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Ohne Vorbereitung mit Volldampf in den NaNo

Am Sonntag beim Herbstlesen meinte ich noch, dass ich mich gesundheitlich etwas angeschlagen fühle – und dann bin ich im Laufe des Abends wirklich krank geworden. Unklare Schmerzen, die anscheinend von den Nieren ausgestrahlt haben, Fieber und unschöne Blutwerte haben dazu geführt, dass ich diese Woche bisher im Krankenstand und mit einem kleinen Ärztemarathon (Untersuchungen, Wartezimmer, Ultraschall, Wartezimmer, Röntgen, Wartezimmer, Wartezimmer, Wartezimmer) verbracht habe. Es ist nicht wirklich was dabei rausgekommen, außer dass meine Werte heute wieder besser waren und ich mich auch wieder besser (aber noch nicht ganz gut) fühle.

Nun beginnen morgen für mich zwei Wochen Urlaub, auf die ich mich unglaublich gefreut habe, aber derzeit stresst es mich ziemlich, dass ich nun diese Woche vorher nicht mehr in der Arbeit war. Gefühlt sind so viele Dinge nicht abgeschlossen … Außerdem möchte ich am Freitag nach Augsburg zu meiner Taufpatin fahren und von dort aus in den nächsten Tagen weiter nach München, Bamberg und Frankfurt. Ich hoffe sehr, dass das nun alles wie geplant klappt.

Aber war da nicht noch etwas? Ja, genau, der National Novel Writing Month, der morgen beginnt! Ich habe ja gefühlt das ganze Herbstlesen damit verbracht, die Landkarte, die ich dafür benötige, fertigzustellen, aber nun, am Abend vor dem Startschuss, ist der Stand der Dinge folgendermaßen: Die Karte ist nicht fertig, der Plot ist löchriger als ein Schweizerkäse, einige wichtige Fragen sind ungeklärt und ganz allgemein habe ich mir die letzten Tage vor dem NaNo etwas anders vorgestellt.

Ich hoffe nun, dass ich morgen trotz allem einen guten Start habe und in meinen Roman, der den Arbeitstitel „Bühnenwege“ trägt, gut hineinfinde.

Ich werde euch den November über weiter auf dem Laufenden halten!

6 thoughts on “Ohne Vorbereitung mit Volldampf in den NaNo

  1. Sali, Neyasha.
    Sarkasten könnten sagen, daß Wartezimmer im Zentrum der modernen Therapie stehen, weil wir sinnfrei Stunden darin absitzen (& wahrlich nie bequem). Offensichtlich waren aber Dr. Pontius & Prof. Pilatus unfähig auch nur irgendwas zu ersehen. Bleibt zu vermuten, daß Dein Hausarzt Dir besser gleich die Woche Bettruhe verschrieben hätte. Jedenfalls freut es mich zu hören, daß es Dir (trotz Praxen-Tour) leidlich besser geht. Und stresse Dich nicht wegen liegen gebliebener Arbeit – Du bist letztens auch für jemanden eingesprungen.
    Please, no stress… 🙂
    Wie ich sehe reist Du einmal quer durch Bayern; da grüßt doch Schwaben herzlich, willkommen.
    Unvollständiges Kartenmaterial, Schweizer Käse als Plot & ein Handkarren offener Frage…eigentlich ideal um sich frei in eine ungebundene Geschichte zu schreiben. Der Horizont ist schließlich von jedem Punkt gleich weit entfernt.
    Ich wünsch Dir Musen!

    Wie war die „Operation Drachen“?

    bonté

    1. Ich finde es eigentlich ziemlich gut, dass mein Hausarzt den Dingen auf den Grund gehen will (mein früherer hätte mir einfach bei den Entzündungswerten im Blut gleich Antibiotika verschrieben und gut ist) und es ist an sich auch beruhigend, dass mit den Nieren trotz Schmerzen prinzipiell alles in Ordnung ist. Was halt die Sache noch immer nicht erklärt und meinem Arzt sehr offensichtlich auch keine Ruhe gelassen hat.
      Ich hoffe halt mal, dass die Schmerzen bald gänzlich weg sind und gehe jetzt mal ganz optimistisch davon aus, dass ich morgen im Zug sitzen werde.

      Ungebunden fühle ich mich mit der Geschichte aktuell tatsächlich – die erste Szene habe ich sehr ins Blaue hinein geschrieben. 😉

      Die Operation Drachen ist leider erneut erfolglos gewesen. Es war schon wieder nicht genug Wind (überflüssig zu erwähnen, dass es seither wieder jeden Tag windig war) und noch dazu ist es mir zu dem Zeitpunkt dann auch schon nicht mehr so gut gegangen. Irgendwann wird es hoffentlich mal klappen …

      1. …in besagtem Drachen scheint aber auch der Wurm drinnen zu sein. 😎
        Es ist beruhigend wenn man/frau für den Arzt keine Fallnummer ist, sondern ein Mensch dem es nicht sonderlich geht.
        Ich denke, ein Geschichte kann gut mit einer „blauen Szene“ beginnen – manchmal ist das Leben ja auch so (sagen zumindest die Philosophen gern)
        Dann wünsche ich eine feine Reise!
        Glücklicherweise ja nicht mehr mit der Postkutsche zu bewältigen… 🙂
        bonté

  2. Ach, so ein Ärztemarathon kostet viel Zeit und Kraft und es ist so ärgerlich, wenn man am Ende nicht einmal Ergebnisse in der Hand hat. Aber gut, dass es dir langsam besser geht und es ist auch beruhigend zu hören, dass die Nieren in Ordnung sind. Ich hoffe sehr, dass es weiterhin aufwärts geht und du während deiner Reise fit genug bist, um die verschiedenen Stationen zu genießen. 🙂

    Was die Arbeit angeht, so ist es zwar bestimmt nicht schön, dass nach deinem Urlaub noch einiges auf dich wartet, das du nicht vorher erledigen konntest. Aber ich hoffe, dass dich das trotzdem nicht so sehr beschäftigt, dass du die freie Zeit nicht genießen kannst. Dein Körper war anscheinend der Meinung, dass du eine richtige Auszeit benötigen würdest.

    Viel Spaß beim NaNoWriMo! Auch wenn die Karte nicht fertig geworden ist und noch einige Plotlöcher auf dich warten, so hast du dich doch in den letzten Wochen intensiv schon mit deiner Geschichte beschäftigt, da sollte es mit dem Schreiben in den kommenden Wochen hoffentlich klappen. Ich drücke die Daumen, dass die viel Freude damit hast und dass sich die Plotlöcher ohne größere Probleme von selber stopfen. 😉

    1. Abgesehen davon, dass das Wetter bisher leider nicht so gut war und ich doch noch recht schnell müde werde, läuft auf der Reise alles gut. Bamberg ist sehr schön und ich freu mich auch schon auf Dienstagvormittag! 🙂

      Eines der Plotlöcher hat sich heute gestopft bzw. hatte ich heute, als ich so in Bamberg unterwegs war, ein paar Ideen. Bisher bin ich beim Schreiben etwas konfus herummäandert, aber jetzt wird das alles etwas konkreter.

      1. Für dich ist es mit dem Wetter wirklich ärgerlich – bis vor einer Woche hatten wir so gut wie jeden Tag durchgehend Sonnenschein. Aber vielleicht ist es ja ganz gut, dass das Wetter dir nicht so viele Stunden draußen erlaubt, so dass du dich noch etwas schonen musst. Ich freu mich auch schon auf morgen! 🙂

        Sehr schön! Bis du wieder daheim bist, hast du bestimmt eine klare Vorstellung davon, welchen Weg deine Figuren so nehmen und kannst dann richtig losschreiben.

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