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	<title>Phantastisch &#8211; Neyashas Allerlei</title>
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	<description>Vom Lesen, Schreiben und von kreativen Dingen</description>
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		<title>R.F. Kuang &#8211; The Poppy War</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 2025 15:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Phantastisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Harper Voyager Rin, eine Kriegswaise, die in der verarmten Provinz Rooster lebt, sieht nur eine Möglichkeit, um ihrem harten Leben zu entkommen: in Sinegard, der Militärakademie in der Hauptstadt, aufgenommen zu werden. Entgegen allen Erwartungen besteht sie tatsächlich die Prüfung, hat aber in Sinegard mit Vorurteilen und Ablehnung zu kämpfen. Doch als der&#8230;]]></description>
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<figure class="alignleft size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="613" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/poppywar.jpg" alt="" class="wp-image-13271" style="width:221px;height:auto" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/poppywar.jpg 400w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/12/poppywar-196x300.jpg 196w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></figure></div>


<p><em>erschienen bei <a href="https://harpervoyagerbooks.co.uk/products/the-poppy-war-the-poppy-war-book-1-rf-kuang-9780008239848/">Harper Voyager</a></em></p>



<p>Rin, eine Kriegswaise, die in der verarmten Provinz Rooster lebt, sieht nur eine Möglichkeit, um ihrem harten Leben zu entkommen: in Sinegard, der Militärakademie in der Hauptstadt, aufgenommen zu werden. Entgegen allen Erwartungen besteht sie tatsächlich die Prüfung, hat aber in Sinegard mit Vorurteilen und Ablehnung zu kämpfen. Doch als der fragile Frieden mit dem Nachbarreich Mugen zu zerbrechen droht, scheinen die Konflikte in der Akademie mit einemmal nichtig. Und Rin entdeckt in sich Kräfte, die bislang tief in ihr verborgen waren.</p>



<p>Da mir wieder einmal nach epischer Fantasy war, habe ich mir aufgrund von Empfehlungen eine Reihe von Titeln notiert. Einer davon war &#8222;The Poppy War&#8220;, der Auftakt einer Trilogie rund um die junge Kriegerin und Schamanin Rin.</p>



<p>Im ersten Band lernen wir vor allem Rin und im Zuge ihrer Ausbildung an der Akademie auch die Geschichte und Politik von Nikan kennen. Rin ist eine ungewöhnliche Heldin &#8211; um ihre Ziele zu erreichen, schreckt sie auch vor drastischen Schritten nicht zurück und schon früh wird klar, dass ihre Absichten keineswegs selbstlos sind. Ihr ganzes bisheriges Leben war davon geprägt, dass niemand ihr etwas zutrauen wollte und sie über ihr Schicksal kaum selbst bestimmen konnte. Nun strebt sie nicht nur nach Selbstbestimmung, sondern auch nach Macht. Diese Entwicklung von Rin ist nachvollziehbar, stellenweise aber frustrierend zu lesen. Ich finde ambivalente Hauptfiguren zwar spannend, aber wenn es die einzige Perspektive des Buches ist, fehlt mir ein bisschen ein positives Gegengewicht. </p>



<p>Dazu kommt, dass die Handlung an sich auch recht düster ist und Kuang nicht davor zurückschreckt, die Grausamkeiten des Krieges anschaulich darzustellen. Mir waren die Gewaltdarstellungen manches mal zu detailliert. Ich denke zwar nicht, dass sie übertrieben sind (trauriges Vorbild für einige Schilderungen war wohl das <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Nanking">Massaker von Nanking</a> im zweiten chinesisch-japanischen Krieg) &#8211; aber genau deshalb möchte ich darüber in dieser Ausführlichkeit nicht lesen. </p>



<p>Mir war auch nicht klar, dass der Krieg in diesem ersten Band bereits eine so große Rolle spielen würde. Ich dachte, dass es vor allem um das Leben in der Akademie gehen würde. Das fand ich übrigens recht gelungen beschrieben, auch wenn es in einigen Punkten etwas klischeehaft ausfällt. Der exzentrische Lehrer Jiang erinnerte mich zudem frappant an Meister Elodin in &#8222;The Name of the Wind&#8220;. Viele Verhaltensweisen von Jiang wollen zudem gar nicht zu seiner Charakterzeichnung passen. Das ist bei Elodin besser gelöst und schien mir hier nur dazu dienen, um ein gewisses Rätsel rund um Jiang aufzubauen.</p>



<p>Alles in allem finde ich, dass &#8222;The Poppy War&#8220; ein interessanter Auftakt ist und einige neue Wege im Fantasygenre einschlägt. Es hat mir gut gefallen, dass die Figuren einen so großen Raum einnehmen und es gibt eine Reihe von Nebenfiguren, über die ich gern mehr lesen würde. Trotzdem hat das Buch mit seinen detaillierten Schilderungen von Krieg und Gewalt nicht wirklich meinen Nerv getroffen. Ob ich die Trilogie noch weiterlesen werde, weiß ich noch nicht. Angesichts von Rins bisheriger Charakterentwicklung befürchte ich, dass es im weiteren Verlauf noch düsterer werden könnte. Mal sehen, ob die anderen Empfehlungen eher meinen Lesevorlieben entsprechen.</p>
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		<title>[Kurzrezensionen] Vier phantastische Romane</title>
		<link>https://neyasha.at/2025/10/15/kurzrezensionen-vier-phantastische-romane/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2025 20:08:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Phantastisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Dieses Jahr habe ich irgendwie kein Händchen für phantastische Literatur. Was ich gelesen habe, hat mich alles nicht so wirklich überzeugt. Da es inzwischon schon länger her ist, dass ich die Bücher gelesen habe, gibt es dazu nur noch Kurzrezensionen: Patrick Rothfuss &#8211; The Narrow Road Between Desires Es handelt sich bei diesem Buch um&#8230;]]></description>
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<p>Dieses Jahr habe ich irgendwie kein Händchen für phantastische Literatur. Was ich gelesen habe, hat mich alles nicht so wirklich überzeugt. Da es inzwischon schon länger her ist, dass ich die Bücher gelesen habe, gibt es dazu nur noch Kurzrezensionen:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Patrick Rothfuss &#8211; The Narrow Road Between Desires</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="700" height="1091" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/narrowroad-700x1091.jpg" alt="" class="wp-image-13020" style="width:204px;height:auto" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/narrowroad-700x1091.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/narrowroad-192x300.jpg 192w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/narrowroad-768x1198.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/narrowroad-800x1247.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/narrowroad.jpg 962w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure></div>


<p>Es handelt sich bei diesem Buch um eine Nebengeschichte rund um die &#8222;Kingkiller Chronicles&#8220; von Patrick Rothfuss, wie auch bereits &#8222;The Slow Regard of Silent Things&#8220;. Diesmal geht es um Kvothes Gehilfen und Studenten Bast, dem wir einen Tag lang folgen &#8211; von der Morgendämmerung bis nach Mitternacht. Er handelt mit Geheimnissen und Sehnsüchten, schmiedet Ränke und lässt sich auf riskante Tauschgeschäfte ein.</p>



<p>Ich glaube, dass dieses Novelle nicht gut für sich alleine steht, aber für alle, die die ersten beiden Bände der &#8222;Kingkiller Chronicles&#8220; gelesen haben, gibt sie einen schönen Einblick in Basts Gedankenwelt und wie er sich als Trickster durch den Tag manövriert. Dass mich dieses Buch dennoch frustriert hat, liegt nicht unbedingt an der Geschichte an sich: Es hat mir einfach deutlich gemacht, dass ich kein Interesse mehr an Nebengeschichten habe, solange nicht endlich die Haupt-Trilogie abgeschlossen ist. Ich will den dritten Band lesen und nicht irgendwelche Sideplots. Das Buch ist schön gestaltet mit Illustrationen von Nate Taylor und wie alles von Patrick Rothfuss elegant geschrieben. Wer einfach nur weiter in die Welt von Kvothe eintauchen möchte, wird damit sicher seine Freude haben. Von den zahlreichen offenen Fragen der Haupthandlung wird darin allerdings keine beantwortet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eowyn Ivey &#8211; Black Woods, Blue Sky</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" width="700" height="1077" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/blackwoods-700x1077.jpg" alt="" class="wp-image-13021" style="width:215px;height:auto" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/blackwoods-700x1077.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/blackwoods-195x300.jpg 195w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/blackwoods-768x1182.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/blackwoods-800x1231.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/blackwoods.jpg 975w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure></div>


<p>Die junge Mutter Birdie arbeitet in einem Dorf in Alaska in einer Lodge als Kellnerin und kämpft daneben damit, ihre Tochter Emaleen alleine großzuziehen. Als sie den schweigsamen Arthur kennenlernt, eröffnet sich ihr die Chance für ein neues Leben, die sie nur zu gerne ergreift.</p>



<p>Ich habe von Eowyn Ivey bisher zwei andere Romane gelesen, die ich großartig fand (<a href="https://neyasha.at/2015/12/27/eowyn-ivey-das-schneemadchen/">&#8222;Das Schneemädchen&#8220;</a> und <a href="https://neyasha.at/2018/03/13/eowyn-ivey-das-leuchten-am-rand-der-we/">&#8222;Das Leuchten am Rand der Welt&#8220;</a>), daher habe ich sofort zugegriffen, als von ihr dieses Jahr ein neuer Roman erschien. Aber dieses Mal wollte der Funke nicht so recht überspringen. Die Geschichte hat Anklänge an &#8222;Die Schöne und das Biest&#8220; sowie &#8222;Östlich von der Sonne und westlich vom Mond&#8220; und vielleicht habe ich deshalb etwas erwartet, das ähnlich märchenhaft ist wie &#8222;Das Schneemädchen&#8220;. Aber obwohl vor allem die Landschaftsbeschreibungen sehr atmosphärisch und auf ihre Weise märchenhaft sind, ist der Handlungsverlauf erschreckend brutal und fast schon deprimierend. Ich bin jetzt keine Leserin, die nur Wohlfühllektüre möchte, aber dieses Buch hat mir etwa ab der Hälfte einfach überhaupt keine Freude mehr gemacht. Noch dazu konnte ich mit den meisten Figuren nichts anfangen, vor allem mit Birdie nicht, die oft unglaublich verantwortungslos und egoistisch handelt. Dabei hätte man mit einem solchen Charakterkonzept durchaus gut arbeiten können, aber sowohl Birdie als auch Arthur entwickeln keine wirkliche Tiefe und dementsprechend funktionierte für mich auch die Liebesgeschichte nicht. Emaleen war die einzige, die das ganze noch irgendwie zusammenhielt. Ich konnte teilweise kaum glauben, dass dieses Buch von derselben Autorin ist, die in ihren vorigen Werken so warmherzige, dabei aber durchaus komplexe Figuren entworfen hat. Schade, aber &#8222;Black Woods, Blue Sky&#8220; war nichts für mich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sarah Brooks &#8211; Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="1111" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/handbuchoedland-700x1111.jpg" alt="" class="wp-image-13022" style="width:216px;height:auto" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/handbuchoedland-700x1111.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/handbuchoedland-189x300.jpg 189w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/handbuchoedland-768x1219.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/handbuchoedland-800x1270.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/handbuchoedland.jpg 945w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure></div>


<p>Der sagenumwobene Transsibirien-Express durchquert das Ödland, von dem niemand genaueres weiß. Nachdem die Route für eine Weile eingestellt wurde, macht sich nun endlich wieder ein Zug auf den Weg &#8211; an Bord eine Reihe von Reisenden, die alle ihre eigenen Gründe für diese Fahrt haben.</p>



<p>Dieses Buch ist mir zufällig in einer Buchhandlung untergekommen &#8211; allerdings nicht in der Fantasyabteilung. Daher hatte ich an den Roman die falschen Erwartungen. Ich dachte, es würde sich eher um einen historischen Roman über die tatsächliche transsibirische Eisenbahn handeln, lediglich mit leichten magischen Elementen. Tatsächlich sind die Fantasy-Anteile aber sehr prominent und treten im Laufe der Handlung auch immer stärker in den Vordergrund. Nun lese ich ja sehr gern phantastische Literatur, aber es war einfach nicht das, was ich mir von diesem Roman erhofft hatte. Ich hatte außerdem das Gefühl, dass die Welt des Ödlandes recht wenig durchdacht war &#8211; als wären die Fantasy-Elemente nur dazu da, um Spannung aufzubauen oder unlogische Wendungen zu erklären. Dementsprechend schien die Magie einfach immer genau so zu funktionieren, wie es der Plot erforderte. Was ich sehr interessant fand, waren die Geschichten der Reisenden, aber diese traten im Laufe der Handlung immer weiter in den Hintergrund, während der Plot immer konfuser wurde. Das Ende ergibt im Kontext des Romans Sinn, hat mir aber trotzdem nicht allzu gut gefallen.</p>



<p>Ich will gar nicht mal sagen, dass ich das Buch schlecht fand. Wenn man bereit ist, sich ganz auf die Magie einzulassen und diese nicht zu stark zu hinterfragen, kann ich mir vorstellen, dass man viel Freude mit dem Roman hat. Für mich war er leider nichts.</p>



<h2 class="wp-block-heading">T. Kingfisher &#8211; The Hollow Places</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="1111" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/hollowplaces-700x1111.jpg" alt="" class="wp-image-13029" style="width:209px;height:auto" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/hollowplaces-700x1111.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/hollowplaces-189x300.jpg 189w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/hollowplaces-768x1219.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/hollowplaces-800x1270.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/hollowplaces.jpg 945w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure></div>


<p>Kara hat sich gerade von ihrem Mann scheiden lassen und weiß nicht wohin. Da kommt es ihr gerade recht, dass sie im Kuriosenkabinett ihres Onkels aushelfen soll und dort auch direkt einen Platz zum Wohnen hat. Ihre Freude wird aber schnell gedämpft, als sie ein mysteriöses Loch in der Wand entdeckt und dahinter eine gefährliche fremde Welt vorfindet.</p>



<p>Auch dieses Buch war eher ein Zufallsfund &#8211; dieses Mal in der Bücherei. Was mich hier gleich angesprochen hat, war das kuriose Museum und ich fand es auch sehr amüsant darüber zu lesen. Als Angsthase erster Güte hatte ich ein bisschen Bedenken wegen der gruseligen Elemente, aber obwohl die eigenartige Parallelwelt einige Schauerlichkeiten zu bieten hatte, verursachte das Buch bei mir keine schlaflosen Nächte. Das lag für mich einerseits daran, dass ich die Beschreibungen oft etwas konfus fand und mir die fremde Weidenwelt sowie etliche Situationen nur schwer vorstellen konnte. Und andererseits daran, dass mir der Schreibstil zu flapsig war. Kara und ihr Freund Simon, der nebenan in einem Café arbeitet, sind beide Mitte 30 und inhaltlich ist der Roman auch nicht als Jugendbuch konzipiert. Aber Karas Erzählstimme und viele Dialoge kamen mir vor, als würden sie sich an eine jüngere Zielgruppe wenden. Ich weiß nicht, ob das ein Problem der Übersetzung ist, aber es irritierte mich ziemlich.</p>



<p>Insgesamt ein recht skurriles Buch, das nicht ganz meinen Nerv getroffen hat. Ich fand die Lektüre trotzdem unterhaltsam und könnte mir vorstellen, dass ich nochmal etwas von T. Kingfisher lese. Dann aber zur Sicherheit besser im Original.</p>



<p><br></p>
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			</item>
		<item>
		<title>[Kurzrezensionen] Von Klimawandel, ewigem Sommer und einem Roadtrip</title>
		<link>https://neyasha.at/2024/08/09/kurzrezensionen-von-klimawandel-ewigem-sommer-und-einem-roadtrip/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Aug 2024 14:56:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die folgenden Bücher wollte ich ursprünglich gern ausführlicher rezensieren, aber da es schon eine ganze Weile her ist, seit ich sie gelesen habe, gibt es jetzt zumindest noch eine Kurzrezension: Jessie Greengrass &#8211; Und dann verschwand die Zeit Die Welt hat sich durch den Klimawandel verändert und ein Grüppchen von Menschen hat im bisher vor&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die folgenden Bücher wollte ich ursprünglich gern ausführlicher rezensieren, aber da es schon eine ganze Weile her ist, seit ich sie gelesen habe, gibt es jetzt zumindest noch eine Kurzrezension:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Jessie Greengrass &#8211; Und dann verschwand die Zeit</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/verschwanddiezeit.jpg" alt="" class="wp-image-12612" width="159" height="257" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/verschwanddiezeit.jpg 520w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/verschwanddiezeit-185x300.jpg 185w" sizes="auto, (max-width: 159px) 100vw, 159px" /></figure></div>


<p>Die Welt hat sich durch den Klimawandel verändert und ein Grüppchen von Menschen hat im bisher vor Überschwemmungen geschützten „High House“ eine Zuflucht gefunden. Die zusammengewürfelte Zweckgemeinschaft, bestehend aus den Halbgeschwistern Caro und Pauly sowie der resoluten Sally und ihrem Großvater, versucht hier zu überleben, während die Ressourcen immer knapper werden.</p>



<p>Dieses Buch ist kein postapokalyptischer Roman in dem Sinne, dass es irgendwann zum großen Untergang kommt und danach die Gesellschaft eine andere ist. Stattdessen geht der Wandel schleichend vonstatten – so schleichend, dass niemand wahrhaben will, wie ernst die Situation bereits ist. Vor diesem Hintergrund geht es vorrangig um die Figuren, ihre Gefühle und ihre Beziehungen zueinander. Da abwechselnd aus verschiedenen Perspekten erzählt wird, erhält man einen Einblick in das Gefühlsleben und die Sichtweisen der unterschiedlichen Personen.</p>



<p>Mir hat dieser ruhige, eindringliche Roman sehr gut gefallen. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich ihn zwar nicht als gesamtes, aber zumindest zum Ende hin ziemlich trostlos fand. Ich hätte mir wenigstens einen kleinen Hoffnungsschimmer gewünscht. Ansonsten aber bisher eines meines Jahreshighlights.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Peter S. Beagle &#8211; Summerlong</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/summerlong.jpg" alt="" class="wp-image-12614" width="171" height="264" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/summerlong.jpg 647w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/summerlong-194x300.jpg 194w" sizes="auto, (max-width: 171px) 100vw, 171px" /></figure></div>


<p>Die mysteriöse Kellnerin Lioness taucht im Leben von Joanna und Abe auf, das daraufhin nicht mehr dasselbe ist &#8211; sie entdecken sich selbst als Menschen und einander als Liebespaar ganz neu, rundherum scheint ein ewiger Sommer zu beginnen und es ereignen sich unerklärliche Dinge.</p>



<p>Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat, sind die beiden bereits älteren Hauptfiguren und ihre interessante Beziehung. Die erste Hälfte hat zudem etwas Märchenhaftes, als man die Auswirkungen von Lioness auf ihre Umgebung und die Menschen miterlebt. Joanna und Abe sowie Joannas Tochter Lily brechen aus alten Mustern aus und scheinen sich selbst ganz neu zu erfinden.</p>



<p>Nicht ganz so gut hat mir die zweite Hälfte des Buches gefallen, was unter anderem daran liegt, dass bald klar wird, wer oder was Lioness ist, das aber für die Protagonisten lange ein Rätsel bleibt. Ich finde das durchaus glaubwürdig, da die meisten Menschen nicht so schnell eine magische Erklärung akzeptieren würden. Aber es führt leider dazu, dass die Auflösung des Rätsels bei mir nur noch den Gedanken &#8222;na endlich&#8220; hervorrief. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass sich am Ende einige Dinge anders entwickelt hätten, aber das ist nun wirklich reine Geschmacksache.</p>



<p>Ein ungewöhnlicher und ruhiger phantastischer Roman, der mich aber leider nicht so begeistern konnte wie etwa &#8222;Das letzte Einhorn&#8220; oder &#8222;Tamsin&#8220;.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Sebastian Fitzek &#8211; Der erste letzte Tag</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/ersterletztertag.jpg" alt="" class="wp-image-12627" width="170" height="258" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/ersterletztertag.jpg 520w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/07/ersterletztertag-197x300.jpg 197w" sizes="auto, (max-width: 170px) 100vw, 170px" /></figure></div>


<p>Ein gestrichener Flug führt dazu, dass zwei sehr unterschiedliche Menschen sich im letzten verfügbaren Mietwagen auf den Weg von München nach Berlin machen. Kurz nach dem Aufbruch lassen sie sich auf ein ungewöhnliches Gedankenexperiment ein: Was würden sie an diesem Tag machen, wenn es ihr letzter wäre?</p>



<p>Ich habe zwei oder drei Thriller von Sebastian Fitzek gelesen, die ich mittelmäßig fand. Als dieses Buch bei einem Lesekreis, an dem ich ab und zu teilnehme, auf der Liste stand, war ich daher nicht besonders begeistert, aber der Klappentext weckte meine Neugierde. Ich mag Roadtrips und noch mehr solche, die ganz unterschiedliche Menschen zusammenbringt. Und das Buch hatte tatsächlich auch einige Momente, die ich sehr schön fand. Alles in allem konnte ich aber weder mit den beiden Hauptfiguren noch mit dem Humor viel anfangen. Ich fand das Buch sehr bemüht lustig und auf Dauer ermüdend. Schade außerdem, dass es zwar interessante und sozialkritische Themen aufwirft, dabei aber völlig an der Oberfläche bleibt.</p>



<p>Sebastian Fitzek ist wohl einfach nicht der richtige Autor für mich &#8211; egal, welches Genre er schreibt.</p>



<p></p>
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			</item>
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		<title>Guy Gavriel Kay &#8211; All the Seas of the World</title>
		<link>https://neyasha.at/2023/12/16/guy-gavriel-kay-all-the-seas-of-the-world/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Dec 2023 20:23:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Phantastisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Penguin Random House Rafel, Händler und Seefahrer, und seine Partnerin Nadia, die vor Jahren von Ashariten entführt und versklavt worden war, erreichen an Bord der Silver Wake die Stadt Abeneven. Sie sind hier, um niemand geringeren als den Kalif der Stadt im Auftrag zweier mächtiger Männer zu ermorden. Damit setzen sie eine Kette&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/12/alltheseas.jpg" alt="" class="wp-image-12347" width="191" height="287" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/12/alltheseas.jpg 300w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/12/alltheseas-200x300.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 191px) 100vw, 191px" /></figure></div>


<p><em>erschienen bei <a href="https://www.penguinrandomhouse.com/books/704827/all-the-seas-of-the-world-by-guy-gavriel-kay/">Penguin Random House</a></em></p>



<p>Rafel, Händler und Seefahrer, und seine Partnerin Nadia, die vor Jahren von Ashariten entführt und versklavt worden war, erreichen an Bord der <em>Silver Wake</em> die Stadt Abeneven. Sie sind hier, um niemand geringeren als den Kalif der Stadt im Auftrag zweier mächtiger Männer zu ermorden. Damit setzen sie eine Kette von Ereignissen in Gang, die nicht nur ihr Leben von Grund auf verändert.</p>



<p>&#8222;All the Seas of the World&#8220; bildet eine lose verknüpfte Trilogie mit &#8222;<a href="https://neyasha.at/2021/03/23/guy-gavriel-kay-a-brightness-long-ago/">A Brightness Long Ago&#8220;</a> und <a href="https://neyasha.at/2020/03/04/guy-gavriel-kay-children-of-earth-and-sky/">&#8222;Children of Earth and Sky&#8220;</a> und ordnet sich zeitlich zwischen den beiden Büchern ein. Somit ist die Hintergrundwelt wieder stark an den Mittelmeerraum während der Renaissance angelehnt; wir befinden uns unmittelbar nach der Eroberung von Sarantium (= Byzanz). Obwohl die Handlung des Buches für sich alleine steht, ist es sehr hilfreich die beiden oben genannten Romane zu kennen. Es gibt auch Verweise auf <a href="https://neyasha.at/2019/05/26/guy-gavriel-kay-sailing-to-sarantium/">&#8222;Sailing to Sarantium&#8220;</a> und &#8222;The Lions of Al-Rassan&#8220;, aber man versteht die Handlung ohne weiteres auch ohne Kenntnis dieser Bücher.</p>



<p>Bei Neuerscheinungen von Kay greife ich fast immer ohne zu zögern zu, da ich seine Art der &#8222;historischen Fantasy&#8220;, seinen Schreibstil und seine komplexen Figuren sehr mag. Allerdings hat mich &#8222;A Brightness Long Ago&#8220; schon nicht ganz überzeugt und das trifft in einem noch stärkeren Ausmaß auch auf seinen neuesten Roman zu. Das liegt einerseits daran, dass ich keinen so guten Zugang zu den Stadtstaaten von Batiara finde wie zu anderen Settings von Kay. Andererseits hatte ich aber auch konkrete Probleme mit der Handlung und den Figuren. Es ist eine Weile her, seit ich den Roman gelesen habe und ich finde es bezeichnend, dass ich mich an den Plot schon kaum mehr erinnern kann. Es gibt politische Intrigen und es werden neue Allianzen geschmiedet, um die Ashariten, die Sarantium erobert haben, zumindest teilweise zurückzuschlagen. Das gipfelt in einer Kampagne, die ich auch spannend zu lesen fand, aber rundherum zerfasert die Handlung oft und wirkt seltsam ziellos.</p>



<p>Das wäre nicht so schlimm, wenn die Figuren mich ausreichend gefesselt hätten, aber ich konnte weder zu Rafel noch zu Nadia einen richtigen Zugang finden. Ich habe mich sehr über das Wiedersehen mit einer Reihe von Personen aus den anderen beiden Romanen gefreut &#8211; so spielen unter anderem Danio, Folco d&#8217;Acorsi und Antenami Sardi eine größere Rolle. Obwohl Rafel und Nadia klar im Mittelpunkt stehen, ist mir aufgefallen, dass ich die Passagen mit den altbekannten Figuren lieber als alles andere gelesen habe, während mir die beiden Hauptcharaktere sehr fern geblieben sind. Ich könnte noch nicht einmal genau sagen, woran das lag, außer vielleicht, dass sie mir trotz einer ausgefeilten Hintergrundgeschichte recht blass vorkamen.</p>



<p>Daher hat mich Kay dieses Mal ziemlich enttäuscht. In den letzten Jahren haben mich schon einige seiner Romane nicht mehr so begeistert wie seine früheren Werke, aber ich habe sie dennoch alle gern gelesen. Bei &#8222;All the Seas of the World&#8220; habe ich erstmals sogar über einen Abbruch nachgedacht. Sehr schade &#8211; ich hoffe, dass sein nächster Roman wieder eher meinen Geschmack trifft.</p>
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		<title>[Kurzrezensionen] Jugendfantasy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Aug 2022 19:41:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jugendbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[In der letzten Zeit habe ich ein paar Jugendfantasyromane gelesen, die ich großteils nicht schlecht, aber auch nicht sehr gut fand. Da es mir bei solchen mittelmäßigen Leseerlebnissen oft besonders schwerfällt etwas zu den Büchern zu schreiben, fasse ich diese in einem Beitrag zusammen: N.K. Jemisin &#8211; The Hundred Thousand Kingdoms Bevor Jemisin durch ihre&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In der letzten Zeit habe ich ein paar Jugendfantasyromane gelesen, die ich großteils nicht schlecht, aber auch nicht sehr gut fand. Da es mir bei solchen mittelmäßigen Leseerlebnissen oft besonders schwerfällt etwas zu den Büchern zu schreiben, fasse ich diese in einem Beitrag zusammen:</p>



<h2 class="wp-block-heading">N.K. Jemisin &#8211; The Hundred Thousand Kingdoms</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/08/inheritance1.jpg" alt="" class="wp-image-10497" width="150" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/08/inheritance1.jpg 318w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/08/inheritance1-191x300.jpg 191w" sizes="(max-width: 318px) 100vw, 318px" /></figure></div>


<p>Bevor Jemisin durch ihre &#8222;Broken Earth&#8220;-Trilogie in aller Munde war, hat sie bereits die &#8222;Inheritance&#8220;-Trilogie veröffentlicht. Im ersten Band wird Yeine Darr nach dem Tod ihrer Mutter in die Himmelsfestung geholt, wo ihr Großvater über die Königreiche regiert. Da ihre Mutter sich mit der Familie überworfen hatte, ist Yeine fern des Hofes aufgewachsen und findet sich jetzt unvorbereitet mitten in Intrigen wieder, in die die Götter selbst verstrickt sind. Jemisin entwirft hier eine interessante Fantasywelt, in der nach dem Sieg des Himmelsvaters Itempas die restlichen Götter von den Menschen versklavt werden &#8211; unter ihnen der Nachtlord Nahadoth, der in Yeine das geeignete Werkzeug zur Rache sieht. Obwohl ich das Setting sehr spannend fand und die Palastintrigen mochte, hatte ich meine Schwierigkeiten mit &#8222;The Hundred Thousand Kingdoms&#8220;. Die Figuren, die ich anfangs als sehr interessant empfand, boten weniger Charakterentwicklung als ich erwartet hätte und blieben mir noch dazu sehr fern. Dadurch fiel es mir schwer Anteil an ihrem Schicksal zu nehmen und auch die Liebesgeschichte, die sich zwischen Yeine und Nahadoth entwickelt, fand ich wenig überzeugend. Obwohl es am Ende einige interessante Wendungen gab, die Lust auf die Fortsetzungen machen, bin ich mir nicht sicher, ob ich die Trilogie weiterlesen werde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Roshani Chokshi &#8211; Aru Shah and the End of Time</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/08/arushah1-700x1027.jpg" alt="" class="wp-image-10498" width="150" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/08/arushah1-700x1027.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/08/arushah1-204x300.jpg 204w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/08/arushah1-768x1127.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/08/arushah1-1047x1536.jpg 1047w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/08/arushah1-1396x2048.jpg 1396w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/08/arushah1-800x1174.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/08/arushah1.jpg 1745w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure></div>


<p>Bei diesem Roman handelt es sich um den Auftakt einer fünfbändigen Reihe, die sich etwa an dieselbe Zielgruppe wie &#8222;Percy Jackson&#8220; richtet. Die zwölfjährige Aru Shah, die es mit der Wahrheit nicht immer so genau nimmt, will ihren Klassenkameraden beweisen, dass die Öllampe im Museum ihrer Mutter tatsächlich verflucht ist und befreit auf diese Weise den Schläfer, der das Ende der Zeit einläutet. Um ihn aufzuhalten, muss Aru drei Schlüssel finden, um mit diesen in das Königreich des Todes zu reisen. </p>



<p>Diese Reihe basiert auf Hindu-Mythen, was eine erfrischende Abwechslung zu den sonst sehr viel verwendeten Motiven aus der griechisch-römischen Mythologie darstellt. Aru und ihre Schwester Mini begegnen Dämonen und Göttern und reisen durch mythische Reiche, die hier eng mit unserer Welt der Gegenwart verwoben sind. Ich hatte Spaß daran diese mir so fremde Welt zu entdecken und fand auch Aru erfrischend anders, da sie mehr Ecken und Kanten hat als Kinderbuchheldinnen sonst. Zwar kamen mir das Erzähltempo und die Szenenübergänge teilweise etwas holprig vor, aber ich hoffe mal, dass das im nächsten Band besser wird. Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie es mit Aru weitergeht und werde daher die Reihe weiterlesen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sara Holland &#8211; Havenfall</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/08/havenfall.jpg" alt="" class="wp-image-10499" width="150" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/08/havenfall.jpg 329w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/08/havenfall-197x300.jpg 197w" sizes="(max-width: 329px) 100vw, 329px" /></figure></div>


<p>In den Rocky Mountains liegt Havenfall, wo Maddie jedes Jahr ihren Sommer bei ihrem Onkel Marcus verbringt. Marcus ist der Wirt eines Gasthofes, der als Knotenpunkt einst viele verschiedene Welten miteinander verband. Mittlerweile gibt es nur noch in drei dieser Welten Tore, von denen eines nach einem gewalttätigen Zwischenfall verschlossen wurde. Als Maddie dieses Jahr nach Havenfall zurückkehrt, geschieht ein Unglück &#8211; und das Tor nach Solaria steht plötzlich wieder offen.</p>



<p>Ich hatte dieses Buch als potenziellen Kandidaten für meine Leseliste meines Kurses zur Kinder- und Jugendliteratur ausgewählt, da mein Schwerpunktthema &#8222;die Schwelle zwischen den Welten&#8220; lautet. Aber auch wenn verschiedene (leider sehr generische) Welten hier eine große Rolle spielen, ist die gesamte Handlung nur in Havenfall angesiedelt, was die Handlung sehr statisch macht. Auch sonst tritt der Plot ziemlich auf der Stelle, was vor allem daran liegt, dass die meisten Figuren (besonders Maddie) nicht den geringsten Durchblick haben und völlig unsinnige Entscheidungen treffen. Die &#8222;Wendungen&#8220; und Auflösungen brüllen einem nahezu ins Gesicht und werden nur durch die Dummheit der Figuren künstlich hinausgezögert. Auch hier handelt es sich um den Auftakt einer Reihe (wieviele Bände geplant sind, weiß ich nicht), die ich aber nicht weiterlesen werde.</p>
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		<title>Mary Shelley &#8211; Frankenstein oder Der moderne Prometheus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Apr 2022 19:08:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erscheinen beim Aureon Verlag ungekürzt; gelesen von Philipp Engelhardt Robert Walton ist auf einem Schiff in die Arktis unterwegs, als er auf einen kranken und gebrochenen Mann trifft, der auf der Suche nach jemandem ist. Auf dem Schiff erzählt der Fremde namens Viktor Frankenstein seine unglaubliche Geschichte: Wie er aus toten Körpern eine Kreatur erschuf,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9867 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/03/frankenstein-300x300.jpg" alt="" width="191" height="191" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/03/frankenstein-300x300.jpg 300w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/03/frankenstein-150x150.jpg 150w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/03/frankenstein-70x70.jpg 70w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/03/frankenstein.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 191px) 100vw, 191px" /><em>erscheinen beim <a href="https://aureon-verlag.de/">Aureon Verlag</a></em><br />
<em>ungekürzt; gelesen von Philipp Engelhardt</em></p>
<p>Robert Walton ist auf einem Schiff in die Arktis unterwegs, als er auf einen kranken und gebrochenen Mann trifft, der auf der Suche nach jemandem ist. Auf dem Schiff erzählt der Fremde namens Viktor Frankenstein seine unglaubliche Geschichte: Wie er aus toten Körpern eine Kreatur erschuf, die überall Abscheu erzeugte und daraufhin an ihrem Schöpfer Rache nehmen wollte.</p>
<p>&#8222;Frankenstein&#8220; ist das bekannteste Werk der englischen Schriftstellerin Mary Shelley (1797-1851). Es entstand 1816 während eines Aufenthalts am Genfer See und wurde 1818 veröffentlicht.</p>
<p><span class="cr-widget-FocalReviews" data-hook="cr-widget-FocalReviews"><span class="a-size-base review-text" data-hook="review-body">Dafür, dass ich sehr gerne Klassiker lese, hinke ich bei einigen weltberühmten Werken hoffnungslos hinterher: Obwohl mir die Geschichte von Frankenstein in ihren Grundzügen natürlich ein Begriff ist, habe ich bisher nicht nur das Buch nicht gelesen, sondern kenne auch keine einzige der vielen Filmadaptionen. Das hatte für mich den Vorteil, dass ich nicht wusste, wie sich die Handlung genau entwickeln würde.<br />
</span></span></p>
<p>Die Struktur des Romans ist ein wenig verschachtelt, da es sich um eine Erzählung in der Erzählung handelt: Robert Walton schreibt seiner Schwester einen Brief und fügt in diesen die Erzählung von Viktor Frankenstein ein, der wiederum einen Bericht aus der Perspektive der Kreatur enthält.</p>
<p>Nach dem spannungsgeladenen Beginn in der Arktis nimmt der Roman zunächst einmal das Tempo zurück, als Frankenstein von seiner Kindheit bis hin zu seiner Studienzeit erzählt. Hier wird allerdings sein Forschungsdrang schnell zur Besessenheit und führt dazu, dass er mit Toten experimentiert, bis es ihm schließlich gelingt, ein menschliches Wesen zu erschaffen. Allerdings stößt ihn die Kreatur selbst so sehr ab, dass er entsetzt aus seinem Labor flieht. Als er später wieder zurückkehrt, ist sie verschwunden und Frankenstein versucht das Erlebnis zu vergessen. Doch nach einem Todesfall in seiner Familie wird er wieder davon eingeholt. Als er die Kreatur ein weiteres Mal im Stich lässt, hat diese nur noch Rache im Sinn.</p>
<p>Ich hatte &#8222;Frankenstein&#8220; immer als Horror- oder Schauerroman im Kopf, aber obwohl er zweifellos entsprechende Züge aufweist, ist er auch erstaunlich philosophisch und gesellschaftskritisch. Die Kreatur ist nicht von Vornherein böse. Erst Viktor Frankenstein und die Gesellschaft machen sie zum Monster, indem sie sie aufgrund des abscheulichen Aussehens ausstoßen und in die Einsamkeit treiben. Trotz der Gewalttaten, die sie in der Folge begeht, hatte ich daher Mitleid mit der Kreatur, die von Anfang an nie eine Chance bekommt. Die noch verwerflichere Tat begeht Viktor Frankenstein, der sich zuerst zum Schöpfer macht und dann keinerlei Verantwortung für seine eigene Kreatur übernimmt. Robert Walton hegt zwar schnell eine tiefe Zuneigung zu Frankenstein, aber ich fand ihn mit seinem Selbstmitleid und Egoismus sehr unsympathisch. Tragischerweise sind es die Menschen in seiner Umgebung, die letztendlich für seine Tat büßen müssen.</p>
<p>Mit seinen nachdenklichen Tönen und moralischen Fragen hat mich &#8222;Frankenstein&#8220; überrascht und auch begeistert. Zwar ist manches langatmig und blumig, um nicht zu sagen schwülstig erzählt, aber dennoch hat mich der Roman sehr gefesselt. Einzig die Lesung von Philipp Engelhardt hat mich nicht ganz überzeugt; ich fand sie teilweise abgehackt und wenig nuanciert.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Lord Dunsany &#8211; Die Königstochter aus Elfenland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2022 13:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Phantastisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Klett-Cotta; deutsche Übersetzung nur noch gebraucht erhältlich Das Dorf Erl liegt nahe an der Grenze zum Elfenland. Als das Parlament von Erl nach Zauberei verlangt, wird der Königssohn Alveric ausgeschickt, um Lirazel, die Tochter des Elfenkönigs, zur Frau zu gewinnen. Gegen den Willen ihres Vaters bringt er sie ins Menschenland, wo sie sich&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-9837 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/03/elfenland-191x300.jpg" alt="" width="140" height="220" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/03/elfenland-191x300.jpg 191w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/03/elfenland.jpg 382w" sizes="auto, (max-width: 140px) 100vw, 140px" />erschienen bei <a href="https://www.klett-cotta.de/buecher/fantasy">Klett-Cotta</a>; deutsche Übersetzung nur noch gebraucht erhältlich</em></p>
<p>Das Dorf Erl liegt nahe an der Grenze zum Elfenland. Als das Parlament von Erl nach Zauberei verlangt, wird der Königssohn Alveric ausgeschickt, um Lirazel, die Tochter des Elfenkönigs, zur Frau zu gewinnen. Gegen den Willen ihres Vaters bringt er sie ins Menschenland, wo sie sich an das fremdartige Leben zu gewöhnen versucht. Der Elfenkönig aber will den Verlust seiner Tochter nicht hinnehmen und versucht sie mithilfe seiner mächtigen Zauberrunen zurückholen.</p>
<p><span class="cr-widget-FocalReviews" data-hook="cr-widget-FocalReviews"><span class="a-size-base review-text" data-hook="review-body">Edward John Moreton Drax Plunkett, der 18. Baron Dunsany, war ein irischer Schriftsteller, der von 1878 bis 1957 lebte. In der Literatur ist er schlicht </span></span><span class="cr-widget-FocalReviews" data-hook="cr-widget-FocalReviews"><span class="a-size-base review-text" data-hook="review-body">als &#8222;Lord Dunsany&#8220; bekannt. Er schrieb an die 60 Bände mit Kurzgeschichten, Gedichten, Dramen und Romanen und erschuf mit <em>Pegana</em> eine phantastische Welt. Ich habe von ihm bereits <a href="https://neyasha.at/2016/01/29/lord-dunsany-der-schatten-der/">&#8222;Der Schatten der Scheuermagd&#8220;</a> gelesen, das in Spanien im 16. Jahrhundert angesiedelt ist und von einem Schwarzmagier erzählt. &#8222;Die Königstochter aus Elfenland&#8220;, das bereits zwei Jahre zuvor, nämlich 1924 erschienen ist, behandelt dagegen eher klassische Fantasy- und Märchenmotive.</span></span></p>
<p>Ich fand es zunächst schwer in den Roman hineinzufinden, da ich die Sprache als sehr sperrig und umständlich empfand. Zum Teil könnte das ein Übersetzungsproblem sein. Als ich nämlich zum Vergleich die Leseprobe des englischen Originals las, kam mir diese trotz des altertümlichen, poetischen Sprachstils deutlich klarer und schlichter vor. Im Laufe des Romans fand ich aber immer besser in die Sprache hinein, sie schien im weiteren Handlungsverlauf auch viel besser zu fließen. Ein Durchhalten lohnt sich also.</p>
<p>Inhaltlich greift der Roman einerseits auf bekannte Motive zurück: Es gibt ein mystisches Reich, das an irische Elfenerzählungen erinnert, eine überirdisch schöne Königstochter, eine Hexe, die helfend eingreift und schließlich auch Anklänge an die Gralssage, als Alveric mit seinem Gefolge nahezu besessen nach einem erneuten Weg ins Elfenreich sucht.</p>
<p>Andererseits fand ich vieles aber auch überraschend, etwa den neugierigen Troll Lurulu, die Art und Weise, wie die Bewohner von Erl in die Geschichte eingewoben werden und die relativ komplexe Beziehung zwischen Alveric und Lirazel. Beide haben mit der Unvereinbarkeit der beiden Welten zu kämpfen: Lirazel, die das Elfenreich zunächst bereitwillig verlässt, hat Schwierigkeiten, sich in das für sie so fremde Menschenreich einzufügen und Alveric, der anfangs bezaubert von ihr ist, kämpft immer mehr mit ihrer Andersartigkeit. Was also wie eine typische Märchenhochzeit beginnt, führt schnell zur einer gewissen Desillusionierung &#8211; ein erstaunlich modernes Thema.</p>
<p>Auch die weitere Entwicklung des Plots war für mich eher überraschend und wenig vorhersehbar, weshalb ich hier auch nichts zum weiteren Handlungsverlauf schreiben möchte.</p>
<p>Fazit: &#8222;Die Königstochter aus Elfenland&#8220; ist kein ganz einfach zu lesendes Buch. Neben der altertümlichen Sprache ist auch die Handlung verschachtelter, als die Inhaltsangabe vermuten lässt. Wenn man einmal hineingefunden hat, sind aber sowohl die ausdrucksstarken Beschreibungen als auch die ineinander verflochtenen Handlungsstränge sehr schön zu lesen. Ein interessanter und lohnenswerter Fantasyklassiker.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kaja Evert &#8211; Dornenritter</title>
		<link>https://neyasha.at/2022/02/09/kaja-evert-dornenritter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Feb 2022 18:55:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Phantastisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei SadWolf Der junge Ritter Steyn hat nur ein Ziel: Er will Ritter des Lichts werden und gegen die Dunkelheit ankämpfen, die seine Heimat nach und nach zu verschlingen droht. Um in dem ehrenvollen Orden aufgenommen zu werden, muss er in einer gefährlichen Mission die Nachtgrenze überschreiten. Die Reise zwingt Steyn nicht nur zur&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-9643 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/01/dornenritter-198x300.jpg" alt="" width="159" height="241" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/01/dornenritter-198x300.jpg 198w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/01/dornenritter.jpg 541w" sizes="auto, (max-width: 159px) 100vw, 159px" />erschienen bei <a href="https://www.sadwolf-verlag.de/buch_dornenritter.html">SadWolf</a></em></p>
<p>Der junge Ritter Steyn hat nur ein Ziel: Er will Ritter des Lichts werden und gegen die Dunkelheit ankämpfen, die seine Heimat nach und nach zu verschlingen droht. Um in dem ehrenvollen Orden aufgenommen zu werden, muss er in einer gefährlichen Mission die Nachtgrenze überschreiten. Die Reise zwingt Steyn nicht nur zur Zusammenarbeit mit seinem erbitterten Rivalen Gavin, sondern führt ihn auch in seine eigenen Abgründe.</p>
<p>Dieser Dark Fantasy-Roman hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen, da er während des NaNoWriMo 2018 entstanden ist (bei dem auch ich teilgenommen habe) und ich damals schon einzelne Szenen sowie später auch den ganzen Roman testlesen durfte. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut ihn nun in veröffentlichter Form lesen zu können und es war besonders spannend zu sehen, was sich seit der Rohfassung verändert hat. All das und die fesselnde Handlung haben dazu geführt, dass ich &#8222;Dornenritter&#8220; nahezu in einem Rutsch gelesen und erst um 2 Uhr in der Nacht das Licht ausgeschaltet habe.</p>
<p>Soviel zu meiner persönlichen Geschichte mit diesem Roman; kommen wir zum Inhalt: Seit Steyn als Kind miterleben musste, wie sein Vater von der Dunkelheit gezeichnet wurde und letztendlich daran starb, ist er entschlossen ein Ritter des Lichts zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, trainiert er im Kampf und strebt danach, alle ritterlichen Tugenden zu erfüllen. Gavin, der Gerber, ist das genaue Gegenteil. Er scheint für die ritterlichen Tugenden nichts als Verachtung zu empfinden und Regeln sind für ihn offensichtlich dazu da, um sie zu brechen. Als Steyn und Gavin zusammen mit ein paar anderen Anwärtern auf den Platz im Ritterorden auf eine Mission geschickt werden, prallen die beiden so unterschiedlichen Männer immer wieder aufeinander. Aber die Mission erweist sich schon bald nicht nur als schwierig, sondern nahezu als aussichtslos und im verzweifelten Kampf gegen die Dunkelheit und deren Wesen müssen die beiden zusammenarbeiten. Dabei verwandelt sich die gegenseitige Verachtung allmählich in widerwilligen Respekt und schließlich auch in mehr.</p>
<p>Vieles klingt jetzt erst einmal nach einer recht klassischen Fantasygeschichte: Ritter, ein untergehendes Königreich, Feinde, die zu Liebenden werden. Aber die Geschichte entwickelt sich sehr viel düsterer und komplexer, als man es vielleicht erwarten würde. Die Figuren erleiden große persönliche Verluste und werden auch in ihre eigenen inneren Abgründe geführt. Das offenbart vor allem Steyn einige sehr unschöne Seiten an sich selbst und er verrät Gavin auf das schlimmste, was zunächst auch zum Bruch zwischen den beiden führt. Es ist ein schmerzhafter Prozess, bis Steyn nicht nur seine eigenen Gefühle akzeptieren kann, sondern auch erkennen muss, dass Gut und Böse nicht immer so klar verteilt sind, wie er dachte.</p>
<p>Die innere Entwicklung von Steyn steht im Zentrum des Romans, auch wenn sie in eine sehr actionreiche Handlung verpackt ist. Das ergibt einen interessanten Kontrast &#8211; auf der einen Seite eine brutale Welt mit archaisch anmutender Mythologie und Elementen, die ich schon fast im Bereich des Horror einordnen würde, auf der anderen Seite feinfühlige Charakterzeichnungen. Auch die Liebesgeschichte bewegt sich in diesem Spannungsfeld, da es um tiefe Gefühle geht, ich sie aber nicht direkt als romantisch bezeichnen würde. Sehr schön finde ich, wie deutlich zu spüren ist, dass Steyn und Gavin stärker sind, wenn sie zusammen sind &#8211; sowohl im Kampf als auch mental.</p>
<p>Fazit: Eine sehr packende Geschichte mit düsterem Setting und komplexen Figuren, dazu eine Liebesgeschichte, die sich sehr echt anfühlt. Eine große Empfehlung für alle, die gerne etwas ungewöhnlichere Fantasyromane lesen.</p>
<p>Abschließend ist noch zu sagen, dass das Buch auch optisch sehr schön gestaltet ist mit verzierten Initialen zu Beginn jedes Kapitels. Wer es direkt beim Verlag bestellt, kann es außerdem <a href="https://shop.sadwolf-verlag.de/products/bundle-dornenritter-von-kaja-evert-5-charakter-postkarten">im Bundle</a> mit fünf von Kaja Evert gezeichneten Charakter-Postkarten kaufen.</p>
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		<title>Nina Blazon &#8211; Rabenherz und Eismund</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jan 2022 09:40:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Jugendbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei cbj Vor einigen Jahren sind Mailins Mutter und einige junge Mädchen im Schnee verschwunden. Manche sagen, der Winterkönig hätte sie ins Land über dem gefrorenen Himmel entführt. Mailin hält das für ein Märchen, aber als sie seltsame Träume von einem Eisprinzen hat und dann noch ihre Freundin Silja verschwindet, macht sie sich auf,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9623 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/01/rabenherz-185x300.jpg" alt="" width="124" height="201" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/01/rabenherz-185x300.jpg 185w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/01/rabenherz.jpg 308w" sizes="auto, (max-width: 124px) 100vw, 124px" /><em>erschienen bei <a href="https://www.penguinrandomhouse.de/Taschenbuch/Rabenherz-und-Eismund/Nina-Blazon/cbj-Jugendbuecher/e587373.rhd">cbj</a></em></p>
<p>Vor einigen Jahren sind Mailins Mutter und einige junge Mädchen im Schnee verschwunden. Manche sagen, der Winterkönig hätte sie ins Land über dem gefrorenen Himmel entführt. Mailin hält das für ein Märchen, aber als sie seltsame Träume von einem Eisprinzen hat und dann noch ihre Freundin Silja verschwindet, macht sie sich auf, um das geheimnisvolle Land des Winterkönigs zu finden.</p>
<p>Dieser Jugendroman klang nach der perfekten Lektüre für den Winter, und da ich &#8222;Faunkönig&#8220; von Nina Blazon sehr mochte, hoffte ich auf eine ähnlich romantisch-spannende Geschichte. Der Einstieg hat mir dann auch sehr gut gefallen. Die düsteren Geschichten rund um den Winterkönig zeichnen eine leicht gruselige Atmosphäre, in die sich die schroffe Mailin gut einfügt. Ich fand es auch schön, dass Nina Blazon sich viel Zeit lässt, um das Dorf und seine Bewohner zum Leben zu erwecken. Hinter jeder Ecke scheinen sich Geschichten zu verbergen &#8211; so wie jene des Kapitäns, der auf der Suche nach einer geheimnisvollen Passage verschollen ging.</p>
<p>Als Mailin dann ins Reich des Winterkönigs gelangt, findet sie sich in einer wundersamen und gefährlichen Welt wieder. Unterstützung bekommt sie von zwei sehr unterschiedlichen Mädchen, der Nomadin Toma und Birgida, einer Weberin aus dem Schloss des Königs. Und natürlich spielt auch der Eisprinz aus Mailins Träumen eine wichtige Rolle.</p>
<p>Das Winterreich nimmt sowohl in den Motiven als auch den Ereignissen klare Anleihen an Andersens Märchen &#8222;Die Schneekönigin&#8220;, was für mich gleich einmal ein Pluspunkt war, da das eines meiner Lieblingsmärchen ist. Trotzdem sackte der Spannungsbogen für mich immer mehr ab, umso länger die Suche nach Silja andauerte. Ich hatte das Gefühl, als würde die Geschichte auf der Stelle treten, die Reise der drei Mädchen kam mir seltsam ziellos vor. Dazu kommt, dass Blazon zwar alles bis ins kleinste Detail beschreibt, ich mir aber trotzdem etliche Szenen und Schauplätze überhaupt nicht vorstellen konnte. Es kam mir manchmal fast vor, als würde die Autorin manches unter unnötig komplizierten Beschreibungen nahezu begraben.</p>
<p><span class="a-size-base review-text review-text-content" data-hook="review-body">Auch die Liebesgeschichte zwischen Mailin und dem Eisprinzen fand ich nicht wirklich überzeugend. Für mich war die Entwicklung der Gefühle nicht spürbar und es kam mir sehr wie &#8222;Liebe auf den ersten Blick&#8220; vor, was gar nicht zu Mailins Charakter passen wollte.</span></p>
<p>Zum Ende hin wurde es aber doch noch einmal spannend und ich fand die Auflösung sehr gut gelungen.</p>
<p>Alles in allem eine stimmungsvolle Geschichte mit einem starken Beginn und Ende, die aber meiner Meinung nach ein kräftiges Kürzen im Mittelteil vertragen hätte. Dafür hätte die Liebesgeschichte ruhig etwas mehr Raum bekommen können, um nicht so sehr wie &#8222;Insta-Love&#8220; zu wirken.</p>
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		<title>Lilli Thal &#8211; Tier aus Stein, Tier aus Gold</title>
		<link>https://neyasha.at/2021/12/29/lilli-thal-tier-aus-stein-tier-aus-gold/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Dec 2021 14:36:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kinderbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Gerstenberg Auf einer Pilgerstätte lernen sich die drei Jungen Ion, Kredos und Smirkos kennen. Während ihre Familien der Göttin Opfergaben bringen, erkunden sie den Wald hinter dem Tempel. Ihnen ist nicht bewusst, dass sie mit ihrem Spiel die Göttin gegen sich aufbringen. Fünf Jahre später, als die Jungen kurz vor dem Kranichfest und&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9459 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/12/tierausstein-226x300.jpg" alt="" width="151" height="200" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/12/tierausstein-226x300.jpg 226w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/12/tierausstein.jpg 376w" sizes="auto, (max-width: 151px) 100vw, 151px" /><em>erschienen bei <a href="https://www.gerstenberg-verlag.de/Kinderbuch/Tier-aus-Stein-Tier-aus-Gold.html">Gerstenberg</a></em></p>
<p>Auf einer Pilgerstätte lernen sich die drei Jungen Ion, Kredos und Smirkos kennen. Während ihre Familien der Göttin Opfergaben bringen, erkunden sie den Wald hinter dem Tempel. Ihnen ist nicht bewusst, dass sie mit ihrem Spiel die Göttin gegen sich aufbringen. Fünf Jahre später, als die Jungen kurz vor dem Kranichfest und somit dem Übertritt ins Erwachsenenleben stehen, ziehen die dämonischen Arai aus, um den Fluch zu erfüllen.</p>
<p>Ein Fantasyroman, der in einer Art mythologischem Griechenland spielt, wo Götter und phantastische Kreaturen unter den Menschen wandeln &#8211; dieses Setting erregte sofort meine Aufmerksamkeit. Mir hat auch gleich die Atmosphäre gefallen, die Lilli Thal in diesem Roman erschafft, aber auf der Handlungsebene konnte sie mich nicht ganz überzeugen.</p>
<p>Das lag vor allem an dem Fluch und der Weise, wie er ausgeführt wird. <span class="cr-widget-FocalReviews" data-hook="cr-widget-FocalReviews"><span class="a-size-base review-text" data-hook="review-body">„Einer muss werden zum Tier aus Stein, der andere zum Tier aus Gold und der Dritte aber wird sehend blind sein.“ &#8211; so lautet der vollständige Fluch. Kedros, ein Junge adliger Herkunft, wird an einen Mahlstein gefesselt, den er tagtäglich drehen muss, bis er jegliche Erinnerung vergessen hat und so unter der weißen Mehlschicht zum Tier aus Stein wird. Der Töpfersohn Smirkos wird in einen goldenen Ziegenbock verwandelt und vergisst mehr und mehr auf sein Menschsein. Und der Bauernjunge Ion wird von prophetischen Träumen geplagt, kann aber nichts von dem, was mit dem Fluch zu tun hat, erkennen &#8211; er ist also sehend blind.<br />
</span></span></p>
<p>Ich fand das alles in der Umsetzung ein wenig umständlich geschildert, auch der Handlungsverlauf kam mir ein wenig konfus vor. Außerdem setzen diese Flüche stark an er psychologischen Ebene an, was für mich besser funktioniert hätte, wenn die drei Jungen klarer und vielschichtiger charakterisiert worden wären. Dass die drei sich an die erstmalige Begegnung kaum mehr erinnern können und somit jeder für sich alleine mit dem Fluch kämpft, war für mich ein weiterer Grund, weshalb die Geschichte mich auf der emotionalen Ebene nur wenig packen konnte.</p>
<p>Trotzdem haben mir viele der Ideen in diesem Roman sehr gut gefallen und die erstaunlich düsteren Szenen haben sich gut in das Setting eingefügt. Für Auflockerung sorgen humorvolle Szenen, etwa rund um den hermesartigen Gott Posias und sein Himmelsross Dorcas, die den Jungen helfen wollen.</p>
<p>Eine originelle Geschichte für Kinder ab etwa 10 oder 11 Jahren in einem schönen Setting, deren Plot und Figuren aber meiner Meinungn nach nicht so recht funktionieren wollten.</p>
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