Guten Morgen! Es ist wieder Lesesonntag wie Konstanze und wie Konstanze bin ich immer verwundert, wenn der dritte Sonntag bereits so früh im Monat ist. Aber umso besser, da ich die nächsten beiden Sonntage eh keine Zeit hätte.
Da ich gestern wie üblich wandern war, muss ich heute einige Haushaltsdinge erledigen und möchte den Beitrag für meinen Wanderblog schreiben. Außerdem habe ich ein Acrylbild in Arbeit, das ein Geburtstagsgeschenk werden soll und bei dem ich gerne weiter vorankommen möchte.

Ansonsten sollte viel Zeit zum Lesen bleiben, was auch gut ist, da ich mich hier zwischen meinen Büchern kaum entscheiden kann. 😉 Derzeit lese ich „In 80 Zügen um die Welt“ von Monisha Rajesh, das ich sehr unterhaltsam finde – und das ich nächste Woche in die Bücherei zurückbringen muss. Ebenfalls aus der Bücherei ist mein aktuelles ebook „The Poppy War“ von R.F. Kuang, da mir mal wieder nach Fantasy war. Ich bin noch nicht sehr weit, aber der Einstieg gefällt mir schon sehr gut. Letzte Woche war ich am Mittwochabend bei der Eröffnugn der Buch Wien und habe mir dort einige Leseprobenheftchen geholt und ein Buch gekauft. „HEN NA IE – Das seltsame Haus“ von Uketsu scheint auch ein seltsames Buch zu sein – es enthält zahlreiche Pläne von Häusern und ist in Form von Interviews geschrieben. Aber es hat mich spontan so angesprochen, dass ich zugegriffen habe, ohne mich noch weiter darüber zu informieren. Und dann werde ich mir vielleicht noch ein neues Hörbuch als Begleitung beim Malen suchen. Aktuell tendiere ich zu „Falling Like Leaves“ von Misty Wilson, das mir bei Soleil untergekommen ist.
Und nach dieser langen Einleitung wende ich mich jetzt mal meinen Haushaltspflichten und dem Wanderblog zu. Bis später!
Update um 13:15
Nachdem ich am Vormittag Haushalt und Wanderbeitrag erledigt habe, habe ich mich den Leseproben von der Buchmesse zugewendet. Leider hat mich keine einzige davon so in ihren Bann gezogen, dass ich weiterlesen wollte. Somit ist also zumindest meine Leseliste nicht weiter angewachsen, die ist eh schon beängstigend lang. Danach habe ich mir „In 80 Zügen um die Welt“ geschnappt. Die britische Journalistin Monisha Rajesh reist darin mit ihrem Verlobten per Bahn um die Welt. Züge und Weltreisen, damit kann man mich immer gut packen! Ich finde das Buch auch recht unterhaltsam bisher, finde allerdings die Autorin und ihren Blick auf die Welt etwas anstrengend. Manche Teile der Reise werden auch (im Vergleich zu anderen) irritierend schnell abgehandelt. Hoffentlich wird das im weiteren Verlauf noch etwas ausgewogener. Ich glaube, ich lese jetzt erst einmal in „Das seltsame Haus“ hinein. Aber vorher brauche ich Kaffee. 😉
Update um 16:30
Vorher habe ich mit „Das seltsame Haus“ begonnen und finde es schräg, aber faszinierend. Der Großteil des Textes sind nicht Interviews, wie ich beim ersten Blick hinein dachte, sondern eher Gesprächsprotokolle. Der Ich-Erzähler, ein auf Okkultismus spezialisierter Autor, unterhält sich mit verschiedenen Leuten über das Haus und analysiert die (seltsamen) Raumpläne. Die Mutmaßungen, die sie dabei anstellen, wirken recht weit hergeholt, scheinen sich aber zu bewahrheiten. Wenn man das zu sehr in Frage stellt, hat man vermutlich wenig Lesefreude. Ich störe mich aber bisher nicht so daran und bin gespannt, wo das alles noch hinführt.
Danach habe ich mich meinem Bild gewidmet. Links ist der Stand von letzter Woche, als ich mal eine erste Grundlage angelegt habe. Es ist so herrlich entspannend mal wieder mit Acrylfarben zu malen, wo man anders als bei Aquarell jederzeit korrigieren bzw. etwas nochmal übermalen kann. Allerdings ist es nach meinen ganzen kleinformatigen Bildern der letzten Jahre sehr ungewohnt auf A3 zu malen und ich habe das Gefühl, dass ich kaum vorankomme. Lediglich der Himmel und ein Teil des Berges im Hintergrund ist bisher fertig. Begleitet hat mich dabei das Hörbuch „Falling Like Leaves“ von Misty Wilson, das wirklich der Inbegriff eines gemütlichen Herbstbuches zu sein scheint.


Update um 22:15
Sehr viel habe ich nicht mehr gelesen, aber zumindest vergesse ich heute nicht wieder auf das abschließende Update. Ich habe Brokkoli-Quiche gekocht und bin dann noch ein bisschen bei „In 80 Zügen um die Welt“ vorangekommen. Die Zugreisen an sich finde ich weiterhin interessant, einiges aber auch noch immer nervig. Daher bin ich am Überlegen, ob ich das Buch abbrechen soll. Ich werde im Bett gleich noch ein bisschen weiterlesen (als Bettlektüre ist mir „Das seltsame Haus“ etwas zu grausig) und schauen, wie es mir weiter damit geht.
Gute Nacht und einen guten Start in die nächste Woche!
Moin Neyasha! „HEN NA IE – Das seltsame Haus“ sehe ich gerade bei einigen Blogger*innen, muss jetzt doch mal schauen, was es mit dem Buch auf sich hat 😉 Von R. F. Kuang habe ich bisher nur „Yellowface“ gelesen, das ich sehr interessant fand, auch wenn das Ende mich etwas enttäuscht hat. Ist ja offenbar eine supervielseitige Autorin.
Ich habe dann erst später gesehen, dass es vorher schon ein Buch mit einem offenbar ähnlichen Konzept gab – „Seltsame Bilder“, das insgesamt auch besser bewertet wird. Die beiden Bücher dürften aber keinen Zusammenhang haben.
„Yellowface“ steht bei mir auch noch auf der Liste. Ich hatte zunächst gar nicht am Schirm, dass das dieselbe Autorin ist. Das ist ja eher selten, dass jemand in so unterschiedlichen Genres veröffentlicht.
In Yellowface gibt sie u.a. Eindrücke in das Schrifstellerinnen- und Verlagsleben, was ich wirklich interessant fand, wo ich doch eigentlich gar nicht so gerne Gegenwartsliteratur lese. Gerade lesen ja gefühlt alle „Katabasis“, das habe ich aber von meiner Wunschliste genommen, nachdem ich eine ausführliche Rezension gesehen habe. Ich denke, ich werde mir von ihr als Nächstes „Babel“ vornehmen, hast du das gelesen?
Berichte von Zugreisen finde ich auch spannend, auch wenn ich allgemein nicht so ein Fan von Reiseliteratur bin. (Ich kann nicht mal sagen, wieso. Mag auch keine Roadtrips in Romanen.)
Ich habe bisher noch gar nichts von der Autorin gelesen, aber „Babel“ hatte ich mir gedanklich auch schon mal vorgemerkt. Vielleicht werde ich aber vorher eher zu „Yellowface“ greifen. Sofern mir das aktuelle Buch gut genug gefällt, dass ich mehr von Kuang lesen möchte.
Ich mag sowohl Reiseliteratur als auch Roadtrips. Es ist nur manchmal gar nicht so leicht gute zu finden.
Wow, das Bild ist ja toll! Ich wünschte, ich könnte das auch, aber ich weiß, dass das auch viel Übungssache ist, dafür fehlt mir wahrscheinlich die Geduld 😉 Hab noch einen schönen Restabend!
Danke! Ja, es ist vor allem viel Übungssache und an der Geduld mangelt es mir oftmals auch. Wenn ich so richtig in den „Flow“ komme, dann kann ich mich ganz in einem Bild verlieren und mit endloser Geduld herumpinseln. Aber das ist leider nicht immer der Fall.
Oh, wie schön, dass der Lese-Sonntag heute so gut in deinen Pläne passt! Und großartig, dass du gerade so viel Lust auf all deine Bücher hast, dass du dich kaum entscheiden kannst! „The Poppy War“ habe ich auch noch auf dem SuB liegen – wobei ich bislang noch nicht in der richtigen Stimmung war, um es zu lesen. Mal schauen, ob du dazu heute noch was erzählen magst, oder ob du zu sehr mit all den anderen Büchern beschäftigt bist.
„Das seltsame Haus“ klingt interessant, wobei mich spontan diese Zeile „Für Fans von psychologischem Horror, True-Crime-Stimmung & Mitdenk-Thrillern.“ etwas abschreckt. Spannend auch, dass die deutsche Ausgabe eine schlechtere Durchschnittswertung hat als die englische, während die Mangareihe anscheinend sehr gut ankommt. Ich bin sehr gespannt, ob du dazu heute noch greifst!
Wenn ich zuhause auf dem Sofa lese, gebe ich meistens meinen Printbüchern Vorrang, daher kann es sein, dass ich heute in „The Poppy War“ nicht weiterlesen werde. Bei mir war es eine recht spontane Wahl, obwohl ich Fantasy mit ostasiatischem Setting sonst eigentlich nicht so mag.
Möglicherweise ist die englische Übersetzung besser als die deutsche. So ging es mir mit „Battle Royale“, das auf Deutsch nahezu unlesbar war. Beim kurzen Reinlesen wäre mir hier nichts aufgefallen, aber mal sehen.
Ich drücke die Daumen, dass dein Reisebuch noch etwas ausgewogener wird. Autor*innen von Reisebüchern und ihre Sicht auf die Welt sind bei mir in der Regel der Grund, wieso ich so etwas so fürchterlich selten lese, obwohl ich eigentlich gern von meinem Sofa aus „mitreise“.
Ja, die Übersetzung hat da bestimmt einen großen Einfluss auf die Bewertungen. Ich finde es auf jeden Fall immer spannend wie unterschiedlich bestimmte Titel in den verschiedenen Sprachen beurteilt werden. Grundsätzlich klingt das Buch interessant für mich, auch wenn mich die Fan-Genre-Einordnung etwas irritiert. Mal schauen, ob du dazu heute noch was sagen magst. 🙂
Ja, ich fand das auch bei Erika Fatland mitunter ein bisschen mühsam, obwohl sie vieles gar nicht direkt kommentiert, aber unterschwellig schwingt da doch auch einiges mit, finde ich. Aber ohne geht es wohl auch nicht in Reiseliteratur.
Sprachlich fällt mir eigentlich nichts negativ auf in dem Buch. Also es ist sehr schlicht geschrieben, auch eher mit kurzen Sätzen, aber mich hätte da jetzt noch nichts aus dem Lesefluss gerissen. Das Buch ist aber schon recht eigenwillig und manche Rezensionen bekritteln vor allem die zweite Hälfte, bei der ich noch nicht bin – also mal sehen, wie es mir im weiteren Verlauf gefällt.
Ich glaube auch, dass sich die Autor*innen da nicht ganz raushalten können. Bei Erika Fatland habe ich immerhin das Gefühl, dass sie versucht eine gute Mischung aus „das habe ich erlebt“ und „das hier ist notwendiges Wissen über das Land“ zu finden – und gerade letzteres finde ich bei ihr wirklich gut lesbar.
Das klingt ja soweit wirklich gut – ich glaube, ich muss mir da mal eine Leseprobe anschauen. (Wobei ich lieber nicht wissen will, wie viele Leseproben zur Zeit auf meinem Kindle schlummern und verhindern, dass ich die Bücher finde, die ich eigentlich gerade lesen will. *g*)
Die Veränderungen an dem Bild finde ich wirklich faszinierend. Der Himmel ist sehr cool geworden! Auch wenn es sich für dich anfühlte, als würdest du gar nicht vorankommen, so ist der Unterschied doch ziemlich beeindruckend. 🙂
Ich sollte auch mehr Leseproben lesen bzw. in der Bücherei in alle Bücher erst mal etwas reinlesen, ehe ich sie ausleihe. Wenn ich sie mal zuhause habe, fühle ich manchmal schon so eine gewisse „Verpflichtung“ sie zu lesen.
Danke! Mit dem Himmel war ich auch ziemlich zufrieden, aber beim Berg ging es dann etwas bergab (*gg*), daher musste ich dann erst mal pausieren.
In der Regel finde ich Leseproben wirklich praktisch um herauszufinden, ob mir die Erzählweise liegt und ob die Handlung – soweit ich das nach einigen Seiten sagen kann – mir liegt. Allerdings neige ich dazu mehr Leseproben auf den eReader zu schicken, als ich dann auch wirklich lese, was dann auch wieder nicht so günstig ist. Aber grundsätzlich ist es schon mal eine gute Methode, um all die vielen verlockenden Bücher schon mal etwas auszusieben.
Mmmhhh, Brokkoli-Quiche klingt auch gut – die sollte ich vielleicht auch mal wieder auf den Essensplan setzen, die habe ich seit Jahren nicht mehr gemacht. Schön, dass du heute wieder beim Lese-Sonntag dabei warst! Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche und viel Spaß mit all deinen Plänen an den kommenden beiden Wochenenden.