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	<title>Sachbuch &#8211; Neyashas Allerlei</title>
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	<description>Vom Lesen, Schreiben und von kreativen Dingen</description>
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		<title>Erika Fatland &#8211; Die Seefahrer. Eine Reise durch Portugals vergangenes Weltreich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Nov 2025 16:37:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Insel/Suhrkamp Im 15. und 16. Jahrhundert brachen Entdecker wie Magellan und Vasco da Gama im Auftrag Heinrichs des Seefahrers zu neuen Handelsrouten auf. Damit verbanden sie Europa mit der Welt, begründeten erste Kolonien und legten den Grundstein für spätere Überseeimperien. Mancherorts sind die Spuren dieser Epoche nur noch schwach sichtbar, anderswo wirken sie&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="700" height="1111" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/11/seefahrer_9783458644880_cover-700x1111.jpg" alt="" class="wp-image-13181" style="width:209px;height:auto" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/11/seefahrer_9783458644880_cover-700x1111.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/11/seefahrer_9783458644880_cover-189x300.jpg 189w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/11/seefahrer_9783458644880_cover-768x1218.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/11/seefahrer_9783458644880_cover-800x1269.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/11/seefahrer_9783458644880_cover.jpg 815w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure></div>


<p><em>erschienen bei <a href="https://www.suhrkamp.de/buch/erika-fatland-seefahrer-t-9783458644880">Insel/Suhrkamp</a></em></p>



<p>Im 15. und 16. Jahrhundert brachen Entdecker wie Magellan und Vasco da Gama im Auftrag Heinrichs des Seefahrers zu neuen Handelsrouten auf. Damit verbanden sie Europa mit der Welt, begründeten erste Kolonien und legten den Grundstein für spätere Überseeimperien. Mancherorts sind die Spuren dieser Epoche nur noch schwach sichtbar, anderswo wirken sie bis heute (oft schmerzhaft) nach. Erika Fatland verknüpft die Zeit der Entdecker mit den politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Folgen, die die Kolonialzeit bis in die Gegenwart prägen.</p>



<p>Nach Reisen durch Zentralasien, Russland und den Himalaya setzt die norwegische Schriftstellerin und Sozialanthropologin Erika Fatland nun ihren Weg auf den Spuren portugiesischer Entdecker fort. Wie ihre bisherigen Sachbücher ist auch dieses eine Mischung aus persönlichem Reisebericht, geschichtlichen Fakten und Interviews, was das Buch sowohl informativ als auch unterhaltsam macht. Denn die Autorin bereiste selbst die ehemaligen Kolonialgebiete wie etwa Kap Verde, Goa, Mosambik, Osttimor, Indien und Brasilien und zog schließlich an Bord eines Frachters auch einen Teil der damaligen Seefahrten nach. Dabei schildert sie, wie ein kleines Randland Europas einst ein globales Imperium aufbaute – und welche Folgen diese koloniale Vergangenheit auch heute noch für die Menschen hat, denen sie unterwegs begegnet. </p>



<p>Gerade am Anfang fand ich die interessanten Fakten und historischen Hintergründe über Gegenden, die mir bisher nur wenig bekannt waren, wie etwa die mittlerweile spanische Exklave Ceuta, Guinea-Bissau und São Tomé und Príncipe sehr spannend. Aber im Laufe der Zeit wurde die Lektüre leider etwas ermüdend. Durch die Vielzahl an Ländern wiederholt sich die Geschichte immer wieder, was natürlich in der Natur der Sache liegt. Kolonialgeschichte verlief nun einmal oft sehr ähnlich &#8211; Entdeckung, zunächst Verhandlung mit lokalen Herrschern, bald Unterdrückung und Ausbeutung, bis es schließlich zu Rebellion und Unabhängigkeitsbewegungen kam. Trotzdem begann sich das nach den ersten Ländern etwas zu ziehen. Gleichzeitig fand ich es teilweise schwierig, über die größeren geschichtlichen Zusammenhänge sowie den Verlauf der Entdeckungen den Überblick zu behalten, da es eben bei jedem neuen Land erst einmal wieder von der Vergangenheit bis in die Gegenwart geht. </p>



<p>Trotz dieser Kritikpunkte war es eine sehr interessante und auch keineswegs trockene Lektüre. Gerade die Reisebeschreibungen und Gespräche mit den verschiedenen Menschen haben mir sehr gut gefallen. Es gab ein paar Stellen, an denen ich die Autorin gegenüber Orten oder Menschen als etwas herablassend empfand, auch meistens ist sie um eine möglichst neutrale Sichtweise bemüht. Oft sind die Reisen auch ganz schön strapaziös und nervenaufreibend, was Erika Fatland mit einer gewissen Ironie beschreibt. Dadurch ist das Buch trotz der mitunter brutalen Geschichte und traurigen Schicksale auch recht humorvoll.</p>



<p>Ich muss zugeben, dass ich gar nicht wusste, wieviele Kolonien Portugal hatte &#8211; und wie stark in vielen dieser Länder auch heute noch die portugiesische Kultur und Sprache weiterlebt. Bei Angola, Brasilien und Kap Verde war mir das natürlich bekannt, aber ich wusste nicht, dass Portugiesisch etwa in Osttimor und Macau noch immer zweite Amtssprache ist.</p>



<p>Alles in allem ein beeindruckendes und gut geschriebenes Sachbuch, das aber doch etwas Geduld erfordert. Mit <a href="https://neyasha.at/2020/08/11/erika-fatland-sowjetistan-eine-reise-durch-turkmenistan-kasachstan-tadschikistan-kirgisistan-und-usbekistan/">&#8222;Sowjetistan&#8220;</a> konnte es für mich leider nicht ganz mithalten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Damien Rudd &#8211; Atlas der melancholischen Orte</title>
		<link>https://neyasha.at/2025/10/07/damien-rudd-atlas-der-melancholischen-orte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2025 12:19:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Merian In diesem Buch stellt Damien Rudd eine Reihe von Orten nach einem ungewöhnlichen Auswahlkriterium zusammen: Alle Namen wie etwa Mount Hopeless, Lonelyville oder Elend sind von Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit oder Düsternis geprägt. Ausgehend von den Namen untersucht Damien Rudd deren Geschichte und Etymologie und verbindet dabei Mythen, Legenden und Tatsachen. Seit ich &#8222;Atlas&#8230;]]></description>
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<figure class="alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="445" height="648" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/rudd.webp" alt="" class="wp-image-13006" style="width:200px;height:auto" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/rudd.webp 445w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/09/rudd-206x300.webp 206w" sizes="(max-width: 445px) 100vw, 445px" /></figure></div>


<p><em><a href="https://gu.de/products/57361-atlas-der-melancholischen-orte?variant=54409478242689">erschienen bei Merian</a></em></p>



<p>In diesem Buch stellt Damien Rudd eine Reihe von Orten nach einem ungewöhnlichen Auswahlkriterium zusammen: Alle Namen wie etwa <em>Mount Hopeless, Lonelyville</em> oder <em>Elend</em> sind von Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit oder Düsternis geprägt. Ausgehend von den Namen untersucht Damien Rudd deren Geschichte und Etymologie und verbindet dabei Mythen, Legenden und Tatsachen.</p>



<p>Seit ich <a href="https://neyasha.at/2014/06/21/judith-schalansky-atlas-der-abgelegenen/">&#8222;Atlas der abgelegenen Inseln&#8220;</a> von Judith Schalansky mit Begeisterung gelesen habe, greife ich immer wieder zu Büchern, die nach einem ähnlichen Prinzip aufgebaut sind. Manche davon haben mir gut gefallen, manche aber auch sehr enttäuscht. Gerade in letzter Zeit hatte ich da kein glückliches Händchen mehr (oder das Konzept hat sich inzwischen doch für mich abgenutzt), daher habe ich nun etliche vergleichbare Bücher von meiner Leseliste gestrichen. Das Buch von Damien Rudd ist eines der wenigen, das noch auf meiner Liste blieb und bei meinem letzten Büchereibesuch endlich mit nach Hause kam.</p>



<p>Ich habe ein gewisses Faible für Orte mit düsterer, schauriger oder skurriler Geschichte und so war ich sehr gespannt auf die Auswahl in diesem Buch. Der Autor hat sich dabei allerdings wirklich ganz auf die Namen konzentriert und nicht unbedingt darauf, ob dahinter überhaupt eine interessante Geschichte steckt. Teilweise ist nicht klar, wie die Namensgebung überhaupt zustande kam und manches Mal geht es gar nicht wirklich um die Orte, sondern um philosophische Konzepte hinter den Namen, wie etwa Vorstellungen von der Apokalypse (ausgehend von den <em>Apocalypse Peaks</em>). Das ist zwar einerseits interessant, erweckte in mir aber manchmal auch ein bisschen den Eindruck von Beliebigkeit. Sehr viel spannender fand ich es, wenn Rudd wirklich am Ort dranblieb und ich mehr über dessen Hintergrundgeschichte erfuhr. So erzählt er etwa die tragische Vergangenheit von <em>Cape Grim</em> in Tasmanien, wo ein Massaker an 30 Ureinwohnern von Mitarbeitern der Van Diemen&#8217;s Land Company verübt wurde oder beschreibt, wie <em>Doom Town</em> in Nevada als typische amerikanische Vorstadt aufgebaut wurde, nur um dort Atombombentests durchzuführen und in Propagandafilmen auch der Öffentlichkeit die verheerende Kraft der Bomben zu zeigen.</p>



<p>Rein optisch ist das Buch ein echter Hingucker. Es enthält handgezeichnete Karten von Kateryna Didyk sowie einige Fotos und Illustrationen. Für meinen Geschmack hätten es manchmal noch etwas mehr Grafiken sein können, aber die Gestaltung ist auf jeden Fall sehr gelungen.</p>



<p>Anders als etwa Dirk Liesemers &#8222;Lexikon der Phantominseln&#8220;, das sich sehr auf Informationen und Fakten konzentriert, regt &#8222;Atlas der melancholischen Orte&#8220; eher zum Nachdenken über Sprache und deren Bedeutung sowie über die emotionale Kraft von Orten an. Ein interessantes, teilweise auch kurioses Buch, das sich nur manchmal meiner Meinung nach etwas zu sehr in der Betrachtung von einzelnen Begriffen/Konzepten verliert. Für mich hätte es besser funktioniert, wenn es mehr um die Orte und den Grund für deren Namensgebung gegangen wäre.</p>



<p></p>
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		<title>[Kurzrezensionen] Bücher über das Meer</title>
		<link>https://neyasha.at/2025/01/28/kurzrezensionen-buecher-ueber-das-meer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2025 15:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[Etliche Bücher, die ich letztes Jahr gelesen habe, habe ich (noch) nicht rezensiert. Über einige möchte ich gerne noch etwas schreiben, aber so lange Zeit später ist das nicht ganz einfach. Daher wird es großteils nur Kurzrezensionen geben. Den Anfang machen einige Bücher, die ich letztes Jahr rund um meine Ostsee-Wanderung gelesen habe. Da ich&#8230;]]></description>
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<p>Etliche Bücher, die ich letztes Jahr gelesen habe, habe ich (noch) nicht rezensiert. Über einige möchte ich gerne noch etwas schreiben, aber so lange Zeit später ist das nicht ganz einfach. Daher wird es großteils nur Kurzrezensionen geben. Den Anfang machen einige Bücher, die ich letztes Jahr rund um meine Ostsee-Wanderung gelesen habe. Da ich im Urlaub gerne Bücher lese, die thematisch zur Region passen, habe ich mir damals eine Reihe von Ebooks aus der Bibliothek ausgeliehen, die mehr oder weniger vom Meer handeln.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Volker Weidermann &#8211; Mann vom Meer: Thomas Mann und die Liebe seines Lebens</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="350" height="554" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/01/mannvommeer.jpeg" alt="" class="wp-image-12839" style="width:186px;height:auto" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/01/mannvommeer.jpeg 350w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/01/mannvommeer-190x300.jpeg 190w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></figure></div>


<p><em>erschienen bei <a href="https://www.penguin.de/buecher/volker-weidermann-mann-vom-meer/taschenbuch/9783442774944">btb</a></em></p>



<p>Das Meer war für Thomas Mann ein Sehnsuchtsort, ein Ort, an dem er sich befreit fühlte von den Zwängen in seinem Leben. Diese Beziehung zum Meer stellt Volker Weidermann in den Mittelpunkt dieser etwas anderen Biografie. Dabei spannt er einen Bogen von Manns Mutter Julia, die als Kind von Brasilien zu unbekannten Verwandten in Lübeck geschickt wurde, bis hin zur Tochter Elisabeth, die Meeresforscherin wurde. Hauptsächlich geht es aber natürlich um Thomas Mann selbst, der sein Leben lang damit beschäftigt war eine Fassade aufrecht zu halten und sein Gefühlsleben in erster Linie literarisch auslebte. Anhand von Textpassagen legt Weidermann die Parallelen zwischen Leben und Werk dar und wie sich manche Themen in der Prosa wiederholen, aber auch weiterentwickeln. Es hilft, wenn man zumindest einige von Manns Romanen und Novellen gelesen hat, wobei das zum Verständnis nicht zwingend notwendig ist. &#8222;Mann vom Meer&#8220; kann auch als Einstieg für die Beschäftigung mit Thomas Mann und seinen Werken funktionieren, aber ich denke, dass man von der Lektüre mehr hat, wenn man damit bereits ein wenig vertraut ist. </p>



<p>Ein kurzweiliges und zugleich informatives Sachbuch, das einem den Schriftsteller einerseits menschlich näherbringt und andererseits auch auf seinen literarischen Schaffensprozess eingeht.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Gabriela Jaskulla &#8211; Ostseeliebe</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="1128" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/01/ostseeliebe-700x1128.jpg" alt="" class="wp-image-12838" style="width:175px;height:auto" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/01/ostseeliebe-700x1128.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/01/ostseeliebe-186x300.jpg 186w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/01/ostseeliebe-768x1237.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/01/ostseeliebe-954x1536.jpg 954w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/01/ostseeliebe-1271x2048.jpg 1271w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/01/ostseeliebe-800x1289.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/01/ostseeliebe.jpg 1341w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure></div>


<p><em>erschienen bei <a href="https://www.suhrkamp.de/buch/gabriela-jaskulla-ostseeliebe-t-9783458361510">Insel Taschenbuch</a></em></p>



<p>Dank eines Stipendiums landet die Germanistin Julia Völcker auf einer Ostsee-Insel, wo sie den Nachlass eines Dichters bearbeiten soll, der dort jahrelang seine Sommer verbrachte. Zunächst kann sie nur schwer Fuß fassen, aber mit der Zeit lernt sie Land und Leute kennen &#8211; und lieben.</p>



<p>Ein Jahr lang auf einer Insel über einen Dichter forschen und sich in in seinen Nachlass vertiefen &#8211; das ist ein Germanisten-Traum und so kann man das Buch getrost als Eskapismus für mich bezeichnen. &#8222;Ostseeliebe&#8220; ist aber keine reine Wohlfühllektüre, sondern zeichnet durchaus ein differenziertes Bild vom Leben auf einer abgeschiedenen Insel. Vor allem die Wintermonate sind hart und einige Einheimische sind nach geplatzten Träumen verbittert und enttäuscht.  Wie Julia sich dort trotzdem allmählich zuhause fühlt, ist schön beschrieben. Die nahezu obligatorische Liebesgeschichte hat für mich allerdings nicht so ganz funktioniert &#8211; ich konnte bis zum Ende nicht ganz nachvollziehen, was die beiden außer Einsamkeit zusammengeführt hat. Alles in allem aber ein schöner, ruhig erzählter Roman.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Franziska Jebens &#8211; Immer am Meer entlang</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="783" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/01/ammeerentlang.jpg" alt="" class="wp-image-12840" style="width:187px;height:auto" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/01/ammeerentlang.jpg 500w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/01/ammeerentlang-192x300.jpg 192w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure></div>


<p><em>erschienen bei <a href="https://www.dtv.de/buch/immer-am-meer-entlang-21853">dtv</a></em></p>



<p>Josi erfüllt sich einen Lebenstraum, als sie sich eine Auszeit aus ihrem Job nimmt, um mit einem alten Bulli an der Küste von Europa entlangzufahren. Paul entscheidet sich dagegen ganz spontan für einen Roadtrip, weil er aus seinem vorhersehbaren Alltag ausbrechen möchte. Ihre Wege kreuzen sich zunächst zufällig und später absichtlich immer öfter.</p>



<p>&#8222;Immer am Meer entlang&#8220; ist nun wirklich ein reines Wohlfühlbuch, das sich wunderbar eignet zum Darin-Eintauchen, zum Abschalten und Träumen. Josi und Paul erleben auf ihren Reisen so einige Abenteuer und auch wenn nicht alle davon schön sind, ist doch stets klar, das nichts wirklich schlimmes passieren wird. Es gibt zahlreiche humorvolle und skurrile Situationen, die aber immer im Rahmen des Möglichen bleiben. Eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch, die Lust darauf macht selbst einfach aufzubrechen. Allerdings hätte sie etwas mehr Tiefgang und etwas weniger Vorhersehbarkeit brauchen können. </p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Isabelle Autissier &#8211; Acqua Alta</h2>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="464" height="753" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/01/acquaalta-1.jpg" alt="" class="wp-image-12842" style="width:193px;height:auto" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/01/acquaalta-1.jpg 464w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2025/01/acquaalta-1-185x300.jpg 185w" sizes="auto, (max-width: 464px) 100vw, 464px" /></figure></div>


<p><em>erschienen bei <a href="https://www.mare.de/buecher/acqua-alta-708">mare</a></em></p>



<p>Der Beginn des Romans ähnelt einem postapokalyptischen Szenario: Venedig ist von einer Flutwelle zerstört worden und Guido Malegatti sucht in den Ruinen nach seiner Tochter.</p>



<p>Nach diesem düsteren Einstieg springt Isabelle Autissier zwei Jahre zurück und zeichnet das Bild einer zerissenen Familie. Guido möchte als erfolgreicher Bauunternehmer und Wirtschaftsrat noch mehr Touristen in die Stadt locken, während seine Tochter Léa als Umweltaktivistin auf die Probleme des Massentourismus aufmerksam machen möchte. </p>



<p>Ich fand den Einstieg in &#8222;Acqua Alta&#8220; ein wenig schwierig, aber als der Roman erst mal in Fahrt kommt und die Konflikte zwischen Guido und Léa mehr in den Mittelpunkt rücken, konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Es spricht viele Probleme der Gegenwart (in Venedig, aber nicht nur dort) kritisch an und zeichnet dabei auch ein differenziertes Bild. Die Figuren selbst sind etwas klischeehaft geraten, aber ausreichend charakterisiert, um nicht nur wie die Überbringer einer Botschaft zu wirken. Ein schockierendes Buch, das leider nur allzu schnell Realität werden könnte.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ben Montgomery &#8211; Grandma Gatewood&#8217;s Walk</title>
		<link>https://neyasha.at/2024/06/04/ben-montgomery-grandma-gatewoods-walk/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jun 2024 17:36:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Chicago Review Press Im Mai 1955 machte sich die 67jährige Emma Gatewood auf, um auf dem Appalachian Trail über 3000 Kilometer von Georgia nach Maine zu wandern. In einem selbstgenähten Sack, den sie sich über die Schulter warf, hatte sie das notwendigste dabei, wie etwa einen Duschvorhang, der ihr als Regenschutz und Notunterkunft&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/05/gatewood.jpg" alt="" class="wp-image-12516" width="179" height="265" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/05/gatewood.jpg 287w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2024/05/gatewood-203x300.jpg 203w" sizes="auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px" /></figure></div>


<p><em>erschienen bei <a href="https://www.chicagoreviewpress.com/grandma-gatewood-s-walk-products-9781613734995.php">Chicago Review Press</a></em></p>



<p>Im Mai 1955 machte sich die 67jährige Emma Gatewood auf, um auf dem Appalachian Trail über 3000 Kilometer von Georgia nach Maine zu wandern. In einem selbstgenähten Sack, den sie sich über die Schulter warf, hatte sie das notwendigste dabei, wie etwa einen Duschvorhang, der ihr als Regenschutz und Notunterkunft diente. Anfangs wussten nicht einmal ihre Kinder und Enkelkinder, dass sie diese Wanderung machte; am Ende begleitete sie ein ständiger Medienrummel. Aber es gelang ihr &#8211; und das nicht nur einmal.</p>



<p>Die Geschichte von &#8222;Grandma&#8220; Gatewood ist eine faszinierende und eine, die von einer unglaublichen Willensstärke erzählt. Emma wuchs mit 14 Geschwistern auf, bekam selbst 11 Kinder und wurde von ihrem Ehemann geschlagen. Er drohte ihr mit der Einweisung in eine psychiatrische Klinik und versuchte sogar sie ins Gefängnis zu bringen, aber es gelang ihr schließlich sich von ihm scheiden zu lassen in einer Zeit, in der das für eine Frau alles andere als einfach war. Als ihre Kinder alle erwachsen waren, las sie einen Artikel in der National Geographic über den Appalachian Trail, wo er als relativ einfach und mit Schutzhütten am Ende jeder Etappe beschrieben war. Der Weg wurde daraufhin für Emma zu einer fixen Idee, aber die Realität entpuppte sich als sehr anders als die Beschreibung: Sie musste sich durch Gebüsch schlagen, über Felsen klettern und fand nur selten Schutzhütten vor. Oft bat sie unterwegs bei Bauernhöfen um eine Schlafgelegenheit oder suchte sich (ohne Zelt und Schlafsack) einen geeigneten Platz in den Wäldern.</p>



<p>Trotz aller Widrigkeiten schlug sie sich bis zum Ende durch. Sie war die erste Frau, die den gesamten Appalachian Trail alleine durchwanderte &#8211; und sie schaffte es ein zweites Mal zwei Jahre später. Bis zu ihrem Tod 1973 bewältigte sie noch mehrere Weitwanderungen und sorgte durch ihre Erzählungen und das Medieninteresse maßgeblich dafür, dass der Appalachian Trail nicht nur an Bekanntheit gewann, sondern auch deutlich besser ausgebaut wurde.</p>



<p>Ich fand es sehr spannend von ihrem Leben und ihrer Wanderung zu lesen. Ihr erster &#8222;thru-hike&#8220; 1955 nimmt natürlich den Großteil des Buches ein und ist sehr eindrücklich beschrieben. Es ist unglaublich, dass ihr die Wanderung in dem Alter und mit der minimalen Ausrüstung gelang. Ben Montgomery streut einerseits die Geschichte des Appalachian Trail und andererseits die Geschichte von Emmas Kindheit und Ehe zwischendurch ein, was mich manchmal ein wenig aus dem Lesefluss riss. Trotzdem funktionierte dieser Aufbau alles in allem gut. Abgerundet wird das Buch durch eine kurze Beschreibung ihrer weiteren Wanderungen und ihrer Wirkung auch noch über ihren Tod hinaus.</p>



<p>Man sollte für dieses Buch sicher ein grundsätzliches Interesse am Wandern und vielleicht auch ein bisschen Hintergrundwissen über die amerikanischen Weitwanderwege mitbringen. Ich persönlich habe die Lektüre sehr genossen und fand sie äußerst inspirierend. Emma Gatewood war eine bewundernswerte Frau, deren Leistung hoffentlich dank Ben Montgomery noch lange nicht vergessen wird.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gabriel Zuchtriegel &#8211; Vom Zauber des Untergangs. Was Pompeji über uns erzählt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Nov 2023 21:12:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Ullstein Gabriel Zuchtriegel ist seit 2021 Direktor des Archäologischen Parks von Pompeji, nachdem er zuvor bereits einige Jahre lang Direktor des Parkes und Museums in Paestum war. In &#8222;Vom Zauber des Untergangs&#8220; versucht er zu ergründen, wie die Vergangenheit unser aktuelles Leben beeinflusst und was dementsprechend auch Archäologie für uns heute noch bedeutet.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/10/zuchtriegel.jpg" alt="" class="wp-image-12288" width="192" height="306" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/10/zuchtriegel.jpg 627w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2023/10/zuchtriegel-188x300.jpg 188w" sizes="auto, (max-width: 192px) 100vw, 192px" /></figure></div>


<p><em><a href="https://www.ullstein.de/werke/vom-zauber-des-untergangs/hardcover/9783549100486">erschienen bei Ullstein</a></em></p>



<p>Gabriel Zuchtriegel ist seit 2021 Direktor des Archäologischen Parks von Pompeji, nachdem er zuvor bereits einige Jahre lang Direktor des Parkes und Museums in Paestum war. In &#8222;Vom Zauber des Untergangs&#8220; versucht er zu ergründen, wie die Vergangenheit unser aktuelles Leben beeinflusst und was dementsprechend auch Archäologie für uns heute noch bedeutet.</p>



<p>Wenn man sich von &#8222;Vom Zauber des Untergangs&#8220; einen Überblick über die Geschichte und Ausgrabungen von Pompeji erwartet, wird man von diesem Buch wohl ziemlich enttäuscht werden. Es handelt sich um ein sehr persönliches Buch des Autors, in dem er viel von seinem eigenen Werdegang und seinem Blick auf Archäologie und Kunstgeschichte erzählt. Dabei springt er oft zwischen den Themen hin und her und wirft Schlaglichter auf einzelne Aspekte von Pompeji, um an diesen exemplarisch zu zeigen, inwiefern die Antike für uns noch relevant ist und wie er diese den Besucher:innen zugänglich machen möchte. </p>



<p>Das fand ich insofern interessant, weil man auch einen guten Eindruck davon bekommt, was seine Schwerpunkte für seine Arbeit als Direktor des Archäologischen Parks sind. Es scheint, als ob er mit viel Elan und Herzensblut an seine Arbeit herangeht, was auch insofern schön ist, da in Pompeji in den letzten Jahrzehnten einiges im Argen lag, Häuser eingestürzt sind und es an allen Ecken und Enden an Geld und anderen Ressourcen fehlte. Ich will keinesfalls behaupten, dass das die Schuld früherer Direktoren war (wenn die Mittel fehlen, sind einem die Hände gebunden), aber vielleicht hilft ein bisschen frischer Wind im Archäologischen Park.</p>



<p>Obwohl mir dieser persönliche Blick von Gabriel Zuchtriegel auf Pompeji gefiel, war es für mich doch ein durchwachsenes Leseerlebnis. Oft war mir das Buch zu konfus, konnte ich nicht nachvollziehen, nach welchen Gesichtspunkten es der Autor aufgebaut hat. Wenn man die grobe Geschichte von Pompeji kennt und die Ausgrabungen bereits gesehen hat, kann man den Sprüngen zwar folgen und gewisse Lücken selbst im Kopf füllen, aber ich bin mir nicht sicher, wie verständlich das Buch ohne ein entsprechendes Vorwissen ist. Zuchtriegel präsentiert einerseits neue Grabungsergebnisse, gibt andererseits einen Überblick über die bisherige Forschung (etwa am Beispiel der Villa dei Misteri) und stellt schließlich auch ein interessantes Theaterprojekt vor, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=xUyrO03xAU0&amp;t=3s">bei dem Schüler:innen aus Neapel im Theater &#8222;Die Vögel&#8220; von Aristophanes aufführten</a>. Für sich genommen ist das alles spannend, aber der Zusammenhang erschließt sich nicht immer. Zudem gibt es kein vernünftiges Inhaltsverzeichnis, lediglich vier Überkapitel mit wenig aussagekräftigen Titeln. Es dürfte daher ziemlich schwierig sein, in dem Buch etwas zu bestimmten Themen zu finden. Würde ich etwa noch einmal etwas zum Theaterprojekt nachlesen wollen, das ich persönlich besonders interessant fand, wüsste ich schon jetzt nicht mehr, in welchem Kapitel ich nachschauen müsste.</p>



<p>Stellenweise war es mir auch zuviel persönliches des Autors. Ich frage mich, ob dieses Buch auch eine Art Rechtfertigung sein soll, da die Ernennung von Gabriel Zuchtriegel zum Direktor nicht ohne Kritik blieb, und er deshalb so viel von sich selbst und seinem Werdegang schreibt. Es wäre aber sinnvoll, wenn zumindest aus dem Titel oder dem Klappentext ersichtlich würde, dass es so viel auch um sein Leben geht.</p>



<p>Alles in allem ein interessantes Buch, das aber meiner Meinung nach mehr Struktur benötigt hätte.</p>
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		<title>John Garth &#8211; The Worlds of J.R.R. Tolkien. The Places that Inspired Middle-earth</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2022 15:08:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Quarto Publishing Welche realen Schauplätze haben Tolkien für seine Erschaffung von Mittelerde inspiriert? Dieser Frage geht John Garth nach und begibt sich dazu auf eine Spurensuche durch Tolkiens Biografie und zu den Orten, die ihn in seinem Leben geprägt haben. Vor einigen Jahren habe ich bereits Tolkien und der Erste Weltkrieg von John&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-9841 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/03/worldstolkien-244x300.jpg" alt="" width="179" height="220" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/03/worldstolkien-244x300.jpg 244w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/03/worldstolkien.jpg 407w" sizes="auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px" /><em>erschienen bei <a href="https://quarto.com/books/9780711241275/the-worlds-of-j-r-r-tolkien">Quarto Publishing</a></em></p>
<p>Welche realen Schauplätze haben Tolkien für seine Erschaffung von Mittelerde inspiriert? Dieser Frage geht John Garth nach und begibt sich dazu auf eine Spurensuche durch Tolkiens Biografie und zu den Orten, die ihn in seinem Leben geprägt haben.</p>
<p>Vor einigen Jahren habe ich bereits <a href="https://neyasha.at/2016/10/14/john-garth-tolkien-und-der-erste/">Tolkien und der Erste Weltkrieg</a> von John Garth gelesen, in dem er sich mit den Anfängen von Tolkiens Schaffen beschäftigt. Da mich dieses Buch so begeistert hat, war ich natürlich gleich neugierig auf das neueste Werk.</p>
<p>John Garth folgt anfangs lose Tolkiens Biografie, indem er zunächst auf die Orte seiner Kindheit und deren Einfluss auf die Entstehung des Auenlandes eingeht. Danach widmet er sich eher allgemeinen mythologischen Inspirationen aus aller Welt, ehe er ganz konkret verschiedene Landschaftsformen und Themen (Küste und Meer, Berge, Flüsse und Seen, Wälder, <span class="cr-widget-FocalReviews" data-hook="cr-widget-FocalReviews"><span class="a-size-base review-text" data-hook="review-body">Archäologische Orte, Wachtürme, Kriegsschauplätze und Industrie) untersucht. </span></span></p>
<p>Diese Aufteilung ergibt thematisch Sinn, macht es teilweise aber auch nicht ganz einfach allen Ausführungen zu folgen, da Garth sowohl durch die verschiedenen Orte und Zeitalter von Mittelerde als auch die verschiedenen Werke von Tolkien springt. Um das alles richtig einordnen zu können, sollte man einigermaßen sattelfest in Mittelerde sein. Abgesehen vom <em>Herr der Ringe</em> und dem <em>Hobbit</em>, die ich sehr gut kenne, habe ich vor einigen Jahren das <em>Silmarillion</em> und <em>Nachrichten aus Mittelerde</em> gelesen und ich muss ehrlich sagen, dass ich mich ab und zu ein wenig an meine Grenzen gestoßen bin. &#8222;The Worlds of J.R.R. Tolkien&#8220; ist sehr interessant und informativ, erfordert aber auch einige Konzentration beim Lesen.</p>
<p>Aufgelockert wird das alles durch ein sehr umfangreiches Bildmaterial. Das großformatige Buch enthält Landschaftsfotos, Karten, Zeichnungen und Skizzen und ist optisch sehr ansprechend gestaltet. Die Bilder helfen auch dabei, die Inspirationen und Zusammenhänge zu erkennen.</p>
<p>Fazit: Ein sehr schön aufgemachtes Buch, das die vielfältigen Einflüsse auf Tolkiens Weltenschöpfung zeigt, aber auch einiges an Hintergrundwissen erfordert, um all die Informationen einordnen zu können.</p>
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		<title>[Kurzrezensionen] Drei Sachbücher</title>
		<link>https://neyasha.at/2022/01/02/kurzrezensionen-drei-sachbuecher/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jan 2022 10:27:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[Peter Grünlich &#8211; Der Alleswisser. Wie ich versucht habe, Wikipedia durchzulesen, und was ich dabei gelernt habe Um die deutsche Wikipedia durchzulesen, würde man etwa 1.649.747 Tage brauchen. Peter Grünlich räumt also gleich zu Beginn ein, dass er nicht versucht hat die komplette Wikipedia durchzulesen. Aber hat per Zufallssuche Ausschau gehalten nach spannenden, erstaunlichen, skurrilen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Peter Grünlich &#8211; Der Alleswisser. <span id="productTitle" class="a-size-extra-large">Wie ich versucht habe, Wikipedia durchzulesen, und was ich dabei gelernt habe </span> <span id="productSubtitle" class="a-size-large a-color-secondary"> </span></h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8588 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/07/alleswisser-203x300.jpg" alt="" width="135" height="200" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/07/alleswisser-203x300.jpg 203w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/07/alleswisser.jpg 337w" sizes="auto, (max-width: 135px) 100vw, 135px" />Um die deutsche Wikipedia durchzulesen, würde man etwa 1.649.747 Tage brauchen. Peter Grünlich räumt also gleich zu Beginn ein, dass er nicht versucht hat die komplette Wikipedia durchzulesen. Aber hat per Zufallssuche Ausschau gehalten nach spannenden, erstaunlichen, skurrilen oder lustigen Artikeln und seine besten Funde thematisch gegliedert in diesem Buch zusammengestellt.</p>
<p>Und ja, es macht Spaß das alles zu lesen, aber ehrlich gesagt war ich ernüchtert, als ich manches dann auf Wikipedia etwas genauer nachlesen wollte. Denn über weite Teile hat Peter Grünlich lediglich die Artikel nahezu wortwörtlich übernommen, was ich dann doch etwas schade fand. Denn dafür hätte es letztendlich kein Buch gebraucht, sondern einfach eine Linksammlung. Ich persönlich hatte da mehr Freude mit &#8222;<span class="cr-widget-FocalReviews" data-hook="cr-widget-FocalReviews"><span class="a-size-base review-text" data-hook="review-body">Britannica &amp; ich&#8220; von A. J. Jacobs, wo der Autor es sich zum Ziel macht, die Encyclopaedia Britannica von A bis Z zu lesen. Trotzdem bietet das Buch von Peter Grünlich amüsante Lektüre, bei der man allerlei Fakten und Kuriositäten lernt, die einem sonst vielleicht nie untergekommen wären.</span></span></p>
<h3>Martin Zimmermann &#8211; Die seltsamsten Orte der Antike</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-9321 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/12/seltsameantike-193x300.jpg" alt="" width="131" height="204" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/12/seltsameantike-193x300.jpg 193w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/12/seltsameantike.jpg 321w" sizes="auto, (max-width: 131px) 100vw, 131px" />Da ich &#8222;Die seltsamsten Orte der Welt von Alastair Bonnett sehr nett fand (<a href="https://neyasha.at/2019/01/01/kurzrezensionen-von-schurken-seltsamen-orten-und-der-wildnis/">hier</a> meine Kurzrezension) und an der Antike ohnehin besonders interessiert bin, ist dieser Titel natürlich gleich auf meiner Wunschliste gelandet.</p>
<p>Leider hat mich das Buch aber ziemlich enttäuscht. Ich fand es verwirrend, wie der Autor zwischen Grabungsgeschichte, Anekdoten, die oft nur vage etwas mit den Orten zu tun haben und der tatsächlichen Beschreibung der jeweiligen Lokalität hin und her springt. Manchmal gibt es auch eine lange Einleitung, während der tatsächliche Ort dann nur oberflächlich erwähnt wird. Zudem sind viele der vorgestellten Orte nicht besonders seltsam oder gar nicht Orte in dem Sinne, wie etwa Schiffe (es geht um Schiffe als gesamtes, nicht um einzelne spezielle Schiffe). Natürlich sind auch Kapitel dabei, die ich interessanter und thematisch besser passend fand, aber alles in allem konnte ich mit diesem Buch nicht sehr viel anfangen. Schade, da war die Auswahl von Alastair Bonnett deutlich besser getroffen.</p>
<h3>Gavin Francis &#8211; Inseln. Die Kartierung einer Sehnsucht</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-9545 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/01/inseln-220x300.jpg" alt="" width="130" height="177" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/01/inseln-220x300.jpg 220w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2022/01/inseln.jpg 366w" sizes="auto, (max-width: 130px) 100vw, 130px" /></p>
<p><span class="cr-widget-FocalReviews" data-hook="cr-widget-FocalReviews"><span class="a-size-base review-text" data-hook="review-body">Schon seit Kindertagen üben Inseln eine Faszination auf Gavin Francis aus &#8211; und dieser Leidenschaft hat er nun ein ganz besonderes Buch gewidmet. Er stellt darin verschiedene Inseln vor, beschäftigt sich aber auch mit der Frage, was die Besonderheit von Inseln ausmacht und was Isolation für Menschen bedeutet (und weshalb sie auch wichtig sein kann).<br />
</span></span></p>
<p>Mir haben die bisherigen Sachbücher <a href="https://neyasha.at/2018/07/30/gavin-francis-dem-nordpol-entgegen-unterwegs-im-arktischen-europa/">&#8222;Dem Nordpol entgegen&#8220;</a> und <a href="https://neyasha.at/2018/09/18/gavin-francis-empire-antarctica-eis-totenstille-und-kaiserpinguine/">&#8222;Empirce Antarctica&#8220;</a> des schottischen Arztes Gavin Francis sehr gut gefallen und so war ich gleich begeistert, als ich ein neues Buch von ihm entdeckt habe &#8211; umso mehr, weil dieses Hardcover auch wunderschön gestaltet ist. Dieses Buch zu beschreiben, ist allerdings gar nicht so einfach, da es keinen klaren Aufbau hat. Zwar sind die Beschreibungen der Inseln thematisch lose untergliedert (z.B. in Inseln, die in die Literatur Eingang fanden, solche, die als Gefängnis dienten und Schatzinseln), aber die Grenzen verlaufen hier fließend. In erster Linie ist es eine sehr persönliche Sicht des Autors auf Inseln, die teilweise auch für längere oder kürzere Zeit seine Heimat waren. Es ist ein Buch voller Sehnsucht und Fernweh und einer unbestimmten Rastlosigkeit und das sind alles Gefühle, die ich sehr gut kenne, zumal Inseln auch auf mich eine ganz eigene Faszination ausüben. Ein wunderschönes, verträumtes, irgendwie auch seltsames Buch, das mich ein wenig an Schalanskys <a href="https://neyasha.at/2014/06/21/judith-schalansky-atlas-der-abgelegenen/">&#8222;Atlas der abgelegenen Inseln&#8220;</a> erinnert hat.</p>
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		<title>Per J. Andersson &#8211; Vom Schweden, der den Zug nahm und die Welt mit anderen Augen sah</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Sep 2021 16:37:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei C.H. Beck Der schwedische Schriftsteller Per J. Andersson entdeckt in diesem Buch die Welt des Zugreisens für sich wieder. Er begibt sich nicht nur auf Zugfahrten durch alle möglichen Länder, sondern geht auch der Geschichte der Eisenbahn auf die Spur. Per J. Andersson ist Mitbegründer des Reisemagazins &#8222;Vagabond&#8220; und schreibt seit den 80er&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-8763 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/vomschweden-181x300.jpg" alt="" width="139" height="230" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/vomschweden-181x300.jpg 181w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/vomschweden-700x1158.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/vomschweden-768x1270.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/vomschweden-929x1536.jpg 929w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/vomschweden-800x1323.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/vomschweden.jpg 1179w" sizes="auto, (max-width: 139px) 100vw, 139px" /><em>erschienen bei <a href="https://www.chbeck.de/andersson-j-naechster-halt-reiseglueck_/product/30328803">C.H. Beck</a></em></p>
<p>Der schwedische Schriftsteller Per J. Andersson entdeckt in diesem Buch die Welt des Zugreisens für sich wieder. Er begibt sich nicht nur auf Zugfahrten durch alle möglichen Länder, sondern geht auch der Geschichte der Eisenbahn auf die Spur.</p>
<p>Per J. Andersson ist Mitbegründer des Reisemagazins &#8222;Vagabond&#8220; und schreibt seit den 80er Jahren Berichte und Artikel über Reisen. Im Vorwort beschreibt er, wie er mit der Zeit immer öfter das Flugzeug nahm, obwohl er früher ein begeisterter Zugreisender war. Aufgrund der Klimadebatte der vergangenen Jahre begann er das zu hinterfragen und so entstand letztendlich auch dieses Sachbuch, das Zugreisen von verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet.</p>
<p>Zunächst gibt Andersson einen geschichtlichen Abriss der Eisenbahn und wie sich dadurch das Reiseverhalten der Menschen verändert hat. Er geht dabei auch auf die Rezeptionsgeschichte dieses neuen Verkehrsmittels ein, das mit derselben Mischung aus Skepsis und Begeisterung wie die meisten technologischen Neuerungen aufgenommen wurde. In den weiteren Kapiteln beschäftigt er sich mit verschiedenen Aspekten von Zugreisen und geht hier besonders auf die Umweltfrage ein. Ich fand die Erläuterungen, wie es sein kann, dass Flugreisen oft soviel billiger sind, ebenso spannend wie seine kritischen Betrachtungen der Grenzen des internationalen Zugverkehrs. Bei vielen Strecken wären Züge nämlich eine auch zeitlich attraktive Alternative zum Flugzeug, aber es scheitert oft an komplizierten Ticketsystemen, sobald internationale Grenzen überfahren werden, an fehlenden Investitionen (für viele Strecken gab es früher sehr gute Zugverbindungen, die seither eingestellt wurden). Vor allem Nachtzüge wurden in den vergangenen Jahren sukzessive eingestellt, wobei es mich sehr freut, dass die ÖBB hier anscheinend ein Potenzial erkannt und zahlreiche Nachtzüge der DB übernommen haben.</p>
<p><span class="cr-widget-FocalReviews" data-hook="cr-widget-FocalReviews"><span class="a-size-base review-text" data-hook="review-body">Per J. Andersson beschreibt aber nicht einfach nur trocken Geschichte und Aspekte des Bahnreisens, sondern streut auch sehr viele persönliche Erfahrungen mit ein. So ist er mit seinen Kindern per Interrail durch Europa unterwegs, begibt sich auf die Spuren des<br />
berühmten Orientexpresses, erkundet Indien, China und die USA und bereist auch seine eigene Heimat Schweden auf wenig bekannten Strecken.<br />
</span></span></p>
<p>Diese Mischung aus eigenen Reiseerlebnissen und allgemeinen Fakten hat mir sehr gut gefallen, außerdem ergänzt der Autor das alles auch noch um praktische Informationen zu bestimmten Zugstrecken und um Empfehlungen für Bücher und Filme, die sich mit Zugreisen beschäftigen.</p>
<p>Ein sehr interessantes Buch, das auch perfekt als Lektüre für eine längere Zugfahrt geeignet ist! Nur der deutsche Titel ist arg sperrig geraten &#8211; das schwedische Original bringt es mit <i>Ta tåget </i>(Nimm den Zug) etwas prägnanter auf den Punkt.</p>
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		<item>
		<title>[Kurzrezensionen] 4 Bücher übers Weitwandern</title>
		<link>https://neyasha.at/2021/09/05/kurzrezensionen-buecher-vom-weitwandern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Sep 2021 16:35:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kinderbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[Rund um meine Wanderung auf dem Wiener Wallfahrerweg habe ich einige Bücher übers Weitwandern gelesen (Sachbücher und Belletristik), die ich hier gesammelt vorstellen möchte: Meika Hashimoto &#8211; The Trail erschienen bei Scholastic Es sollte der beste Sommer ihres Lebens werden. Toby und Lucas hatten eine Liste erstellt mit Dingen, die sie machen wollten, unter anderem:&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rund um <a href="https://neyasha.at/2021/07/25/auf-dem-wiener-wallfahrerweg-nach-mariazell/">meine Wanderung auf dem Wiener Wallfahrerweg</a> habe ich einige Bücher übers Weitwandern gelesen (Sachbücher und Belletristik), die ich hier gesammelt vorstellen möchte:</p>
<h3>Meika Hashimoto &#8211; The Trail</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-8769 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/thetrail-199x300.jpg" alt="" width="130" height="196" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/thetrail-199x300.jpg 199w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/thetrail.jpg 331w" sizes="auto, (max-width: 130px) 100vw, 130px" /><em>erschienen bei <a href="https://kids.scholastic.com/kids/book/the-trail-by-meika-hashimoto/">Scholastic</a></em></p>
<p>Es sollte der beste Sommer ihres Lebens werden. Toby und Lucas hatten eine Liste erstellt mit Dingen, die sie machen wollten, unter anderem: einen Teil des Appalachian Trail wandern. Aber jetzt ist Lucas nicht mehr hier und wenn Toby diesen letzten Punkt auf der Liste abhaken möchte, muss er sich alleine auf das Abenteuer begeben.</p>
<p>Ich bin an diesen Roman mit etwas falschen Erwartungen herangetreten, weil ich nicht auf das empfohlene Lesealter geachtet habe und dachte, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Tatsächlich richtet es sich an eine deutlich jüngere Zielgruppe und Toby ist gerade einmal 12 Jahre alt. Das hat mein Lesevergnügen insofern getrübt, da mir die Erlebnisse für ein Kind dieses Alters unrealistisch vorkamen &#8211; nicht nur, dass Toby die Wanderung (fast) alleine bewältigt, obwohl er dabei wirklich allen Gefahren begegnet, die man sich nur vorstellen kann, sondern auch, dass es von den anderen Wanderern selten in Frage gestellt wird, wenn Toby sich als 17 oder 18jähriger ausgibt. Ich glaube nicht, dass sich die Zielgruppe an diesen Punkten sehr stören wird, insofern ist es ein schönes Buch über Abenteuer, Mut und Freundschaft für Kinder ab 10 oder 11 Jahren. Ich persönlich hatte mir einfach etwas anderes vorgestellt.</p>
<h3>Philipp Fuge &#8211; Der Weg ist mein Zuhause</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8770 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/wegistmeinzuhause-1-194x300.jpg" alt="" width="131" height="202" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/wegistmeinzuhause-1-194x300.jpg 194w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/wegistmeinzuhause-1.jpg 381w" sizes="auto, (max-width: 131px) 100vw, 131px" /> <em>erschienen bei <a href="https://www.knesebeck-verlag.de/der_weg_ist_mein_zuhause/t-1/944">Knesebeck</a></em></p>
<p>Da mir von Philipp Fuge <a href="https://neyasha.at/2021/08/01/philipp-fuge-kein-schritt-umsonst-zu-fuss-von-berlin-zum-nordkap/">Kein Schritt umsonst</a> über seine Wanderung von Berlin zum Nordkap so gut gefallen hat, wollte ich natürlich auch sein neues Buch lesen, in dem er über eine noch längere Reise berichtet: einmal quer durch Europa von Gibraltar zum Nordkap. Da es sich um eine so viel längere Reise handelt, ist dieses Buch nicht mehr in Tagebuchform geschrieben, sondern fasst einzelne Teile der Reise zusammen, während andere genauer beschrieben werden. Das fand ich vom Tempo her sehr gelungen und dadurch ergeben sich auch weniger Wiederholungen als es noch beim ersten Buch der Fall war. Ich fand es auch schön, dass Philipp Fuge sich bei dieser zweiten Weitwanderung mehr auf die Menschen unterwegs einlässt und nicht nur strikt seinen Weg alleine durchziehen möchte.</p>
<p>Mir persönlich hat dennoch &#8222;Kein Schritt umsonst&#8220; fast etwas besser gefallen, weil dort die Besonderheit der ersten langen Wanderung mitschwingt, aber ich habe beide Bücher sehr gern gelesen. Einziger Kritikpunkt: Schon wieder keine detaillierte Karte, auf der man die Route nachvollziehen könnte.</p>
<h3>Christine Thürmer &#8211; Weite Wege wandern. Erfahrungen und Tipps von 45.000 Kilometern zu Fuß</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-8768 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/weitewegewandern-199x300.jpg" alt="" width="130" height="196" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/weitewegewandern-199x300.jpg 199w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/weitewegewandern-700x1056.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/weitewegewandern-768x1158.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/weitewegewandern-1019x1536.jpg 1019w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/weitewegewandern-800x1206.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/weitewegewandern.jpg 1061w" sizes="auto, (max-width: 130px) 100vw, 130px" /><em>erschienen bei <a href="https://www.piper.de/buecher/weite-wege-wandern-isbn-978-3-89029-525-1">Malik (Piper)</a></em></p>
<p>Auch von Christine Thürmer habe ich zuvor schon ein Buch gelesen und zwar <a href="https://neyasha.at/2020/09/21/kurzrezensionen-drei-buecher-vom-wandern/">Laufen. Essen. Schlafen</a>, in dem sie von ihren Erfahrungen auf den drei großen Weitwanderwegen der USA erzählt. Der Erfahrungsbericht hatte mich nicht ganz überzeugt, aber dieses Buch nun, in dem sie Tipps rund ums Weitwandern zusammenstellt, fand ich sehr gut.</p>
<p>Christine Thürmer behandelt so ziemlich alle Aspekte rund um lange Wandertouren, von Planung und Ausrüstung bis hin zu empfehlenswerten Strecken auf der ganzen Welt. Dabei bringt sie ihre persönlichen Erfahrungen mit ein und macht auch (meistens) klar, dass es sich dabei um ihre subjektiven Empfehlungen und Meinungen handelt. Ein sowohl unterhaltsames als auch informatives Buch &#8211; nicht nur fürs Weitwandern, sondern auch für Wanderungen ganz allgemein, mit einigen Tipps auch zum Thema Ultraleichtwandern.</p>
<h3>Stefanie Jarantowski &#8211; Abenteuer Olavsweg. Eine Frau pilgert den Neuanfang</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8766 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/abenteuerolavsweg-201x300.jpg" alt="" width="130" height="194" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/abenteuerolavsweg-201x300.jpg 201w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/08/abenteuerolavsweg.jpg 334w" sizes="auto, (max-width: 130px) 100vw, 130px" /><em>erschienen im <a href="https://www.olavsleden.de/olavsweg-pilgern-abenteuer-reiseroman">Eigenverlag</a></em></p>
<p>Nach dem Verkauf ihres IT-Startups machen Stefanie Jarantowski und ihr Mann sich auf nach Norwegen, um von Oslo nach Trondheim zum Nidarosdom zu pilgern &#8211; über 600 Kilometer auf Straßen, durchs Dickicht und über Hochebenen.</p>
<p>Vorweg muss ich sagen, dass ich sowohl Titel als auch Klappentext bei diesem Buch irreführend fand, denn diese suggerieren, dass die Autorin alleine gepilgert wäre. Das war für mich mit ein Grund dieses Buch zu kaufen, da mich besonders die Erfahrungen einer Frau alleine auf dem Olavsweg interessiert hätten. Abgesehen von dieser Enttäuschung zu Beginn, fand ich das Buch aber unterhaltsam und kurzweilig zu lesen. Trotzdem konnte es mich nicht ganz überzeugen. Zum einen war für mich relativ wenig Reflexion dabei und am Ende war mir nicht klar, welche Erkenntnis die Autorin und ihr Mann nun eigentlich aus dieser Erfahrung gezogen haben und wie ihr Neuanfang nun aussehen soll (eine Schriftstellerkarriere?). Zum anderen schreibt Stefanie Jarantowski zwar &#8222;Es war die schönste und aufregendste Reise meines bisherigen Lebens&#8220;, aber beim Lesen habe ich das nur selten so wahrgenommen. Das Buch wirkt insofern sehr authentisch, weil es auch die schwierigen und nicht so schönen Aspekte beim Wandern/Pilgern nicht ausspart (und diese auch humorvoll beschreibt), aber die positiven Erfahrungen blieben meinem Empfinden nach dabei ein wenig auf der Strecke.</p>
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		<title>Philipp Fuge &#8211; Kein Schritt umsonst. Zu Fuß von Berlin zum Nordkap</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Aug 2021 09:44:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[Self-Publishing; unter der ISBN 978-3-7460-8717-7 sowohl als Taschenbuch als auch als E-Book im Buchhandel erhältlich 2016 hat der Arzt Philipp Fuge einige Monate Auszeit, ehe sein neuer Job beginnt. Diese will er nutzen, um seine seit langer Zeit geplante Wanderung von Berlin zum Nordkap anzutreten. Im März bricht er auf &#8211; mit 25 kg auf&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-8581 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/07/keinschritt-212x300.jpg" alt="" width="163" height="231" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/07/keinschritt-212x300.jpg 212w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2021/07/keinschritt.jpg 353w" sizes="auto, (max-width: 163px) 100vw, 163px" /><em>Self-Publishing; unter der ISBN 978-3-7460-8717-7 sowohl als Taschenbuch als auch als E-Book im Buchhandel erhältlich</em></p>
<p>2016 hat der Arzt Philipp Fuge einige Monate Auszeit, ehe sein neuer Job beginnt. Diese will er nutzen, um seine seit langer Zeit geplante Wanderung von Berlin zum Nordkap anzutreten. Im März bricht er auf &#8211; mit 25 kg auf dem Rücken und mehr als 3000 km vor sich. 150 Tage ist er insgesamt unterwegs und lernt dabei Deutschland, Skandinavien und sich selbst ganz neu kennen.</p>
<p>Ich lese sehr gern Erfahrungsberichte über Weitwanderungen und schwanke dabei meistens zwischen &#8222;Ich würde das auch so gern machen&#8220; und &#8222;So etwas könnte ich niemals machen&#8220;. So ging es mir auch mit dem Buch von Philipp Fuge, das seine wirklich bemerkenswerte Wanderung dokumentiert. Obwohl er besonders zu Beginn immer wieder zweifelt und sich erst einmal mit dem schweren Rucksack, dem langen Gehen und den Nächten im Zelt zurechtfinden muss, lässt er sich doch nicht beirren und geht Schritt für Schritt weiter: bei Schnee, Regen, Sonne, Sturm, Hagel, Gewitter und Hitze.</p>
<p>Dabei sucht er ganz bewusst die Einsamkeit und auch Einfachheit. Er übernachtet praktisch nie in Hotels oder Herbergen und kehrt nicht in Restaurants ein, sondern versorgt sich in Supermärkten, was auch bedeutet, dass er manchmal Proviant für eine Woche oder mehr tragen muss. Das fand ich sehr bewundernswert, auch wenn ich es ab und zu schade fand, dass er Einladungen zu Übernachtungen und kurzen Mitfahrgelegenheiten stets ausschlug. Ich könnte mir vorstellen, dass sich dabei interessante Gespräche ergeben hätten, aber Philipp Fuge möchte diesen Weg alleine schaffen und das zieht er auch durch. Lediglich am Ende der Reise, als er zu Fuß durch den Nordkaptunnel geht, empfand ich das als unnötige Sturheit. Bei meiner Norwegenreise vor vielen Jahren bin ich im Bus durch den Tunnel gefahren und bei der Vorstellung, dort zu Fuß durchzugehen, läuft es mir kalt den Rücken hinunter. Die Beschreibung dieser Passage liest sich dann auch entsprechend ungemütlich und gefährlich.</p>
<p>Der Erfahrungsbericht ist als Tagebuch angelegt und so erlebt man tatsächlich jeden Tag der Wanderung hautnah mit. Ich könnte mir vorstellen, dass das manchen zu lang oder repetitiv ist, aber ich persönlich fand gerade das interessant. Auf diese Weise erlebt man wirklich den Alltag auf dieser Reise, die wechselnden Landschaften, das Wetter, alle Hochs und Tiefs und die Gedanken, die dem Autor dabei durch den Kopf gehen, mit. Immer wieder tauchen die Fragen auf, wieviel Luxus oder materielle Dinge man eigentlich benötigt um glücklich zu sein und ob der Mensch sich in der Welt nicht viel zu wichtig nimmt. Bei diesen Passagen kommt Philipp Fuge sehr bescheiden und sympathisch rüber, auch wenn es ein paar Momente gibt, die ich als etwas überheblich bzw. vorurteilsbehaftet empfunden habe (z.B. als er einer Gruppe Survival-Typen begegnet).</p>
<p>Abgesehen davon habe ich das Buch sehr genossen und es auch schade gefunden, als die Reise dann am Nordkap zu Ende war. Weiterempfehlen kann ich &#8222;Kein Schritt umsonst&#8220; trotzdem nur bedingt, da ich denke, dass die Tagebuchform und die Ausführlichkeit der Beschreibungen nicht jedermanns Sache ist. Philipp Fuges neues Buch &#8222;Der Weg ist mein Zuhause&#8220;, das von einer noch längeren Wanderung von Gibraltar bis zum Nordkap berichtet, aber etwas verdichteter geschrieben ist, ist vermutlich besser für ein breites Publikum geeignet.</p>
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