Kreatives

East of the Sun, West of the Moon – eine Karte

Ich wollte in den letzten Tagen eigentlich einige Blogbeiträge schreiben, aber dann habe ich am Sonntag sehr spontan beschlossen, bei einer Challenge der Cartographer’s Guild teilzunehmen und diese hat meine ganze Freizeit in Anspruch genommen.

Vorgabe der Challenge war es, eine Karte zu zeichnen, die einen Ort/eine Szene eines Märchens darstellt. Ich habe mich für das norwegische Märchen „Østenfor sol og vestenfor måne“ entschieden. Es geht darin um ein Mädchen aus einer armen Familie, das quasi an einen Bären verkauft wird. Dieser bringt sie zu seinem Schloss, das sich in einem Felsen befindet. Nachts legt er seine Bärengestalt ab und kommt zu ihr als Mann, aber es ist so dunkel, dass sie ihn nicht sehen kann. Als sie eines Nachts eine Kerze anzündet, stellt sich heraus, dass er ein verzauberter Prinz ist. Da sie ihn gesehen hat, zwingt ihn ein Fluch dazu, zu seiner Stiefmutter zurückzukehren, die östlich von der Sonne und westlich vom Mond in einem Schloss lebt, und dort ihre Tochter, eine Trollprinzessin, zu heiraten. Das Mädchen reist daraufhin durch das Land, um ihn zu finden. Sie bekommt Hilfe von drei alten Frauen und reist schließlilch nacheinander zum Ostwind, zum Westwind und zum Südwind, bis endlich der Nordwind sie zum Schloss bringt. Dort gelingt es ihr den Prinzen zu befreien.

Das ganze Märchen kann man hier nachlesen; ich habe außerdem hier und hier Romanadaptionen des Märchens rezensiert.

Bei der Karte wollte ich eine nördliche/eisige Atmosphäre schaffen; außerdem habe ich mich von historischen Karten inspirieren lassen (etwa von dieser hier für die vier Winde). Die Karte ist mit Fineliner auf A4-Papier gezeichnet. Nur den schwarzen Hintergrund außen habe ich nach dem Scannen digital hinzugefügt.

Drückt mir die Daumen für einen Challenge-Gewinn! 😉

9 thoughts on “East of the Sun, West of the Moon – eine Karte

  1. Liebe Neyasha,

    das sieht toll aus. Ich bin immer wieder von deiner kreativen Begabung beeindruckt. Meine Daumen sind fest gedrückt.

    Liebe Grüße,
    Christine

    1. Danke, das ist lieb von dir! Allerdings ist die Qualität der Karten in der Cartographer’s Guild überwältigend. Viele dort sind professionelle Grafiker/Künstler/Kartografen und da ist meine Karte im Vergleich eher etwas wie eine bessere Skizze. Chancen habe ich nur, weil es sich hier um eine „Lite Challenge“ handelt, bei der weniger Profis teilnehmen. Mal schauen. 🙂

  2. Die Karte ist auf jeden Fall sehr cool geworden! Und ich bin beeindruckt, wie sauber du mit Fineliner arbeitest – ich verwische Fineliner ja regelmäßig mit meiner Schreibhand, wenn ich ihn benutze. 😀 (Was mir früher lustigerweise bei meinen Tuschefüllern beim Zeichnen nie passiert ist. *g*)

    1. Danke! 🙂 Ich war selbst nicht ganz so glücklich mit dem Fineliner. Sonst arbeite ich bei solchen Karten lieber mit Tusche und Feder und den Fineliner fand ich vergleichsweise etwas blass und auch ungleichmäßig. Das fällt in dieser Bildgröße nicht so auf, aber auf dem Original sticht es mir doch recht ins Auge. Also beim nächsten Mal lieber wieder Tusche.

      1. Tusche und Feder ist auch eine Herausforderung – sehr spannend, dass du sonst damit arbeitest! Meine Tuschefüller sind ja leider alle kaum noch zu gebrauchen, weil es ihnen nicht gut tut, wenn sie zu lange liegen, und ich habe sie in den Jahren direkt nach dem Studium gar nicht in der Hand gehabt, weil ich die Nase nach all den technischen Zeichnungen während des Diplons davon voll hatte. *g* Aber gerade wenn man mit Transparentpapier als Basis arbeitet, gibt es mit Tusche so viele Möglichkeiten, die man mit anderen Materialen nicht hat.

        1. Ehrlich gesagt wusste ich bis vor kurzem noch nicht mal, dass es so etwas wie Tuschefüller gibt. *ahem* Vielleicht probiere ich das mal aus – etwas nervig ist das Zeichnen mit Feder ja schon. Früher hatte ich eine, die ganz wunderbar war, aber ich finde die nicht mehr und bin seither mit keiner so recht glücklich geworden.

        2. Der Nachteil bei den Tuschefüllern ist wirklich, dass man sie regelmäßig nutzen muss, damit sie sich nicht zusetzen. Oder man muss sie halt gründlich saubermachen, bevor man sie einlagert, aber das ist auch jedes Mal eine ziemliche Sauerei. Ansonsten kann man damit ganz wunderbar saubere Zeichnungen anfertigen, weil man eben eine feste Strichstärke und einen kontrollierten Tuschefluß hat.

          Die gehörten für mich halt zur Grundausstattung fürs Innenarchitektur-Studium, sonst wäre ich da wohl auch nicht so schnell drüber gestolpert, weil man ja beim „künstlerischen“ Zeichnen ja wenig Wert auf die Vorzüge eines Tuschefüllers legt. 😉

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