Sonstiges

Meine Teilnahme bei der 2. Österreichischen Meisterschaft im Speed Puzzeln

Am 1. und 2. Mai habe ich an der 2. Österreichischen Meisterschaft im Speed Puzzeln teilgenommen. Ich habe vor allem in der Coronazeit das Puzzeln für mich entdeckt und auch erstmals davon gelesen, dass es Meisterschaften im Speed Puzzeln gibt. Da damals in Österreich noch keine abgehalten wurden und bei mir die Puzzles erst mal hinter anderen Dingen zurückstecken mussten, habe ich das alles wieder aus den Augen verloren. Aber als ich dieses Jahr im März mitbekommen habe, dass es nun auch nationale Meisterschaften in Österreich gibt, habe ich mich spontan dazu angemeldet. Erst danach habe ich mal die Zeit gestoppt und musste feststellen: Hm, besonders schnell bin ich nicht beim Puzzeln. *g*

Die letzten zwei Monate habe ich also mehr oder weniger eifrig geübt und außerdem auf Instagram eine Partnerin für den Paarbewerb gefunden.

An dieser Stelle erläutere ich vielleicht kurz die Rahmenbedingungen: Die Meisterschaften fand in drei Kategorien statt: Einzel-, Paar- und Teambewerb. Beim Einzel- und Paarbewerb gab es jeweils eine Vorrunde bzw. Semifinale und dann das Finale, wobei jeweils ein 500-Teile-Puzzle fertiggestellt werden musste. Beim Teambewerb, bei dem ich allerdings nicht teilnahm, gab es nur eine finale Runde mit einem 1000- und einem 500-Teile-Puzzle, die beide fertiggestellt werden mussten.

Am 1. Mai machte ich mich also ein wenig aufgeregt und sehr gespannt auf nach Wiener Neudorf, wo zahlreiche Puzzlebegeisterte herumwuselten.

Die Vorrunde im Einzelbewerb

Zuerst fanden die Vorrunden der Einzelwertung statt. Diese zwei Puzzles kamen zum Einsatz – das rechte davon war in meiner Runde:

Es sah auf den ersten Blick ehrlich gesagt etwas einfacher aus, als es dann war. Die vielen ähnlichen Strukturen und Farben bei den Bergen und der Vegetation machten mir mehr ziemlich zu schaffen und als rund um mich immer mehr fertig wurden, hatte ich schon so eine Ahnung, dass ich es nicht ins Finale schaffen würde. Zumindest blieb ich aber innerhalb der 2-Stunden-Begrenzung und konnte das Puzzle in 01:32:37 fertigstellen. Das war Platz 58 von 96 in der Vorrunde; leider kamen nur die besten 46 aus jeder Runde ins Finale.

Die Vorrunde im Paarbewerb

Die relativ lange Pause bis zu unserer Vorrunde im Paarbewerb nutzten wir dann für ein Übungspuzzle. Meine Partnerin war aus Stuttgart angereist und so hatten wir uns erst am Abend davor kennengelernt und zwei erste Probepuzzles gemacht. Es war uns damit ziemlich gut gegangen, aber da hatten wir noch keine Ahnung, was uns erwarten würde …

Als der Startschuss fiel und wir alle die Puzzles auspackten, ging ein kollektives Aufstöhnen durch den Saal. Ich habe beim Bewerb kein Foto vom Motiv gemacht, das Puzzle aber später zuhause nochmal probiert, daher kann ich es euch hier zusammengebaut präsentieren:

Es war die absolute Hölle. Nicht nur, weil es unglaublich schwer war Teile zuzuordnen und zusammenhängende Flächen zu finden, sondern auch, weil das Foto an den Rändern unscharf ist und das sehr mühsam für die Augen war. Beim Paarbewerb hatten wir eine Zeitbegrenzung von 1,5 Stunden und es gelang uns nicht das Puzzle überhaupt zu beenden. Da aber so viele nicht fertig geworden waren und uns nur noch 20 Teile fehlten, schafften wir trotzdem noch den Finaleinzug. Danach wankten wir alle ziemlich fix und fertig zum Bus und träumten wohl kollektiv von Booten und Obstkörben.

Finale

Als ich am nächsten Tag das Motiv aus dem Einzelfinale sah, tat es mir sehr leid, dass ich nicht mit dabei war. Ich fand es nämlich total schön und die Puzzles aus den eigenen Bewerben durfte man behalten. Ich kaufte es mir dann gleich und legte es zuhause am Abend nach dem Bewerb – es ist auf dem Foto links. Ich brauchte dafür etwa eine Stunde und 20 Minuten. Die Siegerin Andrea Gerold schaffte es in 37 Minuten!

Auf der rechten Seite seht ihr das Motiv aus dem Paarfinale, das ebenfalls sehr schön war. Wie schon in der Einzel-Vorrunde kämpfte ich damit aber mehr, als ich anfangs gedacht hätte. Erst als wir später darüber reflektierten, stellten meine Partnerin und ich fest, dass wir vielleicht nicht die optimale Strategie verfolgt hatten. Mit 00:46:06 schlugen wir uns aber trotzdem wacker und beendeten den Bewerb zufrieden. Das Siegerteam brauchte gerade mal gut 25 Minuten für das Puzzle. Unglaublich!

Mein Fazit

Tja, und nun habe ich eine ganze Reihe von neuen Puzzles zuhause und freue mich darauf die Motive noch ein paarmal ohne Zeitdruck zu legen. Und ja, ich denke auch die Boote werde ich mir nochmal vornehmen. Ich möchte gern wissen, mit welcher Strategie man so ein Motiv am besten angeht, denn auch bei meinem zweiten Versuch habe ich mich noch ziemlich auf verlorenem Posten gefühlt.

Abschließend bleibt mir noch zu sagen, dass das ein tolles Erlebnis war und ich nächstes Jahr gern wieder teilnehmen möchte. Hoffentlich werde ich bis dahin so schnell, dass ich den Finaleinzug schaffe. Ich habe allerdings nicht vor großartig darauf hinzutrainieren, da es mir vor allem um den Spaß geht. Die nächsten Puzzles werde ich daher lieber wieder gemächlich und mit Hörbuchuntermalung legen. Und Dabeisein ist schließlich alles!

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