Lesetage

[Konstanzes Herbstlesen] 13. Oktober

Es ist Herbst, es ist Wochenende und somit Zeit für Konstanzes Herbstlesen. Und heute kann ich auch endlich mitmachen, da heute der erste Tag seit über einem Monat ist, an dem ich keine Termine, keine Verpflichtungen, keine Freizeitvorhaben … schlicht: gar nichts bestimmtes vorhabe. Ich muss noch einkaufen gehen und ein wenig putzen, aber ansonsten liegt vor mir ein ganz ruhiger, fauler Samstag.

Na gut, ich habe schon etwas vor und das ist nicht unbedingt lesen. Und zwar habe ich  vor, dieses Jahr endlich wieder einmal beim NaNoWriMo im November teilzunehmen und dabei ein „Spaßprojekt“ zu schreiben. Ich liebe nämlich (sowohl zum Schreiben als auch zum Lesen) Reiseplots und weiß, dass Herun eine Weile nach dem Ende von „Bühnenrätsel“ in den Süden reisen wird. Mein Plan war immer, diese Reise zu überspringen und vielleicht einen weiteren Band im Süden anzusiedeln, aber stattdessen möchte ich nun dieses Jahr im November ihre Reise schreiben. Das Problem ist nur, dass ich derzeit komplett meine Weltkarten umkremple (besonders, was den Süden betrifft) und nun etwas im Stress bin, um diese bis Anfang November zumindest teilweise neu zu zeichnen.

Ich möchte mich also heute auf jeden Fall mit den Karten beschäftigen, aber da ein wunderschön sonniger Herbsttag angesagt ist, möchte ich mich natürlich nicht nur drinnen hinter meinem Grafiktablet vergraben, sondern auch mit einem Buch die Sonnenstrahlen auf meinem Balkon genießen. Ich habe gestern Mystic and Rider von Sharon Shinn ausgelesen, das ich sehr gern mochte, und lese aktuell noch Schiller oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus von Rüdiger Safranski. Da das kein Buch ist, das man stundenlang gemütlich dahinlesen kann, werde ich daneben aber auch noch etwas anderes beginnen. Vielleicht auch ein Hörbuch, weil ich daneben gut putzen und bei meinen Karten vor mich hinpinseln kann.

Und nach diesen vielen Einstiegsworten lasse ich euch noch ein paar Eindrücke von meiner schon sehr herbstlichen Wohnung da:

Update um 13:30

Mein „Pflichtprogramm“ für heute ist erledigt – ich habe eingekauft und geputzt und nun habe ich für heute keine Verpflichtungen mehr. Bei meinem kleinen Mittagessen (Käsesemmel) habe ich ein wenig bei Schiller weitergelesen, aber nun eiere ich herum und weiß nicht, was ich lesen soll. Ich hätte gern etwas locker-flockiges für zwischendurch, was auf die meisten meiner SuB-Bücher nicht zutrifft. Passend wäre Dohlenwinter Anders Björkelid, das schon länger bei mir liegt, das ich aber nicht beginnen will, solange ich nicht weiß, ob die Folgebände überhaupt noch alle auf Deutsch erscheinen sollen, und außerdem Verloren in Eis und Schnee, das ganz neu ist. Angesichts des sonnigen Herbsttages ist mir aber noch nicht nach frostiger Lektüre.

Vielleicht schnappe ich mir eine Häkelei und setze mich mit meinem neuen Hörbuch nach draußen. Der Krimi Kommando Abstellgleis von Sophie Henaff gefällt mir zumindest bis jetzt sehr gut.

 

Update um 19:30

Ich habe heute Nachmittag dann doch noch zu einem anderen Buch auf meinem SuB gegriffen und zwar zu Die seltsamsten Orte der Welt von Alastair Bonnett, weil ich mir dachte, dass das vielleicht für die Kartenbastlerei und meinen geplanten Reiseplot ganz inspirierend sein könnte. Mit diesem Buch habe ich mich dann für eine Weile auf den Balkon in die Sonne gesetzt und fand die ersten kurzen Kapitel ganz interessant.

Leider wurde es dann schon um halb vier zu schattig und kühl (weil es recht windig war) und so habe ich mich dann doch wieder drinnen meiner Karte zugewandt. Die letzten Stunden habe ich dann Kämpfe mit Gimp ausgefochten, meinem Krimi gelauscht und gekocht (Mangold-Linsen-Curry). Und ich fürchte, die Kämpfe muss ich jetzt noch weiterführen. Meine Karte ist nämlich ein Monsterding und Gimp kommt mit sehr großen Dateien und vielen Ebenen nicht so gut klar (ich vermisse selten Photoshop, aber jetzt ist so ein Moment). Gut, wenn man daneben wenigstens einen unterhaltsamen Krimi hat.

16 thoughts on “[Konstanzes Herbstlesen] 13. Oktober

  1. Uh, ein Tag ohne Vorhaben (also abgesehen vom Einkaufen und Putzen *g*)! Ich hoffe, du kannst ihn rundum genießen! Kartenzeichnen, Hörbuch hören und ein bisschen auf dem – wirklich hübschen! – Balkon lesen, klingt auf jeden Fall nach schönen Vorhaben. Ich wünsche dir viel Spaß damit! 🙂 Den NaNoWriMo für ein „Spaßvorhaben“ zu nutzen, klingt gut! Ich sehe in meiner Timeline nur gerade lauter Menschen, die ganz gestresst sind, weil sie entweder einen Text vor November beenden oder bis November das Plotten noch hinbekommen wollen, und denke mir jedes Mal, dass mir das einfach zu stressig wäre. *g*

    1. Das wird ja nun – nach längerer Pause – schon mein 6. Nano. Ich habe die vorigen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen geschrieben (viel Plot im Vorfeld, wenig Plot im Vorfeld, ein bestehendes Projekt weitergeschrieben, etc.) und habe nur einmal den Nano nicht geschafft. Stressig war es schon jedes Mal, manchmal positiver Stress, manchmal eher negativer (wenn ein Projekt nicht funktioniert hat, wie z.B. mein „Nachtjäger“). Ich hoffe mal, dass es dieses Jahr dank Spaßprojekt positiver Stress wird – zumindest verbringe ich den November dann mit einer meiner Lieblingsfiguren, was ja schon mal gute Voraussetzungen sind.

      1. Ich drücke die Daumen, dass es wirklich eine schöne Zeit mit deiner Lieblingsfigur wird! Positiver Stress ist ja auch vollkommen in Ordung, ich finde es nur so irritierend zu lesen, wie viele Leute sich damit anscheinend mehr Stress machen, als sie in ihrem Leben gebrauchen können. 😉

        1. Fleißige Neyasha! 🙂 Ich hoffe, du hast es dir dann wirklich mit deinem Hörbuch auf dem Balkon bequem gemacht. Da scheint auf jeden Fall eine gute Alternative zur SuB-Auswahl zu bieten. 🙂

          Mir geht es gerade so, dass ich nicht in der Stimmung für heiße Lektüre bin, den Sommer aber auch nicht von afrikanischen Temperaturen lesen wollte und nun schaue ich immer auf die entsprechenden SuB-Titel und habe ein ganz schlechtes Gewissen. *g*

        2. Und? Hatten sich deine Hoffnungen erfüllt? Oder war dein Buch zwar nett, aber keine Inspirationsquelle?
          Wenn ich lese, was für Ärger du mit Gimp hast, dann würde ich vermutlich an deiner Stelle erst einmal alles hinschmeißen und dann in ein neues Programm investieren. *g* Ich bin sehr ungeduldig, wenn die Technik nicht so will wie ich. 😉 Ich hoffe, es war in den letzten Stunden nicht zu ärgerlich und Gimp hat brav gearbeitet! Und wenn nicht, dann hat dich hoffentlich dein Krimi weiterhin gut unterhalten! 🙂

          Bei uns ist es zur Zeit so, dass ich tagsüber meine Füße unter die Decke stecke, wenn ich stillsitze, weil die Wohnung noch relativ kühl ist. Während nach Einbruch der Dunkelheit die Wärme aus den Wänden kommt und ich mir wünschte, es wäre den Tag über endlich deutlich kälter und weniger sonnig.

        3. Ich habe auch noch ein anderes Programm, das deutlich flüssiger läuft (Affinity Photo), aber das hat nicht denselben Funktionsumfang wie Gimp und irgendwie lande ich dann doch immer wieder bei Gimp. Photoshop interessiert mich nicht mehr, seit Adobe auf ein Abomodell umgestiegen ist. Ich möchte mich nicht drauf verlassen müssen, dass ich auch in Zukunft immer genug Geld haben werde, um monatlich die Gebühren zu bezahlen und dementsprechend weiter damit arbeiten zu können. Daher lebe ich weiterhin meine Hassliebe zu Gimp aus.
          Aber ja, der Krimi hat mich zumindest gut unterhalten!

  2. Hach, ich freu mich ja immer noch sehr, dass du das mit der Reise machen willst! 😀
    Ich hab ja auch noch ein bisschen „Stress“ bis zum November, weil ich eine Geschichte noch beenden will bis dahin, damit ich dann eine neue anfangen kann, aber ich seh das nicht so eng. Wenn es nicht klappt, klappt es halt nicht.
    Im Moment bin ich gerade total erkältet (ich hoffe, ich hab dir das nicht dagelassen, das fing ja schon in Wien langsam an!) und habe die letzten beiden Tage krank gemacht und nichts daran geschrieben. Am Donnerstag habe ich dafür gleich mal fünf Kinder-Pferdebücher aus der Onleihe gelesen. Vielleicht sollte ich öfter mal krank werden, dann lese ich wenigstens wieder. 😉

    1. Auweh, ich wünsche dir eine gute Besserung! Nein, du hast mir die Erkältung nicht dagelassen.
      Wie ist denn der Stand der Dinge bei dir? Denkst du, dass du vor November noch fertig wirst?

      1. Ich weiß noch nicht. Im Moment bin ich noch nicht so viel weitergekommen, es sind immer noch vier Kapitel. Könnte eng werden, zumal ich auch das NaNo-Projekt noch ein bisschen planen muss. Mal gucken. 🙂

  3. Dann wünsche ich Dir gutes Vorankommen bei den Karten!
    Ist der NaNoWriMo interessant, weil er Gelegenheit bietet, sich u.a. mit anderen Autoren auszutauschen oder eine Plattform für das eigene Werk bietet oder weil man „äußeren positiven Druck“ für sich selbst aufbauen will? Ich habe mich mit diesem Projekt offensichtlich nicht befasst (es hat mich auch nie gereizt).

    1. Als Plattform für das eigene Werk eignet sich der NaNo eher nicht (und das wäre auch nicht meine Motivation, um mitzumachen). Aber man hat sehr viel Austausch mit anderen, was auf jeden Fall anspornt. Ich bin ja seit Jahren im Autorenform „Tintenzirkel“ und dort ist der NaNo immer ein großes Event, was einen schon auch sehr mitzieht. Außerdem neige ich einerseits dazu, einfach ewig nicht weiterzuschreiben, wenn ich bei einer Szene nicht weiterweiß oder allgemein „anstehe“ und andererseits auch dazu, mich schon während dem Schreiben der Rohfassung in der Überarbeitung zu verlieren. Beides ist ziemlich nervig und führt dazu, dass ich nicht vorankomme. Da ist der NaNo mit seinem äußeren Druck ziemlich hilfreich.

      1. Danke für diesen Einblick, Neyasha. Ich wusste nie so recht, wie ich dieses Monatsevent einordnen soll.

        Bist Du mit Deinem Krimi nach draußen gewandert? Oder hast Du Dich zu einem Spontankauf/Spontanausleihe hinreißen lassen?

        1. Ich bin mit einem anderen SuB-Buch nach draußen gewandert, obwohl ich einer spontanen ebook-Ausleihe schon sehr nahe war. Aber ich will jetzt echt endlich mal meine alten SuB-Bücher weglesen.

  4. Ich will auch immer an meinen Alt-Sub und lande dann doch bei neuen Sachen oder ausgeliehenen; ich bin offenbar zu undiszipliniert. 🙂
    Ich schaue häufiger auf einem youtube-Kanal vorbei, auf dem u.a. Star-Trek-Folgen besprochen werden. Der Youtuber erwähnt häufig, dass für ihn „Essen“ im Rahmen von Weltbildung interessant und inspirierend ist, weil Nahrungsmittel, das Besorgen und die Art und Weise der Zubereitung ihm beim Weltenbau hilft. Vielleicht ist das ja auch ein Aspekt – Essen während der Reise. 🙂

    1. Ja stimmt, Essen ist auch immer ein interessanter Aspekt. Früher habe ich auch manchmal „Inworld-Rezepte“ entworfen und das war auch kulturell immer sehr spannend.

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