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	<title>#WirLesenFrauen &#8211; Neyashas Allerlei</title>
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	<description>Vom Lesen, Schreiben und von kreativen Dingen</description>
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		<title>Louise Penny &#8211; Inspector Gamache 1 + 2</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jan 2020 08:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimi/Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[#WirLesenFrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die &#8222;Inspector Gamache&#8220;-Reihe der kanadischen Autorin Louise Penny erscheint seit 2005; aktuell gibt es auf Englisch 14 Bände. Die deutschen Übersetzungen sind ein wenig verwirrend, da zunächst bei Limes einige der Bände erschienen sind und nun unter teilweise neuen Titeln bei Kampa, aber in einer anderen Reihenfolge als die englischen Originale. Die deutschen Hörbücher wiederum&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#8222;Inspector Gamache&#8220;-Reihe der kanadischen Autorin Louise Penny erscheint seit 2005; aktuell gibt es auf Englisch 14 Bände. Die deutschen Übersetzungen sind ein wenig verwirrend, da zunächst bei <a href="https://www.randomhouse.de/Verlag/Limes/23000.rhd">Limes</a> einige der Bände erschienen sind und nun unter teilweise neuen Titeln bei <a href="https://kampaverlag.ch/">Kampa</a>, aber in einer anderen Reihenfolge als die englischen Originale. Die deutschen Hörbücher wiederum werden von <a href="https://www.der-audio-verlag.de/autoren/penny-louise/">Der Audio-Verlag</a> publiziert, wobei es die ungekürzten Lesungen nur über <a href="https://www.audible.de/series/Ein-Fall-fuer-Gamache-Hoerbuecher/B07YCRQQ65?pf_rd_p=85fa96d6-2018-4419-87b8-a13ab53f973c&amp;pf_rd_r=PZXQANV53596PTEA4NFQ&amp;ref=a_pd_Das-Do_c1_series_1">Audible</a> gibt. Wenn man die Krimireihe auf Deutsch lesen möchte, ist also ein wenig Recherche empfehlenswert.</p>
<p>Ich habe bisher die ersten beiden Bände gelesen und muss gestehen, dass meine Begeisterung ziemlich nachgelassen hat. Daher bin ich mir nicht sicher, ob ich die Krimireihe weiterlesen werde. Hier meine Meinung zu den beiden Bänden:</p>
<h3>Louise Penny &#8211; Das Dorf in den roten Wäldern</h3>
<p><img decoding="async" class="wp-image-6390 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/gamache1-300x300.jpg" alt="" width="150" height="150" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/gamache1-300x300.jpg 300w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/gamache1-150x150.jpg 150w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/gamache1-70x70.jpg 70w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/gamache1.jpg 500w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /> <em>2006 unter dem Titel &#8222;Denn alle tragen Schuld&#8220; erschienen</em><br />
<em>ungekürzte Lesung von Hans-Werner Meyer</em></p>
<p><span class="bc-text bc-color-secondary">Armand Gamache, Polizeichef der Sûreté du Québec, wird in das beschauliche Dörfchen Three Pines gerufen. Eine Tote wurde im Wald gefunden und was zunächst nach Jagdunfall aussieht, entpuppt sich rasch als Mord. Die Einwohner von Three Pines können nicht fassen, dass jemand der beliebten alten Dame Jane so etwas antun würde, aber Gamache merkt schnell, dass es in der idyllischen Dorfgemeinschaft so manche Geheimnisse gibt. </span></p>
<p>Ich bin auf diesen Krimi bei einer von mir organisierten Fortbildungsreihe aufmerksam geworden, bei der der Vortragende das Buch mit den Worten &#8222;Columbo trifft Stars Hollow&#8220; beschrieben hat. Tatsächlich hat Three Pines mit seinen skurrilen, aber großteils liebenswerten Figuren einen Hauch von &#8222;Gilmore Girls&#8220; und die Beschreibung des Dorfes mit seinen Bewohnern nimmt einen großen Teil des Krimis ein. Ich habe den Schauplatz schnell ins Herz geschlossen und mochte auch Inspector Gamache, der die Leute mit seiner freundlichen und ruhigen Art schnell zum Reden bringt. Gleichzeitig hatte ich ein wenig Probleme mit den Figurenzeichnungen von Louise Penny, da mir manche ein wenig zu extrem vorkamen. Bei den Bewohnern von Three Pines fand ich das auf eine gewisse Weise noch charmant, aber Gamaches neue Assistentin Yvette Nichol ist dermaßen unsympathisch und inkompetent, dass es kaum auszuhalten war. Dagegen wird Gamache nahezu auf ein Podest gehoben und so kam mir Gamaches langjähriger Partner Beauvoir als einziger von den Ermittlern wie ein normaler Mensch wie Ecken und Kanten vor.</p>
<p>Dennoch habe ich diesen Reihenauftakt sehr genossen und ich mochte auch den Kriminalfall an sich. Zwar habe ich die Auflösung bald erahnt, aber es war ein solide konstruierter Mordfall und ich mochte die Stimmung des Buches sehr gern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Louise Penny &#8211; Tief eingeschneit</h3>
<p><img decoding="async" class="wp-image-6391 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/gamache2-300x300.jpg" alt="" width="150" height="150" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/gamache2-300x300.jpg 300w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/gamache2-150x150.jpg 150w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/gamache2-70x70.jpg 70w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/gamache2.jpg 500w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><em> 2008 unter dem Titel &#8222;Und die Furcht gebiert den Zorn&#8220; erschienen<br />
ungekürzte Lesung von Hans-Werner Meyer</em></p>
<p>Zur Weihnachtszeit verschlägt es Inspector Gamache erneut nach Three Pines, als die kaltherzige CC de Poitiers beim jährlich stattfindenden Curling-Wettbewerb auf perfide Weise ermordet wird. Daneben ist Gamache auch mit der Aufklärung des Mordes an einer Obdachlosen beschäftigt und hat mit Unstimmigkeiten in der <span class="bc-text bc-color-secondary">Sûreté zu kämpfen.</span></p>
<p><span class="bc-text bc-color-secondary">Dieser 2. Band der Krimireihe kam mir wie der perfekte Weihnachtskrimi vor und obwohl ich die Atmosphäre in diesem Buch wieder gern mochte, haben mich dieses Mal einige Aspekte doch sehr gestört. Wurde Gamache schon im 1. Band als fast perfekt beschrieben, werden seine Fähigkeiten nun herausgehoben, indem alle anderen Ermittler als völlig inkompetent beschrieben werden. Beauvoir, den ich vorher recht interessant fand, versagt hier beruflich und menschlich auf der ganzen Strecke. Das ergibt insofern keinen Sinn, da er seit Jahren nicht nur Gamaches respektierter Partner, sondern auch sein enger Freund ist &#8211; was angesichts von Beauvoirs Verhalten nicht sehr glaubwürdig ist. </span></p>
<p><span class="bc-text bc-color-secondary">Auch Three Pines hat wieder mit einigen skurrilen Figuren aufzuwarten und auch das hat mich im Vergleich zum 1. Band mehr gestört, da die Ermordete dermaßen unsympathisch und kaltherzig ist, dass sie wie eine Karikatur erscheint. Der Mord selbst ist ziemlich überkonstruiert, wirft aber zumindest einige spannende Fragen auf. Erneut war mir schon bald klar, wer für den Mord verantwortlich ist, auch wenn die Ermittlungen auf dem Weg zur Auflösung noch ein paar interessante Wendungen nehmen.<br />
</span></p>
<p>Es würde mich durchaus interessieren, wie es mit Gamache und den Personen aus Three Pines weitergeht und was es mit dem alten Korruptionsfall in der <span class="bc-text bc-color-secondary">Sûreté</span> auf sich hat, aber nach den Schwächen von &#8222;Tief eingeschneit&#8220; bin ich mir noch nicht sicher, ob ich die Krimireihe wirklich weiterlesen möchte.</p>
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		<title>[Kurzrezensionen] Von Familien und anderen Schwierigkeiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Dec 2019 08:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[#WirLesenFrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[Hilary Mantel &#8211; Jeder Tag ist Muttertag Dieser Roman der englischen Autorin Hilary Mantel, der 1985 erschienen ist, war 2018 das Gratisbuch der Aktion Eine Stadt. Ein Buch. Er zeichnet das bitterböse Bild einer Kleinstadt der 80er Jahre. Im Mittelpunkt stehen Evelyn Axon und ihre Tochter Muriel, die eine intellektuellen Behinderung hat. Die beiden Frauen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Hilary Mantel &#8211; Jeder Tag ist Muttertag</h3>
<p><img decoding="async" class=" wp-image-6372 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/muttertag-231x300.jpg" alt="" width="150" height="195" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/muttertag-231x300.jpg 231w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/muttertag.jpg 308w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /> Dieser Roman der englischen Autorin Hilary Mantel, der 1985 erschienen ist, war 2018 das Gratisbuch der Aktion <a href="https://einestadteinbuch.at/">Eine Stadt. Ein Buch</a>. Er zeichnet das bitterböse Bild einer Kleinstadt der 80er Jahre. Im Mittelpunkt stehen Evelyn Axon und ihre Tochter Muriel, die eine intellektuellen Behinderung hat. Die beiden Frauen führen ein trostloses Leben, das von gegenseitiger Abhängigkeit, aber zugleich einem Hass aufeinander geprägt ist. Die Sozialarbeiterin Isabel sucht vergeblich den Kontakt zu den beiden Frauen, während sie mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen hat, da sie eine Affäre mit einem verheirateten Mann hat. Die Schwester dieses Mannes wiederum lebt im Haus neben den Axons, wodurch alle Figuren und Schicksale zumindest locker miteinander verknüpft sind. Der Roman wird als &#8222;schwarzhumorig&#8220; beschrieben, wobei ich nicht behaupten kann, dass ich mich bei der Lektüre sonderlich amüsiert hätte. Ich fand die Geschichte sehr düster und skurril, teilweise auch verstörend. Nachdem ich anfangs etwas Schwierigkeiten hatte hineinzufinden, hat mich das Buch im Mittelteil sehr gefesselt, ehe mich das Ende dann etwas ratlos zurückließ. Ein interessanter Roman, den ich aber vermutlich kein zweites Mal lesen würde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Nina LaCour &#8211; We Are Okay</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6379 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/weareokay-195x300.jpg" alt="" width="150" height="231" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/weareokay-195x300.jpg 195w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/weareokay.jpg 324w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /><span class="cr-widget-FocalReviews" data-hook="cr-widget-FocalReviews"><span class="a-size-base review-text" data-hook="review-body">Marin lässt nach dem Tod ihres Großvaters, bei dem sie aufgewachsen ist, ihr altes Leben hinter sich und beginnt weit entfernt von ihrer Heimat zu studieren. Als in den Weihnachtsferien ihre ehemals beste Freundin Mabel zu Besuch kommt, ist Marin gezwungen, sich den Geistern ihrer Vergangenheit zu stellen.<br />
</span></span></p>
<p>Dieser Jugendroman ist ein Buch über Freundschaft, Trauer, Familie und Einsamkeit. Im Fokus steht die einst enge Freundschaft zwischen Marin und Mabel, die in der Gegenwart zwar in Scherben zu liegen scheint, in Rückblenden aber genauer beleuchtet wird. Mir hat dieser Aspekt der Geschichte sehr gut gefallen und ich fand den Roman fesselnd zu lesen, obwohl er eigentlich sehr ruhig ist. Ein wenig genervt hat mich, dass um die Geschehnisse rund um den Tod von Marins Großvater so lange ein Geheimnis gemacht wird und eine tragische Entwicklung, die mehr Aufmerksamkeit verdient hätte, als simpler Plottwist herhalten muss. Mir kamen auch einige Punkte rund um Marins überstürztes Verschwinden ein wenig unlogisch vor. Dennoch eine sehr schöne Geschichte, die einfühlsam Marins innere Entwicklung und ihre Freundschaft zu Mabel beschreibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Agnes Ofner &#8211; Nicht so das Bilderbuchmädchen</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-6380 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/bilderbuchmädchen.jpg" alt="" width="150" height="223"></p>
<p>Als gegenüber von Zara eine neue Familie einzieht, kann sie genau in das Zimmer von Sam sehen &#8211; und sie beginnt sich zu fragen, weshalb er so oft weint. Über einen Zettel in ihrem Fenster beginnt sie einen vorsichtigen Kontakt über die Straße hinweg. Obwohl sie sich nicht treffen, lernen sich die beiden allmählich über ihre Botschaften näher kennen.</p>
<p>&#8222;Nicht so das Bilderbuchmädchen&#8220; beschäftigt sich sehr unaufgeregt und einfühlsam mit Genderthemen. Zara interessiert sich nicht für &#8222;typische&#8220; Mädchendinge, was für sie eigentlich okay ist, aber als sie sich in Josef aus ihrer Klasse verliebt, hat sie das Gefühl sich mädchenhafter geben zu müssen. Und Sam hat nicht nur Schwierigkeiten, in der Schule Freunde zu finden, sondern fühlt sich noch dazu fremd in seinem eigenen Körper.</p>
<p>Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Zara und Sam erzählt und lässt sich sehr flüssig lesen. Es geht um die Pubertät, das Erwachsenwerden, um Freundschaft, um die eigene Identität und darum, dass es in Ordnung ist, wenn man &#8222;anders&#8220; ist. Es ist schön mitzuerleben, wie sich zwischen Zara und Sam allmählich eine ganz besondere Freundschaft entwickelt und sie einander bei ihren Problemen weiterhelfen. Ihre Art der Kommunikation ist eine nette Idee, die im Buch gut umgesetzt wird (auch wenn es in der kurzen Beschreibung ein wenig seltsam klingen mag). Für Kinder/Jugendliche etwa ab 11 oder 12 Jahren sehr zu empfehlen!</p>
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		<title>Jane Harper &#8211; Ins Dunkel</title>
		<link>https://neyasha.at/2019/12/03/jane-harper-ins-dunkel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Dec 2019 19:44:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krimi/Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[#WirLesenFrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei rowohlt &#160; Als Teambuilding-Maßnahme begeben sich fünf Mitarbeiterinnen der Gesellschaft BaileyTennants in die Wildnis des australischen Giralang-Massivs. Als sie Tage später völlig aufgelöst und zum Teil verletzt beim Treffpunkt ankommen, sind sie nur noch zu viert. Vermisst wird ausgerechnet Alice Russell, die Aaron Falks Informantin bei BaileyTennants war, das unter dem Verdacht der&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-6321" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/insdunkel-193x300.jpg" alt="" width="161" height="250" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/insdunkel-193x300.jpg 193w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/12/insdunkel.jpg 321w" sizes="auto, (max-width: 161px) 100vw, 161px" /><em> erschienen bei </em><a href="https://www.rowohlt.de/taschenbuch/jane-harper-ins-dunkel.html"><em>rowohlt</em></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als Teambuilding-Maßnahme begeben sich fünf Mitarbeiterinnen der Gesellschaft BaileyTennants in die Wildnis des australischen Giralang-Massivs. Als sie Tage später völlig aufgelöst und zum Teil verletzt beim Treffpunkt ankommen, sind sie nur noch zu viert. Vermisst wird ausgerechnet Alice Russell, die Aaron Falks Informantin bei BaileyTennants war, das unter dem Verdacht der Geldwäsche steht. Alice war kurz davor, ihm brisante Unterlagen zu übergeben, und so begeben sich Aaron Falk und seine Kollegin Carmen Cooper ins Giralang-Massiv, um die örtliche Polizei bei der Suche zu unterstützen und herauszufinden, was passiert ist.</p>
<p>Im Sommer war <a href="https://neyasha.at/2019/09/20/jane-harper-the-dry/">The Dry</a>, Jane Harpers erster Band rund um Aaron Falk, eines meiner Lesehighlights. Während der erste Band in der Hitze des australischen Outbacks angesiedelt war, geht es hier nun in undurchdringliches Dickicht. Harper erzählt abwechselnd von den Ermittlungen rund um das Verschwinden von Alice und rückblickend von den Erlebnissen der zurückgekehrten Wanderinnen. Da sie in den Rückblicken zwischen den Perspektiven wechselt, lernt man die vier Frauen rasch kennen und bekommt einen guten Einblick in ihre unterschiedlichen Erfahrungen mit der Wanderung. Es kommt schnell zu Spannungen in der Gruppe, umso mehr, als die Frauen sich am zweiten Tag verirren und zunehmend Panik aufkommt. Die Autorin erzeugt ein sehr beklemmendes Gefühl und es wird noch dadurch verstärkt, dass das Giralang-Massiv vor 20 Jahren Schauplatz einer Mordserie war. Ich habe daher &#8222;Ins Dunkel&#8220; sehr spannend gefunden und konnte das Buch teilweise kaum aus der Hand legen. Es gibt auch eine ganze Reihe von falschen Fährten und Wendungen, die bis zum Ende zu fesseln wissen und für allerlei Überraschungen sorgen. Bei einer kleinen Szene frage ich mich sogar noch immer, ob sie als falsche Fährte gedacht war oder nur ich entsprechend etwas hineingelesen habe.</p>
<p>Auf der Spannungsebene hat dieser Krimi also perfekt für mich funktioniert; auf der emotionalen Ebene konnte er mich aber nicht ganz überzeugen. Zwar sind die Dynamiken zwischen den fünf Frauen sehr interessant, aber anders als beim ersten Band ist Aaron Falk dieses Mal nicht persönlich in den Fall involviert und das spürt man auch insofern, dass er zunächst stark im Hintergrund bleibt. Das habe ich schade gefunden, da ich ihn sehr sympathisch finde und sein Charakter mit ein Grund war, weshalb ich &#8222;The Dry&#8220; so mochte. Später bekommen dann er und seine Kollegin etwas mehr Raum und die aktuellen Ereignisse sorgen dafür, dass Falk auch einige Gespenster seiner Vergangenheit aufarbeitet, aber im Grunde hätte dieser Krimi mit irgendeinem anderen Ermittler ebenso funktioniert.</p>
<p>Die Art und Weise, wie Falk und Carmen in den Fall involviert werden, kam mir außerdem etwas erzwungen vor und ich bin gespannt, wie Jane Harper es in Zukunft lösen wird, dass die beiden nicht bei der Kriminalpolizei, sondern der Steuerfahndung arbeiten. Vorausgesetzt natürlich, dass es weitere Fälle mit den beiden geben soll &#8211; was ich sehr hoffe. Denn trotz meiner Kritikpunkte hat mir &#8222;Ins Dunkel&#8220; sehr gut gefallen und ich würde gern noch mehr über Aaron Falk erfahren.</p>
<p>Übrigens haben Konstanze und ich dieses Buch nahezu gleichzeitig in der Bibliothek ergattert und gelesen &#8211; und ich kann euch daher für einen noch etwas ausführlicheren Eindruck <a href="https://allesausserlyrik.de/jane-harper-ins-dunkel-aaron-falk-2/">ihre Rezension</a> ans Herz legen.</p>
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		<title>Delia Owens &#8211; Der Gesang der Flusskrebse</title>
		<link>https://neyasha.at/2019/11/09/delia-owens-der-gesang-der-flusskrebse/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Nov 2019 12:51:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Entwicklungsroman]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[#WirLesenFrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Hörbuch Hamburg (die ungekürzte Lesung gibt es nur über Audible!) ungekürzte Lesung von Luise Helm 1952 verlässt Kyas Mutter ihre Familie, weil sie das Leben mit dem gewalttätigen Ehemann nicht mehr aushält. Daraufhin verlassen nach und nach auch die Geschwister das kleine Haus im Marschland, bis nur noch die siebenjährige Kya zurückbleibt. Da&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-6278 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/11/flusskrebse.jpg" alt="" width="179" height="179" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/11/flusskrebse.jpg 250w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/11/flusskrebse-150x150.jpg 150w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/11/flusskrebse-70x70.jpg 70w" sizes="auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px" />erschienen bei <a href="https://www.hoerbuch-hamburg.de/hoerbuecher/owens-der-gesang-der-flusskrebse-4981/">Hörbuch Hamburg</a> (die ungekürzte Lesung gibt es nur über Audible!)</em><br />
<em>ungekürzte Lesung von Luise Helm</em></p>
<p>1952 verlässt Kyas Mutter ihre Familie, weil sie das Leben mit dem gewalttätigen Ehemann nicht mehr aushält. Daraufhin verlassen nach und nach auch die Geschwister das kleine Haus im Marschland, bis nur noch die siebenjährige Kya zurückbleibt. Da ihr Vater seinen Kummer in Alkohol ertränkt, muss Kya schnell lernen für sich selbst zu sorgen. Zuflucht und Halt bieten ihr die Vögel, die rund um sie in den Salzwiesen, Buchten und Schilfgürteln leben. Allmählich baut sie sich hier ihr ganz eigenes Leben auf, bis 1969 ein Mann tot im Sumpf gefunden wird &#8211; und die Spuren zu Kya führen.</p>
<p>&#8222;Der Gesang der Flusskrebse&#8220; wurde von Rezensenten und Lesern begeistert aufgenommen und klang nach einer interessanten Mischung aus Coming-of-Age-Geschichte, Krimi und Gesellschaftsroman. Auch mir hat der Debütroman der Zoologin Delia Owens zu Beginn sehr gut gefallen. Sie beschreibt sehr eindringlich, was es für die kleine Kya bedeutet auf sich alleine gestellt zu sein und wie sie lernt ihren Alltag zu meistern. Die Armut, in der die Familie lebt, wird ebenso greifbar wie Kyas schlechten Erfahrungen in der örtlichen Schule. Als das &#8222;Marschmädchen&#8220; wird sie misstrauisch beäugt, verspottet und von manchen wie Ungeziefer betrachtet. Es ist nicht verwunderlich, dass Kya bald die Stadt und deren Bewohner meidet und die Marsch zu ihrem Anker und ihrer Zuflucht wird. Delia Owens beschreibt das Marschland von North Dakota und seine Tierwelt so bildreich, dass diese Landschaft fast zu einem eigenen Protagonisten wird.</p>
<p>Die Nebenfiguren wie etwa ein schwarzes Ehepaar, das ihr hilft, sowie Tate, ein Freund ihres Bruders, bleiben da vergleichsweise blass und wirken mitunter auch etwas klischeehaft. Da ich Kya als Figur so interessant fand und ihre Entwicklung faszinierend zu lesen fand, hat mich das aber zunächst nicht gestört. Und es hat mir anfangs auch sehr gut gefallen, wie Kya erwachsen wird und auf ihre ganz eigene Weise ihr Leben zu meistern lernt.</p>
<p>Dann aber wurde der Roman immer überzogener und unrealistischer. Kya wächst nicht nur zu einer Art &#8222;wilden Schönheit&#8220; heran, der die Männer verfallen, sondern sie lernt mit Tates Hilfe auch in Windeseile lesen, schreiben und ist bald imstande, wissenschaftliche Texte zu verstehen. Nicht nur das &#8211; sie, die nur einen einzigen Tag in der Schule war und von Tates &#8222;Unterricht&#8220; abgesehen keinerlei Bildung genossen hat, beginnt Fachbücher über die Flora und Fauna der Marsch zu verfassen. Diese bringt sie nicht nur erfolgreich bei einem Verlag unter, sondern natürlich verkaufen diese sich auch toll und sie erhält ein stattliches Honorar. An diesem Punkt hat mich der Roman schon ziemlich genervt, aber noch schlimmer fand ich dann die Kriminalgeschichte, die sich parallel dazu entwickelt. Ich will jetzt keine Details dazu verraten, aber auf jeden Fall entwickelt sich das Buch zu einem Gerichtsdrama, das kein Klischee auslässt. Die völlig unnötigen Wendungen, die einem am Ende in einem Epilog noch schnell hingeschmissen werden, haben mich dann nur noch den Kopf schütteln lassen.</p>
<p>Ich konnte schon öfter mit hochgejubelten Büchern nichts anfangen, aber dass mir ein Roman zu Beginn gut gefallen hat, während ich am Ende nur noch das Bedürfnis hatte, möglichst alle potenziellen Leser davor zu warnen, ist mir bisher erst selten passiert. Delia Owens kann wirklich schön schreiben und auch die Lesung von Luise Helm ist sehr angenehm, aber das ändert nichts daran, dass mich dieser Roman zutiefst enttäuscht hat. Es ist noch nicht mal so sehr die unrealistische Handlung das Problem &#8211; das Problem ist vor allem, dass Aufmachung, Vermarktung und auch die erste Hälfte des Romans etwas ganz anderes verkaufen als jenes kitschtriefende Machwerk, das man zum Ende hin bekommt.</p>
<p>Und das wirklich traurige ist, dass ich das Buch aufgrund der wundervollen Beschreibungen und des lesenwerten Anfangs sehr gern weiter empfehlen würde, aber so wie es sich im weiteren Verlauf entwickelt, kann ich persönlich nur von der Lektüre abraten bzw. sollte man zumindest wissen, worauf man sich einlässt.</p>
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		<title>Chimamanda Ngozie Adichie &#8211; Blauer Hibiskus</title>
		<link>https://neyasha.at/2019/07/07/chimamanda-ngozie-adichie-blauer-hibiskus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jul 2019 14:22:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[#WirLesenFrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Fischer &#160; Nach außen führen die fünfzehnjährige Kambili und ihr älterer Bruder Jaja ein perfektes Leben: Ihre Familie ist reich, der Vater in der Gemeinde sehr angesehen, sie leben in einem großen Anwesen und genießen eine gute Schulbildung. Tatsächlich aber leben sie in ständiger Angst vor dem gewalttätigen Vater und durften nie eine&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-6007 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/07/blauerhibiskus-198x300.jpg" alt="" width="165" height="250" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/07/blauerhibiskus-198x300.jpg 198w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/07/blauerhibiskus.jpg 329w" sizes="auto, (max-width: 165px) 100vw, 165px" /> <em>erschienen bei <a href="https://www.fischerverlage.de/buch/blauer_hibiskus/9783596032440">Fischer</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach außen führen die fünfzehnjährige Kambili und ihr älterer Bruder Jaja ein perfektes Leben: Ihre Familie ist reich, der Vater in der Gemeinde sehr angesehen, sie leben in einem großen Anwesen und genießen eine gute Schulbildung. Tatsächlich aber leben sie in ständiger Angst vor dem gewalttätigen Vater und durften nie eine eigene Meinung und Stimme entwickeln. Als es nach einem Militärputsch zu Unruhen kommt, werden die Geschwister zu ihrer Tante geschickt, wo sie erstmals ein anderes Leben kennenlernen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8222;Blauer Hibiskus&#8220; ist der 2003 erschienene Debütroman der nigerianischen Schriftstellerin Chimamanda Ngozie Adichie, die seit ihrem Studium die meiste Zeit in den USA lebte. Man erfährt in dem Roman einiges von der Geschichte und Kultur Nigerias, aber in erster Linie ist es ein Entwicklungsroman &#8211; sehr ruhig erzählt und doch so fesselnd, dass ich ihn an einem einzigen Tag durchgelesen habe.</p>
<p>Kambili erzählt darin aus der Ich-Perspektive die sehr aufwühlende Geschichte ihrer Familie, die von dem übermächtigen Vater beherrscht wird. Er ist ein strenggläubiger Mensch, der den katholischen Missionaren einen steilen sozialen Aufstieg verdankt und nun von seinem früheren Glauben und den Igbo-Traditionen nichts mehr wissen will. Seiner Familie erlaubt er nicht das kleinste Aufmucken, keinerlei Individualität und keine eigenen Meinungen und Gedanken. Adichie beschreibt sehr eindrücklich, wie sich das auf Kambilis Charakter auswirkt: Sie wagt es kaum zu sprechen, reagiert nahezu panisch auf Fragen und ist ständig um die Anerkennung ihres Vaters bemüht. Obwohl schon früh klar wird, was in der Familie vorgeht, lernt man erst nach und nach das ganze Ausmaß der häuslichen Gewalt kennen. Lange schafft Kambili auch nicht einmal sich selbst einzugestehen, was in ihrer Familie alles geschieht &#8211; nicht nur aus Angst vor dem Vater, sondern auch, weil er eine sehr ambivalente Persönlichkeit ist und Kambili sich an diesem &#8222;anderen&#8220; Bild festklammert, an dem Vater, wie ihn Außenstehende sehen. Denn er ist ein hochangesehenes Mitglied der Gesellschaft, unterstützt großzügig die Kirche und die ärmeren Menschen der Gemeinde und gibt trotz zahlreicher Einschüchterungsversuche eine regimekritische Zeitung heraus.</p>
<p>Diese Zeitung ist schließlich auch der Grund, weshalb Kambili und ihr Bruder Jaja für eine Weile zu ihrer Tante geschickt werden, um dort vor den politischen Unruhen geschützt zu sein. Hier lernen sie nun ein ganz anderes Leben kennen &#8211; eines, das aufgrund der Armut alles andere als einfach ist, aber doch so viel freier und unbeschwerter als jenes, das Kambili und Jaja bislang kannten. Erstmals können sie auch Zeit mit ihrem Großvater verbringen und dabei ihre ursprüngliche Kultur kennenlernen. Das alles macht Kambili, die nie etwas anderes gelernt hat als ohne Widerrede zu gehorchen, zunächst Angst, während in Jaja schnell rebellische Gedanken entstehen.</p>
<p>Ich fand es wunderschön zu lesen, wie dann auch Kambili langsam aus ihrem Schneckenhaus hervorkommt und beginnt ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln, zu ihrer eigenen Stimme zu finden. Deshalb und auch aufgrund von Adichies sehr angenehmem Schreibstil ist der Roman trotz der harten Thematik und der teils heftigen Szenen doch alles andere als trostlos. Ich habe &#8222;Blauer Hibiskus&#8220; daher sehr gern gelesen; Kambilis Entwicklung ist toll beschrieben und man erfährt auch viel über Politik, Kultur und Geschichte von Nigeria.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="a-size-base review-text review-text-content" data-hook="review-body"><span class="">Das einzige, was ich schade finde ist, wie sehr das Buch auf ein &#8222;westliches&#8220; Publikum zugeschnitten ist. Es ist sehr eindeutig, dass Adichies Zielgruppe nicht die eigenen Landsleute sind, sondern sie über ihre Heimat schreibt (teilweise vielleicht auch vereinfachend und filternd), um diese Menschen aus <em>anderen</em> Kulturen näherzubringen. Das ist nichts, was mich beim Lesen gestört hat und nichts, was den Wert des Romans in irgendeiner Weise schmälert. Mir ist das erst hinterher aufgefallen, als ich noch weiter darüber nachgedacht habe. Ich habe einfach den Eindruck (und dieser mag auch falsch sein), dass das etwas ist, was auf viele Romane von afrikanischen AutorInnen zutrifft, die auf Englisch/Deutsch erscheinen bzw. übersetzt werden. So, als könnte man dem Publikum nur afrikanische Literatur zumuten, wenn diese bereits <em>für</em> den westlichen Markt geschrieben wurde. </span></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>[Kurzrezensionen] Von Italien, Norwegen und der Antarktis</title>
		<link>https://neyasha.at/2019/06/23/kurzrezensionen-von-italien-norwegen-und-der-antarktis/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jun 2019 19:33:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[#WirLesenFrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[Elizabeth von Arnim &#8211; The Enchanted April Der Roman &#8222;The Enchanted April&#8220; der britischen Schriftstellerin Elizabeth von Arnim erschien 1922 und wurde 1991 verfilmt. Es geht darin um vier Londoner Frauen, die Anfang der 1920er Jahre eine Villa am Golf von Genua mieten, um der grauen englischen Tristesse zu entkommen und jede auf ihre Weise&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Elizabeth von Arnim &#8211; The Enchanted April</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-5979 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/06/april.jpg" alt="" width="156" height="250"></p>
<p>Der Roman &#8222;The Enchanted April&#8220; der britischen Schriftstellerin Elizabeth von Arnim erschien 1922 und wurde 1991 verfilmt. Es geht darin um vier Londoner Frauen, die Anfang der 1920er Jahre eine Villa am Golf von Genua mieten, um <span class="cr-widget-FocalReviews" data-hook="cr-widget-FocalReviews"><span class="a-size-base review-text" data-hook="review-body"><span class="">der grauen englischen Tristesse</span></span></span> zu entkommen und jede auf ihre Weise Abstand von den (Ehe-)Männern zu bekommen.</p>
<p>Ich bin dieses Jahr bei der Suche nach passender &#8222;Frühlingslektüre&#8220; zufällig auf diesen Klassiker gestoßen, von dem ich ehrlich gesagt noch nie zuvor gehört hatte. Umso mehr freut es mich, dass ich ihn nun entdeckt habe, denn es handelt es sich um einen ganz wunderbaren humorvollen, warmherzigen und leichtfüßigen Roman. Im Mittelpunkt stehen die vier so unterschiedlichen Frauen, die anfangs nichts außer der gemeinsamen Unterkunft verbindet. Und es scheint zunächst auch, als könnte die Zweckgemeinschaft nicht funktionieren &#8211; zu viele Reibungspunkte gibt es zwischen den vieren und den Männern, die nicht lange fern bleiben. Aber dank der ganz besonderen Atmosphäre der italienischen Villa und den Bemühungen der naiven, aber liebenswerten Lotty Wilkins entwickeln sich allmählich Freundschaften. Witzige Situationen, der gemächliche Erzählton und das Happy End machen das Buch zu einer echten Wohlfühllektüre. Der Realismus mag vielleicht manches Mal etwas auf der Strecke bleiben, aber ich hatte meine wahre Freude mit dem Roman.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Julia Fellinger &#8211; Ein Jahr in Norwegen</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-5980 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/06/einjahrinnorwegen.jpg" alt="" width="159" height="250"></p>
<p>Nach Norwegen auszuwandern, stand eigentlich nicht auf Julia Fellingers Plan. Aber als ihrem Lebenspartner zunächst für ein Jahr eine Stelle als Landarzt in einer kleinen Ortschaft am Sognefjord (Südwestnorwegen) angeboten wird, bricht sie gemeinsam mit ihm in den Norden auf.</p>
<p>In diesem recht kurzen Buch schildert sie ihre positiven und negativen Erfahrungen mit Norwegen, vermittelt einen guten Eindruck vom dortigen Lebensgefühl und zieht Vergleiche zu Deutschland. Vieles hat mich an mein eigenes Auslandssemester in Norwegen erinnert, auch wenn natürlich zwischen einem kleinen Dorf am Fjord und Oslo Welten liegen. Ich fand das Buch sehr nett zu lesen &#8211; es liest sich quasi wie im Flug weg, ist unterhaltsam geschrieben und enthält auch einiges an Selbstreflexion. Aufgrund der Kürze bleibt es aber doch sehr an der Oberfläche und wirkt stellenweise etwas sprunghaft. Ich hätte mir manchmal tiefere Einblicke und einen weniger episodenhaften Aufbau gewünscht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Anne von Canal &#8211; Whiteout</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-5981 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/06/whiteout-183x300.jpg" alt="" width="153" height="251" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/06/whiteout-183x300.jpg 183w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/06/whiteout.jpg 305w" sizes="auto, (max-width: 153px) 100vw, 153px" /> Die Klimaforscherin Hanna befindet sich gerade in der Antarktis, als sie von ihrem Bruder die kurze Nachricht &#8222;Lieber Amundsen, Scott ist tot. Melde dich, Wilson&#8220; erhält. Mit einem Schlag wird sie zurück katapultiert in die Vergangenheit, als sie und ihr Bruder gemeinsam mit ihrer besten Freundin Fido Polarexpeditionen nachspielten und die ganze Freizeit miteinander verbrachten &#8211; bis ganz plötzlich der Kontakt abbrach. Während Hanna von ihren Erinnerungen eingeholt wird, hat sie in der Gegenwart mit Spannungen im Forscherteam und Schneestürmen zu kämpfen.</p>
<p>Antarktis, Polarforschung, die Geschichte einer Freundschaft &#8211; es klang, als wäre dieser Roman wie für mich geschrieben. Leider konnte er mich aber nicht überzeugen. Ich fand ihn zwar streckenweise sehr fesselnd und den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart reizvoll, aber mir war nicht ganz klar, worauf der Roman überhaupt hinauswollte. Ich konnte auch das Verhalten der Figuren oft nicht nachvollziehen und fand besonders Hanna in der Gegenwart sehr anstrengend; manchmal sogar hochgradig unprofessionell. Am Ende wird man dann mehr oder weniger in der Luft hängengelassen. Ich habe an sich nichts gegen offene Enden, aber hier habe ich das Buch sehr ratlos und unbefriedigt zugeklappt. Schade, denn von den Themen her fand ich den Roman sehr interessant &#8211; aber die Umsetzung war leider nicht mein Fall.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>[Kurzrezensionen] Von Geistern, Räubern und Verrat</title>
		<link>https://neyasha.at/2019/04/28/kurzrezensionen-von-geistern-raeubern-und-verrat/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Apr 2019 20:22:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kinderbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi/Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[#WirLesenFrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[Kate Milford &#8211; Ghosts of Greenglass House &#8222;Ghosts of Greenglass House&#8220; ist der Folgeband zu &#8222;Greenglass House&#8220;, das ich zu Beginn dieses Jahres gelesen habe. Es ist nun ein Jahr später, wieder steht Weihnachten vor der Tür, wieder freut Milo sich auf ruhige Ferien mit seinen Eltern &#8211; und muss sich stattdessen mit allerlei Gästern&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Kate Milford &#8211; Ghosts of Greenglass House</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-5868 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/04/ghostsofgreenglass-201x300.jpg" alt="" width="150" height="224" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/04/ghostsofgreenglass-201x300.jpg 201w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/04/ghostsofgreenglass.jpg 334w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></p>
<p>&#8222;Ghosts of Greenglass House&#8220; ist der Folgeband zu <a href="https://neyasha.at/2019/02/21/kurzrezensionen-von-schmugglern-oberschurken-und-wissenschaftlern/">&#8222;Greenglass House&#8220;</a>, das ich zu Beginn dieses Jahres gelesen habe. Es ist nun ein Jahr später, wieder steht Weihnachten vor der Tür, wieder freut Milo sich auf ruhige Ferien mit seinen Eltern &#8211; und muss sich stattdessen mit allerlei Gästern sowie einem Diebstahl herumschlagen.</p>
<p>Wer den ersten Band mochte, wird vermutlich auch mit dem Folgeband seine Freude haben, da Kate Milford sowohl Themen als auch Struktur stark an den Vorgänger anlehnt. Es gibt wieder eine ganze Reihe von Rätseln, es tauchen sowohl altbekannte als auch neue Gäste auf und es werden erneut sehr behutsam die Themen Adoption und Herkunft aufgegriffen. Ich mochte die Atmosphäre in dem Buch sehr und habe mich über das Wiedersehen mit einigen Figuren gefreut. Was den Plotaufbau betrifft, war mir &#8222;Ghosts of Greenglass House&#8220; aber etwas zu stark am ersten Band orientiert, zumal sich das Element des Geschichtenerzählens dieses Mal nicht so schön eingefügt hat. Mir hat der Roman dennoch gefallen, aber falls es weitere Bände gibt, würde ich mir doch mehr Abwechslung wünschen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Eudora Welty &#8211; Der Räuberbräutigam</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-5869 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/04/räuberbräutigam-265x300.jpg" alt="" width="151" height="171"></p>
<p><span class="cr-widget-FocalReviews" data-hook="cr-widget-FocalReviews"><span class="a-size-base review-text" data-hook="review-body"><span class="">Eudora Welty ist hierzulande zwar nur wenig bekannt, galt in den USA aber als eine der besten Südstaaten-Autorinnen und wurde mit einigen Preisen ausgezeichnet (1973 mit dem Pulitzer-Preis). Ihr Debüt &#8222;Der Räuberbräutigam&#8220; ist im Original bereits 1942 erschienen, aber erst 2015 erschien die erste deutsche Übersetzung bei Klett-Cotta. Er basiert lose auf dem gleichnamigen <a href="https://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/der_rauberbrautigam">Märchen der Brüder Grimm</a>. Der reiche Tabakpflanzer Clement begegnet darin dem Hochstapler Jamie Lockhart und lädt diesen in sein Haus ein. Als Clements schöne Tochter Rosamund von einem Räuber entführt wird, bittet er Jamie um Hilfe &#8211; ohne zu wissen, dass es sich bei ihm um eben jenen Räuberhauptmann handelt.<br />
</span></span></span></p>
<p><span class="cr-widget-FocalReviews" data-hook="cr-widget-FocalReviews"><span class="a-size-base review-text" data-hook="review-body"><span class="">&#8222;Der Räuberbräutigam&#8220; ist eine sehr skurrile und rasante kleine Geschichte mit jener Art von absurden Szenen und Plotentwicklungen, die oft für Märchen typisch sind. Der Humor ist manchmal recht derb, manchmal slapstickhaft. Ich fand den Roman zwar amüsant, aber trotzdem wollte der Funke nicht ganz überspringen. Das Setting in den Südstaaten war aber mal was anderes und schuf auch eine ganze eigene Atmosphäre; insofern kann ich den Roman auf jeden Fall empfehlen, wenn man mal eine etwas andere phantastische Geschichte sucht und gern Märchenadaptionen liest.</span></span></span><span class="cr-widget-FocalReviews" data-hook="cr-widget-FocalReviews"><span class="a-size-base review-text" data-hook="review-body"><span class=""><br />
</span></span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Diana Gabaldon &#8211; Die Sünde der Brüder</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-5870 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/04/lordjohn2-193x300.jpg" alt="" width="150" height="233" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/04/lordjohn2-193x300.jpg 193w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/04/lordjohn2.jpg 321w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></p>
<p>Da mich der erste Band von Diana Gabaldons Lord John Grey-Krimis <a href="https://neyasha.at/2019/02/07/diana-gabaldon-das-meer-der-luegen/">so begeistert hat</a>, habe ich schnell zum zweiten Band gegriffen. In &#8222;Die Sünde der Brüder&#8220; taucht John tief in seine eigene Familiengeschichte ein und versucht nicht nur einen Verrat aufzudecken, sondern auch die Ehre seines verstorbenen Vaters wiederherzustellen.</p>
<p>Mir hat leider dieser zweite Krimi nicht so gut gefallen wie der erste Band. Der Fall war mir anfangs zu konfus und verworren und ich bin nicht der größte Fan von Fällen innerhalb der Familie in Krimis. Außerdem bringt Gabaldon hier Jamie Fraser auf eine Weise mit ins Spiel, die mir recht gezwungen vorkam. Während &#8222;Das Meer der Lügen&#8220; wirklich als Buch für sich stehen kann, hatte ich hier das Gefühl, dass man doch die Outlander-Romane gelesen haben sollte, um manche Lücken füllen zu können.</p>
<p><span class="cr-widget-FocalReviews" data-hook="cr-widget-FocalReviews"><span class="a-size-base review-text" data-hook="review-body"><span class="">Dennoch hatte ich mit Lord John Grey als Figur wieder meine Freude und ich fand die Liebesgeschichte, die als Nebenhandlung eine Rolle spielt, sehr gut umgesetzt. Auch die sehr lebendigen Beschreibung eines Feldlagers und der Kampfhandlungen im siebenjährigen Krieg haben mir gut gefallen. Schade, dass mich der Kriminalfall an sich nicht so überzeugen konnte &#8211; dadurch fand ich den Roman dann doch nur mittelmäßig.</span></span></span></p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Ilona Jerger &#8211; Und Marx stand still in Darwins Garten</title>
		<link>https://neyasha.at/2019/04/09/ilona-jerger-und-marx-stand-still-in-darwins-garten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Apr 2019 21:33:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[#WirLesenFrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Ullstein &#8222;England, 1881. Zwei bedeutende Denker leben nur wenige Meilen voneinander entfernt: Charles Darwin in einem Pfarrhaus in Kent und Karl Marx mitten in London. Beide haben mit ihren Werken die Welt für immer verändert, beide wissen es und sind stolz darauf. Und doch leiden sie unter Schlaflosigkeit und Melancholie: Darwin hat den&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/04/marxdarwin.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-5855 size-medium alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/04/marxdarwin-209x300.jpg" alt="" width="209" height="300" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/04/marxdarwin-209x300.jpg 209w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/04/marxdarwin.jpg 279w" sizes="auto, (max-width: 209px) 100vw, 209px" /></a></p>
<p><em>erschienen bei <a href="https://www.ullstein-buchverlage.de/nc/buch/details/und-marx-stand-still-in-darwins-garten-9783550081897.html">Ullstein</a></em></p>
<p>&#8222;England, 1881. Zwei bedeutende Denker leben nur wenige Meilen voneinander entfernt: Charles Darwin in einem Pfarrhaus in Kent und Karl Marx mitten in London. Beide haben mit ihren Werken die Welt für immer verändert, beide wissen es und sind stolz darauf. Und doch leiden sie unter Schlaflosigkeit und Melancholie: Darwin hat den Schöpfer abgeschafft, fühlt sich missverstanden und forscht inzwischen still am Regenwurm. Marx wartet auf die angekündigte Revolution, grollt der Welt und kommt über Band 1 von&nbsp;<em>Das Kapital</em> nicht hinaus. Eines Abends begegnen sie sich bei einem Dinner &#8230;&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Soweit der Klappentext des Romans, der in mir die Erwartung geweckt hat, dass jenes Dinner &#8211; die (fiktive) Begegnung und das Gespräch zwischen Darwin und Marx &#8211; im Zentrum des Buches stehen würde. Da ich eine solche Begegnung reizvoll fand und mich sowohl Beschreibung als auch Schreibstil ein wenig an &#8222;Die Vermessung der Welt&#8220; von Daniel Kehlmann erinnert hat, habe ich bei dem Buch begeistert zugegriffen.</p>
<p>Leider konnte es meine Erwartungen aber nicht erfüllen. Das Dinner, bei dem neben Marx auch dessen Schwiegersohn, der englische Zoologe und Sozialist Edward Aveling, der deutsche Arzt Ludwig Büchner sowie Reverend Thomas Goodwill, der Geistliche der Familie Darwin, zur illustren Gästeschar gehören, findet erst weit nach der Mitte des Buches statt, erstreckt sich nur über wenige Seiten und Darwin und Marx wechseln dabei nur wenige Sätze miteinander.</p>
<p>Damit will ich nicht sagen, dass ich das Buch schlecht fand. Mir hat der leicht altmodisch anmutende und stellenweise ironische Schreibstil sehr gut gefallen. Ilona Jerger zeichnet außerdem ihre beiden Protagonisten sehr einfühlsam und vielschichtig. Beide kämpfen mit einer inneren Zerrissenheit: So hadert Darwin damit, dass er an der Existenz eines Gottes zweifelt, was ihn zudem von seiner sehr religiösen Frau Emma entfremdet. Und Marx, der sich in London im Exil befindet, fühlt sich nicht nur entwurzelt, sondern auch in seinen Theorien missverstanden. Bindeglied zwischen ihnen ist die fiktive Figur des Arztes Dr. Beckett, der mit beiden Männern lebhafte Diskussionen führt. Obwohl ich diese Gespräche und die Figurenzeichnung mochte, wollten sich die beiden Handlungsstränge für mich nicht recht zusammenfügen, zumal es ohne Dr. Beckett über weite Teile des Buches keinerlei Verbindung zwischen Marx und Darwin gäbe.</p>
<p>Im Nachwort der Autorin las ich dann, dass sie schon lange damit beschäftig war über Darwin zu lesen und zu schreiben, ehe für sie &#8211; im Grunde durch Zufall &#8211; auch Marx mit ins Spiel kam. Und genau das merkt man meiner Meinung nach dem Roman auch an. Das liegt nicht nur an der gezwungen wirkenden Verbindung, sondern auch daran, dass Darwin deutlich mehr Raum einnimmt und klarer charakterisiert wird. Man merkt, dass Ilona Jerger sich ausführlich mit seinem Leben und seiner Arbeit beschäftigt hat. Es kommen nicht nur viele seiner Experimente und Theorien vor, sondern auch kurze Erinnerungen an bedeutende Momente seines Lebens.</p>
<p>So reizvoll also auch die Idee eines Zusammentreffens dieser beiden Männer sein mag, hätte mir persönlich wohl ein Roman nur über Darwin besser gefallen. Zu lose ist die Verbindung zwischen den beiden Denkern, zu erzwungen (und kurz) das Zusammentreffen.</p>
<p>Alles in allem ein interessantes, teilweise auch amüsantes Buch über zwei interessante Persönlichkeiten, aber leider nicht das, was ich mir erwartet hätte.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Leila Slimani &#8211; Dann schlaf auch du</title>
		<link>https://neyasha.at/2019/03/28/leila-slimani-dann-schlaf-auch-du/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Mar 2019 21:37:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gegenwartsliteratur]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[#WirLesenFrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[erschienen bei Luchterhand &#160; Zwei kleine Kinder tot &#8211; offensichtlich ermordert von der Nanny, die nach einem Selbstmordversuch im Koma liegt. Das ist die Anfangsszene in &#8222;Dann schlaf auch du&#8220;, ehe der Roman in der Zeit zurückspringt und erzählt, wie es dazu kommen konnte, dass die unentbehrliche Nanny Louise eine solche Tat begehen konnte. &#160;&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-5830 alignleft" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/03/slimani-188x300.jpg" alt="" width="153" height="244" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/03/slimani-188x300.jpg 188w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/03/slimani.jpg 313w" sizes="auto, (max-width: 153px) 100vw, 153px" /></p>
<p><em>erschienen bei <a href="https://www.randomhouse.de/Leserstimmen/475192.rhd">Luchterhand</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zwei kleine Kinder tot &#8211; offensichtlich ermordert von der Nanny, die nach einem Selbstmordversuch im Koma liegt. Das ist die Anfangsszene in &#8222;Dann schlaf auch du&#8220;, ehe der Roman in der Zeit zurückspringt und erzählt, wie es dazu kommen konnte, dass die unentbehrliche Nanny Louise eine solche Tat begehen konnte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Für &#8222;Dann schlaf auch du&#8220; (im Original &#8222;Chanson douce&#8220;) wurde die Schriftstellerin Leïla Slimani, die in Marokko geboren wurde und seit ihrem achtzehnten Lebensjahr in Paris lebt, 2016 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Sie schildert darin die Geschichte einer Familie, die sehr alltäglich beginnt: Myriam und Paul sind Mitte dreißig, leben in Paris und suchen eine Betreuung für ihre zwei Kinder, als Myriam wieder als Anwältin arbeiten möchte. Er reagiert zuerst mit Unverständnis, sie hat mit Schuldgefühlen zu kämpfen. Aber als sie mit Louise eine vermeintlich perfekte Nanny finden, beginnen sie schnell ihr neues Leben zu genießen. Louise wird von den Kindern vergöttert, putzt die Wohnung, bekocht nicht nur die Familie, sondern manchmal sogar deren Freunde und wird sogar mit in den Urlaub genommen.</p>
<p class="paragraph article__item">Aber schon bald zeigen sich in der Fassade Risse. Es gibt beunruhigende und seltsame Momente mit Louise, die die Eltern aber nicht ernst nehmen wollen, da sie sich nicht vorstellen können auf ihre neugewonnene Freiheit zu verzichten. Louise wiederum, auf die zuhause nur Einsamkeit, eine trostlose Wohnung und Armut warten, möchte nichts lieber als zur Familie gehören und lässt sich dafür bis zu einem gewissen Grad auch ausbeuten &#8211; schließlich bedeuten lange Arbeitstage für sie auch, dass sie umso weniger Zeit zuhause verbringen muss.</p>
<p>Der Roman könnte vom Thema her ein Thriller sein, ist aber vielmehr eine sehr scharfe Studie sowohl der menschlichen Psyche als auch des Aufeinanderprallens von zwei sozialen Klassen. Myriam und Paul wollen ihrer Nanny auf Augenhöhe begegnen, aber es kommt dabei nur eine Art von oberflächlicher Gönnerhaftigkeit heraus &#8211; an Louises Leben und Sorgen jenseits ihres Jobs als Nanny haben sie nicht das geringste Interesse. Louises Zerrissenheit und psychischen Probleme führen zwar zu irritierenden und beunruhigenden Situationen, aber Myriam und Paul schaffen es doch nicht, sich von ihr zu lösen. Und so steuert der Roman unaufhaltsam auf die finale Katastrophe zu.</p>
<p>&#8222;Dann schlaf auch du&#8220; ist ein sehr fesselndes und verstörendes Buch in einem eher nüchternen Schreibstil. Es hat in mir ein sehr beklemmendes Gefühl beim Lesen ausgelöst. Klare Antworten im Sinne von deutlichen Begründungen für die Tat oder zu simple Schuldzuweisungen gibt es nicht. <span class="a-size-base review-text review-text-content" data-hook="review-body"><span class="">Zwar schwingt auch viel Gesellschaftskritik darin mit, aber der Roman prangert dennoch nicht an. Ein sehr empfehlenswertes Buch, aber alles andere als eine &#8222;angenehme&#8220; Lektüre.</span></span></p>
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		<title>[Challenge] #WirlesenFrauen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Neyasha]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Feb 2019 13:51:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Challenges]]></category>
		<category><![CDATA[#WirLesenFrauen]]></category>
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					<description><![CDATA[Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März startet Eva-Maria von Schreibtrieb eine einjährige Lesechallenge. Unter dem Motto #WirLesenFrauen sollen von März 2019 bis März 2020 Bücher von Autorinnen gelesen werden und zwar besonders in Bereichen, in denen diese noch immer sehr unterrepräsentiert sind. Hintergrund des ganzen ist, dass der Literaturbetrieb noch immer sehr stark männlich besetzt&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März startet <a href="https://buchblog.schreibtrieb.com/wirlesenfrauen-eine-lesechallenge">Eva-Maria von Schreibtrieb</a> eine einjährige Lesechallenge. Unter dem Motto #WirLesenFrauen sollen von März 2019 bis März 2020 Bücher von Autorinnen gelesen werden und zwar besonders in Bereichen, in denen diese noch immer sehr unterrepräsentiert sind. Hintergrund des ganzen ist, dass der Literaturbetrieb noch immer sehr stark männlich besetzt ist &#8211; sowohl der sogenannte Literaturkanon als auch Preise. Es gibt von Nicola Griffith sehr ernüchternde Statistiken darüber, wie oft Frauen in den Jahren 2000-2014 bei großen Literaturpreisen gewonnen haben und auch, wie oft Bücher <em>über</em> Frauen gewonnen haben (siehe z.B. <a href="https://rachelgiesel.com/blog/women-writers">hier</a> und <a href="https://nicolagriffith.com/2015/05/26/books-about-women-tend-not-to-win-awards/">hier</a>).</p>
<p>Es gibt bei den zwölf Aufgaben, die man beliebig oft abschließen kann und für die es unterschiedlich viele Punkte zu sammeln gibt (wobei es extra Punkte gibt, wenn man alle Aufgaben erfüllt). Die genauen Regeln und Erläuterungen zu den Aufgaben findet ihr bei <a href="https://buchblog.schreibtrieb.com/wirlesenfrauen-eine-lesechallenge">Eva-Maria</a>.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5787" src="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/02/Wirlesenfrauen-300x157.jpg" alt="" width="400" height="209" srcset="https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/02/Wirlesenfrauen-300x157.jpg 300w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/02/Wirlesenfrauen-768x402.jpg 768w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/02/Wirlesenfrauen-700x367.jpg 700w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/02/Wirlesenfrauen-800x419.jpg 800w, https://neyasha.at/wp-content/uploads/2019/02/Wirlesenfrauen.jpg 1369w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p>Hier sind die Aufgaben im Überblick und hier verlinke ich auch alle von mir gelesenen Bücher:</p>
<ol>
<li><strong>Lest ein Sachbuch zum Thema Feminismus </strong>(3 Punkte)
<ul>
<li>Barbara Achermann &#8211; Frauenwunderland. Die Erfolgsgeschichte von Ruanda</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Lest ein Buch aus einer Autorinnenvereinigung</strong> (1 Punkt)</li>
<li><strong>Lest ein Buch einer WoC </strong><em>(Woman of Color)</em> (2 Punkte)
<ul>
<li><a href="https://neyasha.at/2019/07/07/chimamanda-ngozie-adichie-blauer-hibiskus/">Chimamanda Ngozi Adichie &#8211; Blauer Hibiskus</a></li>
<li><a href="https://neyasha.at/2019/03/28/leila-slimani-dann-schlaf-auch-du/">Leila Slimani &#8211; Dann schlaf auch du</a></li>
<li><a href="https://neyasha.at/2020/04/03/kurzrezensionen-von-liebe-tod-und-einsamkeit/">Claire Kann &#8211; Let&#8217;s Talk About Love</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Lest den Essayband einer Autorin</strong> (1 Punkt)</li>
<li><strong>Lest das Buch einer deutschsprachigen Autorin </strong>(1 Punkt)
<ul>
<li><a href="https://neyasha.at/2019/04/09/ilona-jerger-und-marx-stand-still-in-darwins-garten/">Ilona Jerger &#8211; Und Marx stand still in Darwins Garten</a></li>
<li><a href="https://neyasha.at/2019/12/30/kurzrezensionen-von-familien-und-anderen-schwierigkeiten/">Agnes Ofner &#8211; Nicht so das Bilderbuchmädchen</a></li>
<li>Julie Peters &#8211; Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg</li>
<li>Maja Illisch &#8211; Das gefälschte Siegel</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Lest das Buch einer nicht-europäischen und nicht-amerikanischen Autorin</strong> (2 Punkte)
<ul>
<li><a href="https://neyasha.at/2019/09/20/jane-harper-the-dry/">Jane Harper &#8211; The Dry</a> (Australien)</li>
<li><a href="https://neyasha.at/2020/01/01/louise-penny-inspector-gamache-1-2/">Louise Penny &#8211; Das Dorf in den roten Wäldern</a> (Kanada)</li>
<li><a href="https://neyasha.at/2020/01/01/louise-penny-inspector-gamache-1-2/">Louise Penny &#8211; Tief verschneit</a> (Kanada)</li>
<li><a href="https://neyasha.at/2019/12/03/jane-harper-ins-dunkel/">Jane Harper &#8211; Ins Dunkel</a> (Australien)</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Lest ein Sachbuch einer Autorin</strong> (1 Punkt)
<ul>
<li><a href="https://neyasha.at/2019/06/23/kurzrezensionen-von-italien-norwegen-und-der-antarktis/">Julia Fellinger  &#8211; Ein Jahr in Norwegen</a></li>
<li>Nunu Kaller &#8211; Fuck Beauty!</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Lest ein preisgekröntes Buch einer Autorin </strong>(2 Punkte)
<ul>
<li>Judith Schalansky &#8211; Verzeichnis einiger Verluste (Wilhelm Raabe-Literaturpreis)</li>
<li>Patricia A. McKillip &#8211; Harpist in the Wind (Locus-Award)</li>
<li><a href="https://neyasha.at/2019/11/19/sigrid-undset-viga-ljot-und-vigdis/">Sigrid Undset &#8211; Viga-Ljot und Vigdis</a> (Literaturnobelpreis)</li>
<li><a href="https://neyasha.at/2019/11/09/delia-owens-der-gesang-der-flusskrebse/">Delia Owens &#8211; Der Gesang der Flusskrebse</a> (Lieblingsbuch der Unabhängigen)</li>
<li>Iris Wolff &#8211; So tun, als ob es regnet (Literaturpreis Alpha)</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Lest das Buch einer SP-Autorin</strong> (1 Punkt)
<ul>
<li>Abigail Barnette &#8211; Where We Land</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Lest einen Literaturklassiker einer Autorin</strong> (2 Punkte)
<ul>
<li><a href="https://neyasha.at/2019/06/23/kurzrezensionen-von-italien-norwegen-und-der-antarktis/">Elizabeth von Arnim &#8211; The Enchanted April</a></li>
<li><a href="https://neyasha.at/2019/04/28/kurzrezensionen-von-geistern-raeubern-und-verrat/">Eudora Welty &#8211; Der Räuberbräutigam</a></li>
<li>Elizabeth Gaskell &#8211; Norden und Süden</li>
</ul>
</li>
<li><strong>Lest einen Gegenwartsroman einer Autorin </strong>(1 Punkt)
<ul>
<li><a href="https://neyasha.at/2019/06/23/kurzrezensionen-von-italien-norwegen-und-der-antarktis/">Anne von Canal &#8211; Whiteout</a></li>
<li><a href="https://neyasha.at/2019/12/30/kurzrezensionen-von-familien-und-anderen-schwierigkeiten/">Hilary Mantel &#8211; Jeder Tag ist Muttertag</a></li>
<li><a href="https://neyasha.at/2020/02/23/kurzrezensionen-von-berlin-nach-dublin-in-die-schottischen-highlands/">Berit Glanz &#8211; Pixeltänzer</a></li>
<li><a href="https://neyasha.at/2020/04/03/kurzrezensionen-von-liebe-tod-und-einsamkeit/">Doris Knecht &#8211; Wald</a></li>
<li><a href="https://neyasha.at/2020/04/23/isabelle-autissier-klara-vergessen/">Isabelle Autissier &#8211; Klara vergessen</a></li>
</ul>
</li>
<li><strong>Lest ein Buch über eine trans Frau, geschrieben von einer (trans) Frau </strong>(2 Punkte)</li>
</ol>
<p><em>Aktueller Punktestand: 45 Punkte</em></p>
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