Buchstabengeplauder

[Buchstabengeplauder] Sommer-Ausflüge, Lesevorhaben und Kreatives

Es ist lange her seit meinem letzten allgemeinen Plauderbeitrag. Durch meinen Wanderblog habe ich hier auch länger nicht mehr von Urlauben und Ausflügen berichtet, aber ich dachte mir, dass ich einen kleinen Foto-Rückblick auf meine bisherigen Sommer-Ausflüge geben könnte für alle, die keine Lust auf ausführliche Wanderbeiträge haben.

Wanderurlaub in Dänemark

Ende Juni war ich für eine Woche in Dänemark und bin dort auf dem Gendarmstien (Gendarmenpfad) gewandert, der am Nordufer der Flensburger Förde entlangführt. Ich habe teils im Zelt, teils in „festen“ Unterkünften geschlafen und habe neben dem Wandern viel gelesen und gemalt. Da ich meine Urlaubslektüre gerne passend zur jeweiligen Region auswähle, waren meine Lektüre „Wohin das Meer uns trägt“ von Tabea Petersen (in dem es unter anderem um einen Bücherbus in Dänemark geht) und „Das Meer in Gold und Grau“ von Veronika Peters (das zwar nicht in Dänemark angesiedelt ist, dafür aber in einem Hotel an der Ostsee). Hier nun ein paar Impressionen von der Wanderung und meinen Mini-Aquarellen:

Wochenendausflug nach Vorarlberg

Im Juli habe ich dann einen Wochenendausflug mit meiner ältesten Schwester nach Vorarlberg gemacht. Da ich noch nie im westlichsten Bundesland von Österreich war, obwohl ich dort familiäre Wurzeln habe, war es definitiv an der Zeit dafür. Wir haben Bregenz erkundet und waren in Schoppernau auf den Spuren unserer Familie unterwegs.

Burg Hochosterwitz

Neben Vorarlberg konnte ich noch einen weiteren Ort „abhaken“, der schon ganz lange auf meiner Liste stand. Mit einer Freundin habe ich einen Tagesausflug nach Kärnten gemacht – zur Burg Hochosterwitz, die sich sehr beeindruckend auf einem Kalksteinfelsen erhebt. Die Verteidigungsanlage umfasst 14 Tore und ist sehr sehenswert. Ich wollte Hochosterwitz tatsächlich schon seit etwa 20 Jahren besichtigen und bin froh, dass ich es in diesem Jahr endlich geschafft habe.

Malkurs „Phantastischer Realismus“

Nach diesen Ausflügen habe ich Anfang August erstmals an einem Malkurs teilgenommen. Es ging um „Phantastischen Realismus“ mit Acrylfarben und ich wollte damit ganz bewusst meine Komfortzone verlassen. Sonst male ich fast nur nach Fotovorlagen oder beim Wandern in freier Natur, aber hier wollte ich einmal ganz aus meinem Kopf malen – weg von dem, was ich an Referenzen vor mir habe. Es war ein etwas beängstigendes, aber auch ganz tolles Erlebnis. Es war kein Kurs mit Übernachtung, ich bin also dazwischen immer nach Hause gefahren, aber trotzdem konnte ich dreieinhalb Tage lang ganz tief in meine Kreativität eintauchen. Wir bekamen viel Input und auch konkrete Aufgaben, konnten uns aber innerhalb dieses Rahmens sehr frei bewegen.

Hitzewelle und Lesevorhaben

Trotz all dieser schönen Unternehmungen war der Sommer bisher leider auch unglaublich mühsam. Ich muss ja wohl niemandem von euch erzählen, dass uns seit Wochen eine Hitzewelle und Dürre plagt. In Wien hatten wir mehrmals an die bzw. sogar über 40 Grad und auch dazwischen gab es kaum eine nennenswerte Abkühlung. In meiner Wohnung sind seit mehr als zwei Wochen die Temperaturen nicht mehr unter 28 Grad gesunken und selbst das sind schon die Tiefsttemperaturen, die ich gerade mal um 6 Uhr in der Früh erreiche. Ich hatte an vielen Abenden keine Lust und Energie, um auch nur irgendetwas zu machen. Damit ich nicht nur fix und fertig vor dem Ventilator darauf warte, dass wieder eine Woche vorüber geht, habe ich mir vorgenommen, dass ich 50 Tage lang täglich 50 Seiten lesen möchte. Auf diese Weise wollte ich auch wieder mehr ins Lesen reinkommen, da ich noch immer mit Konzentrationsproblemen kämpfe, da in meinem Kopf einfach zu viele Gedanken herumschwirren. Bisher war ich mäßig erfolgreich – ich bin gerade bei der Halbzeit und habe an 13 Tagen (also etwa zu 50%) meinen Vorsatz erfüllt. Meine Lektüre bisher waren „Kingfisher“ von Patricia McKillip, das ich bereits vor einer Ewigkeit begonnen habe und in das ich einfach nicht so recht reinfinden wollte sowie „Kiribati. Eine Inselwelt versinkt im Meer“ von Alice Piciocchi und Andrea Angeli. Außerdem lese ich derzeit „The Teller of Small Fortunes“ von Julie Leong und – aus Nostalgie – „Five on a Treasure Island“ von Enid Blyton. Auch wenn ich die 50 Seiten bisher nicht immer geschafft habe, habe ich doch wieder etwas mehr Regelmäßigkeit ins Lesen gebracht und überlege, ob ich im Herbst vielleicht noch eine Stufe weitergehe und mal wieder einen „7 in 7 Readathon“ versuche. Bis dahin stehen aber noch eine Zeltwanderung mit meiner Nichte übers Wochenende, ein Urlaub in Yorkshire, eine Dienstreise und vermutlich viele weitere Hitzetage auf dem Programm.

Ich wünsche euch ein gutes Durchhalten bei den schweißtreibenden Temperaturen und hoffe, dass ihr trotz allem einen schönen Sommer habt!

6 thoughts on “[Buchstabengeplauder] Sommer-Ausflüge, Lesevorhaben und Kreatives

  1. Ich sollte echt öfter mal wieder nicht nur selber bloggen (das auch), sondern vor allem regelmäßig andere Blogs verfolgen … Heute endlich mal wieder hier reingeschaut und die wunderschönen Bilder genossen – sowohl die Fotos als auch die Kunstwerke. Die vom Kurs finde ich wirklich besonders großartig, vor allem das mit dem Papierboot gefällt mir unheimlich gut! Finde ich toll, dass du dich an so einen Kurs gewagt hast – ich stelle mir das auch echt herausfordernd vor, sich von Vorlagen zu lösen und ganz frei zu malen …

    1. Mit dem öfter Bloggen hapert es bei mir ja auch ziemlich in letzter Zeit …
      Das Bild mit dem Papierboot ist auch mein persönlicher Favorit. 🙂 Und ich bin echt froh, dass ich mich über den Kurs drübergetraut habe. Vor ein paar Jahren hätte ich mir das ja gar nicht vorstellen können sowas zu machen. Aber ich hab meinen Perfektionismus einfach niedergeknüppelt und geknebelt. 😉

  2. So langsam fühlt es sich an, als ob der Sommer irgendwann einmal zu ende gehen wird und die Nachttemperaturen sind – zumindest bei uns – in der Regel unter 20 Grad (also morgens um fünf Uhr – in der Nacht brauchen wir immer noch den Ventilator). Was bedeutet, dass ich nach einem anstrengenden Sommer auch endlich wieder kommunikativer bin und endlich die Blogbeiträge nachlese, die mein Feedreader brav für mich aufbewahrt hat. Ich hoffe, dass es bei dir inzwischen von den Temperaturen her auch erträglicher ist, und finde es großartig, dass du trotz der Hitze so viele spannende und abwechslungsreiche Sachen in den letzten Monaten gemacht hast.

    Deine Gendarmenpfad-Wanderung hatte ich ja schon nachgelesen (und wenn ich das richtig gesehen habe, dann ruhen im Feedreader auch schon deine Eindrücke aus Yorkshire), aber deine Zeilen zum Malkurs finde ich spannend. Schön, dass du dich da überwunden und mitgemacht hast. Die Ergebnisse finde ich wirklich spannend – nicht nur das wirklich coole Bild mit dem Papierschiffchen, sondern auch die Steine haben es mir wirklich angetan.

    Wenn du wirklich einen „7 in 7“-Readathon versuchen solltest, hätte ich Interesse mitzumachen. Wobei der Oktober schon mit dem Herbstlesen (dieses Mal inklusive dem 1. November), Schwiegerfamilienbesuch und drei Wochen Ehemann-Urlaub vollkommen verplant ist. Aber wenn du das in einer der nächsten Wochen in Angriff nehmen solltest, würde ich mich gern reinhängen. 🙂

    1. Ich habe zum Glück den Sommer nun mit meiner Reise nach England verkürzt. Bei Regen und Wind zu wandern, ist zwar auch nicht so toll, aber besser als 30 Grad. Aber für nächsten Sommer muss ich echt mal was für meine Wohnung überlegen. Dass ich nicht ordentlich durchlüften kann, ist echt ein Problem.

      Eine Mitstreiterin beim „7 in 7“ fände ich natürlich großartig! Da ich bis 12.9. noch in Yorkshire bin und kurz danach auf einer Dienstreise, wird September bei mir schon ziemlich eng. Vielleicht ginge die Woche ab dem 21. Oder wie würde es bei dir im November aussehen?

      1. Mir wurden in diesem Jahr von allen Seiten portable Klimageräte ans Herz gelegt … Ich bin echt gespannt, was die nächsten Sommer so bringen werden und ob der Klimawandel bedeutet, dass wir in den nächsten Jahren umziehen müssen.

        Ab dem 21. hätte ich Zeit, aber ich kann mir vorstellen, dass das für dich arg stressig würde. Ansonsten ist der November bislang komplett frei von Plänen und so ein „Lese-Endspurt“ bevor das Jahresende wieder einige neue Bücher ins Haus flattern lässt, wäre vielleicht ganz passend. 😉

        1. Mein Abteilungsleiter hat ein mobiles Splitgerät und hat damit in einer Dachwohnung in der Innenstadt von Wien gut überlebt. Der ist ganz begeistert. Mal sehen, ob ich im Winter zuschlage, wenn die Geräte hoffentlich wieder günstiger sind.
          November wäre super bei mir! Ich glaube, dass alles bis auf das Wochenende 21./22. bei mir gut geht. Aber genau kann ich es erst in einer Woche sagen, wenn ich wieder zuhause bin.

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