu lesen. Zum Teil liegt das an den Figuren, die mich allesamt nicht überzeugen konnten. Nombeko ist intelligent und gewitzt, kann sich aus jeder Situation herauswinden und ist im Grunde unfehlbar. Wenn etwas schief geht (und es geht einiges schief!), dann liegt das nie an ihr, sondern an der Unfähigkeit ihrer jeweiligen Wegbegleiter. Diese wiederum sind großteils so unfähig und dumm, dass sie Nombekos Intelligenz mehr als ausgleichen. Vor allem Holger Nr. 1 und Celestine haben mich irgendwann so genervt, dass ich mir händeringend gewünscht habe, der Elefant aus dem Hundertjährigen möge sich auf sie beide draufsetzen.</div>
<div style="text-align: justify;">Insgesamt waren mir also die Figuren zu extrem gezeichnet &#8211; entweder toll in allem oder unfähig in allem und das auf eine Art und Weise, dass sie mir eigentlich alle unsympathisch waren.</div>
<div style="text-align: justify;">Dafür kann Jonasson mit den Nebenfiguren punkten, angefangen von den drei Chinesenmädchen über Celestines Großmutter bis hin zum schwedischen König.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Allerdings lag es nicht nur an den Figuren, dass sich in mir stellenweise gepflegte Langeweile breitmachte. Ich hatte auch das Gefühl, dass die Handlung oft auf der Stelle trat und die Figuren nur von einem Fehlschlag zum nächsten stolperten, ohne voranzukommen. Zudem war mir der Roman auch einfach zu skurril und abgehoben. Ich könnte jetzt nicht einmal genau sagen, ob er tatsächlich noch verrückter ist als der Hundertjährige oder ob sich das Konzept mit der Zeit einfach ermüdet.</div>
<div style="text-align: justify;">Immerhin fand ich aber das letzte Viertel dann wieder grandios und wirklich zum Schießen (und das war an skurrilen Verwicklungen kaum noch zu überbieten).</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Jonasson hat herrliche Einfälle, daran besteht kein Zweifel. Er hat auch einen wunderbar trockenen Schreibstil und rechnet einmal mehr auf die respektloseste Weise mit Politik und aktueller Geschichte ab. Trotzdem konnte mich der Roman ganz und gar nicht überzeugen. Er hat einige sehr schöne Ansätze und ist stellenweise sehr witzig, aber insgesamt fand ich ihn eher zäh zu lesen. Ein beherztes Kürzen (vor allem im Mittelteil) hätte ihm vermutlich gut getan. Und schließlich können auch Nombeko und die Holgers einfach nicht mit Allan mithalten, von dem ich auch am Ende des Hundertjährigen noch nicht genug hatte.</div>
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		<item>
		<title>Salman Rushdie &#8211; Die bezaubernde Florentinerin</title>
		<link>https://neyasha.at/2012/06/29/salman-rushdie-die-bezaubernde/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2012 12:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Schelmenroman]]></category>
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					<description><![CDATA[Genre: Schelmenroman, Gegenwartsliteratur Seiten: 448 Seiten Verlag: Rowohlt ISBN: 978-3498057831 Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternchen Klassiker-Challenge&#160; (Indien) Im 16. Jahrhundert taucht in Fatehpur Sikri, am Hof des Großmoguls Akbar, ein Fremder namens Niccolò Vespucci auf und behauptet, durch die geheimnisvolle Qara Köz, eine verschollene Prinzessin, mit dem Mogul verwandt zu sein. Akbar ist auf&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;">
<a href="http://www.acarneya.at/blog/florentinerin.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" border="0" src="http://www.acarneya.at/blog/florentinerin.jpg" /></a></div>
<p>
Genre: Schelmenroman, Gegenwartsliteratur<br />
Seiten: 448 Seiten<br />
Verlag: Rowohlt<br />
ISBN: 978-3498057831<br />
Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternchen</p>
<p><i><a href="https://neyasha.at/2010/10/31/klassiker-challenge-leseliste/">Klassiker-Challenge</a>&nbsp; (Indien)</i></p>
<div style="text-align: justify;">
<br />
Im 16. Jahrhundert taucht in Fatehpur Sikri, am Hof des Großmoguls Akbar, ein Fremder namens Niccolò Vespucci auf und behauptet, durch die geheimnisvolle Qara Köz, eine verschollene Prinzessin, mit dem Mogul verwandt zu sein. Akbar ist auf eine seltsame Weise von dem Florentiner fasziniert und lauscht Abend für Abend, wie dieser die Geschichte von drei Freunden erzählt: Antonio Argalia, Niccoló &#8222;Ill Machia&#8220; und Ago Vespucci. Ihre Geschichte führt von Italien bis in die Neue Welt, erzählt von den Medici und Botticelli, von Krieg und Zauberei. Verbunden sind all diese Erzählungen durch Qara Köz, die &#8222;bezaubernde Florentinerin&#8220;.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">
Rushdies Roman ist zugleich ein farbenprächtiges Märchen, ein Abenteuerroman, eine historische Erzählung, eine Gesellschaftsstudie und ein Schelmenroman. Phantasievoll und detailreich verwebt der Autor alle möglichen Geschichten ineinander und springt dabei mühelos vom Orient ins Italien der Renaissance, von dem großen Herrscher Akbar zu dem listigen Niccolò. Ihm dabei beim Lesen zu folgen, gelingt allerdings nicht ganz so mühelos. Einige Male hatte ich das Gefühl, mich fast im Gewirr der verschiedenen Handlungsstränge zu verlieren. Das wurde im Laufe des Romans besser, auch wenn ich einige Male doch innehalten und mir die Zusammenhänge ins Gedächtnis rufen musste.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">
Rushdies Erzählstil ist üppig und anschaulich, manchmal aber ein bisschen zu weitschweifig und detailverliebt. Stellenweise zieht sich der Roman und die Handlung geht nur schleppend voran. An solchen Stellen musste ich mich teilweise sogar zum Weiterlesen zwingen, obwohl ich die Geschichte von Qara Köz sonst sehr faszinierend fand.</div>
<div style="text-align: justify;">
Etwas gewöhnungsbedürftig ist auch die Vermischung von historischen Fakten mit märchenhaften Elementen und Magie.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">
Alles in allem ist &#8222;Die bezaubernde Florentinerin&#8220; ein zauberhafter Roman voller Geschichten, der aber machmal etwas verwirrend zu lesen ist und an manchen Stellen auch eine kleine Straffung vertragen hätte.</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Jonas Jonasson &#8211; Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand</title>
		<link>https://neyasha.at/2012/01/31/jonas-jonasson-der-hundertjahrige-der/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 09:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Schelmenroman]]></category>
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					<description><![CDATA[Genre: Schelmenroman (mir fällt wirklich keine passendere Bezeichnung dafür ein) Seiten: 416 Verlag: carl&#8217;s books ISBN: 978-3570585016 Meine Bewertung: 5 von 5 Sternchen An seinem 100. Geburtstag steigt Allan Karlsson klammheimlich aus dem Fenster des Altersheims, in dem er seit einigen Monaten wohnt, und macht sich vor seiner eigenen Geburtstagsfeier aus dem Staub. Am Busbahnhof&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a href="http://www.acarneya.at/blog/hundert" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" border="0" src="http://www.acarneya.at/blog/hundert" /></a></div>
<p>
Genre: Schelmenroman (mir fällt wirklich keine passendere Bezeichnung dafür ein)<br />
Seiten: 416<br />
Verlag: carl&#8217;s books<br />
ISBN: 978-3570585016<br />
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternchen</p>
<div style="text-align: justify;">An seinem 100. Geburtstag steigt Allan Karlsson klammheimlich aus dem Fenster des Altersheims, in dem er seit einigen Monaten wohnt, und macht sich vor seiner eigenen Geburtstagsfeier aus dem Staub. Am Busbahnhof gerät er durch Zufall an einen Koffer mit einem recht &#8230; nun ja &#8230; unkonventionellen Inhalt und hat so bald eine kleine Bande von Ganoven auf seinen Fersen. Zum Glück stößt Allan auf einige Helfer, die sich ihm anschließen, während auch die Polizei auf diesen seltsamen Fall aufmerksam wird.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">Dieser Roman ist eines der Bücher, auf das ich nur wegen des Titels aufmerksam geworden bin. Und ich bin wirklich froh, dass ich darauf gestoßen bin, denn so ein urkomisches und schräges Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen.</div>
<div style="text-align: justify;">Parallel zu Allans aberwitziger Flucht durch Schweden (in deren Folge auch ein Elefant zu seiner kleinen Gruppe stößt) wird sein Leben erzählt, das um keinen Deut weniger abenteuerlich war. So bereiste Allan &#8211; aufgrund von Zufällen und der Verkettung seltsamer Umstände &#8211; die halbe Welt und mischte bei fast allen politisch wichtigen Ereignissen des letzten Jahrhunderts mit, obwohl er selbst keinerlei Interesse an der Politik hat. Im Zuge dieser Rückblicke erfährt man also, wie es dazu kam, dass Allan Tequila mit Präsident Truman trank, den Anstoß für die Entwicklung der Atombombe gab, Stalins Tod versursachte, von Mao einen Urlaub auf Bali spendiert bekam und den Himalaya überquerte.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">&#8222;Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand&#8220; hat ein bisschen etwas von Forest Gump und ist vor allem ein Schelmenroman, der einen Streifzug durch die gesamte Geschichte der letzten 100 Jahre bietet. Ohne großartige eigene Ziele stolpert Allan von einer seltsamen Situation in die nächste und nimmt auch noch die schlimmsten Erlebnisse mit einer großen Gelassenheit.</div>
<div style="text-align: justify;">Wer diesen Roman allzu ernst nimmt oder nach Realismus und Logik fragt, wird daran keine Freude haben. Auch wer nicht bereit ist, die Weltpolitik einfach mit einem Augenzwinkern zu betrachten, sollte diesen Roman vielleicht nicht lesen. Denn Jonas Jonasson zeigt keinerlei Respekt vor großen Persönlichkeiten und beschreibt zudem einen Helden ohne allerlei moralische Bedenken.</div>
<div style="text-align: justify;">Wer sich einfach auf den Roman einlässt, wird aber seinen Spaß an diesem intelligent und witzig geschriebenen Abenteuer haben.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">Vor allem empfand ich das Buch als einen richtigen Gute-Laune-Bringer, was vor allem an Allan Karlsson liegt, der sich mit der Einstellung &#8222;Es ist, wie es ist, und es kommt, wie es kommt&#8220; durchs Leben treiben lässt und dabei selbst noch einen Polizisten mit seiner lebensbejahenden Gelassenheit ansteckt.</div>
<div style="text-align: justify;">Ich habe wirklich jede einzelne Seite genossen und die Verrücktheiten der Handlung einfach hingenommen (anders kann man den Roman auch gar nicht lesen). Am Ende war ich tatsächlich wehmütig, dass ich von Allan und all den anderen herrlichen Figuren Abschied nehmen musste. Ich hätte gern noch weitere hundert Seiten lang dem rüstigen Alten folgen wollen.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">Ein völlig absurder, politisch inkorrekter, witziger und fantasievoller Roman, der kaum mit etwas vergleichbar ist, das in den letzten Jahren erschienen ist.</div>
<div style="text-align: justify;">Mein erstes 5-Sterne-Buch in diesem Jahr.</div>
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