Lesegeplauder

Meine 20 Lieblingsbücher

Im August hat Grete darum gebeten, dass man ihr die liebsten 20 bis 50 Bücher aller Zeiten nennt, um die Top 20 oder Top 50 der beliebtesten Bücher in Bloggerkreisen zu ermitteln. Bis 30. September kann man ihr noch die Listen per Mail oder Facebook schicken oder einfach einen Kommentar bei ihr hinterlassen.

Ich habe ihr meine Top 20 damals schon in die Kommentare geschrieben und fand die Auswahl sehr schwierig. Schon jetzt bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich nicht das eine oder andere Buch austauschen würde.

Ich möchte euch hier nun diese 20 Lieblingsbücher von mir vorstellen (Achtung, das könnte ein sehr langer Beitrag werden). Die Reihung sagt übrigens bei mir nichts über die Beliebtheit aus – abgesehen von der Nr. 1, die diesen Platz unangefochten verdient. 🙂

1. Astrid Lindgren – Die Brüder Löwenherz

Die Nr. 1 ist ein Buch, das mich bereits seit meiner Kindheit begleitet, das ich seither unzählige Male gelesen und jedes Mal geliebt habe.
Vermutlich hat dieses Buch einen ganz besonderen Stellenwert in meinem Herzen, weil ich es in einer sehr einschneidenden Situation meines Lebens bekommen habe. Als ich acht Jahre alt war, ist mein Vater gestorben und eine Bekannte hat mir dieses Buch beim Begräbnis geschenkt. Ich habe es damals sofort gelesen und als ich damit durch war, habe ich sofort erneut damit begonnen.
Es geht darin um zwei Brüder, die nach ihrem Tod in das sagenhafte Reich Nangijala gelangen, in das Reich der Sagen und Märchen und Lagerfeuer. Aber es ist nicht alles so schön, wie es zunächst aussieht, und bald finden sich die beiden im Kampf gegen einen Tyrannen wieder.
Hat mir dieses Buch dabei geholfen, mit Tod und Trauer umzugehen? Vielleicht. Aber ganz unabhängig davon ist es ein großartiges, spannendes Buch, das eine abenteuerliche Geschichte erzählt und so viele Wahrheiten enthält, dass eigentlich jeder es lesen sollte.

2. J.R.R. Tolkien – Der Herr der Ringe

Auch dieser Roman ist ohne jedes Zögern auf meiner Liste gelandet. Ich habe zwar mehrere Anläufe gebraucht, aber als ich etwa 15 Jahre alt war, bin ich endlich über die ersten Seiten hinausgekommen und war dann bald gefangen. Ich kann kaum in Worte fassen, wieviel mir dieses Buch damals bedeutet hat. Es hat mich dazu gebracht, selbst Welten zu entwerfen. Es hat mich dazu gebracht, High Fantasy zu schreiben (vorher war ich schreiberisch nur bei Pferdegeschichten und Contemporary Fantasy unterwegs). Es hat mich monatelang davon abgehalten, weitere Fantasybücher zu lesen, weil ich dachte, dass keines mich jemals wieder so beeindrucken könnte. Und ganz ehrlich: Bis heute hat mich keines mehr so beeindruckt. Ich habe seither großartige Fantasyromane gelesen und einige davon würde ich ganz sachlich betrachtet als besser bezeichnen – und einige würden mir heute wohl auch mehr Lesevergnügen bereiten. Aber keines hat einen solchen Eindruck bei mir hinterlassen wie damals Mittelerde und Tolkiens Schreibstil.

3. John Steinbeck – Jenseits von Eden

Das ist einer der einzigen Romane auf meiner Liste, den ich bisher nur einmal gelesen habe. Aber Steinbecks große Familiensaga hat mich letztes Jahr so begeistert, dass sie sich einen Platz hier verdient hat. „Jenseits von Eden“ ist außerdem eines der wenigen Büchern, das ich kaum zu Ende lesen wollte, weil ich die Figuren nicht verlassen wollte.

4. Christoph Ransmayr – Die letzte Welt

Dieser Roman hat mich so beeindruckt, dass ich seither jedes Buch von Christoph Ransmayr lese (und mir wünsche, dieser Autor möge irgendwann einmal den Nobelpreis erhalten). Es geht darin um den Römer Cotta, der in Tomi am Schwarzen Meer nach dem verbannten Dichter Ovid sucht und stattdessen überall auf Spuren der „Metamorphosen“ stößt. Der Roman ist sehr komplex und anspruchsvoll, spielt mit Realität und Fiktion und erfordert einige Konzentration beim Lesen. Ich war, als ich ihn mit 16 Jahren zum ersten Mal gelesen habe (auf Empfehlung meines Lateinlehrers), ein wenig überfordert, aber trotzdem davon fasziniert. Seither habe ich ihn noch zweimal gelesen und muss sagen, dass das ein Roman ist, der mit jedem Lesen dazugewinnt.

5. Sharon Shinn – Summers at Castle Auburn

Dieser Fantasyroman über ein Mädchen, das allmählich erkennen muss, dass in dem vermeintlich idyllischen Auburn nicht alles so schön ist wie es scheint, hat im letzten Jahr mit seinen leisen Tönen und den sympathischen Figuren mein Herz erobert. Ich habe ihn bereits in diesem Jahr zum zweiten Mal gelesen und bin mir sicher, dass ich ihn noch öfter zur Hand nehmen werde.

6. J.K. Rowling – Harry Potter And the Prisoner of Azkaban

Dieser Band steht für mich stellvertretend für die ganze Reihe, da dieser hier mein Lieblingsband ist. Ich mag die Spielerei mit der Zeit, die überraschenden Wendungen und die perfekte Mischung aus Spannung und Spaß. Dieser Band ist bereits etwas erwachsener als die ersten beiden, trotzdem aber noch ein sehr schönes und amüsantes Kinderbuch – und er weist auch noch nicht die Längen der späteren Bände auf.

7. Guy Gavriel Kay – Ein Lied für Arbonne

Dieser Roman war eines der wenigen Bücher, das ich für mein Auslandssemester mit nach Oslo genommen habe. Schon alleine deshalb habe ich sehr gute Erinnerungen daran. Aber auch an einem anderen Ort hätte ich ihn sehr genossen. Er vereint alle Stärken von Kay in sich – interessante Figuren, unerwartete Wendungen, Intrigen, Spannung, Melancholie und Humor, ein schöner Schreibstil, eine stimmige „historische“ Fantasywelt. All das trifft auch auf „A Sarantine Mosaic“ zu, das ich ebenfalls sehr mochte, aber „Ein Lied für Arbonne“ habe ich bereits mehrere Male gelesen und es fällt mir immer als erstes ein, wenn ich ein Buch von Guy Gavriel Kay empfehle.

8. Judy Blume – Sommerschwestern

Nach den Brüdern Löwenherz ist das vermutlich der Roman, den ich in meinem Leben am häufigsten gelesen habe. Ich liebe diese Geschichte über zwei sehr unterschiedliche Freundinnen, die ihre Sommer gemeinsam auf Martha’s Vineyard verbringen und sich später auseinanderleben.

9. Daniel Glattauer – Gut gegen Nordwind

Ich bin sonst kein großer Fan von Liebesgeschichten, aber Glattauers Email-Roman über Emmi und Leo mochte ich sehr. Es gefällt mir, dass die Liebe dort nichts mit Äußerlichkeiten zu tun hat, sondern aus (schriftlichen) Unterhaltungen heraus entsteht. Und mir gefällt auch das traurig-offene Ende. Über die Fortsetzung „Alle sieben Wellen“ habe ich mich zwar gefreut, aber ich finde nicht, dass sie unbedingt notwendig gewesen wäre.

10. Michael Ende – Die unendliche Geschichte

Buchverfilmungen sind oft eine große Enttäuschung – hier war es zunächst umgekehrt: Ich habe als Kind den Film geliebt und war dann zunächst vom Buch enttäuscht. Wie, man kommt mit diesem Roman nicht nach Phantásien? Was soll denn das?
Aber nachdem ich mich von dieser Enttäuschung erholt hatte, habe ich das Buch gelesen und war hin und weg. Michael Ende erzählt hier nicht nur eine sehr spannende und fantasievolle, sondern auch eine sehr kluge Geschichte.

11. Peter S. Beagle – Das letzte Einhorn

Noch ein Buch, bei dem ich den Film zuvor schon kannte. Beagles poetische Sprache hat mich sofort verzaubert und ich mochte auch das Spiel mit Klischees. Das Buch geht deutlich mehr in die Tiefe als der Film, aber ich mag auch diesen noch immer sehr.

12. Richard Adams – Watership Down

Auch hier kannte ich den Film vor dem Buch – und während mich beim letzten Einhorn der rote Stier als Kind geängstigt hat, war es hier General Woundwort. Überhaupt haben mich einige Szenen so verstört, dass ich es erst als Teenager gewagt habe, das Buch zu lesen. Die Geschichte über eine Gruppe von Kaninchen auf der Suche nach einer neuen Heimat ist nicht nur spannend, sondern vermittelt auch einige wertvolle Botschaften vielleicht nicht direkt subtil, aber doch ohne erhobenen Zeigefinger. Und die Art, wie Adams das Leben und die Mythologie der Kaninchen beschreibt, ist einfach zauberhaft.

13. George R.R. Martin – A Storm of Swords

Noch ein Band, der stellvertretend für eine Reihe steht. Aktuell ist „A Song of Ice and Fire“ ja durch die TV-Serie „A Game of Thrones“ in aller Munde, aber als ich die Reihe vor acht Jahren zu lesen begonnen habe, war sie eher ein Geheimtipp unter Fantasyfans. Ich war damals skeptisch, ob sie meinem Geschmack entsprechen würde, war aber schnell davon gefesselt und habe alle damals erschienenen Bände im Rekordtempo gelesen. Der 3. Band „A Storm of Swords“ stellt für mich bislang den Höhepunkt dar. Danach ist der Plot leider etwas zerfasert, aber dennoch warte ich sehnsüchtig auf „The Winds of Winter“.

14. Jane Austen – Emma

„Emma“ war meine Einstiegsdroge in die Welt von Jane Austen. Ich habe als Teenager eher aus Verzweiflung danach gegriffen, weil es mir an Lesestoff mangelte und die Bücherei gerade geschlossen hatte (Weihnachtsfeiertage). Also habe ich das mütterliche Bücherregal geplündert und war selbst überrascht, wie gut mir das Buch gefallen hat, da ich mich sonst von romantischer Literatur eher ferngehalten hatte.  Danach habe ich in schneller Folge weitere Romane von Austen gelesen, aber „Emma“ ist und bleibt mein persönlicher Liebling.

15. Otfried Preußler – Krabat

„Krabat“ und ich hatten einen etwas holprigen Start. Als dieses Buch in der 1. Klasse Gymnasium Schullektüre war, hat mir die Geschichte über einen Müllerlehrling, der in der Schwarzen Kunst unterrichtet wird, schlaflose Nächte beschert. Als ich das Buch dann etwa zwei Jahre später erneut gelesen habe, war ich aber begeistert.

16. Kurt Held – Die rote Zora

Auch mit diesem Buch hatte ich am Anfang gewisse Schwierigkeiten. Als Volksschulkind von acht oder neun Jahren war mir zunächst Kroatien in den 30er Jahren zu fremd. Trotzdem hat mich die Geschichte von Branko und Zoras Kinderbande fasziniert und gefesselt. Meine ganze Kinder- und Jugendzeit hindurch habe ich sie unzählige Male gelesen.

17. Patricia McKillip – Die vergessenen Tiere von Eld

An dieser Stelle könnte auch „Das Buch der Dornen“ oder „Schatten über Ombria“ stehen. Es gibt einfach so viele Romane dieser Autorin, die mich ganz und gar verzaubert haben – sowohl sprachlich als auch inhaltlich. „Die vergessenen Tiere von Eld“, das von der Zauberin Sybel erzählt, die fernab der Menschen mitten unter magischen Tieren lebt, halte ich aber für eins der besten Werke von Patricia McKillip.

18. Christa Wolf – Kassandra

Manche Bücher erschließen sich einem erst, wenn man sich genauer mit ihnen auseinandersetzt; und manche Bücher verlieren ihren Zauber, wenn man sie zu intensiv analysiert. „Kassandra“ hat für mich aber auf beide Arten funktioniert. Ich habe den Roman zunächst ganz unbedarft in der Freizeit gelesen und ihn später in einem Seminar Wort für Wort, Satz für Satz analysiert. In beiden Fällen hat er mich voll und ganz überzeugt.

19. Suzanne Collins – The Hunger Games Marlen Haushofer – Die Wand

Bei Grete habe ich die Hunger Games-Trilogie auf die Liste gesetzt, aber inzwischen habe ich das Gefühl, dass sich diese Serie bei mir erst noch „bewähren“ muss. Ich habe sie einmal gelesen und war begeistert, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob sie mich bei einem Reread erneut überzeugen kann. „Die Wand“ hat sich bereits auf diese Weise bewährt und ist zudem ein Buch, das mich beim ersten Mal lesen in den Bann gezogen hat wie kaum ein zweites.

20. Agatha Christie – Und dann gabs keines mehr

Ich lese gern Krimis, aber dennoch nenne ich selten Krimis, wenn es um meine Lieblingsbücher geht. Das mag damit zusammenhängen, dass sich dieses Genre weniger für Rereads anbietet als andere. Christies Krimi über eine Gruppe von Menschen, die auf einer Insel einer nach dem anderen getötet werden, hat mich aber so gefesselt, dass ich ihn mehrmals gelesen habe und auch dann noch spannend fand, als ich die Identität des Mörders schon kannte.

Und hier noch ein paar Bücher, die es nur knapp nicht auf die Liste geschafft haben:

21 thoughts on “Meine 20 Lieblingsbücher

  1. Ich kenne viele der Titel gar nicht, aber wenn ich so eine Liste erstellen müsste, dann hätten wir wohl zwei Bücher gemeinsam: Herr der Ringe und Emma. Letztere war auch mein Einstieg in Jane Austens Welt und hat von daher einfach einen besonderen Platz in meinem Herzen. 😉

  2. Ouh, „Der Herr der Ringe" ist vertreten. 🙂
    Eine sehr interessante Liste hast du da zusammengestellt. Auf jeden Fall sehr abwechslungsreich.
    „Watership Down" habe ich als Zeichentrickserie gerne geschaut, als ich noch jünger war. Ich habe sogar ein Kuscheltier davon. Hazel.
    Also, irgendwann muss ich das Buch definitiv mal lesen. Ich hätte jetzt aber auch wieder mega Lust auf die Serie…

    1. Die Serie zu "Watership Down" kenne ich gar nicht, aber anscheinend richtet sich die (anders als der Film) auch tatsächlich an Kinder und hätte mich wohl nicht so traumatisiert. 😉

  3. Ich habe davon prompt noch nichts gehört … Dass es Sharon Shinn auf die Liste geschafft hat, finde ich gut und da lege ich das Buch doch mal viel näher an den üblichen Leseplatz.
    Ansonsten habe ich bei solchen Listen immer das Gefühl, dass mir zu viel einfällt und dann plötzlich gar nichts mehr. Was habe ich noch mal alles gelesen? *am Kopf kratz* Schwierig, schwierig. Ein paar Tage habe ich ja noch 🙂

    1. Das Problem habe ich mit solchen Listen auch oft. Und so sehr ich über eine solche auch nachdenke – sie wird nie in Stein gemeißelt sein, da das einfach sehr stimmungsabhängig bei mir ist.

  4. Salut, Neyasha.
    Die "Auswahlkriterien" für solche Liste stoßen in der Regel oft an die persönlichen Grenzen. Weil sich Spontanität & die selige Erinnerung(en) ineinander verknoten. Kein leicht Ding also, für die jeweiligen Leser der Listung aber doch interessant, kombiniert man/frau doch alsbald mit eigenen Vorlieben.

    Bis auf Tolkiens Werk kenne ich viele der Deiner Bücher einzig von Seiten der Verfilmungen her, die mitunter ja sehr frei geraten können. Literarisch wäre bei mir viel an Science Fiction zu findem – Dick & Brunner vor allem; allein weil mich dieses Genre in besonderer Weise geprägt hat.

    Tatsächlich gibt es für jede Stimmung ein gutes Buch, denke ich.

    Die Fälle von Holmes & Watson kann ich allerdings trotz der "Spannungslosigkeit" eines gelösten Krimirätsels immer wieder gerne lesen. Liegt vielleicht am Phantasiereichtum der komplex begangenen Verbrechen.

    bonté

    1. Ich finde es auch immer schwierig, Bücher für solche Listen auszuwählen. Und in ein paar Jahren würde sie sicher auch schon wieder anders aussehen (zumindest teilweise).

      Einige Krimis eignen sich bestimmt auch zum wiederholten Lesen. Aber bei mir kommt noch dazu, dass ich Krimis zwar gern lese, aber nur selten wirklich von einem begeistert bin. Für mich ist das so ein bisschen mein Wohlfühlgenre, bei dem ich selten Ausrutscher nach unten, aber auch selten Highlights finde.

  5. 'Die Wand' hab ich auch gelesen und fand den Roman… einerseits gut und andererseits hat er mich skeptisch und unzufrieden zurück gelassen.
    Auch ein paar andere Bücher deiner Reihe hab ich gelesen und bin ganz ähnlicher Meinung. Agathas Christie 'Und dann gabs keines mehr' ist meiner Meinung nach einer der ausgefuchstesten Krimis der ganzen Welt, auch wenn, denkt man mal darüber, alles ganz simpel und logisch erscheint.
    'Gut gegen Nordwind' fand ich hingegen einfach nur schwach und wäre einer der Romane, die es definitiv nicht auf meine Liste schaffen würden.
    'Der Herr der Ringe' fand ich ebenfalls toll, obgleich mich die Geschichte 'Der kleine Hobbit' weitaus mehr beeindruckt hat.
    Eine sehr interessante Auswahl hast du getroffen 🙂

    Liebe Grüße,
    Linda

    1. Hallo Linda!
      Ich kann schon nachvollziehen, dass dich "Die Wand" unzufrieden zurückgelassen hat – in meiner Klasse ging das auch vielen so. Irgendwie erwartet man ja bis zum Ende so etwas wie eine Erklärung oder Auflösung. Mich hat das aber nicht gestört und ich mochte den Roman trotzdem sehr.
      "Und dann gabs keines mehr" ist wirklich sehr raffiniert! Es verwendet ja einen "Trick", der mir auch in einigen anderen Krimis und Thrillern untergekommen ist, aber die Umsetzung hat mich eigentlich nur in Christies Roman überzeugt.
      Den Hobbit habe ich auch sehr gern gelesen, aber er hat mich nicht auf die gleiche Weise überwältigt wie der Herr der Ringe – vielleicht auch deshalb, weil ich ihn erst ein paar Jahre danach gelesen habe.

  6. Interessante Liste, wobei mir viele Bücher auch überhaupt nichts sagten. Wir sind ja teilweise dann doch in sehr verschiedenen Genres unterwegs. Einige Bücher kenne ich dann doch. Bei "Der Gefangene von Askaban" gehe ich mit dir konform, das ist bis heute mein Lieblingsteil! "Die unendliche Geschichte" finde ich hingegen generell etwas überbewertet, Bastian war mir unsympathisch und grad im zweiten Teil zieht sich doch alles sehr. Aber so sind die Geschmäcker verschiedenen 🙂

    1. Ich finde bei der Unendlichen Geschichte eigentlich den zweiten Teil interessanter, weil der Roman für mich erst dann so richtig über eine typische Fantasyqueste hinausgeht. Der erste Teil ist wohl spannender und Atreju mit Sicherheit sympathischer als Bastian, aber zu dem Zeitpunkt ist das meiner Meinung nach doch noch recht konventionelle Kost.

  7. Oh, ich wusste, dass ich „Gut gegen Nordwind" schon einmal auf deiner Seite gelesen habe! Zum Glück!
    Ich habe es nämlich eben zuende gehört und war, naja, irritiert. Ich habe es ja, wie vielleicht schon rübergekommen ist, nicht so mit "traurig-offenen" Enden und war eben schon komplett verzweifelt!
    Aber es gibt eine Fortsetzung! Ich darf also auf ein Ende hoffen, dass auch so Kandidaten wie mich zufriedenstellt? Bitte sag ja! 😀

    1. Ja. 😉
      Direkt nach dem Lesen war ich übrigens auch ganz fertig, aber mit etwas Abstand hat mir das Ende dennoch sehr gut gefallen. Als dann Monate später bekannt wurde, dass es eine Fortsetzung geben würde, hatte ich daher nicht mehr das Gefühl, dass diese wirklich notwendig wäre (auch wenn ich sie dann gern gelesen habe).

    2. Danke euch beiden für die Antworten.

      Wenn das Buch echt so „aufwühlend" und anstrengend sein soll, will ich es aber wohl lieber nicht lesen. Ich fand ja bei „Gut gegen Nordwind" das Ende streckenweise schon ziemlich anstrengend. Sowohl gefühlsmäßig als auch in manch anderen Hinsichten.

      Meint ihr, ihr könnt mir vielleicht einfach das Ende verraten und mir so die Gefühlsachterbahn ersparen?^^

    3. Also wenn du wirklich gespoilert werden willst …
      … sicher? …
      … ganz sicher? …
      … auf deine eigene Gefahr …

      Am Ende kommen sie zusammen und man bekommt auch noch einen ganz kurzen Einblick in ihre Beziehung.

    4. Haha, ja sicher. ;D

      Oh, super. Danke. Dann bin ich jetzt zufriedengestellt. Aber das Drama hätte ich mir so schnell nicht antun können, doch meine Neugier hätte mich sonst schier in den Wahnsinn getrieben. Außerdem fand ich Emmi auch nicht durchgehend sympathisch, so schnell brauche ich mit ihr kein Wiedersehen. Vielleicht, wenn ich wieder in Stimmung bin, kann ich mich an den zweiten Teil wagen. Und dann wird es ja nicht so schlimm werden, weil ich das Ende dann schon kenne. 😀

    5. Ich fand ja das Ende von "Gut gegen Nordwind" nahezu perfekt, obwohl es mich so aufgewühlt hat. Damit konnte das Ende von "Alle sieben Wellen" dann nicht mehr mithalten, aber ich mochte es trotzdem.

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