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	<title>Science Fiction &#8211; Neyashas Allerlei</title>
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	<description>Vom Lesen, Schreiben und von kreativen Dingen</description>
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		<title>Andy Weir &#8211; Project Hail Mary</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jun 2022 10:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Ballantine Books Als Ryland Grace aus dem Koma aufwacht, findet er sich als einziger Überlebender der Crew auf einem Raumschiff wieder. Als nach und nach seine Erinnerung zurückkehrt, wird ihm klar, dass die Zukunft der Erde in seinen Händen liegt: Er muss herausfinden, was es mit den Astrophagen, einer winzigen Lebensform auf sich&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:20% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="298" height="450" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/06/hailmary.jpg" alt="" class="wp-image-10176 size-full" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/06/hailmary.jpg 298w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/06/hailmary-199x300.jpg 199w" sizes="(max-width: 298px) 100vw, 298px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-regular-font-size"><em>erschienen bei <a href="https://penguinrandomhousehighereducation.com/book/?isbn=9780593135211">Ballantine Books</a></em></p>



<p>Als Ryland Grace aus dem Koma aufwacht, findet er sich als einziger Überlebender der Crew auf einem Raumschiff wieder. Als nach und nach seine Erinnerung zurückkehrt, wird ihm klar, dass die Zukunft der Erde in seinen Händen liegt: Er muss herausfinden, was es mit den Astrophagen, einer winzigen Lebensform auf sich hat, die sich von der Energie der Sonne ernährt &#8211; bevor es auf der Erde zu kalt wird und alles Leben stirbt.</p>
</div></div>



<p>Wie schon beim <a href="https://neyasha.at/2015/03/08/andy-weir-der-marsianer/">&#8222;Marsianer&#8220;</a> fand ich die Ausgangssituation in &#8222;Project Hail Mary&#8220; sehr interessant. Besonders die Art der Bedrohung ist originell und wirkt viel realistischer als böse Außerirdische, die die Erde überfallen. Trotzdem fand ich das Buch letztendlich eher mühsam zu lesen und vermutlich ist das auch wenig überraschend, da das, was ich am Marsianer schon nicht mochte, hier erneut mein Problem war: </p>



<p>Die Frage, wie ein Mensch mit dieser Extremsituation und Einsamkeit umgeht, wird kaum thematisiert. Ryland Grace ist ein zweiter Mark Whatney, er ist ebenso ironisch, ebenso fokussiert auf seine Aufgaben, er zweifelt kaum jemals, zeigt keine Anzeichen psychischer Belastung. Auch die Handlung ist wieder sehr geradlinig darauf ausgerichtet, dass ein Problem entsteht und gelöst wird, dann das nächste Problem entsteht und gelöst wird, usw.</p>



<p>Es kam dann aber doch noch ein Handlungselement hinzu, das ich ganz interessant fand (zuviel möchte ich nicht verraten) und das mich bei der Stange hielt &#8211; zumindest, was die Plotebene auf dem Raumschiff betrifft. Was für mich hingegen gar nicht funktioniert hat, sind die Rückblicke in die Vergangenheit. Zunächst einmal fand ich die Art und Weise, wie Ryland seine Erinnerung zurückgewinnt, nicht sehr überzeugend. Diese kehrt zwar nur nach und nach zurück, aber immer zum &#8222;perfekten&#8220; Zeitpunkt, nämlich immer dann, wenn er sich an eine bestimmte Sache erinnern muss, um ein Problem lösen zu können.</p>



<p>Und dann fand ich auch die gesamte Handlung in der Vergangenheit eher unrealistisch: Eine Katastrophe bedroht die gesamte Menschheit und alle Nationen und Mächte geben ihre Kompetenz gänzlich an eine einzelne Frau ab, die schalten und walten kann wie sie will,. Es werden dann noch Vertreter einzelner Nationen ins Team mit hineingeworfen (meistens ganz auf die jeweiligen Klischees reduziert, wie etwa die trinkfeste Russin, der disziplinierte Chinese, &#8230;), um dem ganzen irgendwie einen internationalen Anstrich zu geben. Aber schon alleine die Vorstellung, dass alle Länder für eine diffuse Bedrohung in der Zukunft (in einigen Jahrzehnten wird die Erde zu kalt werden) nach dem Motto &#8222;koste es, was es wolle&#8220; zusammenarbeiten, finde ich angesichts dessen, wie wir Menschen mit dem Klimawandel umgehen und welches Chaos bei Corona herrschte, sehr unglaubwürdig.</p>



<p>Dieser Roman wurde sonst sehr begeistert aufgenommen und ich kann durchaus nachvollziehen, weshalb. Für mich persönlich war er aber leider nichts und ich habe daraus gelernt, dass ich keine weiteren Bücher mehr von Andy Weir lesen werde. Zumindest hat mir aber das Ende von &#8222;Project Hail Mary&#8220; gut gefallen, sodass ich das Buch noch auf einer positiven Note zuklappen konnte.</p>
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			</item>
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		<title>Margaret Atwood &#8211; Oryx und Crake</title>
		<link>https://neyasha.at/2018/07/10/margaret-atwood-oryx-und-crake/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jul 2018 21:30:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Piper &#160; In den zerstörten Resten der einstigen &#8222;zivilisierten Welt&#8220; versucht Jimmy, alias Schneemensch, zu überleben. Außer ihm gibt es nur noch die &#8222;Craker&#8220;, eine Gruppe von genveränderten Menschen, die Jimmys ehemaligen Freund Crake als ihren Erschaffer sehen. Während Jimmy die letzten Reste Nahrungsmittel zusammenkratzt, die er finden kann, denkt er zurück an&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class=" wp-image-5171 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2018/07/oryx-192x300.jpg" alt="" width="160" height="250" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2018/07/oryx-192x300.jpg 192w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2018/07/oryx.jpg 300w" sizes="(max-width: 160px) 100vw, 160px" /> <em>erschienen bei <a href="https://www.piper.de/buecher/oryx-und-crake-isbn-978-3-492-31131-1">Piper</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In den zerstörten Resten der einstigen &#8222;zivilisierten Welt&#8220; versucht Jimmy, alias Schneemensch, zu überleben. Außer ihm gibt es nur noch die &#8222;Craker&#8220;, eine Gruppe von genveränderten Menschen, die Jimmys ehemaligen Freund Crake als ihren Erschaffer sehen. Während Jimmy die letzten Reste Nahrungsmittel zusammenkratzt, die er finden kann, denkt er zurück an die Zeit vor der Katastrophe und wie es dazu kam.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Margaret Atwood entwirft in &#8222;Oryx und Crake&#8220;, ihrem Auftakt der MaddAddam-Trilogie, die erschreckende und zynische Vision einer Zukunft, die zwar oft ironisch überzeichnet erscheint, in einigen Aspekten aber durchaus denkbar ist. Klimakapriolen haben dazu geführt, dass die Nahrungsmittel knapp werden und Wissenschaftler sind darum bemüht, Tiere mittels Gentechnik so zu verändern, dass aus ihnen möglichst noch mehr Nutzen gezogen werden kann. In großen Komplexen leben sie mit ihren Familien abgeschottet vom sogenannten &#8222;Plebsland&#8220;, nehmen für ihr bequemes Leben die völlige Überwachung hin und vergnügen sich in der Freizeit mit <span class="a-size-base review-text" data-hook="review-body">Hinrichtungs- oder Tierverstümmelungsvideos und Kinderpornos.</span> Auch Jimmy wächst in so einem Komplex auf und lernt hier in seiner Schulzeit Crake kennen, der immer nach Höherem zu streben scheint.</p>
<p>Wie es dazu kam, dass diese Gesellschaft unterging und was mit Crake sowie Jimmys großer Liebe Oryx passiert ist, erfährt man nach und nach in Rückblenden. Dabei macht es einem die Autorin anfangs nicht ganz leicht: Man wird in ein postapokalyptisches Szenario geworfen, das sehr bizarr und fremd erscheint und auch Jimmy/Schneemensch ist keine ganz einfache Identifikationsfigur. Er ist &#8211; auch in seiner Jugend &#8211; oft seltsam lethargisch und oberflächlich und nicht unbedingt ein sympathischer Mensch. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen, sei es nun die Freundschaft zwischen Jimmy und Crake, die Liebe zu Oryx oder die Familienverhältnisse von Crake, bleiben immer ein wenig auf Distanz. Das passt zu der von Margaret Atwood entworfenen Gesellschaft, in der Menschen nur noch als Konsumenten zählen und mithilfe von Pillen sowie Technologien &#8222;verbessert&#8220; werden, ohne dass es moralisch hinterfragt wird. Für Empathie und Mitgefühl ist kein Platz mehr und dementsprechend wird man auch beim Lesen auf Distanz gehalten, was aber nicht bedeutet, dass die Figuren nicht glaubhaft und interessant gezeichnet wären.</p>
<p>Wie üblich lässt Atwood sich für ihre Erzählung Zeit und wirft zunächst auch eine Reihe von Fragen auf. Man benötigt daher anfangs ein wenig Geduld, aber ich habe dann doch schnell in den Roman hineingefunden und fand ihn auf seine ruhige Weise sehr spannend. Inhaltlich ist er mitunter schwer verdaulich, gerade weil vieles der Realität näher ist, als man es sich wünschen würde. Das macht den Roman aber auch zu einer der interessantesten Dystopien, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.</p>
<p>Das Ende bleibt relativ offen und macht dementsprechend neugierig auf den nächsten Band, wobei &#8222;Oryx und Crake&#8220; meiner Meinung nach auch für sich alleine stehen könnte. Allen, die düstere Zukunftsszenarien mögen, kann ich diesen Trilogie-Auftakt wärmstens empfehlen.</p>
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			</item>
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		<title>Amie Kaufman &#038; Jay Kristoff &#8211; Illuminae</title>
		<link>https://neyasha.at/2017/09/04/amie-kaufman-jay-kristoff-illuminae/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Sep 2017 18:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Oneworld Publications woher: Waterstones Cardiff&#160; &#160; Wir schreiben das Jahr 2575, als Kerenza, der Heimatplanet von Kady und Ezra ohne Vorwarnung angegriffen wird. Den beiden gelingt die Flucht auf die Evakuierungsflotte, aber es ist ein langer Weg bis zur Sprungstation Heimdall. Ein Kampfschiff des Feindes verfolgt die drei mit Flüchtlingen vollgepackten Raumschiffe und&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;" href="https://4.bp.blogspot.com/-pNftiEr9-eI/Wa2opcsnfpI/AAAAAAAAGAQ/Zo_07utOWZkxAuO2lSyau4geXx0Dc27FwCLcBGAs/s1600/illuminae.jpg"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2017/09/illuminae.jpg" data-original-height="250" data-original-width="174" width="139" height="200" border="0"></a></div>
<p><i><br />
</i><br />
<i>erschienen bei <a href="https://oneworld-publications.com/illuminae-pb.html" target="_blank" rel="noopener">Oneworld Publications</a></i><br />
<i>woher: <a href="https://www.waterstones.com/bookshops/cardiff-the-hayes" target="_blank" rel="noopener">Waterstones Cardiff&nbsp;</a></i></p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="text-align: justify;">Wir schreiben das Jahr 2575, als Kerenza, der Heimatplanet von Kady und Ezra ohne Vorwarnung angegriffen wird. Den beiden gelingt die Flucht auf die Evakuierungsflotte, aber es ist ein langer Weg bis zur Sprungstation Heimdall. Ein Kampfschiff des Feindes verfolgt die drei mit Flüchtlingen vollgepackten Raumschiffe und zu allem Überfluss bricht auch noch eine unbekannte Seuche auf einem der Schiffe aus.<i>&nbsp;</i></div>
<p><a style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;" href="https://2.bp.blogspot.com/-0Jdjt6OPbW4/Wa20TL57eLI/AAAAAAAAGAk/P7o5aofHKB8CyBrm8kfn0u593XEJ2tqsgCLcBGAs/s1600/illuminae1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2017/09/illuminae1.jpg" data-original-height="500" data-original-width="338" width="135" height="200" border="0"></a><i>&nbsp;</i></p>
<div style="text-align: justify;">Bei Rezensionen zu &#8222;Illuminae&#8220; hat mich nicht nur die Zusammenfassung, die mich ein wenig an &#8222;Battlestar Galactica&#8220; denken ließ, neugierig gemacht, sondern vor allem die Aufmachung des Buches. Es handelt sich um eine Sammlung aus Interviewtranskripten, E-Mails, Protokollen, Skizzen und einer Reihe von weiteren Dokumenten, die grafisch alle sehr sorgfältig gestaltet sind. Rein optisch ist das Buch also schon mal eine Wucht, inhaltlich konnte es mich aber leider nicht recht überzeugen.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Dabei wäre der Roman sehr spannend, würde nicht die sehr klischeehafte Teenager-Love-Story im Laufe der Zeit immer mehr Raum einnehmen. Kady wird schnell zur Superhackerin und kann auf diese Weise mit Ezra auf einem der anderen Schiffe Kontakt aufnehmen, aber anstatt sich auf wirklich wichtige Dinge zu konzentrieren (und da gäbe es angesichts der Gefahren so einiges), vergeuden sie die Zeit entweder mit sehr überzogenen Liebesschwüren oder aber mit coolen Witzen.<br />
Noch dazu wurde ich mit den<br />
Hauptfiguren die ganze Zeit nicht so recht warm. Ezra<br />
ist noch ganz sympatisch, aber Kady fand ich mit ihren ständigen toughen<br />
Sprüchen und ihrer Selbstgerechtigkeit ziemlich anstrengend.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Das hat mich umso mehr genervt, weil &#8222;Illuminae&#8220; wirklich das Zeug zu einem großartigen Roman hätte. Die Ausgangssituation ist beklemmend und die Flucht an sich sehr fesselnd dargestellt. Es kommen eine ganze Reihe von tollen Figuren zu Wort, wie etwa die Kommandantin des Forschungsschiffes Hypatia, die ich dummerweise alle viel interessanter fand als Kady und Ezra. Da wir es hier aber mit einem Jugendbuch zu tun haben, ist ihnen ein Dasein als Randfiguren beschieden.</div>
<p>&nbsp;</p>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" href="https://1.bp.blogspot.com/-ORr6pSOa1lw/Wa20SlwsY0I/AAAAAAAAGAg/vzx4eS8th0IreAY3vb8u7lkgFC7BsdR6wCLcBGAs/s1600/illuminae2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2017/09/illuminae2.jpg" data-original-height="262" data-original-width="500" width="320" height="167" border="0"></a></div>
<p>&nbsp;</p>
<div style="text-align: justify;">&#8222;Illuminae&#8220; wirft schließlich auch eine Reihe von spannenden Fragen auf, darunter die Überlegung, ob künstliche Intelligenz ein eigenes Bewusstsein und Gefühle entwickeln kann. Auch wenn diese Themen nicht sehr in die Tiefe gehen, gibt einem der Roman doch einiges mit auf den Weg, das einen auch eine Weile nach dem Lesen noch beschäftigt.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Wir haben also ein interessantes Science Fiction-Setting, eine hochdramatische Flucht und einen Virus; Menschen sterben und eine künstliche Intelligenz entwickelt ein unerwartetes Eigenleben. Und wofür wird das alles genutzt? Also Kulisse für eine oberflächliche Romanze. Was für ein vergeudetes Potenzial!<i> </i></div>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Andreas Eschbach &#8211; Die Haarteppichknüpfer</title>
		<link>https://neyasha.at/2016/10/26/andreas-eschbach-die-haarteppichknupfer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2016 19:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Bastei Lübbe woher: Büchereien Wien (Onleihe) &#160; Auf einem fernen Planeten fertigen die Haarteppichknüpfer bereits seit Jahrhunderten Teppichen aus den Haaren ihrer Frauen und Töchter für den Kaiser. Ein Teppich ist so aufwendig, dass jeder Knüpfer nur einen davon in seinem Leben herstellen kann. Von dem Erlös des Teppichs kann eine ganze Generation&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;" href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2016/10/haarteppichknuepfer.jpg"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2016/10/haarteppichknuepfer.jpg" border="0" /></a></div>
<p>erschienen bei <a href="https://www.luebbe.de/bastei-entertainment/ebooks/science-fiction-romane/die-haarteppichknuepfer/id_3039715">Bastei Lübbe</a></p>
<p>woher: Büchereien Wien (<a href="http://www4.onleihe.at/wien/frontend/mediaInfo,0-0-358882194-100-0-0-0-0-0-0-0.html">Onleihe</a>)</p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="text-align: justify;">Auf einem fernen Planeten fertigen die Haarteppichknüpfer bereits seit Jahrhunderten Teppichen aus den Haaren ihrer Frauen und Töchter für den Kaiser. Ein Teppich ist so aufwendig, dass jeder Knüpfer nur einen davon in seinem Leben herstellen kann. Von dem Erlös des Teppichs kann eine ganze Generation leben und so wird die Kunst Generation für Generation weitervererbt. Zwar gibt es Gerüchte, der Kaiser wäre gestürzt worden, aber weshalb sollten dann weiterhin die Handelsschiffe kommen, um die Teppiche abzuholen und die Knüpfer zu bezahlen?</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">&#8222;Die Haarteppichknüpfer&#8220; ist eine Erzählsammlung, die aus 17 teils locker, teils eng verwobenen Episoden besteht. Jedes Kapitel wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei häufig die Hauptfiguren einer Geschichte später als Nebenfiguren in weiteren Geschichten vorkommen. Dabei heftet Eschbach sich zunächst ganz an die Fersen der Teppichknüpfer und erzählt aus ihrer Sicht von der Kunst des Knüpfens, von ihren Sorgen und den Beschränkungen, die ihnen auferlegt sind. Es handelt sich bei den Knüpfern um eine Art Kaste, aus der sie ihr Leben lang nicht ausbrechen können.</div>
<div style="text-align: justify;">Allmählich zoomt Eschbach dann weiter hinaus &#8211; zuerst dringt mit einem Fremden, der blasphemische Ansichten über eine Rebellion verbreitet, die Außenwelt in das Leben der Teppichknüpfer ein und dann verlassen die Erzählungen schließlich den Planeten und springen zu weiteren Planeten und Raumschiffen. Umso weiter man sich vom Planet der Teppichknüpfer entfernt, umso stärker wird auch der Science Fiction-Anteil. Die Knüpfer leben in einer rückständigen, eher fantasyartigen Welt, bei der Entwicklungen bewusst unterdrückt werden, aber bald wird klar, dass außerhalb die Technologie viel weiter fortgeschritten ist.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Während zunächst die Fragen immer mehr werden (Wer ist der Kaiser? Was macht er mit den Teppichen? Stimmt es, dass er nicht mehr lebt? Wohin aber verschwinden dann die Teppiche?), werden bei den späteren Geschichten allmählich die Zusammenhänge klar, bis es am Ende zur überraschenden, aber in sich doch stimmigen Auflösung kommt.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Mir hat die Art und Weise, wie Andreas Eschbach diesen episodenhaften Roman aufgebaut hat, sehr gut gefallen. Die Rätsel treiben einen beim Lesen ebenso voran wie die Frage, was aus dieser oder jenen Figur werden wird &#8211; eine Frage, auf die es nicht immer eine Antwort gibt. Manche Einzelschicksale werden weiterverfolgt oder später noch einmal aufgegriffen, aber manche bleiben auch offen. Da der übergeordnete Spannungsbogen am Ende aufgeklärt wird, hat es mich aber nicht gestört, dass nicht jeder der vielen kleinen Handlungsstränge zu einem Ende geführt wird. Es passt ja auch zu Kurzgeschichten, dass manches offen bleibt.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Viele Geschichten beschäftigen sich sehr kritisch mit den Themen allumfassende Macht und starre Traditionen, die sich niemand zu hinterfragen traut. Die Stimmung ist daher meistens eher traurig und es haben auch nur die wenigsten Episoden ein glückliches Ende.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Aufgrund der episodenhaften Struktur und der Sprünge zwischen den verschiedenen Schauplätzen und Figuren ist &#8222;Die Haarteppichknüpfer&#8220; mitunter etwas verwirrend zu lesen, aber wer gern über Rätsel und Geheimnisse liest und eine Mischung zwischen Fantasy und Science Fiction mag, sollte es unbedingt mit dieser Erzählsammlung versuchen. Mich hat der Erstling von Andreas Eschbach auf jeden Fall überzeugt.</div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>[Kurzrezensionen] Von Lunariern, Listen und Lauten</title>
		<link>https://neyasha.at/2016/04/30/kurzrezensionen-von-lunariern-listen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Apr 2016 19:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[Marissa Meyer &#8211; Wie Blut so rot ungekürztes Hörbuch, gelesen von Vanida Karun &#8222;Wie Blut so rot&#8220; ist der zweite Band der Luna-Chroniken, in denen Grimms Märchen in ein Science-Fiction-Umfeld transportiert werden. In diesem Band kommt nun neben Cinder mit Scarlet eine neue Hauptfigur und mit ihr auch das Märchen Rotkäppchen hinzu: Nachdem Scarlets Großmutter&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Marissa Meyer &#8211; Wie Blut so rot</b><br />
<i>ungekürztes Hörbuch, gelesen von Vanida Karun</i></p>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;">
<a href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2016/04/blut.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" border="0" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2016/04/blut.jpg" /></a></div>
<div style="text-align: justify;">
&#8222;Wie Blut so rot&#8220; ist der zweite Band der Luna-Chroniken, in denen Grimms Märchen in ein Science-Fiction-Umfeld transportiert werden. In diesem Band kommt nun neben Cinder mit Scarlet eine neue Hauptfigur und mit ihr auch das Märchen Rotkäppchen hinzu: Nachdem Scarlets Großmutter verschwunden ist, macht Scarlet sich auf die Suche nach ihr und trifft dabei auf den mysteriösen Straßenkämpfer Wolf.</div>
<div style="text-align: justify;">
Leider konnte mich dieser Band wie auch schon der Auftakt <a href="https://neyasha.at/2016/03/01/marissa-meyer-wie-monde-so-silbern/">&#8222;Wie Monde so silbern&#8220;</a> nicht ganz überzeugen. Zwar hat mir Scarlet als neue Figur ganz gut gefallen und die Adaption von Rotkäppchen konnte mich großteils überzeugen, aber dafür hat mich Cinders Handlungsstrang zunächst sehr gelangweilt. Besser wurde es dann meiner Meinung nach, als ihre und Scarlets Wege sich kreuzen, aber dennoch habe ich mich mehrmals dabei ertappt, wie meine Gedanken während des Hörens abgeschweift sind.&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">
Ich fand außerdem erneut den Plot nicht immer ganz logisch und Prinz Kai hat mich schier zur Verzweiflung gebracht. Schon in Band 1 hatte ich nicht das Gefühl, als hätte er das Zeug zum Herrscher und hier wurde alles noch schlimmer. Die politischen Entscheidungen, die er trifft, sind teilweise eine Katastrophe, da er großteils nicht über die eigene Nasenspitze hinaussehen kann und sich oft sehr unreif verhält. Im nächsten Band würde ich auf jeden Fall sehr viel Gegenwind von den anderen Ländern erwarten.</div>
<div style="text-align: justify;">
Noch dazu bin ich mit der Hörbuchversion nicht ganz glücklich geworden. Weshalb Vanida Karun in einem französischen Setting, in dem alle Beteiligten miteinander französisch sprechen, ein paar der Figuren mit einem fürchterlichen Akzent spricht, hat sich mir überhaupt nicht erschlossen. Und die durchdringende Fistelstimme, die sie der Androidin Iko verleiht, habe ich als sehr nervtötend empfunden.</div>
<div style="text-align: justify;">
Ich denke nicht, dass ich die Serie noch weiterlesen werde.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
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<b>David Wallechinsky, Amy Wallace &#8211; Das große Buch der Listen</b></div>
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<a href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2016/04/listen.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" border="0" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2016/04/listen.jpg" /></a></div>
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Was für ein herrlicher Lesespaß! Wallechinsky und Wallace stellen in diesem Buch ein ganzes Sammelsurium von absurden, spannenden und informativen Listen zusammen. Sortiert nach verschiedenen Themengebieten findet man darin etwa &#8222;10 berühmte Nasen&#8220;, &#8222;15 Krawalle in der Kunstwelt&#8220;, &#8222;14 Fälle ungewöhnlicher Diebesbeute&#8220; oder &#8222;12 Verrisse berühmter Werke&#8220;.&nbsp;</div>
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Manchmal sind es tatsächlich nur Auflistungen, aber meistens gibt es einiges zu den einzelnen Punkten auf den Listen zu lesen. Vieles davon fällt wohl in die Kategorie unnützes Wissen, ist dafür aber sehr amüsant und/oder skurril. Oft regen die Listen auch dazu an, sich zu einzelnen darin erwähnten Personen oder Ereignissen näher zu informieren.</div>
<div style="text-align: justify;">
Mich haben nicht alle Listen im gleichen Maße interessiert, aber dennoch habe ich das Buch sehr flott durchgelesen, da ich es oft nur schwer aus der Hand legen konnte: die Verlockung, nur noch eine weitere Liste (und danach noch eine und noch eine) vor dem Schlafen zu lesen, war einfach zu groß.&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">
Ein sehr unterhaltsames Sachbuch, das für Listenfans wie mich wie geschaffen ist.</div>
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<b>Thomas Raab &#8211; Still. Chronik eines Mörders</b></div>
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<b>&nbsp; </b></div>
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<b><a href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2016/04/still.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" border="0" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2016/04/still.jpg" /></a></b></div>
<p>Karl Heidemann ist mit einem besonders empfindlichen Gehör gesegnet oder eher verflucht: Da ihm alle Geräusche Schmerzen bereiten, verbringt er seine Kindheit in einem abgeschirmten Raum im Keller. Als er eines Tages die erlösende Stille des Todes kennenlernt, will er dieses vermeintliche Geschenk nun den Menschen in seiner Umgebung bringen.</p>
<div style="text-align: justify;">
Thomas Raabs aktueller Roman erinnert in einigen Punkten an Patrick Süskinds &#8222;Das Parfum&#8220;: ein Protagonist mit besonders feinen Sinnen, der jahrelang isoliert von der Welt lebt und schließlich zum Mörder wird. Und wie &#8222;Das Parfum&#8220; hat mich auch dieser Roman fasziniert. Karl ist niemand, der einem sympathisch ist, aber ich fand es sehr interessant, in seine Welt einzutauchen und bin oft zwischen Mitleid und Abscheu geschwankt. Faszinierend ist auch der Schreibstil von Thomas Raab, denn der Autor spielt hier mit der Sprache und brilliert mit ungewöhnlichen Formulierungen. Es steckt auch eine bemerkenswerte Beobachtungsgabe in dem Roman, vor allem, wenn es um das Leben und die Menschen in einem kleinen Dorf geht.</div>
<div style="text-align: justify;">
Gestört hat mich nur, dass es mir vorkam, als wäre die Geschichte um mindestens zehn Jahre früher angesiedelt. Durch die Sonnenfinsternis von 1999, die Karl als Jugendlicher erlebt, ist der Roman zeitlich sehr klar eingeordnet. Karl ist etwa gleich alt wie ich selbst, aber seine Umgebung und die herrschenden Moralvorstellungen kamen mir viel altmodischer vor als ich es jemals erlebt habe. Mag sein, dass tatsächlich ein großer Unterschied zwischen österreichischem Winzdorf und österreichischer Kleinstadt besteht, aber es hat mich doch irritiert. Ein paar Szenen habe ich außerdem als etwas übertrieben empfunden.&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">
Von diesen kleinen Kritikpunkten einmal abgesehen, hat mir der Roman aber sehr gut gefallen.</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Marissa Meyer &#8211; Wie Monde so silbern</title>
		<link>https://neyasha.at/2016/03/01/marissa-meyer-wie-monde-so-silbern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2016 19:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jugendbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; erschienen bei Carlsen 1. Band der Luna-Chroniken entdeckt bei Birthe und Lyne woher: geliehen (Büchereien Wien) Märchen-Bingo Linh Cinder ist ein Cyborg und deshalb sowohl in der Familie, bei der sie wohnt, als auch in der Gesellschaft von Neu-Peking eine Außenseiterin. Als eines Tages niemand geringerer als Prinz Kai bei ihr in der Werkstatt&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;">
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<a href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2016/03/cinder.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" border="0" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2016/03/cinder.jpg" /></a>&nbsp;</div>
<p>erschienen bei <a href="http://www.carlsen.de/hardcover/die-luna-chroniken-band-1-wie-monde-so-silbern/57179">Carlsen</a><br />
1. Band der Luna-Chroniken</p>
<p>entdeckt bei <a href="http://windsprecher.blogspot.co.at/2015/11/marissa-meyer-wie-monde-so-silbern.html">Birthe</a> und <a href="http://lynes-books.blogspot.co.at/2015/03/rezension-marissa-meyer-wie-monde-so.html">Lyne</a></p>
<p>woher: geliehen (Büchereien Wien) </p>
<p><a href="https://neyasha.at/2015/12/18/challenge-marchen-bingo/">Märchen-Bingo</a></p>
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</div>
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Linh Cinder ist ein Cyborg und deshalb sowohl in der Familie, bei der sie wohnt, als auch in der Gesellschaft von Neu-Peking eine Außenseiterin. Als eines Tages niemand geringerer als Prinz Kai bei ihr in der Werkstatt auftaucht, um einen alten Androiden reparieren zu lassen, kann sie ihren Augen nicht trauen. Sein Besuch wirbelt einiges in ihrem Leben durcheinander und ungewollt findet sie sich schließlich auch noch mitten in den politischen Wirren wieder.</div>
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Manchmal komme ich mir vor wie Michael Endes Büchernörgerle, wenn ich rundherum Empfehlungen bekomme oder begeisterte Rezensionen lese, selbst dann aber nur wenig mit den Büchern anfangen kann. So ging es mir in diesem Jahr schon mit <a href="https://neyasha.at/2016/02/05/kurzrezensionen-von-tschernobyl-der/">Der Kuss des Kjer</a>, <a href="https://neyasha.at/2016/02/17/seanan-mcguire-indexing/">Indexing</a> und &#8222;Der Winter erwacht&#8220; (hierzu kommt die Rezension noch) und auch bei Marissa Meyers Auftakt zur ihren Luna-Chroniken ist es nicht anders.</div>
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</div>
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Dabei hat &#8222;Wie Monde so silbern&#8220; ein ganz interessantes Setting in der Zukunft zu bieten, in dem die Erde immer wieder mit dem magisch begabten Volk der Lunarier, das den Mond bewohnt, in Konflikt gerät. Es ist mir übrigens ein Rätsel, weshalb der Roman so häufig als Dystopie bezeichnet wird, da es sich hier schlicht um Science Fiction handelt und von einer dystopischen Gesellschaft praktisch nichts zu finden ist. Anscheinend wird aktuell alles, was in der Zukunft spielt, in den Topf &#8222;Dystopie&#8220; geworfen, egal ob darin überhaupt Merkmale einer Dystopie zu finden sind oder nicht.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
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Dieses für ein Jugendbuch eher ungewöhnliche Setting nutzt Marissa Meyer nun als Hintergrund für eine Aschenputtel-Adaption, die sich für mich nicht besonders gut eingefügt hat. Die Liebesgeschichte mit Prinz Kai konnte mich gar nicht überzeugen und die Sache mit dem Ball sowie Cinders Teilnahme daran kam mir sehr erzwungen vor. Und &#8222;überraschende&#8220; Enthüllungen, die schon hundert Meilen gegen den Wind stinken, sind leider gar nicht mein Fall.</div>
<div style="text-align: justify;">
Dazu kommt, dass ich die Figuren sehr blass und eindimensional fand. Das dürfte auch der Grund dafür sein, dass mich die Liebesgeschichte eher kalt gelassen hat, da Kais Charakter sehr an der Oberfläche bleibt. Cinder bekommt etwas mehr Raum, um sich zu entfalten und ist eine sympathische Figur, aber es fehlen noch Ecken und Kanten oder etwas, das sie abgesehen von ihrem mechanischen Fuß einzigartig macht. Die beiden haben auch nicht allzu viel Zeit, um sich kennenzulernen und so hatte das für mich ein wenig den Geschmack von Liebe auf den ersten Blick.</div>
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</div>
<div style="text-align: justify;">
Abseits der bekannten Aschenputtel-Handlung gibt es glücklicherweise einige Nebenplots und Elemente, die mich mehr gefesselt haben, aber alles in allem hat das für mich kein harmonisches Ganzes ergeben. Die Themen Cyborgs/Androiden/&#8220;Was ist noch menschlich?&#8220;, die normalerweise nicht ganz mein Fall sind, waren hier gut umgesetzt und ich hätte lieber eine stärkere Konzentration darauf gehabt als auf die märchenhaften Elemente mit Prinzen, Bällen und Magie.</div>
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</div>
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Der Roman endet zwar mit einem Cliffhanger, hat mich aber dennoch nicht allzu neugierig auf den Nachfolgeband gemacht. Da ich gerade auf der Suche nach einem Hörbuch war und es den 2. Band als solches in der Bücherei gab, probiere ich es trotzdem noch damit, merke aber bereits, dass Cinder mich noch immer eher kalt lässt.</div>
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</div>
<div style="text-align: justify;">
Mein Fazit: Ein Reihenauftakt mit eher flachen Figuren, der außerdem das Potenzial des interessanten Settings nicht wirklich ausschöpft &#8211; aber vielleicht kommt das ja noch in den weiteren Bänden.</div>
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			</item>
		<item>
		<title>[Kurzrezensionen] Ein Weltuntergang, eine Wohngemeinschaft und ein Roadtrip</title>
		<link>https://neyasha.at/2015/08/08/kurzrezensionen-ein-weltuntergang-eine/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Aug 2015 15:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jugendbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[Kurt Vonnegut &#8211; Katzenwiege Ich habe diesen Roman in erster Linie gelesen, weil daraus der Begriff der &#8222;Karass&#8220; stammt, der in Jo Waltons In einer anderen Welt eine große Rolle spielt. Eine Karass ist eine Bezeichnung für eine Gruppe von Menschen, die auf eine schicksalhafte Weise zusammengehören, und hat den Ursprung in der von Vonnegut&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Kurt Vonnegut &#8211; Katzenwiege</b></p>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;">
<a href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2015/08/katzenwiege.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" border="0" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2015/08/katzenwiege.jpg" /></a></div>
<div style="text-align: justify;">
Ich habe diesen Roman in erster Linie gelesen, weil daraus der Begriff der &#8222;Karass&#8220; stammt, der in Jo Waltons <a href="https://neyasha.at/2015/05/06/jo-walton-in-einer-anderen-we/">In einer anderen Welt</a> eine große Rolle spielt. Eine Karass ist eine Bezeichnung für eine Gruppe von Menschen, die auf eine schicksalhafte Weise zusammengehören, und hat den Ursprung in der von Vonnegut erfundenen Religion &#8222;Bokononismus&#8220;. Diese Religion ist ebenso skurril wie der restliche Roman. Er beginnt damit, dass der Ich-Erzähler John über den Wissenschaftler Felix Hoenikker recherchiert und sich auf die Spuren dessen Kinder begibt. Dabei verschlägt es ihn auf die karibische Insel San Lorenzo, die auch der Geburtsort des Bokononismus ist. Auf San Lorenzo trifft John auf den Diktator Papa Monzano, dessen schöne Tochter und so einige andere schillernde Personen &#8211; und er bekommt es mit nichts weniger als dem drohenden Weltuntergang zu tun.</div>
<div style="text-align: justify;">
Ich hatte bei &#8222;Katzenwiege&#8220; das Gefühl, dass das Buch und ich einfach nicht zueinander finden wollten. Es ist über weite Strecken spannend, strotzt nur so vor schwarzem Humor und Absurditäten und spart auch nicht an Gesellschafts- und Religionskritik. Am Anfang hat mir das noch gefallen, aber in Summe wurde mir das dann zuviel. Der Humor nutzt sich meiner Meinung nach mit der Zeit ab und die Figuren fand ich zu skurril, um noch einen Zugang zu ihnen zu finden (nur John ist nicht skurril, dafür aber wie eine leere Projektionsfläche).</div>
<div style="text-align: justify;">
Ein Roman, der mal ganz außerhalb meines sonstigen Beuteschemas lag &#8211; vielleicht zu weit außerhalb, um daran noch Gefallen zu finden. Ein interessantes Leseerlebnis war es dennoch.</div>
<p><b>Anna Gavalda &#8211; Zusammen ist man weniger allein</b></p>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;">
<a href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2015/08/gavalda.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" border="0" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2015/08/gavalda.jpg" /></a></div>
<div style="text-align: justify;">
Diesen Roman gab es schon im November 2014 als Gratisbuch der Stadt Wien, aber da er mich nicht so sehr gereizt hat, hat es eine Weile gedauert, bis ich mich zum Lesen aufraffen konnte. Leider war das Buch tatsächlich nicht ganz mein Fall, auch wenn es mir stellenweise sehr gut gefallen hat.</div>
<div style="text-align: justify;">
Es geht darin um vier sehr unterschiedliche Menschen, die alle einsam im Leben sind und in einer etwas anderen Pariser WG zusammenfinden: die Künstlerin Camille, die mit Magersucht zu kämpfen hat; der liebenswürdige Adelige Philibert, der unter Zwangsstörungen leidet; der zynische Koch Franck und dessen Großmutter, die nach einem Unfall nicht mehr allein in ihrem Haus leben kann. Die Art und Weise, wie diese vier zusammenkommen und einander helfen, hat einerseits etwas herzerwärmendes, ist manchmal aber auch arg kitschig. Zudem hatte ich den Eindruck, dass sich einige Probleme etwas zu leicht lösen lassen &#8211; das hat schon etwas von Küchenpsychologie.</div>
<div style="text-align: justify;">
Trotzdem wäre das Buch sehr nett zu lesen gewesen, wenn ich nicht meine Probleme mit dem Schreibstil gehabt hätte: Der Roman besteht zu einem Großteil aus Dialogen, bei denen die Sprecher fast nie genannt werden. Manchmal habe ich eine Weile gebraucht, um mir darüber klar zu werden, wer da mit wem redet; manchmal habe ich während der (recht redundanten) Gespräche den Überblick verloren und manchmal gab es auch Absätze und neue Anführungsstriche, obwohl es keinen Sprecherwechsel gab, was mich dann vollends verwirrt hat.</div>
<div style="text-align: justify;">
Alles in allem habe ich das Buch als eher mittelprächtig empfunden. Es war nicht direkt schlecht, aber ich konnte auch nicht nachvollziehen, weshalb es so in den Himmel gelobt wird.</div>
<p><b>Adi Alsaid &#8211; Let&#8217;s Get Lost</b></p>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: justify;">
<a href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2015/08/letsgetlost.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" border="0" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2015/08/letsgetlost.jpg" /></a></div>
<div style="text-align: justify;">
Ich hatte &#8211; passend zum Sommer &#8211; vor kurzem Lust darauf, über einen Roadtrip zu lesen und bin nach einigem Suchen auf diesen Roman gestoßen, den es praktischerweise sehr günstig als ebook gab.</div>
<div style="text-align: justify;">
Die siebzehnjährige Leila ist quer durch die USA und Kanada nach Alaska unterwegs, um dort die Polarlichter zu sehen. Allerdings handelt es sich um einen Roadtrip der etwas anderen Art, da er hauptsächlich aus der Sicht von den Menschen erzählt wird, denen Leila unterwegs begegnet. Dadurch ergeben sich vier voneinander unabhängige Geschichten, die nur durch Leila zusammengehalten werden, ehe abschließend dann noch ein Teil aus Leilas Sicht folgt. Die Schicksale der vier Menschen bleiben allerdings sehr an der Oberfläche. Jede(r) der vier, die alle ungefähr in Leilas Alter sind, hat ein Päckchen zu tragen, aber weder bei der Charakterzeichnung noch den Gefühlen noch den Konflikten geht der Autor besonders in die Tiefe. Die Auflösung der Geschichten ist dann teilweise recht zuckerlrosa geraten.</div>
<div style="text-align: justify;">
&#8222;Let&#8217;s Get Lost&#8220; ist flott zu lesender Roman, der ein paar sehr nette Geschichten erzählt, mir aber schon wieder ein wenig zu gefällig und nett war. So gesehen aber gut geeignet als leichte Sommerlektüre.</div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Andy Weir &#8211; Der Marsianer</title>
		<link>https://neyasha.at/2015/03/08/andy-weir-der-marsianer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2015 10:29:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[Genre: Science Fiction Seiten: 513 Verlag: Heyne ASIN: B00KG5VKK8 Meine Bewertung: 3 von 5 Sternchen Als die Marsmission &#8222;Ares 3&#8220; wegen eines heftigen Sturms überstürzt abgebrochen werden muss, wird Mark Watney aufgrund eines Unfalls für tot gehalten und auf dem Mars zurückgelassen. Seine einzige Hoffnung ist es, bis zur nächsten geplanten Mission &#8222;Ares 4&#8220; zu überleben. Der verbleibende&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;" href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2015/03/marsianer.jpg"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2015/03/marsianer.jpg" border="0" /></a></div>
<p>Genre: Science Fiction<br />
Seiten: 513<br />
Verlag: Heyne<br />
ASIN: B00KG5VKK8<br />
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternchen</p>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Als die Marsmission &#8222;Ares 3&#8220; wegen eines heftigen Sturms überstürzt abgebrochen werden muss, wird Mark Watney aufgrund eines Unfalls für tot gehalten und auf dem Mars zurückgelassen. Seine einzige Hoffnung ist es, bis zur nächsten geplanten Mission &#8222;Ares 4&#8220; zu überleben. Der verbleibende Proviant kann allerdings niemals so lange reichen und die Ausrüstung erlaubt es ihm kaum, bis zum Landeplatz von Ares 4 zu gelangen. Mark Watney braucht also einen Plan, um das Unmögliche zu schaffen: vier Jahre alleine auf dem Mars zu überleben.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Ich habe schon seit meiner Kindheit eine gewisse Schwäche für Astronomie und Raumfahrt und habe etwa den Film &#8222;Apollo 13&#8220; bereits zigmal gesehen. In Buchform habe ich mich allerdings noch kaum an das Thema gewagt und zum Teil hat mir &#8222;Der Marsianer&#8220; bestätigt, weshalb nicht.<br />
Mark Watney braucht all sein Wissen und seinen Erfindungsreichtum, um sich in der ersten Zeit auf dem Mars einzurichten und sich sein weiteres Überleben zu sichern. Wie er das schafft, schildert er in aller Ausführlichkeit. Das ist einerseits zwar spannend, andererseits hatte ich aber oft massive Probleme, das alles nachvollziehen zu können. Bei einem Film hat man hier den Vorteil, dass man das alles direkt sieht. Im Buch hat man dagegen nur die Beschreibungen und wenn man sich dann manches schlichtweg nicht vorstellen kann, wird die Sache schnell anstrengend zu lesen.</div>
<div style="text-align: justify;">Dabei ist es nicht prinzipiell uninteressant zu lesen, wie Mark in bester McGyver-Manier die Probleme angeht und sich mit dem, was ihm zur Verfügung steht, alles mögliche zusammenbastelt. Trotzdem gab es für mich vor allem am Anfang und dann auch zwischendurch noch einmal einige Durchhänger, bei denen ich schon eher das Gefühl hatte, eine Bedienungsanleitung zu lesen als einen Roman.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">&#8222;Der Marsianer&#8220; ist großteils wie ein Logbuch geschrieben, also aus der Sicht von Mark, auch wenn bei einigen Kapiteln kurz zur NASA und den restlichen Astronauten von Ares 3 gesprungen wird.</div>
<div style="text-align: justify;">Was mich an dem Buch besonders interessiert hat, war die Frage, wie ein Mensch psychisch mit so einer Situation umgeht &#8211; und leider fällt der Roman in diesem Punkt völlig durch. Die extreme Situation, die Einsamkeit, die ständige Gefahr, das alles wirkt sich auf Mark offensichtlich gar nicht aus. Er macht keine Entwicklung durch, er scheint nie zu verzweifeln (oder hält das zumindest nicht im Logbuch fest) und behält bis zum Ende einen flapsigen, ironischen Stil bei. An Familie, Freunde oder andere Personen, die er zuhause zurückgelassen hat, werden praktisch keine Gedanken verschwendet. Dadurch wirkte Mark für mich nicht wie ein greifbarer Mensch, sondern wie ein (sehr amerikanischer) Superheld und ein reines Mittel zum Zweck: eine unglaublich flache, oft auch nicht besonders sympathische Figur, die nur dazu da ist zu zeigen, was mit Erfindungsgeist und Hartnäckigkeit alles möglich ist.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Ich muss also ehrlich sagen, dass &#8222;Der Marsianer&#8220; auf einer emotionalen Ebene vollkommen uninteressant ist. Trotzdem ist der Roman inhaltlich spannend, wenn auch äußerst geradlinig (ein Problem entsteht und wird gelöst, das nächste entsteht und wird gelöst, usw.) und er hat mich stellenweise auch sehr gefesselt. Ob das, was Mark da so alles anstellt, auch technisch wirklich möglich ist und wie realistisch die Bedingungen auf dem Mars dargestellt werden, kann ich nicht genau beurteilen, aber man hat beim Lesen durchaus den Eindruck, dass der Autor sorgfältig recherchiert hat (auch wenn mir die Ausgangssituation mit dem Sturm in einigen Punkten etwas löchrig vorkam).</div>
<div style="text-align: justify;">Das Buch wird übrigens von Ridley Scott und mit Matt Damon in der Hauptrolle verfilmt. Ich kann es mir als Film richtig gut vorstellen und erwarte mir davon sogar etwas mehr als vom Buch, weil vermutlich die Hauptkritikpunkte darin weniger zum Tragen kommen.</div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Hugh Howey &#8211; Level</title>
		<link>https://neyasha.at/2015/03/02/hugh-howey-leve/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Mar 2015 19:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[Genre: Science Fiction Dauer: 10 Stunden 51 Minuten (ungekürzte Lesung) gelesen von: Peter Bieringer Verlag: Hörbuch Hamburg ASIN: B00M3CQK34 Meine Bewertung: 2,5 von 5 Sternchen Hörbuch-Challenge Achtung, leichte Spoiler zum 1. Band &#8222;Silo&#8220; lassen sich hier leider nicht vermeiden! Im Jahr 2049 wird der Architekt Donald Keene mit dem Bau eines riesigen unterirdischen Gebäudekomplexes beauftragt&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;" href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2015/03/level.jpg"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2015/03/level.jpg" height="150" border="0" /></a></div>
<p>Genre: Science Fiction<br />
Dauer: 10 Stunden 51 Minuten (ungekürzte Lesung)<br />
gelesen von: Peter Bieringer<br />
Verlag: Hörbuch Hamburg<br />
ASIN: B00M3CQK34<br />
Meine Bewertung: 2,5 von 5 Sternchen</p>
<p><a href="https://neyasha.at/2014/12/18/challenge-arianas-horbuch-challenge/">Hörbuch-Challenge </a></p>
<p><b>Achtung, leichte Spoiler zum 1. Band &#8222;Silo&#8220; lassen sich hier leider nicht vermeiden!</b></p>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Im Jahr 2049 wird der Architekt Donald Keene mit dem Bau eines riesigen unterirdischen Gebäudekomplexes beauftragt &#8211; angeblich, um den Sicherheitsbestimmungen beim Bau einer Anlage zur Lagerung und Entsorgung verbrauchter Kernbrennstoffe nachzukommen. Bis Donald erkennt, wofür das Gebäude tatsächlich dient, ist es längst zu spät und das Leben, wie er es bisher kannte, hat sich für immer verändert.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">&#8222;Level&#8220; erzählt die Vorgeschichte zu <a href="https://neyasha.at/2014/11/07/hugh-howey-silo/">Silo</a>, ist aber dennoch unbedingt als Folgeband zu verstehen, da man sich sonst all das Rätselraten um den Silo und die Überraschungseffekte, die einen Großteil der Spannung im 1. Band ausmachen, von Vornherein zerstört.</div>
<div style="text-align: justify;">In dem Prequel wird nun ein Bogen gespannt von der Entstehung der Silos bis hin zu den Ereignissen im 1. Band etwa 300 Jahre später. Es gibt also in dem Roman große Zeitsprünge und nicht nur das: Howey springt auch zwischen den Zeitebenen hin und her, indem er mit den Anfangstagen in Silo 1 und den Geschehnissen rund um den &#8222;Untergang&#8220; in Silo 17 zwei Handlungsstränge miteinander verflicht, die zeitlich weit auseinander liegen. Diese Sprünge sind anfangs etwas verwirrend und man muss sich ein wenig hineinfinden, aber mit der Zeit konnte ich ihnen gut folgen.</div>
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<div style="text-align: justify;">Trotzdem konnte mich &#8222;Level&#8220; nicht wirklich fesseln. Gerade im Vergleich zu &#8222;Silo&#8220;, das ich ja kaum aus der Hand legen wollte, ist mir aufgefallen, wie wenig ich teilweise den Drang hatte, dem Hörbuch weiter zu lauschen.</div>
<div style="text-align: justify;">Es fällt mir allerdings schwer zu sagen, weshalb das so war. Einerseits lag es wohl an den Zeitsprüngen, die dazu führen, dass der Roman ein wenig episodenhaft wirkt und man sich immer wieder erst neu in die Situationen einfügen muss. Andererseits kamen mir auch alle Figuren recht flach und schablonenhaft vor. Solo in Silo 17, den man ja schon vom vorigen Band kennt, war noch am besten ausgearbeitet, aber in Silo 1 konnte ich mit keiner der Figuren so richtig mitfiebern.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Was die Handlung betrifft, so ist es natürlich interessant, mehr über die Silos und die Hintergründe zu erfahren. Manche Fragen aus &#8222;Silo&#8220; wurden nun beantwortet, viele bleiben aber weiterhin offen. Alle Antworten wird es also wohl erst im abschließenden Band geben &#8211; wenn überhaupt.</div>
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<div style="text-align: justify;">Alles in allem war &#8222;Level&#8220; kein wirklich schlechtes Buch, aber es konnte mich leider auch nicht begeistern. Was man über die Silos erfährt, ist letztendlich doch recht wenig bzw. geht kaum über das hinaus, was man am Ende von &#8222;Silo&#8220; bereits begriffen hat. Es wäre schlicht nicht notwendig gewesen, diese Hintergründe sowie Solos Geschichte so lang auszuwalzen.</div>
<div style="text-align: justify;">Auch die Lesung von Peter Bieringer hat mich nicht vom Hocker gerissen, da ich sie stellenweise etwas eintönig und manchmal auch unpassend fand (etwa, wenn er lautstarke Wörter in den Raum schmettert, die von &#8222;flüsterte er&#8220; begleitet werden).</div>
<div style="text-align: justify;">Ich hoffe, dass der 3. Band wieder deutlich besser ist.</div>
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		<title>Hugh Howey &#8211; Silo</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Nov 2014 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[Genre: Science-Fiction, Endzeit/Postapokalypse Seiten: 534 Verlag: Piper ISBN: 3869521597 Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen Seit Generationen ist die Luft an der Erdoberfläche vergiftet und der letzte Rest der Menschheit hat sich in ein unterirdisches &#8222;Silo&#8220; zurückgezogen. Sheriff Holston beginnt sich aber zu fragen, ob wirklich alles so ist, wie es den Anschein hat. Vor drei Jahren ist&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;" href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2014/11/silo.jpg"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2014/11/silo.jpg" border="0" /></a></div>
<p>Genre: Science-Fiction, Endzeit/Postapokalypse<br />
Seiten: 534</p>
<div style="text-align: justify;">Verlag: Piper</div>
<div style="text-align: justify;">ISBN: 3869521597<br />
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen</div>
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<div style="text-align: justify;">Seit Generationen ist die Luft an der Erdoberfläche vergiftet und der letzte Rest der Menschheit hat sich in ein unterirdisches &#8222;Silo&#8220; zurückgezogen. Sheriff Holston beginnt sich aber zu fragen, ob wirklich alles so ist, wie es den Anschein hat. Vor drei Jahren ist seine Frau gestorben, weil sie nach draußen wollte &#8211; aber was hat sie damals entdeckt, dass sie überhaupt diesen tödlichen Wunsch geäußert hat? Holston beschließt, dass er selbst mit eigenen Augen sehen möchte, was sich hinter der großen Luke, die sie alle beschützt, verbirgt.</div>
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<div style="text-align: justify;">&#8222;Silo&#8220; ist ein ebook, das ich durch eine Gratisaktion entdeckt habe. Ich nutze solche Aktionen sonst nur selten, da ich nicht zig ebook-Leichen auf meinem Reader ansammeln möchte, die ich dann doch nie lese. Auf &#8222;Silo&#8220; bin ich vor allem deshalb neugierig geworden, weil das Self-Publishing-ebook im englischsprachigen Raum quasi durch die Decke geschossen ist, weshalb sich dann Piper die Rechte für die deutsche Übersetzung gesichert hat.</div>
<div style="text-align: justify;">Nun muss ja so ein Überraschungserfolg noch nicht viel heißen, aber in diesem Fall kann ich ihn wirklich nachvollziehen. Der Roman ist ungemein spannend und hat mich selbst in einer Zeit, in der ich stressbedingt kaum den Kopf frei zum Lesen hatte, mit glühenden Wangen an meinen Reader gefesselt.</div>
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<div style="text-align: justify;">Die Inhaltsbeschreibung klingt zunächst nach einem sehr vertrauten Handlungsschema solcher letzten Menschheitsrefugien, aber keine Bange: So vorhersehbar ist der Roman nicht. Hugh Howey hat einige Überraschungen in der Hinterhand und stellt gerade zu Beginn alle Vermutungen mehrmals mit einigen Wendungen auf den Kopf. Diese Wendungen bringen auch mit sich, dass die Protagonisten mehrfach wechseln, was vielleicht nicht jedermanns Fall ist. Mich hat das aber nicht gestört und ich konnte mich auch auf jede neue Perspektive schnell einstellen.</div>
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<div style="text-align: justify;">Es sind einerseits die offenen Fragen, die das Buch so fesselnd machen, andererseits auch die latente Bedrohung, die über den Figuren schwebt, denn wer zu viele Fragen stellt, gerät schnell in Gefahr, aus dem Silo verbannt zu werden. Und Fragen stellen vor allem Sheriff Holston und die Mechanikerin Juliette Nichols reichlich. Juliette ist eine äußerst sympathische Figur: ein wenig ruppig zwar, aber auch intelligent und mutig. Die anderen Figuren stehen etwas hinter ihr zurück &#8211; sie sind zwar gut ausgearbeitet, in manchen Punkten aber doch etwas klischeehaft. Trotzdem bringen sie noch genug Facetten mit, dass sie authentisch und lebensecht wirken.</div>
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<div style="text-align: justify;">Das Silo selbst ist beinahe ein Protagonist für sich: eine komplette Stadt auf zahlreichen Stockwerken, mit bildhaft beschriebenen unterschiedlichen Abteilungen und Bewohnern, deren Lebenszweck es in erster Linie ist, ihre Zuflucht am Laufen zu halten. Dennoch beginnt sowohl das mittlerweile veraltete Gebäude als auch die strenge Gesellschaftsordnung allmählich zu bröckeln. Immer mehr Menschen stellen in Frage, was sie bislang zu wissen glaubten, bis schließlich ihre gesamte Welt aus den Fugen gerät.</div>
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<div style="text-align: justify;">Dass &#8222;Silo&#8220; für mich dann doch kein perfekter Roman ist, liegt vor allem daran, dass es für mich einige Logiklücken gab. Ob es tatsächlich Lücken sind, kann ich zwar noch nicht beurteilen, da das der Auftakt zu einer Trilogie ist, aber ich bezweifle dennoch, dass alles noch zur Zufriedenheit erklärt wird. Zudem geschieht zum Ende hin manches ein wenig überstürzt, was dann auch dazu führt, dass gewisse Ereignisse und auch Entscheidungen der Figuren nicht ganz nachvollziehbar sind. Umgekehrt hätte man in den ersten zwei Dritteln vielleicht manches straffen können, wobei ich mich aber beim Lesen nie gelangweilt habe.</div>
<div style="text-align: justify;">Sprachlich ist der Roman nicht überragend geschrieben, er liest sich aber trotzdem flüssig und schnell &#8211; hätte ich ihn im Original gelesen, hätte ich mich wohl auch an der recht einfachen Sprache nicht gestört.</div>
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<div style="text-align: justify;">Fazit: &#8222;Silo&#8220; ist ein äußerst spannender Roman über Lüge und Manipulation, bei dem die Seiten nur so an einem vorbeifliegen. Er enthält altbekannte Elemente, schlägt aber doch so eigene Wege ein, dass ich ihn durchaus originell fand. Da das Tempo teilweise nicht ganz stimmt und der Roman sprachlich vielleicht noch ein wenig Feinschliff vertragen hätte, gibt das von mir 4 Sternchen mit leichter Tendenz nach oben.</div>
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