Streifzüge

Olavsweg – aktueller Planungsstand

Letztes Jahr im November habe ich auch von meinem Plan berichtet, dass ich in diesem Sommer auf dem Olavsweg von Oslo nach Trondheim wandern möchte.

Nun, einige Monate später – und nicht einmal mehr zwei Monate von meinem Start entfernt – sind meine Pläne schon um einiges konkreter geworden. Ich habe bereits meinen Flug von Wien nach Oslo und zurück gebucht, muss mich aber noch um die Rückreise von Trondheim nach Oslo kümmern (voraussichtlich werde ich den Nachtzug nehmen).

Die gebuchten Flüge geben mir ein Zeitfenster von höchstens 33 Tagen für die Wanderung; die Pilgerführer teilen den Weg in 32 Etappen ein. Ich möchte gern ein paar längere Etappen gehen, um somit auf etwas weniger Wandertage zu kommen, gleichzeitig aber einen gewissen Spielraum zu haben, um etwa auch mal einen Ruhetag einlegen zu können oder bei einer Schlechtwetterfront vor der Fjellüberquerung abzuwarten. Ich möchte das ganze außerdem auch entspannt betrachten und vielleicht mal ein kurzes Stück mit Zug, Bus oder dem Raddampfer Skibladner überbrücken – da ich ehrgeizig und mitunter etwas stur bin, wird sich zeigen, ob das für mich dann vor Ort tatsächlich eine Option ist.

Meine Nichte wird voraussichtlich nach zwei Wochen zu mir stoßen, um mich für ein paar Tage auf dem Abschnitt zwischen Ringebu und Dovre zu begleiten. Das bedeutet, dass sie mich vor dem Dovrefjell, vor dem ich etwas Respekt habe, wieder verlassen wird und ich also das Fjell alleine bewältigen muss – sollte ich keine Mitpilger finden, mit denen ich mich zusammenschließen kann.

Zur Vorbereitung unternehmen meine Nichte und ich seit einigen Wochen regelmäßig Wanderungen zusammen, was sehr nett ist. Daneben gehe ich auch weiterhin immer wieder alleine wandern. Ihr könnt also in nächster Zeit weiterhin regelmäßig mit Streifzügen rechnen, auch wenn ich nicht über alle Wanderungen schreiben werde, da sich inzwischen immer öfter auch Wege wiederholen.

  

Wettermäßig haben die letzten Wochenenden leider nicht so sehr zu langen Touren eingeladen, da es oft zu kalt war, um Pausen zu machen, aber hoffentlich werden die Temperaturen nun doch bald wärmer (ohne gleich übergangslos auf 30 Grad zu springen).

Ansonsten bin ich vor allem damit beschäftigt meine Ausrüstung zusammenzustellen. Da mein Rucksack möglichst nicht zu schwer werden soll, ich aber auch nicht ganz minimalistisch unterwegs sein möchte, muss ich hier noch so einige Entscheidungen treffen. Der Ebook-Reader kommt aber mit, soviel ist schon mal klar! 😉

7 thoughts on “Olavsweg – aktueller Planungsstand

  1. Uhhh, es wird immer konkreter!!!! Wie sieht es mit deiner Aufregung aus? Ich freue mich auf jeden Fall total, dass du das Projekt verwirklichen kannst – auch wenn ich sehr gehofft hatte, dass dich deine Nichte beim Fjell begleiten kann. Aber es wird sich sicherlich auch so eine gute Lösung finden.
    Ich freue mich, dich bei der Vorbereitung und dann letztendlich auch im Nachhinein bei deiner Wandertour begleiten zu dürfen. 🙂

    1. Ich bin einerseits schon aufgeregt, bin aber andererseits noch immer skeptisch, ob nicht noch irgendwas dazwischen kommt. Seit Corona alles durcheinandergewirbelt hat, traue ich irgendwie Zukunftsplänen nicht mehr …
      Tatsächlich denke ich auch viel darüber nach, wie ich die Tour dokumentieren möchte.

        1. Ich bin noch nicht wirklich auf einen grünen Zweig gekommen. Derzeit weiß ich weder, wieviel ich während der Tour schon dokumentieren will (und kann) und wieviel erst hinterher, noch, ob ich das über meinen Blog hier machen möchte oder vielleicht besser über Instagram – und auf dem Blog nur zusammenfassend größere Abschnitte.

  2. Ui, sehr spannend, dass es so langsam immer konkreter mit deinen Plänen wird! Schön, dass du dafür jetzt schon mit deiner Nichte gemeinsam „anwanderst“ und ihr so in den vergangenen Wochen mehr Zeit miteinander verbracht habt. Auch wenn es schade ist, dass sie nicht beim Fjell begleiten kann – ich drücke die Daumen, dass du da noch Gesellschaft finden wirst, damit du dich bei dem Vorhaben wohler fühlst. 🙂

    1. Ja, es ist ungewohnt, aber auch nett, dass ich derzeit quasi eine fixe Wanderpartnerin habe, auch wenn ich gerade längere Touren aktuell noch alleine mache.
      Das absurde ist ja, dass mich das alleine Wandern an sich weniger abschreckt beim Fjell, sondern eher, dass es beim letzten Abschnitt nur eine Selbstversorgerhütte im Nirgendwo gibt – und ich dort nicht mitten am Fjell ganz alleine die Nacht verbringen möchte.

      1. Ah, an eine Übernachtung habe ich gar nicht gedacht, finde es aber sehr verständlich, dass es dir da wohler wäre, wenn du vertraute Gesellschaft hättest. 🙂

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