Buchstabengeplauder

Sonntagsgeplauder #13

Lesegeplauder

Ich stecke momentan in einem echten Zwiespalt. Und zwar geht es um den Roman „Fool on the Hill“ von Matt Ruff, den ich bereits im Jahr 2010 zu Weihnachten bekommen habe. Ich hab mir das Buch ausdrücklich gewünscht, aber irgendwie kamen mir seither immer andere Romane dazwischen, die ich lesen wollte. Nun habe ich endlich damit begonnen … und komm einfach nicht rein. In einer Woche habe ich gerade mal um die 30 Seiten geschafft. Gut, es ist ein recht großformatiges Buch, die Schrift ist klein und entsprechend viel passt auf eine Seite drauf. Aber trotzdem …

Hätte ich das Buch aus der Bücherei ausgeliehen, würde ich es vermutlich abbrechen. Dabei breche ich wirklich selten Bücher bereits so früh ab (ich mag ja allen eine Weile lang eine Chance geben), aber derzeit muss ich mich wirklich zwingen weiterzulesen – und nach 2-3 der umfangreichen Seiten (ich lese auf Englisch ja auch recht langsam) reicht es mir schon wieder.
Tja, was mach ich jetzt bloß mit dem Buch? Aufhören und irgendwann später nochmal versuchen? Weiterlesen und hoffen, dass es mir dann doch noch gefällt? Endgültig aufgeben und einen liebevollen neuen Besitzer suchen, der mehr damit anfangen kann als ich?

Challengegeplauder

Ich hab mir Klassiker-Nachschub besorgt und auch gleich mit „Die Herrin von Wildfell Hall“ begonnen. Eigentlich hatte ich mir ja das englische ebook gratis vom Project Gutenberg runtergeladen, aber ich habe gemerkt, dass es mir auf Englisch doch eine Spur zu anstrengend ist. Und man muss es bei Hobbies ja nun wirklich nicht übertreiben mit dem Ehrgeiz …
Ansonsten laufen sowohl die Englisch- als auch die Themenchallenge eher so nebenbei – wirklich gezieltes Lesen wird für die Themenchallenge bei mir wohl erst beginnen, wenn ich zu den „schwierigeren“ Themen komme, die auch noch nicht durch weitere Bücher für die Klassiker-Challenge abgedeckt sind.
Außerdem möchte ich bald mal wieder etwas für die 2.-Chance-Challenge lesen. Entweder „Der Falke des Lichts“ oder aber ich nehme bei meinem nächsten Familienbesuch mal wieder ein Kinderbuch mit. Mal schauen …

Eco bis zum Abwinken

Um Weihnachten herum gab es von kobo ein ganz besonderes Angebot: Alle fünf historischen Romane von Umberto Eco (Der Name der Rose; Baudolino; Die Insel des vorigen Tages; Das Foucaultsche Pendel; Der Friedhof in Prag) als kostenloses eBook. Ein unschlagbares Angebot, auch wenn die Sache einen Haken hat: Alle fünf Bücher sind zusammen in einem epub, das dann also über 3000 Seiten hat und meinen armen, kleinen Reader ganz schön herausfordert. Ich hab jetzt nur mal probeweise mittendrin reingelesen, aber ab und zu dauert es da schon ein bisschen länger mit dem Umblättern. Aber naja, da gilt wohl: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul 😉

Auf meinen SuB habe ich die Bücher deshalb noch nicht aufgenommen, weil ich mir selbst noch nicht sicher bin, welche Romane ich tatsächlich mal lesen möchte. Ich habe nämlich ein kleines Eco-Problem, das ich mir selbst nicht so ganz erklären kann. Sowohl „Der Name der Rose“ als auch „Baudolino“ habe ich bereits mal angefangen zu lesen und nach einer Weile abgebrochen. Irgendwie ist mir Eco einfach zu anstrengend, wobei ich jetzt nicht wirklich erklären kann, inwiefern es soviel entspannender ist, Thomas Mann oder Günter Grass zu lesen. Ehrlich, ich bin studienbedingt wirklich „hart im Nehmen“ und schrecke vor anspruchsvoller Literatur keineswegs zurück, aber Eco und ich … irgendwas funktioniert da nicht.
Aber gut, ich werde ihm doch noch mal eine Chance geben – vermutlich mit dem Foucaultschen Pendel, das ich ohnehin mal lesen wollte.

Ersehnte Fortsetzung

Schon seit längerem schaue ich immer wieder aufgeregt bei Amazon, ob es schon ein Erscheinungsdatum für den Folgeband zu Daughter of Xanadu  gibt. Nun hat mich die Neugierde überwältigt und ich hab einfach mal ganz frech die Autorin gefragt. „Son of Venice“ soll im Mai erscheinen und damit wird die Geschichte von Emmajin und Marco Polo vermutlich abgeschlossen sein. Wobei Dori Jones Yang meinte, sie wüsste durchaus, was dann weiter geschieht. Also wer weiß … 😉
Hingegen habe ich zum 3. Teil der Cicero-Trilogie von Robert Harris immer noch keine Informationen gefunden und ich bezweifle eher, dass man in dem Fall großartig was vom Autor erfahren würde. *g*
Und mit dem 3. Band von Daniela Knors „Elbensang“-Trilogie sieht es auch nicht viel besser aus. Der 1. und 2. Band sind ja in recht kurzem Abstand erschienen (Herbst 2008 und Frühling 2009), aber seither hört man nichts mehr davon. Ich würde ja schon gern noch diese Trilogie zu Ende lesen, aber ich merke schon, dass ich mich an vieles nicht mehr erinnern kann und ich hatte ja die Bücher auch nur ausgeliehen. Also wenn der Abschlussband nicht bald erscheint, weiß ich nicht so recht, ob ich ihn überhaupt noch lesen werde.
Tja, wie oft habe ich mir schon vorgenommen, keine unvollendeten Serien mehr zu beginnen? Ich werde es nie lernen …

Bibliotheka Phantastika

Seit einer ganzen Weile überlege ich, mich als Rezensentin bei der Bibliotheka Phantastika zu bewerben. Es würde mich sehr reizen, aber ich bin immer noch etwas unentschlossen.
Hier auf meinem Blog plaudere ich immer nur so gemütlich über Bücher, dass ich mir gar nicht mehr sicher bin, ob ich überhaupt noch „ordentliche“ Rezensionen schreiben kann. Gerade deshalb wäre es aber gut, wenn ich mich dazu mal wieder zwingen würde. Im Studium hatte ich damit schließlich auch keine Probleme.
Allerdings würde das wohl zur Folge haben, das das Genre, das mir doch immer noch am meisten am Herzen liegt – nämlich die klassische Fantasy – nur noch wenig Raum hier auf meinem Blog haben würde. Rezensionen für die BP sind exklusiv, ich könnte sie also nicht hier veröffentlichen. Und das wäre schon ein wenig schade.
Ich muss mir das wohl noch ein wenig durch den Kopf gehen lassen.

Leserunden

Was mir ebenfalls durch den Kopf geht ist, ob ich mich nicht mal bei leserunden.de registrieren und da ab und an bei einer Leserunde mitmachen soll.
Nicht immer nur alleine für sich zu lesen und ein bisschen Austausch zu haben, wäre sicher mal nett.
Macht ihr denn öfter bei solchen Leserunden mit und wie findet ihr das? Macht euch das Spaß oder fühlt ihr auch da in irgendeiner Weise eingeschränkt oder zu sehr vorangetrieben?

7 thoughts on “Sonntagsgeplauder #13

  1. Oh, mit "Fool on the Hill" in der Originalversion hast du dir aber wahrlich etwas angetan. Das ist ein tolles Buch, habe ich vor einigen Jahren gelesen und hat mich sehr gut unterhalten. Jedoch ist die Story sehr komplex und ich würde mich ehrlich gesagt nicht über den englischen Text wagen, ich halte das für sehr anspruchsvoll. (Und du weißt, ich lese sehr viel auf englisch.)
    Ich kann mich auch erinnern, dass ich es nach den ersten Seiten weglegen wollte, das zieht sich am Anfang ein wenig, ich weiß aber nicht mehr genau warum, ist schon zu lange her. Aber es hat mich dann ab einem gewissen Punkt total gepackt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen.
    Wenn du magst, könnte ich dir gerne die deutschsprachige Version leihen. Und für deine English-Challenge gerne auch etwas weniger anstrengendes. Auswahl hätte ich genug. 😉
    LG, evi

  2. Hm, bei "Fool on the Hill" schließe ich mich an. Ich hab es auch vor einigen Jahren mal angefangen – auf deutsch -, und wenn ich mich recht erinnere, bin ich etwa bis zur Hälfte gekommen, dann hab ich aufgegeben. Das war mir einfach zu wirr und undurchsichtig und es gab so viele Nebenhandlungen, die mir nicht einleuchteten. Vielleicht war ich da auch einfach noch zu jung *grübel*, denn es ist schon einige Jahre her. Vielleicht würde ich da heute ganz anders rangehen; aber wenn ich ehrlich sein soll, hab ich momentan gar keine Lust drauf. Und genügend andere Bücher hab ich ja auch im Regal stehen 🙂
    Aber auf englisch… Chapeau, wenn du dich da durch liest, das stell ich mir nicht ganz leicht vor.

    Zum Thema Leserunden: ich hätte durchaus auch mal Lust, an sowas teilzunehmen, allerdings liegt die Betonung auf "mal". Ich nehme mir oft vor, mal diesen oder jenen Tag komplett zum Lesen zu nutzen (meist Wochenende), aber dann doch kommt es doch ganz anders, ich fahre weg, oder bespiele 3 Stunden lang meinen Hund oder oder oder… Daher habe ich mich bisher bei Leserunden oder auch Lese-Marathons immer sehr zurück gehalten, weil ich genau weiß, dass es bei mir eh nicht so klappt. Und letztlich… mag ich den Gedanken und das Wissen, dass ich jederzeit lesen kann, was ich mag, und mich nicht an einem Buch "aufhalten muss", wenn es mir eigentlich nicht zusagt, nur weil ich vielleicht gerade in einer Leserunde stecke.

    Und: was ist die Bibliotheka Phantastika?

    1. Die Bibliotheka Phantastika ist eine ganz tolle Seite über phantastische Literatur mit sehr guten Rezensionen auch zu unbekannteren Büchern und darüber hinaus auch einem Blog und einem Forum. Ich habe dort schon so einige Schätze entdeckt und lese immer gern mit – und denke über die Sache mit den Rezensionen dort schon seit langer Zeit nach.

      Bei den Leserunden befürchte ich eben auch, dass ich mich da irgendwie eingeschränkt fühlen würde. Na, mal sehen, ob es da überhaupt welche geben würde in nächster Zeit, die mich interessieren würden. Falls ja, kann ich es ja einfach mal versuchen.

  3. Ich dachte:
    1. Ach, Neyasha schreibt tolle Rezensionen, das soll die ruhig machen.

    2. Wie keine High-Fantasy-Rezis mehr hier. Das soll die bloß nicht machen.

    Von Matt Ruff habe ich bisher nur "Ich und die anderen" gelesen, sehr empfehlenswert.

  4. "Fool on the Hill" habe ich 1993 (?) gelesen, als eine deutsche Auflage herauskam. Ich würde dir empfehlen dem Buch noch eine Chance zu geben und mal ein paar Kapitel konzentriert zu lesen – vielleicht auf Deutsch, weil du dann schneller reinkommst. Es ist anfangs verwirrend, aber ich fand es toll. Aber Matt Ruffs Art eine Geschichte zu erzählen ist gewöhnungsbedürftig.

    Was die exklusiven Rezensionen angeht, so gäbe es noch die Möglichkeit, dass du dir "doppelte" Arbeit machst und fertige Texte so umformulierst, dass du sie für den Blog verwenden kannst. Aber ob du dafür die Energie aufwenden willst? Ich fände es auf jeden Fall auch schade, wenn deine Leser auf deine Rezensionen in dem Bereich verzichten müssten. 🙂

  5. Okay, eure Kommentare zu "Fool on the Hill" ermutigen mich, dem Roman doch noch länger eine Chance zu geben. Ob das Problem wirklich die Sprache ist? Ich weiß es nicht. Aber ich neige wohl bei englischen Büchern schneller dazu aufzugeben. Na, ich werde es noch weiter versuchen, auch wenn mir "Die Herrin von Wildfell Hall" gerade akut dazwischenfunkt, die mich deutlich mehr fesselt.
    "Ich und die anderen" steht auch noch auf meiner Leseliste. Selbst, wenn das mit mir und "Fool on the Hill" nichts mehr wird, möchte ich den anderen Roman von Ruff auf alle Fälle noch probieren.

    Das mit den Rezensionen … tja, das muss ich mir wohl wirklich noch länger durch den Kopf gehen lassen. Ein wenig hab ich mir das mit der doppelten Arbeit sogar auch schon überlegt. 😉

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