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eBook-Reader – Sinnvoll oder neumodischer Blödsinn?

eBooks – ein Thema, bei dem sich die Geister mal wieder scheiden. Nach anfänglicher Ablehnung denke ich nun tatsächlich darüber nach, mir einen eBook-Reader von meiner Familie zum Geburtstag zu wünschen.
Falls ihr diese Dinger für Teufelszeug haltet, solltet ihr also besser nicht weiterlesen, um eure Nerven zu schonen. Oder ihr stellt schon mal das Weihwasser bereit. 😉

Ich denke nicht, dass eBooks gedruckte Bücher verdrängen können. Ich denke auch nicht, dass sie mir gedruckte Bücher ersetzen könnten. Aber inzwischen denke ich doch, dass sie eine gute Ergänzung sein könnten. Denn ich sehe doch eine ganze Reihe von Vorteilen:
– Bei Urlauben und langen Zugfahrten braucht man nicht mehr stapelweise Bücher mitnehmen, sondern es genügt ein kleiner Reader, solange man ihn vorher mit genug Lesestoff gefüttert hat.
– Es gibt mittlerweile in der Bücherei auch eine digitale Bibliothek mit einer ganzen Reihe von interessanten Neuerscheinungen.
– Klassiker, die digital frei verfügbar sind, könnte man bequem lesen. Bisher war für mich das Problem immer: Soll ich sie am Bildschirm lesen? Nicht sehr angenehm. Oder ausdrucken? Dann wäre es aber keine sonderliche Geld- und Platzersparnis mehr.
– Mein Bücherregal platzt schon jetzt aus allen Nähten.
– Wenn man englische Bücher liest, hat man das Wörterbuch gleich im Reader integriert.

Natürlich kann so eine eBook es nicht mit einem „echten“ Buch, das man bei sich im Regal stehen hat, aufnehmen. Andererseits habe ich nicht das Bedürfnis, jedes Buch, das ich lese, zu besitzen  – sonst würde ich nicht so viel Lesestoff aus Bibliotheken ausleihen.

Dennoch bin ich unschlüssig. Würde ich so einen eBook-Reader wirklich häufig verwenden? Ist so ein Ding wirklich sinnvoll? Und vor allem: Welcher sollte es werden? Ich neige vor solchen Anschaffungen dazu, ewig zu vergleichen, Testberichte zu lesen und und und. Der Zwilling in mir mit der Unentschlossenheit lässt grüßen …
Am ehesten liebäugle ich momentan entweder mit dem Sony PRS-350 oder dem iriver Story.

Tja, und wie seht ihr das mit den eBooks? Teufelszeug oder doch ganz praktisch? Hat jemand von euch vielleicht sogar einen eBook-Reader und kann mir einen empfehlen?

9 thoughts on “eBook-Reader – Sinnvoll oder neumodischer Blödsinn?

  1. Liebe Nayesha,

    seit Weihnachten habe ich eine Oyo. Ich muss gestehen, ich benutze ihn kaum, weil ich wenig unterwegs bin. Das Seitenumblättern dauert lange und das Display ist nicht beleuchtet, was den Vorteil beim Lesen im Bett relativiert. Allerdings ist er sehr leicht und man kann wirklich bequem im Bett lesen, ohne ständig die Position ändern zu wollen.;)
    Der Sony-Reader ist, was die Seitenladezeiten angeht auch nicht besser, habe ihn schon ausprobiert. Der Vorteil beim Oyo: Ich kann wo und wann ich will in Sekundenschnelle ein Buch herunterladen, das ist wirklich genial. Ein Vorteil beim ebook-Reader allgemein ist noch, dass kein Mensch sieht, WAS man liest.:))

    Liebe Grüße
    Nikola

  2. Ein interessanter Vorteil, den ich noch gar nicht bedacht habe. Aber stimmt. Sollte ich also jemals Nackenbeißer mit peinlichem Cover lesen wollen, müsste ich mich in der U-Bahn nicht schämen. Hm. 😉

    Den Sony hatte ich nur kurz mal in der Hand und da hat das Umblättern keine Sekunde gedauert (also zumindest nicht beim Neuen, bei den älteren Modellen schon). Ich muss mir den nochmal genauer ansehen.
    Den Oyo hab ich auch mal ausprobiert, aber irgendwie hat da der Touchscreen nicht sehr zuverlässig reagiert.

    Mich würde ja auch der Kindle reizen, aber da hält mich die Tatsache zurück, dass der ePub nicht unterstützt.
    Ach ja, schwierig. Die eierlegende Wollmilchsau wird man wohl auch unter den eBook-Reader nicht finden.

    Danke schon mal für deinen kleinen Erfahrungsbericht! 🙂

  3. Ach, ich überleg ja auch schon die längste Zeit hin und her! Praktisch wärs ja schon, aber brauch ich wirklich ganz unbedingt einen? Ich krieg ja hin und wieder Vorab-Exemplare für den LoveLetter per Mail, und vor allem im Erotic Romance-Bereich gibts vieles, was nur als E-Book erhältlich ist – genau dafür wär so ein E-Book-Reader schon praktisch. Auf der anderen Seite liebe ich halt Bücher aus Papier und kann mich mit dem Bildschirmlesen nicht wirklich anfreunden. Ich hab mal den Oyo ausprobiert – da geht ja gar nicht viel auf eine Seite rauf und das "umblättern" dauert eeeewig! Das ist definitiv nix für mich. Das I-Pad ist zwar ein ganz nettes Ding, aber brauch ich auch nicht wirklich. Was sind jetzt die Alternativen? Viele zu viele – und da liegt mein Problem und der Grund dafür, dass ich noch keinen solchen Reader habe! Ich müßte mich in die Materie einlesen, damit ich eine Entscheidung treffen kann, aber das ist halt sooo mühsam…
    Du siehst also, du bist nicht allein! 🙂

  4. Das ist ja schön, dass ich nicht alleine herumüberlege.
    Ich hab mich übrigens inzwischen schon intensiv mit verschiedenen Readern und ihren Vor- und Nachteilen beschäftigt und werde demnächst dazu etwas schreiben. Vielleicht hilft dir das ja dann auch ein kleines bisschen weiter.

  5. Hallo Neyasha.
    Also ich gehöre klar zu der Gruppe "E-Reader? Nein danke". Ich weiß auch nicht, ich finde, so ein Ding könnte nie den Reiz eines gedruckten Buches ersetzen. Gerade das Umblättern, das Knistern, der Geruch eines neuen frisch gedruckten Buches (!) – darauf könnte und wollte ich nie verzichten. Sicher hätte es seine Vorteile, wenn man wirklich viel unterwegs ist. Aber auch das wäre für mich kein Grund. Wenn meine Tasche wegen 3 Bücher so schwer ist, na dann weiß ich wenigstens, warum 😉
    Meine Schwester hat einen Kindle und benutzt ihn nie. Ich hatte ihn mal in der Hand und hab angefangen, Stolz und Vorurteil auf englisch zu lesen; nach ein paar Seiten hab ich aufgehört, das ist einfach nicht meins. (Also der E-reader, nicht das Buch 😉 )
    Außerdem "forsche" ich von berufswegen zum Thema Augen etc. und kann dir mit Sicherheit sagen, dass zig Studien festgestellt haben, dass Lesen am Monitor nicht gesund, im Gegenteil, eher sogar schädlich ist. Das Lesen von gedrucktem Text ist viel besser für die Augen. (Das hängt mir unwillkürlichen Augenbewegungen zusammen und würde jetzt hier zu weit führen 😀 Nur soviel: Lesen am PC oder an solchen Monitoren ist nicht sehr zu empfehlen…)
    Viele Grüße!

  6. Ich denke, es geht vielen so wie dir – also dass für sie ein gedrucktes Buch einen ganz anderen Reiz hat. Das ist bei mir eigentlich nicht anders, weshalb ich mir einen eBook-Reader auch nur als Ergänzung vorstellen kann.

    Bezüglich des Lesens am Monitor: Die e-ink-Technologie eines Readers ist da schon anders als ein Monitor. Denn sie hat ja keine Hintergrundbeleuchtung (also auch kein Flimmern), sondern reflektiert eben Licht wie auch eine Buchseite. Für die Augen ist das deutlich weniger anstrengend als Lesen am Monitor.
    Mal davon abgesehen, dass so ein Reader bei mir ja dazu führen würde, dass ich eben weniger am LCD-Monitor lese, da ich dann die Gutenberg-Projekt-Texte halt statt am Monitor auf dem Reader lesen würde.

  7. Mein Vater hat einen Sony PRS 650 zu Weihnachten bekommen. Er ist so zufrieden, dass ich nach soweit bin, ebenfalls zu einen bekommen. Ich habe kurzeitig überlegt, ob ich die Pocket Edition haben möchte, mich aber dann ebenfalls – u.a. wegen des größeren Displays – für den Sony PRS 650 entschieden. Das langsame Umblättern kann ich übrigens nach Tests bei meinem Vater nicht bestätigen.

    Auch über einen Kindle habe ich nachgedacht, aber nur kurz. Die Beschränkung auf Amazon sprach dann doch eindeutig dagegen.

    Es wird immer Bücher geben, die ich gedruckt besitzen möchte. Aber ich sehe das auch nüchtern… es gibt Bücher, von denen weiß ich, ich werde sie nur einmal lesen, die muss ich nicht physisch im Regal stehen haben. Ich freue mich, das E-Book-Angebot meiner Bücherei zu nutzen. Ich freue mich, beim nächsten Flug nicht auf das Gewicht meines Lesestoffs achten zu müssen. Das und andere Gründe sprechen für mich dafür, dass E-Book und gedrucktes Buch sich wunderbar ergänzen können.

    Ich bin jedenfalls gespannt, Neyasha, wie's bei dir in Sachen Reader weitergeht. Ich werde von meinen ersten Erfahrungen berichten, sobald der Reader bei mir ankommt… LG Thari

  8. Dann bin ich schon mal sehr auf deinen Erfahrungsbericht gespannt. 🙂
    Mich würde ja der Sony PRS 650 auch sehr anlachen, aber der Preis …
    Und ja, ich denke eben auch, dass gedruckte Bücher und eBooks sich super ergänzen können.

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