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Quo vadis, Blog?

Ich möchte diesen Beitrag schon seit Monaten schreiben, wusste aber nie recht, wie ich meine Gedanken sortieren soll. Denn nicht zum ersten Mal, seit ich mit dem Bloggen begonnen habe, denke ich über meinen Blog und meine Schwerpunkte nach, über meine Zielgruppe und wohin ich mit dem Blog eigentlich will.

Nachdem ich mit einem reinen Lese- und Schreibblog begonnen habe, hat sich im Laufe der Zeit zunächst immer mehr allgemeines Geplauder mit eingeschlichen, dann kreative Dinge wie Zeichnen, Häkeln und Basteln und schließlich nach dem einen oder anderen Reisebericht auch vermehrt Wanderungen. Als ich bei meinem Blogumzug vor knapp 3 Jahren den Titel „Neyashas Allerlei“ gewählt habe, geschah das bewusst, um alles irgendwie unterzubringen. Aber schon seit einer Weile bin ich mit diesem „alles“ nicht mehr so glücklich und ich habe mir verschiedene Gedanken dazu gemacht:

Ist ein Blog für manches das falsche Instrument?

Wenn es um Kreatives und Selbstgemachtes geht, scheint mir ein Blog tw. nicht so sehr (oder zumindest nicht alleine) geeignet zu sein. Manchmal will ich schnell mal eine Häkelei herzeigen oder eine schön gestaltete Notizbuchseite oder kleine Mitbringsel, die ich gebastelt habe, darüber aber nicht unbedingt einen Blogbeitrag verfassen. Ich frage mich daher, ob Instagram nicht die bessere Wahl wäre. Wenn man vor allem Bilder herzeigen möchte, wäre vermutlich eine speziell auf Bilder ausgerichtete Plattform einfach besser geeignet. Zumal ich auch mehr und mehr das Gefühl bekomme, dass es immer schwieriger wird mit „nur“ einem Blog Menschen zu erreichen. Wäre es also vielleicht sinnvoller, diese Themen zumindest teilweise auf Instagram auszulagern?

Lesen und Reisen/Wandern – passt das zusammen?

Beides sind Themen, über die ich weiter schreiben möchte. Bücher und Lesen waren und bleiben der Schwerpunkt und ich würde in Zukunft auch gern wieder mehr über das Lesen an sich und verschiedene buchige Themen plaudern. Ich plane auch weiterhin wandern zu gehen, gern auch wieder auf eine längere Wandertour und irgendwann sind ja hoffentlich auch Auslandsreisen wieder möglich. Aber passen diese beiden Themen zusammen? Ich bin mir nie so sicher, ob ihr nicht irgendwann anfangt euch zu langweilen, wenn ich über Wanderungen rund um Wien erzähle. Und umgekehrt scheine ich andere Wanderer, die vielleicht auch Wege hier in der Umgebung suchen und von dem einen oder anderen Streifzug inspiriert werden könnten, nicht zu erreichen. Was eigentlich schade ist. Liegt es an der Themenmischung meines Blogs? Am schwammigen Namen und dem Design, das in keinster Weise verrät, dass es hier durchaus häufiger ums Wandern geht? Schrecken die buchigen Themen die Wanderer ab und die Wanderthemen die Leser? Denn um ehrlich zu sein: Neue Mitleser haben sich hier allgemein schon länger nicht mehr eingefunden.

Ich könnte natürlich beides sauber voneinander trennen und einen eigenen Wanderblog eröffnen, aber ich weiß nicht recht, ob ich mich um zwei Blogs kümmern möchte (und kann). Und ist so eine Trennung wirklich notwendig? Ich weiß es nicht. Was denkt ihr?

Interessiert das hier überhaupt jemanden?

Okay, das ist eine recht plakativ formulierte Frage. Ich habe ja ein paar sehr eifrige Mitleserinnen, die es offensichtlich interessiert, was ich hier so schreibe. Aber um ehrlich zu sein: Es war hier schon mal mehr los. Zum Teil liegt das sicher daran, dass einige Bloggerinnen, bei denen ich früher auch begeistert mitgelesen habe, nicht länger bloggen und ich mir selbst in den letzten Jahren kaum neue Blogs gesucht habe. Trotzdem zeigen mir die Analytics von Bloglovin‘, dass ich gar nicht so wenige Follower habe wie ich gedacht hätte. Aber wo sind diese? Alles nur stille Mitleser? Oder folgen viele nur noch aus alter Gewohnheit ohne je die Beiträge zu lesen?

Ich habe nie gebloggt, um unzählige Menschen zu erreichen und ich will auch weiterhin vor allem selbst Freude am Bloggen haben, aber trotzdem frage ich mich, wie ich die Aktivität hier wieder etwas mehr erhöhen könnte. Mit einer klareren thematischen Ausrichtung? Indem ich selber endlich aktiv in anderen sozialen Medien werde? Mit einer Überarbeitung des Layouts und einem griffigeren Namen? Müssen Beiträge schöne Vorschaubilder haben, damit sie überhaupt jemanden ansprechen?

Es würde mich sehr freuen eure Gedanken zu den vielen Fragen, die ich hier aufgeworfen habe, zu lesen. Stellt ihr euch manche dieser Fragen vielleicht auch selbst? Wie würdet ihr euch die künftige Ausrichtung meines Blogs wünschen?

15 thoughts on “Quo vadis, Blog?

  1. Puhh, schwere Fragen stellst du da. Letztlich kannst du die vermutlich nur selbst für dich beantworten und ich glaube, vielleicht hast du ja auch schon selbst ein Gefühl dazu, das dir eigentlich sagt, wie du das am besten für dich löst.
    Im Prinzip spricht ja nichts dagegen, einfach mal ein bisschen was auszuprobieren. Sich tatsächlich einen zweiten Blog zuzulegen und da dann bewusst Wanderthemen und Reiseeindrücke zu posten. Aber ganz ehrlich? Das stelle ich mir unglaublich zeitintensiv und schwierig vor. Und dann passiert es vielleicht von ganz allein, dass dann ein Blog auf der Strecke bleibt.
    Zu Instagram: Ich mag Instagram, hab da auch selbst einen Account, bin aber ´ne ziemlich unbekannte Nummer. (Was mich nicht weiter stört.) Wenn du bei Instagram viele Follower und viele Klicks haben willst, also viel und oft gesehen werden willst, musst da aber schon für arbeiten. Viele Posts an vielen Tagen, viel Kommunikation und Vernetzung, auch anderen Instagrammern folgen und bei denen aktiv sein und so. Mir ist das ehrlich gesagt immer zu anstrengend und ich bin beim besten Willen auch nicht so soziale-Medien-begeistert, dass ich mich zwingend jeden Tag derart online präsentieren müsste. (Und ich wüsste beim besten Willen auch nicht, was ich Followern jeden Tag zeigen und erzählen sollte… 😮 )Ich nutze meinen Account eher privat bzw. mit ein paar Leuten, die ich gut kenne, aber freu mich auch, wenn meine Bilder „geliked“ werden. An sich ist Instagram was nettes, um Bilder zu posten und so Verbindungen mit anderen zu haben, die das gleiche interessiert. Aber du verbringst halt deutlich mehr Zeit am Handy, finde ich.

    Ansonsten: der Follower-Schwund ist ja ein bekanntes Thema, wir hatten uns da ja auch schon einmal kurz ausgetauscht. Keine Ahnung, warum die Leute so selten noch schreiben und Kommentare da lassen – andererseits kann ich mir auch selbst an die eigene Nase fassen und dran denken, wie oft (eher: wie selten) ich selbst mir die Zeit nehme, bei anderen bewusst etwas zu kommentieren oder mit anderen so ins Gespräch zu kommen. Das ist einfach nicht mehr so oft wie früher. Vielleicht liegt es also echt weniger an den Inhalten, sondern eher an den Lesern.

    1. Ja, ich weiß, das sind eine Menge Fragen, die mir niemand so wirklich beantworten kann. Dieser Beitrag war auch ein bisschen ein Versuch, meine ganzen Gedanken und Fragen für mich zu sortieren.
      Ich hätte jetzt nicht unbedingt das Ziel, auf Instagram viele Follower und viele Klicks zu bekommen. Ein bisschen Interaktion und die Möglichkeit, einfach mal ein paar Häkeleien und Bilder herzuzeigen, ohne darüber gleich einen ganzen Blogbeitrag zu schreiben, würde mir schon genügen, denke ich. Noch lieber wäre mir ja etwas, wo man eine strukturierte Galerie aufbauen kann und wo man nicht auf eine bestimmte Bildgröße beschränkt ist, also eher so in Richtung wie bei DeviantArt, aber ich weiß nicht recht, ob ich mich dort hintraue, das ist mir ein bissl zu professionell. Ich werde da wohl noch ein wenig drüber nachdenken müssen. So ganz ideal kommt mir Instagram für mich nicht vor – auch aus den Gründen, die du geschrieben hast. Ich würde auch Instagram nicht übers Handy, sondern den Laptop nutzen wollen und muss erst mal rausfinden, wie geeignet das dafür ist.
      Ja, das mit dem Follower-Schwund oder vielleicht eher dem Schwund an aktiven Followern war schon immer mal wieder Thema. Möglicherweise sind Blogs wirklich schon ein aussterbendes Medium. Als ich mit dem Bloggen begonnen habe, hat sich vieles auch so natürlich ergeben, finde ich. Man hat – meist über bestimmte Leseaktionen – andere Blogs entdeckt und dann hat sich schnell ein gegenseitiger Austausch ergeben. Inzwischen finde ich das irgendwie schwieriger.
      Danke für deinen Kommentar und die Gedanken, die du dir zu meinem Beitrag gemacht hast!

  2. Guten Morgen liebe Neyasaha!
    Die vielen Fragen, die du hier aufwirfst, habe ich selbst schon unzählige Male durchdacht, ohne so wirklich zu einem Ergebnis zu kommen. Insbesondere die Instagram-Geschichte beschäftigt mich immer mal wieder. Vielleicht auch gerade deswegen, weil dort viele meiner Freunde sind und ich manchmal das Gefühl habe, etwas zu verpassen. Außerdem: Auf Instagram liket und kommentiert es sich deutlich schneller und einfacher. Ich glaube man hat (scheinbar?) mehr Interaktionen.
    Ich sträube mich da trotzdem gegen. Vielleicht habe ich ein bisschen Angst? Vielleicht hätte ich den Druck, regelmäßig für Content sorgen zu müssen? Vielleicht ist es mir dort alles auch viel zu perfekt?

    Ich habe ja eine ähnlich bunte Themenmischung auf meinem Blog wie du und ich selbst merke, dass mich das total glücklich macht. Klar wäre es schön, noch mehr Besucher und vor allem Austausch zu haben, aber vielleicht kommt das auch noch … 😀 Und es ist so schön, einfach das an Beiträgen raushauen zu können, was mir gerade im Kopf herumschwirrt.

    Zu der Frage „Interessiert das überhaupt jemanden?“ muss ich nichts antworten, oder? 😉 <3

    1. Guten Morgen! 🙂
      Ja, mir geht es mit Instagram eben auch so. Also dass ich einerseits das Gefühl habe etwas zu verpassen und dort mit einem Teil meines Contents eigentlich besser aufgehoben zu sein und mich aber andererseits dagegen sträube. Noch dazu sind mir klare Strukturen (wie etwa das Anlegen von verschiedenen Galerien und Untergalerien) lieber als Tags. Instagram kommt mir irgendwie so verwirrend und unsortiert vor.
      Es ist toll, dass dich deine bunte Themenmischung glücklich macht! Ich mag auch solche Themenmischungen auf anderen Blogs total gern, daher weiß ich nicht genau, weshalb ich auf meinem eigenen so damit kämpfe. Vielleicht, weil ich immer ein wenig befürchte, andere mit gewissen Themen zu langweilen.
      Auch dir vielen Dank für deine Überlegungen zu dem Thema!

      1. Ich hab noch zwei Gedanken dazu:
        Zum einen könnte ich mir gut vorstellen, dass du einfach auch kurze Beiträge mit einer Bildergalerie veröffentlichst – ohne dass viel Text dabei ist. Einfach so als Statusmeldung. Man darf das Blogformat ja ruhig etwas ausreizen. 😉

        Zum anderen glaube ich, dass du dir gar nicht so viel Sorge machen musst, dass du mit gewissen Themen langweilst. Die kann man ja auch einfach überlesen oder wegklicken. Ich finde deine Handarbeiten immer ziemlich beeindruckend, aber anderer Content von dir ist für mich spannender. Während ich über Handarbeitsfoto kurz drüber fliege, lese ich dann die anderen Beiträge deutlich aufmerksamer.

  3. Die Frage(n) habe ich mir vor einiger Zeit auch gestellt. Vor allem als es darum ging, ob ich meinen Balkon zeigen soll/will. Da habe ich mich gefragt, ob das so passt oder ob ich da nicht lieber auf andere Kanäle ausweichen sollte. Allerdings habe ich meine Aktivitäten in Social Media (in erster Linie) aus Zeitgründen eingestellt. Und Instagram … nun ich werde Instagram wohl nie verstehen, das Medium ist mir einfach zu hoch (oder das Gegenteil?).
    Meine Antwort bestand für mich darin, dass ich erkunden wollte, wie viel Zeit draufgehen würde, wenn ich einen zweiten Blog oder einen weiteren Kanal in einem anderen Medium nutzen würde. Mir war das einfach zu viel. Zu viel Aufwand, zu viel Zeit. Auch wenn wir immer alle sagen, es sei nur für uns, es ist ja doch schade, wenn nur eine Handvoll (und dann stets die Gleichen, auch wenn man die gerne hat) reinschaut.
    Unbewusst habe ich wohl so viel darüber nachgedacht, dass irgendwann dieser Text rausmusste. Ich finde, der passt zu Deinen Überlegungen recht gut, deswegen verzeih mir bitte die Eigenwerbung:
    https://verlorene-werke.blogspot.com/2018/09/bloggedanken-der-perfektionismuswahn.html
    Übrigens haben wir (ja, wer ist „wir“?) früher oft mal nur ein oder zwei Bilder mit je einem Satz gepostet. Und warum auch nicht? Warum soll das in einem Blog nicht gehen?
    Mir würde etwas fehlen, wenn Du einige Themen auslagerst. Und ich bin offen: Ich würde nicht alle anderen Kanäle zusätzlich besuchen. Das wäre mir einfach zu viel. Ich glaube, je Kanal spricht man eine andere Zielgruppe an und deswegen machen das so viele. Da spricht auch nichts dagegen, wenn man die Muße dazu hat. Nur sollte dennoch alles andere an einem Platz beisammen sein. Sonst brauchst Du irgendwann ein Team, dass Dich unterstützt . 😉
    Das war leider nur sehr kurz, mir geht noch mehr im Kopf herum. Falls Caroline und/oder Du mal mehr zum Followerschwund sagen wollt, bin ich dabei! 🙂

    1. Danke für den Hinweis auf deinen Beitrag – ja, Perfektionismus spielt bei meinen Unsicherheiten und Fragen auch eine große Rolle. Und ich glaube, dass mir zwei Blogs ebenfalls zu zeitaufwändig sein, denn ganz ehrlich: So viel Zeit wie jetzt finde ich auch nur deshalb für meinen Blog, weil durch den Lockdown so viele andere Aktivitäten wegfallen.
      Ich weiß auch nicht, weshalb ich so davor zurückschrecke, einfach mal nur einen kurzen Beitrag mit ein oder zwei Bildern zu veröffentlichen. Ich würde nur manchmal gern schnell ein Bild herzeigen oder auf ein Buch hinweise, das ich gekauft habe oder gerade lese, ohne deshalb gleich einen Blogbeitrag zu schreiben. Und ich glaube, dass für solche kurzen Meldungen sowie meinen kreativeren Content ein anderes Medium vielleicht besser geeignet ist. Aber ob Instagram tatsächlich die passende Lösung ist … ich weiß es nicht. Vielleicht muss ich es einfach mal zusätzlich zum Blog ausprobieren.
      Das mit dem Followerschwund ist so eine Sache, da das bei mir vielleicht eher auf meinem Gefühl als auf Tatsachen beruht. Ich habe (vor allem seit meinem Umzug zu WordPress) meine Statistiken nicht so wirklich beobachtet und daher möglicherweise die falschen Schlüsse daraus gezogen, dass die aktiven Follower weniger wurden (weil sie selbst aufgehört haben zu bloggen oder zumindest seltener bloggen). Trotzdem dürfte es wohl einige stille Mitleser geben. Trotzdem wäre es sicher lohnenswert, dieses Thema einmal in einem gesonderten Beitrag zu behandeln.

  4. Solange dir deine Themen Freude bereiten, passen sie meiner Meinung nach definitiv zusammen! Mir fällt immer wieder auf, dass die Blogger, denen ich seit vielen, vielen Jahren folge und die auch die meisten Kommentare von mir bekommen, diejenigen sind, die mehr als nur eine Facette ihres Lebens auf dem Blog zeigen. Ich finde es spannend, wenn ich so Sachen gezeigt bekomme, die ich selber für mich nie entdecken würde. Wandern ist zum Beispiel so gar nicht mein Ding, aber ich lese gern von deinen Erlebnissen und genieße die Fotos, gerade weil das für mich etwas ist, das mir fern liegt. Ich fände es schade, wenn du bestimmte Themen auslagern würdest, kann aber verstehen, dass du gern mehr (und vermutlich auch zeitnahere) Rückmeldungen hättest und Plattformen wie Instragram oder Twitter können das definitiv bieten. Auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, dass beides auch deutlich flüchtiger ist als ein Blog und das ist der Grund, wieso ich an meinem Blog festhalte und auch gern die von anderen Leuten lese. Während ich zum Beispiel momentan so gut wie gar nicht auf Twitter bin und so gar nicht mitbekomme, wie es den Personen ergeht, denen ich dort folge, nehme ich mir immer die Zeit die Blogbeiträge in meinem Feedreader anzuschauen und zu kommentieren – selbst wenn das so wie im Moment nur im 14-Tage-Rhythmus passiert. Weil ich eben das Gefühl habe, dass auf dem Blog Dinge landen, die lesenswert sind, während Twitter und Instagram eine bunte Mischung aus allem möglichem Kram darstellen und es da schwieriger ist die Tweets oder Bilder zu finden, die mir etwas bringen.

    Was die Kommentare und den Austausch angeht: Ja, es wäre großartig, wenn es so wie früher wäre und wir nicht nur wieder mehr Austausch, sondern auch immer wieder neue Leser.innen auf unseren Blogs hätten. Aber ich fürchte, dass der Trend inzwischen deutlich mehr zum Konsumieren und nicht zum Austauschen geht. Auf jeden Fall sind die Seitenaufrufen in den vergangenen Jahren bei mir definitiv nicht zurückgegangen, auch wenn es kaum noch Kommentare bei Beiträgen gibt, die keine Lesetage sind. Ich denke, es kann dir auf jeden Fall ein Trost sein, dass doch einige Menschen deinen Blog lesen, auch wenn du davon doch relativ wenig auf deinem Blog sehen kannst.

    Oh, und was kürzere Beiträge oder nur ein Bild posten angeht: Dann mach das doch! Veröffentliche einfach ein Bild mit einem Nebenbemerkung oder einen Absatz mit etwas, das dir gerade durch den Kopf geht, und schau, ob dir das zusagt oder ob du solch ein „schnelleres“ Beitragsformat dann am Ende doch nicht so befriedigend findest. Es ist dein Blog, du kannst da so viel ausprobieren wie du willst. Deine treuen Leser.innen wirst du damit auf keinen Fall vergraulen und vielleicht die eine oder andere neue Person erreichen. 🙂

    1. Ich mag auch gern Blogs mit Themenmischungen. Nur bei meinem eigenen habe ich immer so eine Angst, dass ich meine Leser*innen mit manchen Themen langweilen könnte. Und wenn weniger Kommentare kommen, ist das für mich immer eine Bestätigung dafür, dass meine Angst berechtigt ist, auch wenn der Schluss so natürlich nicht unbedingt stimmen muss.
      Mir geht es so wie dir, dass mir manche Plattformen flüchtiger und Blogbeiträge dementsprechend dauerhafter vorkommen.
      Vermutlich mache ich mir allgemein schon wieder viel zu viele Sorgen und Gedanken und sollte unbeschwerter manches einfach ausprobieren. Es ist ja schließlich nicht so, dass ich meinen Blog professionell betreiben würde und somit auf bestimmte Followerzahlen angewiesen wäre.

      1. Solange du noch Freude an deinem Blog hast, würde ich mir gar keine weiteren Gedanken darüber machen. 🙂 Es wird immer Menschen geben, die lieber Blogs lesen als Instagram oder andere Plattformen nutzen, auch wenn es natürlich schön wäre, wenn diese Menschen dann hier und da auch noch einen Kommentar abgeben würden. Aber grundsätzlich denke ich, dass unsere Blogs – egal, ob als Mischblog oder Themenblog – ihre Existenzberechtigung haben und sei es nur, weil sie uns Freude bereiten und als Archiv für unsere Erlebnisse und Gedanken dienen. 🙂

        1. Ich hab halt so Momente, wo ich mich ganz panisch frage, ob ich vielleicht irgendwann meine treuen Mitleserinnen langweile/vergraule. Aber es stimmt auch, dass alleine schon die Archivfunktion von so einem Blog wertvoll ist. Abgesehen davon, dass mein Blog teilweise fast ein wenig ein Online-Tagebuch ist, lese ich später auch gern wieder Rezensionen nach, wenn ich nicht mehr so genau weiß, was ich von einem Buch gehalten was ich daran gemocht habe.

        2. Die Archivfunktion ist mir persönlich wirklich wichtig und mein Blog immer die erste Anlaufstelle, wenn ich mich an etwas genauer erinnern will oder mehr Informationen zu einem schon gelesen Buch suche. Das allein ist etwas, auf das ich nicht mehr verzichten wollen würde. Wenn dann noch Kommentare kommen, ist das ein willkommener Bonus – zumindest versuche ich das inzwischen so zu sehen und nicht der Phase von vor zehn Jahren nachzutrauern, als auf unseren Blogs noch etwas mehr los war. 🙂

          Ich denke, dass diejenigen deiner Leser.innen, die dich schon so viele Jahre begleiten, dir auch erhalten bleiben, wenn dein Blog sich noch etwas weiter ändern sollte. Sie haben ja bewiesen, dass sie treue Leser.innen sind. 😉

  5. Irgendwie ist dieser Post bei mir untergegangen, sorry!

    Aber ich sehe das genauso: Wir haben uns über die Bücher „kennengelernt“, aber mit den Jahren wird man auch immer neugieriger auf den Menschen, der dahinter steckt. Und je mehr Du davon zeigst, umso persönlicher und facettenreicher wirst Du. Ich habe auch lange NUR Rezensionen veröffentlicht. Aber als ich begann, auch einmal über andere Dinge zu schreiben, bekam ich unglaublichen Zuspruch.
    Letztlich sind wir Menschen (und nicht nur Leser:innen), mit allem, was dazu gehört. Und auch wir entwickeln uns weiter.

    Also: Nur zu! Ich bin für alles offen, sei Du es auch.

    Und ganz ehrlich: Was wer nicht mag, dann scrollt man halt weiter. Schreibst Du hier letztlich für Dich oder andere?
    So what?

    1. Wie ich gerade Konstanze geschrieben habe: Manchmal habe ich echt Angst, euch treue Mitleserinnen zu langweilen oder zu vergraulen. Ich mache mir aber ganz allgemein immer zu viele Gedanken über solche Dinge, das ist leider manchmal etwas lähmend. Vielleicht hilft mir dieser Beitrag (und eure Rückmeldungen) dabei, dass ich meine Zweifel wieder etwas beiseite schieben kann.

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