Lesetage

Jahreswechsel-Lesemarathon 2021/22

Heute um 14:00 startet mein kleiner 24-Stunden-Marathon zum Jahreswechsel, der also bis morgen um 14:00 gehen wird.

Hier sind alle Mitleserinnen, die sich bei mir in den Kommentaren gemeldet haben. Natürlich sind alle herzlich Willkommen auch noch spontan im Laufe des Marathons einzusteigen – egal ob heute oder erst morgen, ob für den ganzen Marathon oder nur für ein paar Stunden.

Mitleserinnen

Ich habe dieses Mal keine Fragen rund um den Jahreswechsel vorbereitet; es wird also einfach nur ein gemütliches gemeinsames Lesen.

Jetzt werde ich noch ein wenig aufräumen, für heute Abend vorkochen und meine Buchauswahl treffen und wir lesen uns dann hier um 14 Uhr zum Start!

31.12., 14:00

Es ist 14:00 und somit kann es losgehen. Ich habe zwei angefangene Bücher – „Die Königstochter aus Elfenland“ von Lord Dunsany und „The Worlds of J.R.R. Tolkien“ von John Garth, wobei ich ersteres heute auf jeden Fall auslesen möchte. Das Buch von John Garth ist nicht so ganz lesemarathon-tauglich, da werde ich wohl nur das eine oder andere Kapitel dazwischenstreuen. Ich möchte auch „Regenbogentage“ von Nora Dåsnes lesen, meine nächste Lektüre für meine Fortbildung zur Kinder- und Jugendliteratur. Als Comicroman lässt sich das vermutlich recht flott lesen, aber ich habe ja auf meinem SuB noch weitere Auswahl. Mit „Tiefer Fjord“ von Ruth Lillegraven habe ich auch noch ein begonnenes Hörbuch, falls ich zwischendurch etwas Abwechslung brauche.

Jetzt geht es aber erst einmal los (bzw. weiter) mit „Die Königstochter aus Elfenland“.

31.12., 16:15

Gerade habe ich „Die Königstochter aus Elfenland“ ausgelesen und nach einem mühsamen Einstieg hat es mir dann doch gut gefallen. Obwohl das Buch von 1924 ist und viele bekannte phantastische Motive verwendet, ist die Handlung ziemlich unvorhersehbar und auch das Ende ist anders ausgefallen als ich erwartet hätte. Zwar kein Highlight in diesem Lesejahr, aber trotzdem ein interessanter Fantasyklassiker. Jetzt mache ich mal ein kleines Päuschen und drehe ein Blogrunde, ehe ich mich mit „Regenbogentage“ leichterer Lektüre zuwende.

31.12., 17:30

Ich nähere mich bei „Regenbogentage“ schon dem Ende – als Comicroman lässt es sich ziemlich schnell lesen. Die Geschichte ist sehr süß; es geht um Freundschaft, die Schwelle zwischen Kindheit und Jugend und das erste Verliebtsein. Da jetzt aber unten im Park einige angefangen haben herumzuknallen, fällt es mir gerade schwer mich weiter auf die Geschichte zu konzentrieren. Ich glaube, ich koche mal mein Abendessen und hoffe, dass es später wieder ruhiger wird und das jetzt nicht bis Mitternacht so weitergeht. Da ich dieses Jahr wieder beschlossen habe mich mit einem Menü zu verwöhnen, werde ich ohnehin etwas länger mit dem Kochen brauchen, auch wenn ich mittags schon einiges vorbereitet habe.

31.12., 19:45

Ich habe gerade mein Silvestermenü genossen und dazu eine Folge Doctor Who geschaut.

Ich hatte einen Salat aus Chicoree, Mandarinen und gerösteten Pinienkernen, dann Zitronenspaghetti mit veganen „Jakobsmuscheln“ (aka Kräuterseitlingen) und zuletzt Joghurt mit Mandarinen und Spekulatius. Sehr, sehr gut, auch wenn ich für den restlichen Abend wohl nur noch durch die Gegend rollen kann.

„Regenbogentage“ habe ich inzwischen auch ausgelesen – ein sehr nettes Buch. Ich glaube, ich schnappe mir jetzt als nächstes „Rabenherz und Eismund“ von Nina Blazon. Da das ein ziemlicher Wälzer ist, bin ich damit wohl für den Rest des Marathons beschäftigt. Leider knallt es direkt unter meinem Fenster noch immer fast im Sekundentakt – ich hoffe, dass es mich beim Lesen nicht zu sehr ablenkt.

31.12., 23:00

Ich melde mich zum letzten Mal heute und in diesem Jahr. Den Abend habe ich großteils mit „Rabenherz und Eismund“ verbracht, auch wenn ich zwischendurch mal etwas länger im Internet hängen geblieben bin. Bis jetzt gefällt mir der Roman sehr gut; er ist ein bisschen märchenhaft und scheint Elemente von Andersens „Schneekönigin“ zu haben. Mailín, die Protagonistin, ist gerade im Reich des Winters angekommen und ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.

Zum Glück ist es in der letzten Stunde draußen auch wieder ruhiger geworden. Entweder halten sich die Leute tatsächlich an die pandemiebedingt verhängte Sperrstunde um 22:00 oder (was ich für wahrscheinlicher halte) sie sparen ihre weiteren Reserven für Mitternacht auf.

Ich werde jetzt noch ein Weilchen lesen, zu Mitternacht wohl wie jedes Jahr mit meiner ältesten Schwester telefonieren und danach ins Bett verschwinden. Heute schreibe ich kein Update mehr, aber wir lesen uns dann morgen hier wieder zum zweiten Teil des Lesemarathons.

Rutscht gut ins neue Jahr 2022, das es hoffentlich besser mit uns meint als das alte!

1. Jänner 2022

Guten Morgen! Ich hoffe, ihr habt gut geschlafen und habt heute einen angenehmen Start ins neue Jahr. Ich bin gestern gegen 1 Uhr ins Bett gegangen und heute um etwa 8 Uhr aufgewacht. Im Bett und später beim Frühstück habe ich schon zwei Kapitel von „Rabenherz und Eismund“ weitergelesen. Inzwischen habe ich etwa ein Drittel gelesen und es gefällt mir gut, aber ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich den Rest des Lesemarathons damit verbringen werde. Eventuell greife ich zwischendurch doch auch noch zu einem anderen Buch. Jetzt drehe ich aber erst mal eine kleine Blogrunde.

1.1., 12:30

Inzwischen bin ich bei meinem Roman über der Hälfte, aber ich muss leider sagen, dass er sich derzeit etwas zieht. Ich hoffe, dass sich das wieder bessert, aber ich habe gerade das Gefühl, man hätte dieses Buch gut und gerne um ein Viertel (oder mehr) kürzen können. Trotzdem möchte ich jetzt dranbleiben, da ich es irgendwie auch angenehm finde, dass ich dieses Mal nicht so viel zwischen verschiedenen Büchern wechsle, wie ich es sonst manchmal bei Lesetagen mache.

Vorher habe ich kurz auch die Nachrichten gelesen und es gab nicht nur wieder einige Verletzte durch Feuerwerkskörper, sondern ein junger Mann ist sogar gestorben. Ich wünschte wirklich, das Verbot bestimmter Knallkörper, das ja schon seit Jahren besteht, würde endlich mal durchgesetzt. In Südtirol funktioniert es ja auch, wie ich vor zwei Jahren erstaunt (und erfreut) festgestellt habe. Aber irgendwie ist es typisch Österreich, dass es Regeln gibt, die nicht nur nicht eingehalten werden, sondern wo auch bewusst ein Auge zugedrückt wird. Bei den Corona-Maßnahmen ist es ja dasselbe. Zig kleinteilige und strenge Regeln, bei denen von vornherein klar ist, dass sich eh niemand dran halten wird. Vermutlich würde die Hälfte der Maßnahmen genügen, wenn man sich dann bei denen auch um die Einhaltung kümmern würde. Naja, genug geärgert, ich wende mich lieber wieder meinem Buch zu.

1.1., 14:00

Wir sind am Ende des Lesemarathons angekommen. Ich habe die letzte Stunde noch mit „Rabenherz und Eismund“ verbracht, das nach einem zähen Mittelteil nun wieder an Fahrt aufgenommen hat. Mir fehlen noch etwa hundert Seiten, die ich vielleicht heute Abend noch lesen werde. Jetzt lege ich das Buch aber erst einmal zur Seite und mache einen kleinen Spaziergang, ehe ich mir das Neujahrskonzert in der TVthek anschaue.

Ich hatte auch in diesem Jahr wieder viel Freude mit dem Lesemarathon und habe einiges an Seiten weitergebracht. Wie im letzten Jahr habe ich mir die gelesene Zeit und die Seiten notiert und lustigerweise komme ich annähernd auf dieselbe Statistik wie im Vorjahr, nämlich:

  • gelesene Zeit: 9 Stunden, 20 Minuten
  • gelesene Seiten: 817 Seiten
  • gelesene Bücher:
    • Lord Dunsany – Die Königstochter aus Elfenland: ausgelesen (140 von 283 Seiten)
    • Nora Dåsnes – Regenbogentage: ganz gelesen (256 Seiten)
    • Nina Blazon – Rabenherz und Eismund: angefangen (421 von 544 Seiten)

Vielen Dank fürs Mitdabeisein, Birthe und Konstanze! Ich wünsche euch noch einen wunderschönen restlichen Neujahrstag und alles Gute für das Jahr 2022!

13 thoughts on “Jahreswechsel-Lesemarathon 2021/22

    1. Danke, dir auch einen guten Start! Bei mir ist der Tisch, auf dem ich puzzle, so weit vom Fenster weg, dass dort das Tageslicht ohnehin nie ausreicht. Aber ideal finde ich das Puzzeln bei künstlicher Beleuchtung nicht (zumindest nicht bei dunklen Szenen).

      1. Dankeschön! 🙂 Wir haben es immer noch nicht geschafft Deckenlampen in unserer Wohnung anzubringen (irgendwie hat die Pandemie unsere eh schon gemächliche Planung noch mehr verzögert) und die Stehlampe, die wir sonst in dem Raum nutzen, gibt nicht genug Licht zum Puzzeln. Aber wir sind gerade wild entschlossen die Urlaubstage meines Mannes ausnutzen, weil nur dann der Tisch frei ist und wir tagsüber gemeinsam da sitzen können. *g*

        Schön, dass du schon ein Buch ausgelesen hast. Ich finde ältere fantastische Geschichten häufig besonders interessant, weil ich da das Gefühl habe, dass die Autor.innen nicht so geprägt von den Fantasyromanen sind, die inzwischen als Klassiker des Genres gelten, und deshalb eher unerwartete Elemten verwenden. Viel Vergnügen mit den Regenbogentagen!

        1. Ach, wie blöd, dass dich der Lärm von Draußen so ablenkt! Ich drücke die Daumen, dass es nicht so weitergeht. Viel Spaß beim Kochen und genieß dein Essen! 🙂

        2. Birthe hat recht: Dein Essen sieht fantastisch aus! Schön, dass es dir auch gut geschmeckt hat – und du musst dich ja heute nicht mehr viel bewegen, wenn du weiterhin gemütlich mit einem Buch beschäftigt bist. 😉

          Von Nina Blazon habe ich auch lange nichts mehr gelesen … Ich hoffe, dir gefällt ihr Roman und du hast damit noch einen entspannten Abend! Würde es gegen den Lärm von Draußen vielleicht helfen, wenn du über Kopfhörer etwas Musik hörst? Das ist mein Weg, um mit dem Lärm auf der Straße (und dem der Nachbarin, die unter uns anscheinend eine Spielshow guckt,) fertig zu werden.

        3. Ich habe auch schon lange nichts mehr von Nina Blazon gelesen. Bisher gefällt mir der Roman sehr gut, er ist auf jeden Fall schön winterlich und passend zur Jahreszeit (auch wenn die Temperaturen heute alles andere als winterlich sind).
          Die letzte Stunde war es zum Glück etwas ruhiger.

    1. Fein, ich verlinke gleich mal deinen Beitrag. 🙂
      Der vollständige Name lautet Edward John Moreton Drax Plunkett, 18. Baron Dunsany, aber veröffentlicht hat er unter „Lord Dunsany“ – so ist auch sein Autorenname auf den Büchern aufgeführt. Der Einstieg in das Buch war etwas holprig, aber als ich dann besser hineingefunden habe, ist es ziemlich spannend geworden.

      1. Uuuuii, dein Essen sieht wieder toll aus!
        (Und der Name des guten Lords ist auch toll – und so lang, dass es sicher sinnvoll war, unter „Lord Dunsany“ zu veröffentlichen, das hätte sich ja keiner merken können … 😉 )

  1. Ui, du bist ja nach der kurzen Nacht schon früh wach und aktiv (bzw. lesebereit *g*) gewesen! Ich bin beeindruckt! 😉 Schön, dass dir der Roman so gut gefällt – ich habe mir gerade mal die Inhaltsangabe angeschaut und es klingt nach dem perfekten Winterbuch.

    1. Ja, ich war selbst überrascht, dass ich noch vor dem Wecker aufgewacht bin.
      Es ist definitiv ein perfektes Winterbuch, aber ich muss leider sagen, dass es sich inzwischen etwas in die Länge zieht. Manche Bücher benötigen viele Seiten, um ihre Geschichte zu erzählen, manche hätten aber auch deutlich kürzer sein können – und hier ist leider zweiteres der Fall.

      1. Uff, mit so einer Nachricht möchte doch eigentlich niemand in den Tag starten. Ich verstehe es auch nicht, dass aufgestellte Regeln nicht strenger kontrolliert werden – gerade wenn damit eine solch radikale Änderung der „Tradition“ einhergeht kann ja davon ausgegangen werden, dass sich die Menschen ohne Kontrollen nicht daran halten werden. Wenn aber von vornherein davon ausgegangen wird, dass sich niemand daran hält, dann hätte es diese Regelung gar nicht erst geben müssen … *seufz*

        Ich hoffe, du hast trotzdem noch in der letzten Stunde gemütlich lesen können und vielleicht hat ja dein Roman auch wieder etwas an Tempo gewonnen und macht dir wieder mehr Freude.

        Vielen Dank für den Lesemarathon – es war schön auf diese Weise gemeinsam ins neue Jahr zu starten! 🙂

        1. Wirklich traurig so ein sinnloser Tod. Und ich weiß auch echt nicht, wofür man Regeln aufstellt, bei denen anscheinend noch nicht mal die Absicht besteht sie zu kontrollieren. Und auf Eigenverantwortung kann man hier wirklich nicht setzen …

          Aber ja, ich hatte noch einen gemütlichen Abschluss. Der Roman hat wieder deutlich an Tempo gewonnen und ich bin inzwischen sehr gespannt, wie sich alles auflösen wird.
          Ich fand es auch sehr schön auf diese Weise gemeinsam ins neue Jahr zu starten! 🙂

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