Petra Piuk – Toni und Moni oder: Anleitung zum Heimatroman

erschienen bei Kremayr & Scheriau   Für einen Heimatroman nehme man: ein idyllisches Dorf namens Schöngraben an der Rauscher, kirchliches Glockengeläut, heimattreue Dörfler im Wirtshaus, ein seit dem Kleinkindalter füreinander bestimmtes Pärchen und ein Happy End (idealerweise in Form einer Trachtenhochzeit). Dumm nur, wenn sich die Figuren nicht an die Genreregeln halten wollen und die…

[Kurzrezensionen] Von der Zeit, Großvätern und Märchen

Christoph Ransmayr – Cox oder Der Lauf der Zeit China im 18. Jahrhundert: Alister Cox, ein berühmter Uhrmacher und Automatenbauer, wird zusammen mit seinen Gehilfen nach China eingeladen, um für Kaiser Quiánlóng Cox eine Uhr zu bauen, die die Ewigkeit messen kann. Mit gewohnter Sprachgewalt schildert Ransmayr, wie sein fiktiver Protagonist Alister Cox (der an…

[Kurzrezensionen] Von Brenner, Spitzbergen und der letzten Nacht

Wolf Haas – Brennerova erschienen bei Hoffmann und Campe   Der Brenner mag seine Zeiten als Privatdetektiv hinter sich gelassen haben, aber noch immer zieht er Verbrechen nahezu magisch an. Dieses Mal macht er sich auf die Suche nach einer verschollenen Russin, die in Wien möglicherweise von Mädchenhändlern entführt wurde. Und zu allem Überfluss ist…

[Kurzrezensionen] Von Magersucht, der Arktis und magischer Kohle

Delphine de Vigan – Tage ohne Hunger  erschienen bei Dumont   In dem stark autobiografischen Roman erzählt Delphine de Vigan von der 19jährigen Laure, die sich freiwillig in eine Klinik begibt, als ihre Magersucht lebensbedrohliche Ausmaße annimmt. Tagebuchartig beschreibt Laure ihren Alltag in der Klinik, ihre Mitpatientinnen und ihre Gespräche mit Dr. Brunel, der für…

[Kurzrezensionen] Von Gedächtnisverlust, Barcelona und Terranauten

Mirjam Mous – Boy 7 Boy 7 ist ein Roman, den man wohl gut auch lesefaulen Jugendlichen in die Hand drücken kann: Er ist spannend, rasant, voller Rätsel und liest sich ungemein leicht. Es geht darin um einen Jungen, der in einer heißen Grasebene aufwacht und keine Ahnung hat, wer er ist und wie er…

Juli Zeh – Unterleuten

erschienen bei Luchterhand   Unterleuten ist ein Dorf in Brandenburg, das sich für einige Aussteiger aus der Stadt als ländliche Idylle präsentiert, auch wenn bei den Alteingesessenen einige Konflikte unter der Oberfläche schwelen. Als eine Investmentfirma einen Windpark in Unterleuten errichten will, kommen nicht nur die alten Streitigkeiten an die Oberfläche, sondern es entstehen auch…

[Kurzrezensionen] Von Hoffnung, Denunziation und Lüge

Mechtild Borrmann – Die andere Hälfte der Hoffnung  In einer kalten Nacht nimmt der Bauer Martin Lessmann eine junge osteuropäische Frau bei sich auf, die vor zwei Männern flüchtet. Währenddessen wartet Walentyna, die in der Entfremdungszone wohnt, darauf, dass ihre Tochter aus Deutschland zurückkehrt. Mechtild Borrmann erzählt in diesem Roman eine packende Geschichte und setzt…

Lodewijk van Oord – Das letzte Nashorn

erschienen bei Knaus woher: Buchhandlung Kuppitsch „Das letzte Nashorn“ ist der Debütroman von Lodewijk van Oord, der auf Niederländisch 2014 erschienen ist und nun zwei Jahre später auf Deutsch übersetzt wurde. Es geht darin um einen Amsterdamer Zoo, dessen Besucherzahlen im Sinken sind und der der deshalb ein wenig aufgepeppt werden soll. Zu diesem Zweck…

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