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	<title>Abenteuer &#8211; Neyashas Allerlei</title>
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	<description>Vom Lesen, Schreiben und von kreativen Dingen</description>
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		<title>Eowyn Ivey &#8211; Das Leuchten am Rand der Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Mar 2018 18:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Kindler (rowohlt) &#160; Zu Beginn des Jahres 1885 bricht Lieutenant Colonel Allen Forrester mit zwei weiteren Männern nach Alaska auf, um dort den Wolverine River zu erforschen. Von seiner Reise und dem Leben seiner Frau Sophie, die währenddessen in der Garnison von Vancouver auf ihn wartet, erzählen Briefe, Tagebücher, Bilder und weitere Dokumente,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;" href="https://2.bp.blogspot.com/-RZKZjgafOvU/WolUlmN3LwI/AAAAAAAAGUo/D2nt2WO08xYrriOcAsQZ-zaVtiUE7_wMwCPcBGAYYCw/s1600/leuchten1.jpg"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2018/03/leuchten1.jpg" data-original-height="500" data-original-width="353" width="140" height="200" border="0"></a></div>
<p><i>erschienen bei <a href="https://www.rowohlt.de/hardcover/das-leuchten-am-rand-der-welt.html">Kindler (rowohlt)</a></i></p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="text-align: justify;">Zu Beginn des Jahres 1885 bricht Lieutenant Colonel Allen Forrester mit zwei weiteren Männern nach Alaska auf, um dort den Wolverine River zu erforschen. Von seiner Reise und dem Leben seiner Frau Sophie, die währenddessen in der Garnison von Vancouver auf ihn wartet, erzählen Briefe, Tagebücher, Bilder und weitere Dokumente, die der entfernte Nachfahre Walter Forrester dem historischen Museum in Alpine zur Verfügung stellt.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">&#8222;Das Leuchten am Rand der Welt&#8220; ist ein wunderschönes Buch, das einen dank seines Aufbaus mitunter vergessen lässt, dass es eine fiktive Expedition beschreibt und man nicht etwa einen Tatsachenbericht vor sich hat. Mit dem vielfältigen (Bild)Material ist es eine echte Augenweide und ein Buch, das man auch gern immer wieder zur Hand nimmt.</div>
<p>&nbsp;</p>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" href="https://4.bp.blogspot.com/-WasdhKvdMrM/WolUusgudgI/AAAAAAAAGUw/7n7SCqtwV-A32EBKwXwfIiQVkloqq_o1QCPcBGAYYCw/s1600/leuchten3.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2018/03/leuchten3.jpg" data-original-height="527" data-original-width="600" width="320" height="281" border="0"></a></div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Die Geschichte der Expedition wird auf drei verschiedenen Ebenen geschildert: Im Mittelpunkt stehen die Aufzeichnungen von Allen Forrester, die von der schwierigen und entbehrungsreichen Reise berichten. Dieser Teil hat etwas von einem klassischen Abenteuerroman, der zudem auch manchmal die Grenzen der Realität überschreitet. Die drei Männer erleben<br />
schaurige und rätselhafte Dinge, die sie sich mit ihrer Vernunft nicht erklären können. Dabei stützt die Autorin sich auf tatsächliche Berichte aus jener Zeit, von denen sie auch kurze Ausschnitte in ihr Buch mit einflicht. Genauso wie bei jenen Berichten bleibt es auch bei den Aufzeichnungen von Allen Forrester offen, ob es sich nun wirklich um übernatürliche Begegnungen handelt oder um Einbildungen der Männer, die vom Hunger und der harten Reise gezeichnet sind.</div>
<div style="text-align: justify;">Währenddessen bleibt Sophie allein in der Garnison Vancouver zurück und erlebt dabei eine innere Reise, die vielleicht weniger abenteuerlich, aber nicht minder spannend ist. Sophie ist eine wissbegierige Vogelkundlerin, die in der Abwesenheit ihres Mannes die Fotografie für sich entdeckt. Ihre Charakterentwicklung hat mir sehr gut gefallen und ihre Begeisterung für Vögel und ihr neues Hobby sind richtig durch die Seiten zu spüren.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Schließlich gibt es als dritte Ebene noch jene der Gegenwart, in denen sich Walter Forrester und Josh, der Kurator des Museums, in Briefen über die Dokumente austauschen. Obwohl diese aufkeimende Brieffreundschaft nur einen kleinen Teil in dem Roman einnimmt, habe ich doch auch darüber sehr gern gelesen und die beiden Männer bald ins Herz geschlossen.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">&#8222;Das Leuchten am Rand der Welt&#8220; ist ein ruhig erzählter, aber dennoch fesselnder Abenteuerroman, der daneben auch die Geschichte einer ungewöhnlichen Frau und einer großen Liebe erzählt. Obwohl Allen und Sophie die ganze Zeit voneinander getrennt sind, bekommt man viele Einblicke in ihre Beziehung und man begreift schnell, wie ähnlich sie einander in vielen Dingen sind und wie tief daher auch ihr Verständnis füreinander ist.&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Ein ganz tolles und sehr atmosphärisches Buch über eine Expedition in unerforschte Gebiete, das bereits jetzt ein Jahreshighlight für mich ist.&nbsp;&nbsp;</p>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" href="https://4.bp.blogspot.com/-mz1oOlgOavs/WolUtQR7DLI/AAAAAAAAGUs/cQWvtyrRm7Q8CP2fbYvrm3ZyfQkJqJZ6QCPcBGAYYCw/s1600/leuchten2.jpg"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2018/03/leuchten2.jpg" data-original-height="455" data-original-width="600" width="400" height="302" border="0"></a></div>
</div>
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		<title>Isabelle Autissier &#8211; Herz auf Eis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Oct 2017 16:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei mare Louise und Ludovic wollen eine Auszeit von ihrem Pariser Stadtleben und brechen zu einer Segelreise auf. Dabei machen sie auch auf der Insel Südgeorgien Halt und gehen auf eine Wanderung. Als ein Sturm aufkommt, sind sie gezwungen, über Nacht Unterschlupf in der alten, verfallenen Walfangstation Stromness zu suchen. Am nächsten Morgen ist&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;" href="https://2.bp.blogspot.com/-aH-WufumTdk/WfIKmPyOM_I/AAAAAAAAGGk/oo4qWMQJ5kErzbquD4MVH4zSnSSNzkVrQCLcBGAs/s1600/herzaufeis.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2017/10/herzaufeis.jpg" width="400" height="331" border="0" data-original-height="400" data-original-width="482" /></a></div>
<div style="text-align: center;">erschienen bei <a href="http://www.mare.de/index.php?article_id=4698" target="_blank" rel="noopener">mare</a></div>
<div style="text-align: center;"></div>
<div style="text-align: center;"></div>
<div style="text-align: justify;">Louise und Ludovic wollen eine Auszeit von ihrem Pariser Stadtleben und brechen zu einer Segelreise auf. Dabei machen sie auch auf der Insel Südgeorgien Halt und gehen auf eine Wanderung. Als ein Sturm aufkommt, sind sie gezwungen, über Nacht Unterschlupf in der alten, verfallenen Walfangstation Stromness zu suchen. Am nächsten Morgen ist ihr Segelboot fort und die beiden finden sich ohne Kontakt zur Außenwelt gestrandet auf einer unwirtlichen Insel.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Die französische Autorin Isabelle Autissier machte sich früher selbst als Seglerin einen Namen: So umsegelte sie 1991 im Rahmen einer Regatta als erste Frau allein die Welt. Ihr Roman &#8222;Herz auf Eis&#8220; war für den Literaturpreis Prix Goncourt nominiert und ich konnte schnell nachvollziehen, weshalb. Ihre moderen Robinsonade ist nicht nur sprachlich beeindruckend, sondern gehört auch zu den fesselndsten und aufwühlendsten Büchern, die ich jemals gelesen habe.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Die Autorin beschreibt eher sachlich, aber dennoch sehr eindringlich, wie Louise und Ludovic versuchen, auf der Insel zu überleben. Sie richten sich mehr schlecht als recht in der alten Walfganstation ein und haben als einzige Nahrungsquelle Pinguine, die sie zu hunderten töten (oder eher abschlachten).</div>
<div style="text-align: justify;">Der Überlebenskampf schweißt sie gleichermaßen zusammen und treibt sie voneinander fort. Da die beiden sehr unterschiedliche Charakterzüge haben &#8211; Louise vorsichtig und nachgiebig; Ludovic ein unbekümmerter Draufgänger, der meist seinen Willen durchsetzt &#8211; kommt es schnell zu Konflikten und auch Schuldzuweisungen.</div>
<div style="text-align: justify;">&#8222;Herz auf Eis&#8220; schildert daher nicht nur einen Kampf gegen widrige äußere Umstände, sondern auch einen inneren Kampf gegen sich selbst und gegen die Person, die man liebt. Dabei wirft Isabelle Autissier auch die Frage auf, wann der Punkt erreicht ist, an dem kein Platz mehr ist für Liebe und man nur noch auf das eigene Überleben konzentriert ist.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Eine weitere Frage, die aufgeworfen wird, ist, wie weit man überhaupt noch abseits der modernen Gesellschaft überlebensfähig ist. Louise und Ludovic, die während ihres Segeltrips Träume von einem Leben ganz fern der Zivilisation haben, stoßen in Stromness schnell an ihre Grenzen und müssen feststellen, dass sie kaum mehr das Wissen und die Fertigkeiten mitbringen, um mit ihrer Situation fertig zu werden.</div>
<div style="text-align: justify;">Spannend ist auch der Gegensatz, dass Stromness, das für Louise und Ludovic zu einem Ort der Einsamkeit und und des Überlebenskampfes wird, zu Beginn des 20. Jahrhunderts für Ernest Shackleton der Ort der Rettung und des Zurückkommens in die Zivilisation war.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">Ich kann hier leider nicht beschreiben, was Isabelle Autissier in dem recht schmalen Buch noch alles an Fragen und Konflikten aufwirft, weil ich sonst zuviel von der Handlung verraten würde. Für mich war &#8222;Herz auf Eis&#8220; auf jeden Fall nicht nur ein spannendes, sondern auch ein unglaubliches intensives Leseerlebnis. Ich konnte den Roman kaum aus der Hand legen (obwohl ich vor dem Lesen schon sehr viel über den weiteren Handlungsverlauf wusste) und habe ihn nach dem Zuklappen sehr lange nicht aus dem Kopf gebracht.</div>
<div style="text-align: justify;">Ein sehr schonungsloser und ungemein fesselnder Roman &#8211; und für mich eins der besten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe!</div>
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		<title>Sabrina Janesch &#8211; Die goldene Stadt</title>
		<link>https://neyasha.at/2017/09/24/sabrina-janesch-die-goldene-stad/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Sep 2017 12:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei rowohlt &#160; Seit seiner Kindheit träumt Rudolph August Berns, Sohn eines Weinhändlers, davon El Dorado zu finden &#8211; die sagenumwobene goldene Stadt der Inka. Nach einer turbulenten Jugendzeit bricht er tatsächlich nach Peru auf, verdingt sich dort zuerst in der Armee, dann als Ingenieur bei der Eisenbahn und baut schließlich mit seinem amerikanischen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;" href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2017/09/janesch.jpg"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2017/09/janesch.jpg" data-original-height="200" data-original-width="163" border="0"></a></div>
<p>erschienen bei <a href="https://www.rowohlt.de/hardcover/die-goldene-stadt.html" target="_blank" rel="noopener">rowohlt</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<div style="text-align: justify;">Seit seiner Kindheit träumt Rudolph August Berns, Sohn eines Weinhändlers, davon El Dorado zu finden &#8211; die sagenumwobene goldene Stadt der Inka. Nach einer turbulenten Jugendzeit bricht er tatsächlich nach Peru auf, verdingt sich dort zuerst in der Armee, dann als Ingenieur bei der Eisenbahn und baut schließlich mit seinem amerikanischen Freund Harry Singer eine Sägemühle in der Cordillera Vilcabamba. Aber der Traum von El Dorado will ihn nicht loslassen.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Lange dachte man, der Archäologe Hiram Bingham hätte 1911 als Erster Machu Picchu wiederentdeckt. Erst vor einigen Jahren wurde bekannt, dass offensichtlich ein Deutscher namens August Berns bereits in den 60er oder 70er Jahren des 19. Jahrhunderts die legendäre Stadt der Inka gefunden hatte. Die Schriftstellerin Sabrina Janesch begann daraufhin zu recherchieren und konstruierte aus zahlreichen Dokumenten, die sie sowohl in Deutschland als auch Peru fand, die mögliche Lebensgeschichte diesese Mannes.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Tatsächlich ist &#8222;Die goldene Stadt&#8220; wie eine Biografie aufgebaut: Der Roman folgt August Berns von seiner Geburt 1842 bis ins Jahr 1887, als sich seine Spuren verlieren (und im Epilog sogar darüber hinaus). Er beschreibt auch, wie sich aus der anfänglichen Leidenschaft für die Kultur der Inka eine Besessenheit entwickelte, die Berns schließlich sogar zum Trickbetrüger machte. Denn er hat kein archäologisches Interesse an der vergessenen Stadt; es geht ihm um die Entdeckung der Goldstadt El Dorado. So träumt er von ungeahnten Schätzen und vergoldeten Häusern &#8211; und hört auch nach der Entdeckung von Machu Picchu nicht auf, nach dem vermuteten Gold zu suchen.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Der Roman ist sehr fesselnd zu lesen, auch wenn es auf den etwa letzten 100 Seiten einen leichten Spannungsabfall gibt. Das ist auch etwa der Punkt, an dem in einem &#8222;klassischen&#8220; historischen Roman der Spannungsbogen zum Ende kommen würde: mit der Entdeckung der gesuchten Stadt. Aber &#8222;Die goldene Stadt&#8220; geht eben über diesen Punkt hinaus &#8211; einerseits aufgrund des biografischen Charakters, andererseits aber auch, weil sich natürlich die Frage stellt, weshalb August Berns nicht als Entdecker von Machu Picchu bekannt wurde.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Mir hat der Roman trotz der kleinen Längen zum Ende hin sehr gut gefallen. Mich hat einerseits fasziniert, wo es August Berns überall hin verschlug (zwischenzeitlich sogar nach Amerika und zu den Anfängen des Panamakanalbaus) und andererseits, wie überzeugend Sabrina Janesch seine Persönlichkeit und seine Charakterentwicklung schildert.</div>
<div style="text-align: justify;">&#8222;Die goldene Stadt&#8220; reiht sich vom Genre her irgendwo zwischen historischem Roman, Abenteuerroman und Biografie ein und ich kann das Buch allen empfehlen, die gern über Entdecker lesen oder sich bei historischen Romanen lieber abseits der üblichen Pfade bewegen.</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Julie Campbell &#8211; The Red Trailer Mystery (Trixie Belden 2)</title>
		<link>https://neyasha.at/2014/07/22/julie-campbell-red-trailer-mystery/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jul 2014 14:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Genre: Kinder-/Jugendbuch, Abenteuer Verlag: Random House Books for Young Readers Seiten: 269 ASIN: B005U3Z4F8 Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen &#8222;Zurück in die Vergangenheit&#8220;-Challenge&#160; Nach Jim Fraynes Verschwinden machen Trixie und Honey sich gemeinsam mit der Erzieherin Miss Trask in einem Wohnwagen auf den Weg, um den Freund zu suchen. Dabei begegnen sie einer Familie&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;">
<a href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2014/07/trixie2.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2014/07/trixie2.jpg" border="0"></a></div>
<p>Genre: Kinder-/Jugendbuch, Abenteuer<br />
Verlag: Random House Books for Young Readers<br />
Seiten: 269<br />
ASIN: B005U3Z4F8<br />
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen</p>
<p><a href="https://neyasha.at/2013/08/15/challenge-zuruck-in-die-vergangenhei/">&#8222;Zurück in die Vergangenheit&#8220;-Challenge&nbsp;</a></p>
<p>Nach Jim Fraynes Verschwinden machen Trixie und Honey sich gemeinsam mit der Erzieherin Miss Trask in einem Wohnwagen auf den Weg, um den Freund zu suchen. Dabei begegnen sie einer Familie in einem roten Wohnwagen, die den Mädchen Rätsel aufgibt. Wieso sind sie ihnen gegenüber so abweisend und weshalb ziehen sie sich trotz der Hitze so völlig in den Wagen zurück? Und welche Geheimnisse verbirgt der große Wald, der den Trailerpark umgibt? Trixie und Honey haben bald einiges mehr zu tun als nur Jim zu finden.</p>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">
Vor zwei Jahren habe ich den <a href="https://neyasha.at/2012/08/09/julie-campbell-secret-of-mansion-trixie/">1. Band</a> der Trixie Belden-Reihe auf Englisch gelesen und dabei erstaunt festgestellt, was in der deutschen Übersetzung alles geändert und gekürzt wurde. Beim 2. Band kann ich nicht so genau sagen, was in der Übersetzung alles rausgestrichen wurde, da ich mich nicht mehr ganz so gut daran erinnern kann. Obwohl ich die gesamte Serie mehr als einmal gelesen habe, gab es doch bestimmte Bände, die ich öfter zur Hand genommen habe als andere und der 2. gehörte nicht dazu.</div>
<div style="text-align: justify;">
Eines aber kann ich mit Sicherheit sagen: &#8222;The Red Trailer Mystery&#8220; steckt voller wunderbarer, kleiner Details, die es bei weitem nicht alle in die deutsche Version geschafft haben. Ich habe die Serie als sehr unterhaltsam, aber auch als recht knapp gefasst und schnell im Tempo in Erinnerung.</div>
<div style="text-align: justify;">
Nun ist mir aufgefallen, dass sich im 2. Band zwar so einiges tut, das Tempo aber dennoch eher ruhig ist. Und das meine ich keineswegs negativ, denn die Beschreibung des waldigen, ländlichen Amerika in den 50er Jahren ist ungemein stimmungsvoll. Indem man in der deutschen Übersetzung die Romane aus ihrer eigentlichen Umgebung herausgerissen und sehr viel von dem &#8222;Rundherum&#8220; gekürzt hat, hat man ihnen einiges von ihrer Stimmung geraubt.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">
Wie auch im 1. Band geht es hier nicht nur um die kleinen Kriminalfälle, sondern auch um die Freundschaft zwischen Trixie und Honey und ihre Charakterentwicklung, die sich daraus ergibt. Dazu ist &#8222;The Red Trailer Mystery&#8220; auch ein richtiges Sommerbuch, voller Hitze und Sonne, Abenteuern, Ausritten durch weitläufige Wälder und auch voller moralische Konflikte.</div>
<div style="text-align: justify;">
Ja, der 2. Band stellt vor allem Trixie häufig vor die Frage, wie sie mit bestimmten Informationen und Situationen umgehen soll und so wird der ungestümen, jungen Detektivin hier einiges zum Nachdenken gegeben.</div>
<div style="text-align: justify;">
Die Rätsel selbst sind zwar spaßig zu lesen und lassen dank einiger Verwicklungen auch manchmal Spannung aufkommen, aber insgesamt sind sie doch für erwachsene Leser zu rasch zu durchschauen. Ich bin mir nicht sicher, wie weit es beabsichtigt ist, dass man Trixie und Honey einen Schritt voraus ist, da sie sich am Ende selbst über ihre Begriffstutzigkeit ärgern, aber allgemein war mir die Handlung doch zu vorhersehbar.<br />
Durch all die schönen Beschreibungen und die liebenswerten Figuren kommt das aber glücklicherweise nicht so stark zum Tragen. Sehr erfrischend ist übrigens auch das erstaunlich fortschrittliche Frauenbild dieser Serie. Kaum zu glauben, dass sie fast aus derselben Zeit stammt wie die &#8222;Fünf Freunde&#8220;, die ich zwar auch gern gelesen habe, die aber eine deutlich traditionellere Rollenverteilung zeigen.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">
&#8222;The Red Trailer Mystery&#8220; ist ein schönes Abenteuer mit Wohlfühlfaktor, das mir auch als Erwachsene wieder viel Freude gemacht hat. Ich bin mir sicher, dass ich mit meinem englischen Reread von Trixie Belden fortfahren werde und freue mich schon, wenn es mit dem &#8222;Rotkehlchen-Club&#8220; so richtig losgeht.</div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Jules Verne &#8211; Die geheimnisvolle Insel</title>
		<link>https://neyasha.at/2014/07/14/jules-verne-die-geheimnisvolle-inse/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jul 2014 11:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Genre: Abenteuer Verlag: Audible Dauer: 22 h 16 min (ungekürzte Lesung) gelesen von: Reinhard Kuhnert meine Bewertung: 3 von 5 Sternchen &#160; Während des amerikanischen Bürgerkrieges fliehen der Ingenieur Cyrus Smith und einige seiner Mithäftlinge aus einem Gefangenenlager mit einem Ballon. Doch ihre Flucht führt sie vom Regen in die Traufe: Sie stürzen auf einer&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;">
<a href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2014/07/verneinsel.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" border="0" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2014/07/verneinsel.jpg" /></a></div>
<p>Genre: Abenteuer<br />
Verlag: Audible<br />
Dauer: 22 h 16 min (ungekürzte Lesung)<br />
gelesen von: Reinhard Kuhnert<br />
meine Bewertung: 3 von 5 Sternchen</p>
<p>
&nbsp; </p>
<div style="text-align: justify;">
Während des amerikanischen Bürgerkrieges fliehen der Ingenieur Cyrus Smith und einige seiner Mithäftlinge aus einem Gefangenenlager mit einem Ballon. Doch ihre Flucht führt sie vom Regen in die Traufe: Sie stürzen auf einer einsamen Insel mitten im Pazifik ab und sind nun ohne Nahrung und jegliche Hilfsmittel gestrandet. Mit Geschick und Erfindungsreichtum richten sie sich allmählich auf der Insel ein. Doch auf der Insel scheinen seltsame Mächte zu wirken und immer stärker beschleicht sie das Gefühl, dass sie hier nicht allein sind.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">
&#8222;Die geheimnisvolle Insel&#8220; ist einer der weniger bekannten Romane von Jules Verne, der mir selbst in meiner jugendlichen Verne-Phase nie untergekommen ist. Da er außerdem eine lockere Fortsetzung von zwei anderen Romanen des Autors ist, ist es ohnehin empfehlenswert, nicht gleich mit diesem zu beginnen, da man auf jeden Fall davon profitiert, wenn man die Vorgänger bereits kennt (und man sonst für diese gespoilert wird). Leider hat mir das Wissen, um welche zwei Romane es sich dabei handelt, einen großen Teil der Spannung geraubt, da mir so einiges bereits sehr früh klar wurde.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">
Und ganz ehrlich: Ohne diese Rätsel bleibt nicht mehr sehr viel Spannung übrig. Nicht, dass ich &#8222;Die geheimnisvolle Insel&#8220; langweilig gefunden hätte, aber die Handlung plätschert eher gemütlich vor sich hin. Man erlebt mit, wie die Gestrandeten die Insel bewohnbar machen, Tiere zähmen, die Erde beackern und allerlei Gerätschaften bauen. Es macht Spaß zu lesen, wie sie sich aus dem Nichts ihr eigenes kleines Paradies erschaffen.&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">
Das Problem ist nur, dass alles zu glatt verläuft, die Siedler sich zu perfekt ergänzen: Da sind der Tausendsassa Cyrus Smith, der immer eine Lösung findet, der intelligente Reporter Gideon Spilett, der Seeman Pencroff, der einen eher dummen Eindruck macht, dafür aber ordentlich anpacken kann, dessen Schützling Harbert, der ein wandelndes Tier- und Pflanzenlexikon ist und schließlich Nab, der treu ergebene und fleißige Diener von Smith.</div>
<div style="text-align: justify;">
Zwischen den Siedlern kommt es zu keinerlei Unfrieden, es herrscht eine perfekte Harmonie. Hier hat Verne meiner Meinung nach einiges an Konfliktpotenzial verschenkt und dass Smith scheinbar alles kann, alles weiß und von Pencroff nahezu verehrt wird, macht die Sache nicht interessanter.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">
&#8222;Die geheimnisvolle Insel&#8220; ist dennoch ein unterhaltsamer Abenteuerroman, aber alles in allem fand ich ihn zu langatmig und die Figuren vor allem in ihrer Interaktion zu uninteressant. Da habe ich von Verne schon deutlich besseres gelesen. </div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">
Die Hörbuchfassung kann ich auch nur bedingt empfehlen. Die sehr beschauliche und langsame Lesung von Reinhard Kuhnert hat etwas von einer gemütlichen Märchenstunde und sorgt nicht gerade für mehr Spannung.&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">
Außerdem fand ich die Art und Weise, wie er versucht, den Figuren unterschiedliche Stimmen zu geben, nicht sehr gelungen. So, wie er Pencroff liest, wirkt der Seemann noch dümmlicher als schon im Text angelegt und vor allem bei Nab hat Kuhnert völlig daneben gegriffen: Die abgehackte Sprechweise vermittelt den Eindruck, dass er entweder die Sprache nicht gut beherrscht oder aber etwas langsam im Denken ist &#8211; beides Interpretationen, zu denen der Roman an sich keinen Anlass gibt. Wenn man eine solche Sprechweise auch noch dem einzigen Schwarzen, einem ehemaligen Sklaven, verleiht, macht das doch einen mehr als zweifelhaften Eindruck.&nbsp;</div>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Robert Louis Stevenson &#8211; Die Schatzinsel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Apr 2013 19:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Genre: Abenteuerroman, Klassiker Verlag: Buchfunk Dauer: 6 Stunden 17 Minuten (ungekürzte Lesung) gelesen von: Thomas Dehler ASIN: B002TVXYR4 Meine Bewertung: 2,5 von 5 Sternchen &#8222;Bücher, die man gelesen haben muss&#8220;-Challenge Jim Hawkins&#8216; Leben gerät völlig aus den Fugen, als sich der alte Seemann Bill Bones im Gasthaus von Jims Familie einquartiert. Eine ganze Reihe von&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;" href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2013/04/schatzinsel.jpg"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2013/04/schatzinsel.jpg" border="0"></a></div>
<p>Genre: Abenteuerroman, Klassiker<br />
Verlag: Buchfunk<br />
Dauer: 6 Stunden 17 Minuten (ungekürzte Lesung)<br />
gelesen von: Thomas Dehler<br />
ASIN: B002TVXYR4<br />
Meine Bewertung: 2,5 von 5 Sternchen</p>
<p><a href="https://neyasha.at/2013/01/04/bucher-die-man-gelesen-haben-muss-meine/">&#8222;Bücher, die man gelesen haben muss&#8220;-Challenge</a></p>
<div style="text-align: justify;">
Jim Hawkins&#8216; Leben gerät völlig aus den Fugen, als sich der alte Seemann Bill Bones im Gasthaus von Jims Familie einquartiert. Eine ganze Reihe von Piraten hat es offensichtlich auf Bones abgesehen, und im Zuge all der Verwicklungen findet Jim sich plötzlich im Besitz einer Schatzkarte wieder. Sie zeigt die Insel, auf der der Schatz des berüchtigen Captain Flint vergraben sein soll. Eine Mannschaft wird zusammengestellt, doch bald stellt sich heraus, dass Piraten mit an Bord sind, die es ebenfalls auf den Schatz abgesehen haben.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Klassische Abenteuerromane und ich, das ist so eine Sache. <a href="https://neyasha.at/2012/09/04/alexandre-dumas-der-graf-von-monte/">Der Graf von Monte Christo</a> hat mir ja überraschend gut gefallen, aber sonst ist das eher nicht mein Genre. So ist mir etwa &#8222;Robinson Crusoe&#8220; als eins der langweiligsten Bücher in Erinnerung, das ich während meines Studiums gelesen habe. Und auch &#8222;Die Schatzinsel&#8220; konnte mich nicht wirklich begeistern. Ich hätte den Roman vermutlich nie gelesen, hätte ich nicht vor zwei Jahren eine äußerst gelungene Theateraufführung gesehen, die ihn mir dann doch schmackhaft gemacht hat.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Leider fand ich den Roman aber doch eher langweilig. Der Anfang hat mir ja noch sehr gut gefallen. Alles um Bill Bones ist sehr atmosphärisch und auch auf eine wohlige Art gruselig. Danach aber plätschert die Handlung eher vor sich hin. Dabei weist der Roman die besten Zutaten für Spannung und Abenteuer auf: Piraten, eine Schatzkarte, Meuterei, eine geheimnisvolle Insel</div>
<div style="text-align: justify;">Dennoch konnte mich nichts davon wirklich fesseln. Zum einen stimmte für mich das Tempo nicht. Der Roman hat teilweise extreme Längen, verliert sich in der Beschreibung von (meiner Meinung nach) unwichtigen Kleinigkeiten, wirkt in seinen Schilderungen sehr statisch.</div>
<div style="text-align: justify;">Zum anderen gelang es mir nicht, mit der Figur des Jim Hawkins wirklich mitzufiebern, was natürlich problematisch ist, wenn alles aus seiner Sicht erzählt wird. Ob es nun an der Distanz liegt, die dadurch bedingt wird, dass Jim alles rückblickend aus seiner Erinnerung erzählt oder einfach daran, dass ich Jim als Figur nicht unbedingt interessant fand, kann ich nur schwer sagen. Wirklich berühren konnte mich allerdings keine der Figuren, die interessanteste war letztendlich noch Long John Silver.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Trotzdem hat es gewissermaßen Spaß gemacht, das Hörbuch zu horchen, da es einfach so unglaublich viele Referenzen in der Schatzinsel gibt, die ich aus anderen Büchern und Filmen kannte, dass es ein bisschen war wie alte Bekannte zu treffen.</div>
<div style="text-align: justify;">Ich könnte mir außerdem vorstellen, dass mich die Handlung deutlich mehr gefesselt hätte, wenn ich nicht durch das Theaterstück schon gewusst hätte, was alles genau passiert.</div>
<div style="text-align: justify;">&nbsp;</div>
<div style="text-align: justify;">Ihr merkt vielleicht schon, dass ich nicht einmal in der Rezension wirklich konkrete Worte zu dem Buch finde. Insgesamt kann ich nur sagen, dass ich es zwar nicht bereue, diesen Klassiker nun auch einmal gelesen zu haben, dass das Lesen (bzw. Hören) für mich aber definitiv kein &#8222;Abenteuer&#8220; war. Die meiste Zeit machte sich gepflegte Langeweile breit und am Ende dann eine gewisse Erleichterung, dass ich dieses Buch nun hinter mich gebracht hatte.</div>
<div style="text-align: justify;">Auf meiner persönlichen Liste der 100 Lieblingsbücher würde es mit Sicherheit nicht landen.</div>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Sir Gawain und der Grüne Ritter</title>
		<link>https://neyasha.at/2013/03/07/sir-gawain-und-der-grune-ritter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Mar 2013 13:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Genre: mittelalterliche Ritterromanze, Artusepik Seiten: 167 Verlag: Klett-Cotta ISBN: 978-3608932638 Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternchen In diesem mittelenglischen Text von etwa 1400 sprengt ein seltsamer grüner Ritter die unbeschwerte Festgesellschaft König Artus&#8216;. Er fordert die versammelten Ritter heraus: Einer von ihnen dürfe ihm einen Schlag versetzen und müsse ein Jahr später zur Grünen Kapelle&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;">
<a href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2013/03/gawain.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" border="0" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2013/03/gawain.jpg" /></a></div>
<p>Genre: mittelalterliche Ritterromanze, Artusepik<br />
Seiten: 167<br />
Verlag: Klett-Cotta<br />
ISBN: 978-3608932638<br />
Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternchen</p>
<div style="text-align: justify;">
In diesem mittelenglischen Text von etwa 1400 sprengt ein seltsamer grüner Ritter die unbeschwerte Festgesellschaft König Artus&#8216;. Er fordert die versammelten Ritter heraus: Einer von ihnen dürfe ihm einen Schlag versetzen und müsse ein Jahr später zur Grünen Kapelle reiten, um dort einen ebensolchen Schlag zu empfangen. Sir Gawain nimmt die Herausforderung an und schlägt dem grünen Ritter den Kopf ab, den dieser daraufhin unter den Arm nimmt und von dannen zieht.</div>
<div style="text-align: justify;">
Ein Jahr später muss also nun Gawain aufbrechen und sich dem Schlag des Ritters stellen. Doch auf dem Weg zur Grünen Kapelle kommt er zu einem Schloss, wo er einige Tage verbringt &#8211; und dabei in Versuchung geführt wird.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">
Das wird nun eine etwas andere Rezension, da ich nicht umhin konnte, &#8222;Sir Gawain und der Grüne Ritter&#8220; mit all den isländischen Sagas zu vergleichen, die ich gerade lese. Diese sind zwar etwas früher niedergeschrieben worden, aber es handelt sich doch in beiden Fällen um mittelalterliche Literatur von unbekannten Verfassern, die vornehmlich von Kämpfen und Abenteuern erzählt.</div>
<div style="text-align: justify;">
&#8222;Sir Gawain und der grüne Ritter&#8220; ist in der vorliegenden Prosaübersetzung sehr flüssig zu lesen &#8211; und deutlich leichter zugänglich als die meisten Sagas. Statt einem umfangreichen Personal samt Verwandtschaft werden hier lediglich die wichtigsten Figuren eingeführt. Dafür wird deren Aussehen und vor allem auch deren Kleidung sehr viel Raum gewidmet, während so etwas in den Sagas in der Regel kaum Erwähnung findet.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">
Sehr unterschiedlich ist auch die Lebenswelt der Figuren, die hier präsentiert wird: Der höfischen Gesellschaft von Artus mit Rittern, die offensichtlich die meiste Zeit mit Festen, Turnieren und der einen oder anderen Abenteuerfahrt beschäftigt sind, steht die sehr bodenständige, skandinavische Gesellschaft von angesehenen Bauern gegenüber, die Arbeit auf ihrem Hof zu verrichten haben und Gerichtsfälle auf dem Thing lösen müssen. Letztere wirkt &#8211; trotz recht fremder Wertesysteme &#8211; greifbarer und lebensnaher als die erhöhte Gesellschaft rund um König Artus.</div>
<div style="text-align: justify;">
Und schließlich sind auch viele Sagahelden deutlich ambivalenter gezeichnet, mit Fehlern und Schwächen und oft auch einem hässlichen Aussehen (das keineswegs auf einen schlechten Charakter hindeutet). Gawain hingegen ist schön, edel und tugendhaft in jeder Hinsicht. Gerade diese Tugend wird stark auf die Probe gestellt. Man bekommt schon beinahe Mitleid mit ihm, wenn er kaum noch weiß, wie er sich der Avancen der Hausherrin erwehren soll &#8211; und dennoch versucht, standhaft zu bleiben.</div>
<div style="text-align: justify;">
Dass ihn eine kleine Verfehlung schließlich in arge Zweifel stürzt und zu einer wahren Flut von Selbstvorwürfen führt, ist aus heutiger Sicht etwas schwer zu verstehen, aber man kann sich als moderner Leser damit trösten, dass es auch die anderen Ritter nicht so recht nachvollziehen können.</div>
<div style="text-align: justify;">
</div>
<div style="text-align: justify;">
Insgesamt ist &#8222;Sir Gawain und der Grüne Ritter&#8220; eine schöne Erzählung, die sich flott lesen lässt und auch ein paar interessante Konflikte aufwirft. Rein stilistisch geht natürlich in einer Prosaübersetzung viel verloren, aber ich bin nun einmal nicht imstande, mittelenglische Stabreimdichtung flüssig zu lesen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></div>
<div style="text-align: justify;">
Durch die derzeit intensive Beschäftigung mit isländischen Sagas gingen mir die Vergleiche beim Lesen ganz von selbst durch den Kopf. Deutlicher leichter zugänglich ist auf alle Fälle &#8222;Sir Gawain und der Grüne Ritter&#8220;, auf eine gewisse Weise kraftvoller finde ich aber die Sagas.</div>
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		<title>Alexandre Dumas &#8211; Der Graf von Monte Christo</title>
		<link>https://neyasha.at/2012/09/04/alexandre-dumas-der-graf-von-monte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Sep 2012 18:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Genre: Abenteuerroman, Klassiker Seiten: 937 Verlag: Aufbau Taschenbuch ISBN: 978-3746661254 Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen Themen-Challenge (Rache) Der junge Edmond Dantés scheint vom Glück begünstigt zu sein. Er steigt vom einfachen Seemann zum Kapitän auf und ist im Begriff, sich mit seiner großen Liebe zu vermählen, als er durch eine Intrige verhaftet und in&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;">
<a href="http://www.acarneya.at/blog/montechristo.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"><img decoding="async" src="http://www.acarneya.at/blog/montechristo.jpg" border="0"></a></div>
<p>Genre: Abenteuerroman, Klassiker<br />
Seiten: 937<br />
Verlag: Aufbau Taschenbuch<br />
ISBN: 978-3746661254<br />
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen</p>
<p><i><a href="https://neyasha.at/2011/12/14/meine-leseliste-zur-themen-challenge/">Themen-Challenge</a> (Rache) </i></p>
<div style="text-align: justify;">
Der junge Edmond Dantés scheint vom Glück begünstigt zu sein. Er steigt vom einfachen Seemann zum Kapitän auf und ist im Begriff, sich mit seiner großen Liebe zu vermählen, als er durch eine Intrige verhaftet und in den Kerker des Château d’If geworfen wird. Jahrelang fristet er hier ein elendes Dasein, das ihm nur durch einen Mitgefangenen erträglich gemacht wird. Dieser wird nicht nur sein Lehrmeister, sondern beschreibt ihm auch den Weg zu einem großen Schatz. Mithilfe dieser Reichtümer beginnt Dantés, der sich nun als &#8222;Graf von Monte Christo&#8220; bezeichnet, nach seiner Flucht Rache an seinen Feinden zu nehmen.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">
Eins vorweg zu der Ausgabe, die ich gelesen habe: Erst, als ich schon recht weit im Buch fortgeschritten war, habe ich erfahren, dass es nur eine einzige nicht gekürzte deutsche Ausgabe gibt, und zwar ist es jene von dtv mit gut 1500 Seiten. In den anderen ist meist nicht vermerkt, dass es sich um eine gekürzte Fassung handelt, da meine ebook-Version aber jener des oben angeführten Aufbau-Verlages entspricht, die &#8222;nur&#8220; um die 900 Seiten hat, handelt es sich dabei also ebenfalls nicht um die vollständige Fassung.</div>
<div style="text-align: justify;">
Ich wollte mir aber nicht extra noch die Ausgabe von dtv kaufen und hatte auch beim Lesen nie das Gefühl als würde an irgendeiner Stelle etwas fehlen. Trotzdem ist also beim Kauf etwas Vorsicht geboten. Es gibt nämlich auch Fassungen, die gerade noch 200-500 Seiten haben, was dann wohl wirklich zu einem massiv verstümmelten Text führen muss.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">
Nun aber zum Roman an sich: Jahrelang hatte ich an diesem Klassiker der Abenteuerliteratur kein Interesse &#8211; noch nicht einmal an den Verfilmungen. Das hat mich jetzt in die glückliche Lage versetzt, dass ich über den Inhalt nur genau soviel wusste, wie ich nun oben darüber geschrieben habe. Ich konnte also recht ahnungslos an den Roman herangehen und war auch fast von der ersten Seite weg gefesselt. Es ist schon länger her, seit ich zuletzt ein Buch in der Hand hatte, das so durchgängig die Spannung gehalten hat.</div>
<div style="text-align: justify;">
Das Unglück, das sich anfangs über Dantés zusammenbraut, dann seine hoffnungslose Lage im Gefängnis und schließlich sein Rachefeldzug &#8211; all das schildert Dumas so fesselnd, dass ich das Buch immer nur schwer zur Seite legen konnte und am Ende beinahe traurig war, dass es nun aus ist.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">
Es ist aber nicht nur die Handlung, die den Roman so spannend macht, sondern vor allem auch die Figur des Grafen selbst. Anfangs ein liebenswerter Jüngling, der von den Ereignissen völlig überrollt wird, entwickelt er sich zu einem verbitterten Mann, den nur noch der Gedanke an Rache am Leben erhält. Die anderen Figuren sind großteils recht simpel gezeichnet und meist eindeutig Gut oder Böse zuzuordnen, aber die Titelfigur weist deutlich mehr Facetten auf. Der Graf hat in seinem Rachedurst, aber auch in seinem festen Gedanken, dass seine Hand ihm gewissermaßen von Gott geführt wird, etwas so erschreckendes, dass ich oft nicht wusste, ob ich wirklich mit ihm mitfiebern sollte. Und doch konnte ich mich nie ganz seinem Bann entziehen und wünschte mir einige Male die vollständige Vernichtung seiner Widersacher.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">
Der einzige Grund, weshalb ich von dem Roman nicht ganz uneingeschränkt begeistert bin, ist die Tatsache, dass mir vieles ein wenig zu extrem war: manche der Schurken zu niederträchtig, die Schätze allzu reich, die jungen Frauen allzu tugendhaft, die Intrigen, mit der der Graf Rache nimmt, zu verwickelt und schließlich seine Feinde oft zu naiv oder arglos. Und ob jemand nach jahrelanger Kerkerhaft mit karger Nahrung tatsächlich vor Kraft strotzend und jung geblieben sein und zudem noch über strahlendweiße Zähne verfügen kann, sei mal dahingestellt &#8230;</div>
<div style="text-align: justify;">
Manchmal schimmert also doch das abenteuerhafte des Romans ein bisschen zu sehr durch und führt zu gewissen Übertreibungen.</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">
Davon abgesehen ist aber &#8222;Der Graf von Monte Christo&#8220; ein sehr fesselnder Roman, der zwar vielleicht schon etwas in die Jahre gekommen, aber noch kein bisschen verstaubt ist. Allen, die ihn noch nicht kennen, kann ich ihn wirklich nur wärmstens empfehlen!</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<div style="text-align: justify;">
<i>Übrigens wäre ich jetzt doch auch neugierig auf eine Verfilmung, auch wenn ich nicht so recht weiß, welche ich ansehen sollte. Die wohl bekannteste und werkgetreueste dürfte ja die Miniserie von 1998 sein, aber da schreckt mich Gérard Depardieu ein wenig ab, der so gar nicht mit meiner Vorstellung von Edmond Dantés übereinstimmt und den ich außerdem schon in &#8222;Les Misérables&#8220; nicht mochte. Die neuere Verfilmung von 2002 dürfte allerdings auch nicht wirklich eine Alternative sein, da James Caviezel für mich zwar rein optisch besser in die Rolle passt, dafür aber die Änderungen der Handlung wohl so massiv sind, dass man nur noch vage Ähnlichkeiten zum Buch erkennt. Es gibt allerdings auch noch zahlreiche ältere Verfilmungen, bei denen ich nicht weiß, wie gut diese sind. Falls ihr mir also eine empfehlen könnt &#8211; nur zu!</i></div>
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